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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 17:50 
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Hallo Silvieann,

gute Idee ! Ich unterrichte seit 21 Jahren, habe jedoch nie erlebt, dass mir Jemand ein bereits " einstudiertes " Lied vorgetragen hat. Allerdings höre ich mir von jeder Interessentin / jedem Interessenten an, wie sie / er mit dem wunderschönen " Der Mond ist aufgegangen " ( Schulz / Möricke ) umgeht. Die Erkenntnisse daraus sind jedes Mal höchst aufschlussreich. Hinzu kommt ein Gespräch über Ambitionen, musikalische Vorlieben, Genres ( klassisch oder popular ), Selbsteinschätzung, Lerneifer, Ziele usw. Danach sind beide schlauer. Falls dann auch die berühmte " Chemie " stimmt, kann es losgehen !

Ciao. Ospite big_ok


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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 18:30 
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Es gibt einiges an Literatur was du vortragen könntest, auch wenn du "unbeleckt" bist. Du bist in einem sehr guten Chor und ich gehe davon aus, dass der Chorleiter dich beim Eintritt getestet hat und dich in den Alt gesteckt hat. Falls du an dem von mir vorgeschlagenen Chor Interesse hast, so bist du schon bei einer Gesangspädagogin die sehr gut unterrichtet und selber eine hervorragende Sängerin ist. Ich habe früher sehr viel mit ihr gesungen in Konzerten, sie hat mir das rrrrrollllende Rrrrr beigebracht. Sie ist eine Kapazität in deiner Wohngegend und sie sagt dir genau welche Stimmlage du hast.

Vorbereiten musst du eigentlich nichts, ich habe meine Interessenten am Gesangsunterricht immer selber sagen lassen was sie vorsingen möchten, manchmal reichen auch schon einige spezielle Übungen, alles andere kommt dann in der Gesangsstunde. big_lala und, wie ospite schreibt, die Chemie muss stimmen.

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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 20:38 
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Vielen Dank für Eure Antworten!
Mein kleiner Schatz hat mich gestern, als ich zur Probe-Chorprobe gefahren bin, so doll vermißt und geweint, daß ich es vermutlich so schnell nicht über's Herz bringe, da wieder allein hinzufahren.
Und mit Kleinkind geht wohl auch nicht ...
Auch ist es bei einem reinen Frauenchor wohl so, dass die tiefen Stimmen - sprich: Alt - eher tiefer liegen.
Meine Stimme hat sich danach angefühlt, als ob ich zu viel tief, oder zu lange tief gesungen hätte, ich weiß auch nicht, aber irgendwie hatte ich da ein Brummen, was nicht verschwinden wollte.
Vielleicht hatte ich auch einfach eine angehende Erkältung, denn heute habe ich mich irgendwie schrecklich gefühlt. Und dann hatte ich schlecht hin gefunden bzw. keinen Parkplatz. Wenn man sich irgendwo nicht auskennt, ist das immer so eine Sache ... na ja, ich war so gerade noch pünktlich gekommen.
Die Damen dort waren wirklich sehr nett und singen auch sehr gut, bei der Chorleiterin merkt man sofort, daß sie eine ausgebildete Sängerin ist. Wir waren zu zweit das erste Mal dort, ich bin in den Alt, und die andere Dame ist in den Sopran 2 gegangen. Bei den Stücken gestern wäre es wohl auch unerheblich gewesen, da wäre Sopran 2 bei mir vermutlich auch noch gegangen.

"Der Mond ist aufgegangen" ist doch schon mal ein guter Tipp! Das Lied kenn ja sogar ich ;)
Dazu dann vielleicht das Wiegenlied von Brahms, das mag ich sehr gerne.
Ich möchte für mich selbst auch ausloten, was ich denn singen möchte, z.B. Kinderlieder, Popsongs oder irgend was geistliches, oder, oder - und sei es nur zu hause mit einer CD ;)
Denn ich finde, Singen macht Spaß und ich fühle mich zumeist nach dem Singen irgendwie besser, fröhlicher, bin gut gelaunt. Dabei kommt es jetzt nicht darauf an, ob ich Zuhörer habe. Teilweise eher im Gegenteil, mein Mann z.B. hört mich nicht so gerne singen, also kann ich das meist nicht machen, wenn er da ist :o
Bei der Auswahl kann mir dann sicher auch die Gesangslehrerin helfen!


