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 Betreff des Beitrags: Zu laute Stimme für Kammerchor
BeitragVerfasst: 05.05.2007, 21:32 
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Ich bin seit fast zwei Jahren in einem Kammerchor. Als ich dort hinkam habe ich erst mal ein Jahr im Tenor gesungen, weil Männerstimmen leider etwas rar sind in der Mainzer Chorlandschaft. Ich habe mich dann für Gesangsunterricht entschieden und musste natürlich sofort auf Anordnung meines Gls aus dem tenor raus und in den Sopran.
Seit diesem Tag habe ich nur noch Stress wegen meiner anscheinend zu großen Stimme. Der Chorleiter verlangt ein unmenschliches Pianosingen, was für mich zumindest momentan einfach unmöglich ist.
Die anderen Mädchen (alle in meinem Alter) haben seit meinem ersten Tag im Sopran beschlossen mit meiner Stimme auf Kriegsfuss zu stehen und stöhnen schon im Voraus bei jeder etwas höheren Stelle. Der Chorleiter spricht mich immer vor dem ganzen Chor an ich müsse mich noch mehr zurücknehmen.
Das letzte mal habe ich mir wirklich wahnsinnig Mühe gegeben, aber mir ist teilweise einfach die Stimme weggebrochen, weil es in dem Piano nicht ging.
Jetzt fängt auch noch der Chorleiter, der meine Stimme früher immer in Schutz genommen hat, an mich anzugreifen. Er meint ich müsste das unbedingt lernen leise zu singen, später als Solosänger könnte ich mir das auch nicht erlauben und wenn man sich früh auf das brüllen verlegt kann man es sich später nicht mehr abgewöhnen usw.
Aber wie soll ich den Töne so leise singen, mit denen ich noch im forte kämpfe?
Soll ich jetzt aus dem Chor rausgehen oder mehr an meinem piano arbeiten? Ich hänge wirklich an dem Chor, aber ich habe das Gefühl es geht einfach nicht mehr.
In meinem anderen Chor, einem Konzertchor, kann ich sol laut brüllen wie ich will und ich falle nicht auf und zwei Tage später bin ich am Rande des Möglichen leise Singens. Auch in der Stimmbildung habe ich bis jetzt noch nie leise singen müssen.

Was meint ihr dazu ?

Carmencita :hearts:


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BeitragVerfasst: 05.05.2007, 22:17 
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Hör da auf - es gibt im laufe der Gesangsausbildung Dinge, die nicht kompatibel sind.

Auch ein geschultes und gut gestütztes piano klingt anders als das einer ungeschulten Stimme...

Herzlich grüsst LaCastafiore

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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BeitragVerfasst: 05.05.2007, 22:22 
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Liebe carmencita,

ich könnte wohl ein ähnliches Problem haben, sänge ich in einem Chor. Die Fähigkeit, Piano zu singen ist unbestreitbar wichtig für jeden Sänger, aber dieses Piano muss ja auch induviduell auf die eigene Stimme abgestimmt sein. Und größere Stimmen können sich eben auch nur bis auf ein gewisses Maß zurückschraubebn, alles darunter wird auf Dauer ungesund.

Im Chor muss man dem Chorklang zuliebe natürlich Kompromisse schließen, aber irgendwann sollte man sich fragen, wieweit man bereit ist, sich stimmlich zu verbiegen.

Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 05.05.2007, 23:48 
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Das Problem ist, dass viele Chorsänger piano mit substanzlos gleichsetzen. Da fällt jede halbwegs ausgebildete Stimme raus, ein sauber durchgestütztes piano ist dann immer noch lauter als deren mf. Außer man singt in Chören, in denen alle eine Gesangsausbildung genossen haben.

Chorsingen kann kompatibel zum GU sein, wenn man die Stimme nicht zu sehr einschränken muss. Bei manchen Stimmen geht das, bei anderen gar nicht.

Wenn Du das Gefühl hast, Dir tut das Singen in diesem Chor nicht gut - sei es seelisch oder stimmlich - dann weg da!

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 00:01 
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Hallo,

das Thema hatten wir schon oft, es ist unerschöpflich. Aus meiner Sicht, also der Gesangspädagogin, sehe ich es nicht gerne, wenn meine Schüler in einem Chor singen. Wenn die Stimme etwas gefestigt ist, hört man sie IMMER heraus, auch im piano.

Alle Schüler merken früher oder später, dass sie nicht mehr in einen Chor, oder ihre Stimmen nicht mehr in einen Chor hineinpassen. Man muss sich ständig zurückhalten, seine Stimmer vergewaltigen und zurücknehmen, das geht auf die Dauer nicht gut. Wann dieser Zeitpunkt kommt, sollte man die Konseqzienz ziehen, zumal wenn es eine kräfige Stimme ist. Man tut sich und der Stimme keinen Gefallen und es tut der Stimme nicht gut, wenn sie immer gebremst wird.

Es kommt auch auf den Chor an, ist es ein Laienchor, ist das Mitsingen sehr schlecht. In einem gut stimmbildnerisch geführten Chor, in dem vielleicht mehrere sind die eine Ausbildung machen, geht es schon eher.

Doch je weiter die Ausbidlung fortschreitet, je mehr man solistisch singt, desto weniger Spaß macht auch das Chorsingen.

Liebe Grüsse

_________________
musica
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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 00:21 
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mezzo hat geschrieben:
Das Problem ist, dass viele Chorsänger piano mit substanzlos gleichsetzen.


:n2: - und DAS würde ich dann als körperlos bezeichnen. Genauso habe ich es auch erlebt im Chor, und das konnte ich dann einfach auch nicht mehr ab.

@Carmensita
Warum bist du denn vom Tenor gleich in den Sopran gewechselt? Selbst wenn du letztlich nach Einschätzung deines GL ein Sopran bist, der aber eben noch an der Höhe feilen muss, wäre es für Chorsingen doch vielleicht übergangsweise geschickter, im Alt zu singen. Das setzt aber natürlich voraus, dass du eine gute Mittellage hast und dass dir der Übergang in die tiefe Lage nicht allzu schwer fällt, sonst macht das keinen Sinn.

Ansonsten würde ich in deinem Fall auch sagen: wenn es dir nicht gut tut und du ständig "vorgeführt" wirst, würde ich es auch lassen. Ich bin nicht generell damit einverstanden zu sagen, dass Chorsingen und Gesangsausbildung nicht kompatibel wären, das kommt ganz auf die Beschaffenheit der Stimme an. Das Thema hatten wir aber schon mehrmals ausführlich. Leichtere Stimmen haben es schwerer als schwerere, sich in einen Chorklang einzufügen. Wenn aber tatsächlich, wie Mezzo sagte, piano singen mit substanzlos verwechselt wird, dann hat man auch als leichtere Stimme verloren :roll: .

Gruß,
Orphenica
:hearts:


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 09:42 
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Dann muss ich den Chor wohl verlassen :n17:
Mir war es eigentlich schon vorher klar, aber ganz sicher war ich mir mit dem piano trotzdem nicht.

@ Orphenica :
Ich war nach der ersten Einschätzung ein Mezzo, aber das hatte damit nichts zu tun. Ich konnte nicht im Alt singen, weil ich eine miserable Mittellage hatte und einen hohen Übergang in die Bruststimme. Mein GL meinte die Stimme soll sich durch das Hochsingen öffnen. Hat eigentlich ganz gut geklappt. Meine Höhe war auch in Ordnung, zugegeben nicht besonders schön, aber für eine "Chorstimme" ja nicht ungewöhnlich. Nur laut ...Dass ich dann letzten endes doch im Sopran sitzen bleiben musste war etwas unglücklich. Ich wäre viel lieber ein mezzo geblieben und hätte im Alt gesungen.


LG Leila


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 11:33 
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LaCarmensitaRubia hat geschrieben:
Ich wäre viel lieber ein mezzo geblieben und hätte im Alt gesungen.


Auch das funktioniert nicht automatisch! Das mag jetzt böse klingen, ist aber meine Erfahrung. In vielen Chören sitzen im Alt nicht zwangsläufig die Altistinnen, sondern die, die nicht hoch singen können. D.h., dass man ab h' aufwärts automatisch auffällt, weil man die Töne darüber eben nicht fiebst oder haucht, sondern singt.

LG
mezzo


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 12:11 
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Hallo,

ich bezweifle überhaupt, dass es eine gute Lösung ist, alle, die als "Problemfälle" (bitte, carmencita, nicht auf dich beziehen) angesehen werden, pauschal in den Alt zu stecken, weil es da scheinbar am wenigsten auffällt.

Bei so etwas kriegte ich jedesmal einen dicken Hals :lol :n86:

Im Frauenchor haben wir uns auch mal gegen eine solche Entscheidung gewehrt, was kein leichtes Unterfangen war, denn der betreffenden, noch sehr jungen Sängerin wollten wir damit keinesfalls wehtun, sondern nur unseren mühsam homogenisierten Tieftönersound im 2. Alt retten.