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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 22:09 
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Das ist doch schon mal der erste Schritt, der nächste folgt. Die Chorleiterin wird dich testen wohin du gehörst, sprich mit ihr. Ich weiß, nach einer Chorstunde überschlägt sich alles, viele Sängerinnen wollen irgend etwas von der Chorleiterin und sie hat kaum Zeit Luft zu holen. Aber du kannst über den Vorstand ein Gespräch zu ihr suchen, das ist das einfachste. Der Chor ist super, es ist ein Leistungschor auf hohem Niveau, bleib dran.

big_super

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BeitragVerfasst: 03.09.2014, 23:29 
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Silje hat geschrieben:
...und irgendwann wird Dein Mann Dich anflehen, für ihn zu singen..... big_applaus (tsss, wo gibts denn sowas, dass der eigene Mann einem verbietet zu singen.... big_denken )

LG Silje


er hat es ihr ja nicht verboten, er hört sie halt nicht so gerne.... big_lala

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BeitragVerfasst: 04.09.2014, 12:09 
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Noch mal zu "Der Mond ist aufgegangen", Du meintest doch sicher die ganz normale Verion Matthias Claudius / Schulz, oder?

Bei dem Frauenchor, wo ich zur Probe war, kann man erst einmal diverse Male zur Probe kommen, bevor die musikalische Einordnung durch die Chorleiterin in die richtige Stimme erfolgt, wenn man denn Mitglied werden möchte und auch aufgenommen wird. Nach der Aufnahme tritt man dann frühestens nach 6 Monaten zusammen mit dem Chor auf. Das gibt vermutlich auch eine gewisse Kontinuität.
Ich werde für mich prüfen müssen, ob das paßt. Ich habe ein Kleinkind, und wenn das gerade sehr an mir hängt, kann ich nicht gehen. Außerdem habe ich gerade zu den Chorprobenzeiten zum Teil überschneidende Termine aus einem anderen Verein (nichts mit Gesang, ein anderes Hobby von mir).
Da nächste Woche zum Wochenende hier ein Chorfest stattfindet, ist das sicherlich auch noch mal eine gute Gelegenheit, mir mehrere Chöre anzusehen und anzuhören :)
Es erscheint mir, dass in vielen Laienchören überwiegend ältere Menschen und dazu noch überwiegend Frauen singen. Das Singen scheint bei jüngeren Leuten nicht so beliebt zu sein, oder sie wurden da einfach nicht hingeführt. Ich bin ja auch nicht mehr jung (das merkt man spätestens, wenn man im Supermarkt oder auf dem Markt mit "junge Frau" angesprochen wird ...), aber ich finde, dass junge Leute meist die schönsten Stimmen haben. Meine Stimme war früher auch viel schöner... Vielleicht ist es der Musikunterricht in der Schule, der Jugendliche nicht mehr dazu animiert zu singen?
Das führt zu seltsamen Stilblüten, dass sich ein Chor mit Leuten bis 55 "junger Chor" nennt *hust*.
Na ja, egal, ich zumindest habe den Eindruck, dass viele Laienchöre gealtert sind. Aber vieleicht war das ja auch schon immer so, dass gerade Senioren gerne in Chören gesungen haben. (Ich spreche jetzt nicht von professionellen Chören, denke, da ist das ganz anders.)

Ich bin im Moment fest entschlossen, erst mal eine Stunde bei einer Gesangslehrerin zu nehmen und dann weiterzusehen. Ansonsten macht natürlich das Singen in einer Gemeinschaft in der Regel mehr Spaß, als zu hause im Kämmerlein vor sich hin zu trällern ... Vor allem mit regelmäßigem wöchentlichen Termin hat man dann etwas, worauf man sich freuen kann.


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BeitragVerfasst: 04.09.2014, 14:38 
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Silje hat geschrieben:
Das ist für mich fast das Gleiche.... :n111:


das ist für mich ein großer Unterschied, ob ich Jemanden etwas verbiete oder es nicht gerne höre, das ist dann mein Problem.