Das Mädel hat eine riesig angelegte Stimme, die sich im ersten Sopran festgefressen hatte und sollte zwecks "Sanierung" in den 2. Alt mit dem absehbaren Ergebnis, sich auf den zwar vorhandenen, aber wenig gebrauchten tiefen Tönen festzufressen.

Liebe Carmensita, ich kann mich auch nur anschließen und sagen, geh dort hinaus, die Chorleitungsstrategie ist verfehlt. Du bist dort immer potentiell schuld, wenn was nicht klappt. Das kannst du dir sparen.

LG :hearts:

dola


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 12:20 
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@ Mezzo : Da hast du vollkommen Recht, das ist in allen Chören so, dass die Stimmen, die nicht hochkommen in den Alt gesteckt werden. Aber darum ging es mir nicht so, ich finde Chor-Altistinnen einfach viel sympathischer!

@dola : Auch abgesehen davon, dass ich aus stimmmedizinischen (?) Gründen nicht hätte im Alt singen können, wäre es heute auch einfach nicht meine Lage leidergottes. Mein Gesangslehrer wollte damals auch, dass ich eine größere Pause mit dem Chorsingen machen, was aber irgendwie dann doch untergegangen ist. Jetzt ist es im Prinzip ok, aber ich tu es mir einfach nicht mehr an.



Ich habe einfach keine Lust mich dauernd wegen meiner Stimme rechtfertigen zu müssen und shcon deswegen ist der Chor jetzt passé, wie leid mir das auch tut ....

:hearts:


Zuletzt geändert von LaCarmensitaRubia am 06.05.2007, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 12:28 
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LaCarmensitaRubia hat geschrieben:
ich finde Chor-Altistinnen einfach viel sympathischer!


SEHR RICHTIG!!! :lol: :lol:


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 13:18 
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dola hat geschrieben:
LaCarmensitaRubia hat geschrieben:
ich finde Chor-Altistinnen einfach viel sympathischer!


SEHR RICHTIG!!! :lol: :lol:


Genau! Dem kann ich auch nur beipflichten :n2:

Indem ich Carmensita fragte, warum sie nicht in den Alt gegangen sei, wollte ich natürlich nicht den Eindruck erwecken, ich sei generell dafür, "Problemstimmen" kurzerhand in den Alt zu stecken :d_neinnein: Ich dachte halt nur, wenn sie eine so gute Tiefe hat, dass sie Tenor singen konnte, hätte Alt ja als nächste Stufe näher gelegen als gleich Sopran, selbst wenn sie im Laufe der Ausbildung mal ein schwerer, dramatischer Sopran wird. Solche Leute haben ja meist einen riesigen Stimmumfang und sind in Chören - sofern Chorsingen eben überhaupt noch möglich ist - vielleicht besser im Alt als im Sopran aufgehoben.

Ich habe selber - obwohl es ein guter Kammerchor war - darunter gelitten, dass der Alt so verhaucht und fast mädchenhaft klang in der unteren Lage. Ich habe zwar keine "schwere" Stimme, aber eben doch im Vergleich eine durchschlagende, dunkle Mittellage, die dann eben auffällt, wenn es im Grunde die einzige Stimme ist, die so klingt.

Dafür hatte unser Alt aber wenigstens eine gute Höhe, was in schlechten Laienchören ja auch nicht mal der Fall ist. Die (meist älteren) Altistinnen in solchen Chören singen dann so brustig, dass sie ab a' in ernste Schwierigkeiten kommen, das habe ich in einem anderen Chor auch schon erlebt...

LG,
Orphenica
:hearts:


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 14:43 
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Orphenica hat geschrieben:
Indem ich Carmensita fragte, warum sie nicht in den Alt gegangen sei, wollte ich natürlich nicht den Eindruck erwecken, ich sei generell dafür, "Problemstimmen" kurzerhand in den Alt zu stecken :d_neinnein: Ich dachte halt nur, wenn sie eine so gute Tiefe hat, dass sie Tenor singen konnte, hätte Alt ja als nächste Stufe näher gelegen als gleich Sopran, selbst wenn sie im Laufe der Ausbildung mal ein schwerer, dramatischer Sopran wird. Solche Leute haben ja meist einen riesigen Stimmumfang und sind in Chören - sofern Chorsingen eben überhaupt noch möglich ist - vielleicht besser im Alt als im Sopran aufgehoben.

:hearts:


Dein Gedankengang ist definitiv nachvollziehbar, nur konnte ich zu dieser Zeit einfach mit meinem unteren Registerbruch nicht umgehen und war vollkommen überbrustet.

Als ich aus dem Tenor raus musste haben wir das Mozart Requiem gesungen und ich saß tatsächlich zuerst eine Stunde im Alt. Ich habe es irgendwann einfach nicht mehr ausgehalten die Koloraturen zu singen, weil die immer so ums a1 gelagert waren, genau wo mein Bruch war und ich das hüpfen von Bruststimme in die Mittellage in der Schnelligkeit damals super anstrengend für mich war. Abgesehen davon durfte ich auch meine Bruststimme auf Anordnung meines Gls überhaupt nicht benutzen, kam aber im Alt natürlich nicht drum rum. Die Mittelstimme direkt über dem Bruch war sowieso nur rumgehauche.
Ich bin dann freilwillig in den Sopran um es auszuprobieren, was auch einfach viel angenehmer war.

Sobald meine Stimme sitzt und ich es mir erlauben kann wechsel ich in den Alt. Am liebsten ja eigentlich in den Tenor, dort habe ich meine schönste Chorzeit verbracht! Die Männer sind einfach super lieb und man singt völlig außer Konkurrenz.

Ich habe übrigens schon alles gesungen, auch schon Bass. Allerdings habe ich viel an Tiefe eingebüsst. Früher kam ich mal bis zum Bass H. Das waren noch Zeiten :lol: Aber schöne!

Meine Sprechstimme ist auch viel höher geworden, dass regt mich eigentlich am Meisten auf. Früher hatte ich eine ganz verrauchte Marlene Dietrich Stimme und blond bin ich auch, das war natürlich der Feger schlechthin. Mittlerweile spreche ich so viel höher, ich erkenn ich selbst kaum noch :n166: :n147: :n32:

LG Leila :hearts:


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BeitragVerfasst: 06.05.2007, 23:00 
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Hallo, Leila,

geh aus diesen Chor raus. Diese leise-leise-noch leiser-Gesangskultur kenne ich auch, das bringt einfach nichts.

Ich bin nicht der Meinung, dass Chor und Gesangsunterricht nicht zusammen gehen. Aber der Chor muss zur Stimme passen. Ich habe auch schon zwei Chöre wieder verlassen und mir andere gesucht, weil es nicht zusammen ging.

Such dir einen guten Chor, wo viele Mitsänger auch Gesangsunterricht haben, der Chorleiter evtl. auch Sänger ist, dann macht es auch Freude.

Grüße
Beate


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 15:56 
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Hi!

Ich kann gut nachvollziehn, wie es dir geht, ich hab zwar nicht das gleiche Problem gehabt wie du, aber aus irgendwelchen Gründen war auch ich ständig die Buh-Frau, wenn intonationsmäßig was nicht gestimmt hat, manchmal dachte ich, das liegt einfach nur daran, dass die Chorleiterin mich nicht mag, aber sie ist eigentlich immer so ungerecht, nur dass sie halt ihre "Lieblingskinder" hat (im negativen Sinne) und zu denen habe ich immer gehört. Manchmal habe ich zwar garnicht gesungen, weil ich schon merkte, ich bin etwas angeschlagen, und dann lass ich es lieber gleich, und dann hat sie mich als erstes angemotzt, und wollte dann noch nicht mal glauben, dass ich garnicht gesungen habe in dem Moment!
Und ich kam mir auch von meinen Mitsängerinnen im Stich gelassen vor...
Darum hab ich jetzt auch für mich beschlossen, dass ich das lang genug mitgemacht habe, zumal sich meine Stimme fast garnicht weiter entwickelt hat, weil ich immernoch so "chormäßig" singe und das eben ein Grund sein könnte, dass ich diesen Sommer noch keine Aufnahmeprüfung bestehen kann...
Mein Ex-GL und der Prof, bei dem ich seit ein paar Monaten GU habe, meinen beide, es wäre nicht richtig zu sagen, man soll als Solist garnicht im Chor singen, aber man sollte erst mal seine eigenen Stimme finden, und wenn die Technik richtig sitzt, kann man sich auch auf gesunde Weise zurück nehmen, es sei denn, man hat eine besonders schwere Stimme, die ich persönlich niemals haben werde, und kann dann auch wieder im Chor singen!

Deine Entscheidung ist mit Sicherheit die Richtige :n2:

LG, Califonia


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 16:43 
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@ California: Das finde ich richtig gut, dass es dich in meinem Alter gibt und es dir ähnlich ergangen ist :tanzen
Ich verstehe es einfach nicht, wie man so gemein gegenüber anderen Stimmen sein kann. Stell dir vor, ich habe teilweise gesessen und die Mädchen (natürlich nur im Sopran) haben sich demonstrativ bei höheren Noten die Ohren zugehalten (also so laut war ich definitiv auch nicht!) usw ich konnte es kaum glauben. Selbst wenn jemand nicht singen kann ( und ich denke schon, dass ich es kann oder eine nicht so schöne Stimme hat muss man doch nicht drauf rumhacken. Das sind so furchtbare Zicken in meinem Chor...
Und das alles nur weil sie meine Stimme nicht mögen, ich fasse es eigentlich bis heute nicht...

@ beate : Viele der Mädchen haben Gesangsunterricht und der Chorleiter ist auch Sänger (war mal bei den Regensburger Domspatzen :lol: ), nur die Stimmen sind einfach um so vieles leichter als ich...
Nein aber das wäre eigentlich alles kein Problem, wenn nicht genau diese "leise-leise-noch leiser-Gesangskultur" wie du sagst wäre. ich verstehe das nicht was man von einem Chor haben soll, den man schon in der dritten Reihe nicht mehr hört. Das hat doch auch mit einem schönen Chorklang nichts mehr zu tun.
Naja "als Kammerchor muss man eben flexibel sein" sagt unser Chorleiter immer.

LG Leila :hearts:


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 17:05 
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Liebe carmencita, es ist vielleicht einfacher gesagt als getan, aber ich würde bei einem solchen Verhalten weder dem Chor noch deinen Chor"kolleginnen" eine Träne nachweinen. So ein Verhalten ist in jedem Alter unreif und da sollte man sich einfach zu schade sein, das mitzumachen!

LG

Octaviane


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 18:34 
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Da hast du wohl Recht ! :kuss:


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 19:56 
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hallo, Leila,

also, so ein Chorklima ist echt besch...eiden!!! Das hält ja keiner im Kopf aus. Ein Zusatzstress, der auch nicht gerade gesund macht....

Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich dir sage, dass das absolut keinen Wert mehr hat, du findest sicher eine freundlichere Truppe, die vielleicht auch deine Stimme als Bereicherung annimmt.

Dieses Angemotze schräg von der Seite im Chor kenne ich nur zu gut, das ist völlig unabhängig vom Alter. Wahrscheinlich eine Riesen - Neiderei.

Da manche Leute trotz ordnetlicher Schulbildung nicht fähig sind, vornehmere Versuche der persönlichen Grenzziehung wahrzunehmen, habe ich es, als mir das mal ganz erheblich zu bunt wurde, schlichtweg durchgezogen, jede, die mir irgendwie blöd kam, herzlich anzusch...

Das war zweimal nötig, dann sprach es sich herum und es war eine Zeitlang Ruhe. Aber, die Lösung ist sowas auch nicht wirklich.

Tu´s dir einfach nicht mehr an.

LG

dola


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BeitragVerfasst: 07.05.2007, 20:12 
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Ohje, das tut mir echt Leid für dich!
Ach, es gibt so viele feige Leute, das ist echt nicht zu glauben... mir ist es auch schon passiert, wenn diese Furie von Chorleiterin mich wieder zur Sau gemacht hat, dass ich echt nur noch heulend rausrennen konnte, und hinterher kamen ein paar Mädels zu mir, haben mich zwar getröstet und gemeint "die hat völlig unrecht, die Alte" und keiner ist hingegangen und hat ihr die Meinung gesagt! Wenns ernst wird, sind alle die kleinen Duckmäuser, die Angst haben, sich mit der Cheffin an zulegen... *kopfschüttel*
Ich hab denen das dann auch mal erzählt, und dass ich auf diese Art von "Unterstützung" verzichten kann!

Und oft genug dachte ich auch, alle finden meine Stimme furchtbar, weil die dann auch noch angefangen haben zu tuscheln... das waren alles so verlogene Tussen... naja, jetzt muss ich die auch net wieder sehn :lol:
Und jetzt wo ich weg bin, kommen se wieder angeschlappt und brauchen mich unbedingt bei einem ganz wichtigen Konzert... aha! Und selbst die Chorleiterin, du hättest die mal sehn müssen, wie die auf ihrer eigenen Schleimspur ausgerutscht ist.... ich konnt fast nur noch lachen.... naja... ich habe denen dann das letzte mal den Gefallen getan (bin ich verrückt??) und habe am Samstag beim Benefiz-Konzert mitgesungen... sonst hätte bei dem einen Stück keiner das Solo und bei dem andren keiner das hohe c singen können... soviel Genugtuung bleibt mir dann doch noch...hehe

Und dir wünsch ich ein dickes Fell, an dem die alle runterrutschen...
Vllt sehn die eines Tages alle zu dir herrauf und denken sich "wow, das ist die Callas des 21. Jahrhunderts!"

LG, Cali


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