Aber egal..... big_haare

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BeitragVerfasst: 04.09.2014, 22:17 
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Natürlich Claudius / Schulz, Silvieann - sorry !
Und : Wer Gesangsunterricht nimmt, sollte grundsätzlich über das Singen in einem Laienchor hinaus denken und solistische Ambitionen haben !
Ob die sich schließlich erfüllen, steht auf einem anderen Blatt. Aber der Versuch ist es allemal wert.

Ciao. Ospite big_gruebel


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BeitragVerfasst: 05.09.2014, 08:42 
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ospite hat geschrieben:
Und : Wer Gesangsunterricht nimmt, sollte grundsätzlich über das Singen in einem Laienchor hinaus denken und solistische Ambitionen haben !


Aus eigener Erfahrung sehe ich das völlig anders: Ich habe mich damals auch mit der Intention, einfach nur vernünftig mit meiner Stimme umgehen zu lernen, damit ich nicht mehr nach jeder Probe heiser bin, zum Gesangunterricht an der Musikschule angemeldet. Meine Überzeugung war, daß meine Stimme nie zu solistischem Singen reichen würde. Daß es völlig anders gekommen ist, ist eine Entwicklung, die ich anfangs gar nicht auf dem Schirm hatte, aber über die ich heute sehr glücklich bin.

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 12.09.2014, 19:45 
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Liebe Silvieann,
Einiges, was Du über Deine "Vergangenheit" schreibst, gilt auch für mich (Du kannst es nachlesen im dem Vorstellungsthread, leider weiß ich nicht, wie man dahin linkt, oder in meinen anderen Beiträgen). Deshalb kann ich mich ein wenig in Dich hineinfühlen. Ich habe vor 3+ Jahren mit Singen in einem Chor (im Alt) angefangen und habe seit 3 Jahren GU. Bei beiden fing ich bei Null an und bei beiden habe ich Fortschritte gemacht. Also nur Mut, Du wirst das Singen für Dich entdecken und genießen!

Ich glaube persönlich allerdings, dass Du noch nicht so weit bist, in dem vor Dir vorgestellten/besuchten Chor mitzusingen, der mir für Deine jetzige Lage (Unsicherheit, Kleinkind usw.) etwas zu sehr leistungsbetont vorkommt
Zitat:
Nach der Aufnahme tritt man dann frühestens nach 6 Monaten zusammen mit dem Chor auf /


Du schreibst:
Zitat:
Bei dem Frauenchor, wo ich zur Probe war, kann man erst einmal diverse Male zur Probe kommen, bevor die musikalische Einordnung durch die Chorleiterin in die richtige Stimme erfolgt, auf


Wenn Du stattdessen ein paar Stunden GU nimmst, wird Dir jede GL sagen können, welche Stimmlage Du hast UND auch was Du für eine Stimme hast.
Du schreibst auch:
Zitat:
Ich möchte für mich selbst auch ausloten, was ich denn singen möchte, z.B. Kinderlieder, Popsongs oder irgend was geistliches, oder, oder - und sei es nur zu hause mit einer CD ;)

Die GL hilft auch mit dieser Auslotung, im Gegensatz zu dem Frauenchor, wo alles schon feststeht und Du eventuell jahrelang eine bestimmtes Genre mitsingen würdest (müssen), ohne vorher herausgefunden zu haben, ob nicht eine ganz andere Art Musik doch besser zu Dir und zu Deiner Stimme passt. Es hat keinen Sinn, z.B. geistliche Musik zu singen, wenn Du dabei nichts empfindest.

Noch etwas:
Du scheinst Dir Gedanken darüber zu machen, ob Dein zukünftiger Chor zu "alt" für Dich wäre bzw. Du zu "jung" für den Chor wärest. Ich rate davon ab, in einen Chor von über 55-jährigen zu gehen, wenn Du dann dort das "Küken" wärest. Ich vermute, dass Du dich dabei nicht sehr wohl fühlen würdest. Dann lieber ein Gospelchor, da sind sie meistens in Deinem Alter, oder auch ein gemischter Chor, wo meist alle Altersgruppen, wenn auch unterschiedlich stark, vertreten sind.

Aber wie gesagt, vielleicht beginnst Du lieber mit ein paar Stunden GU. Übrigens singe ich im GU auch zur Zeit "Der Mond ist aufgegangen" nach der Version im Evangelischen Gesangbuch (EG 482). Leider ist der Text schwer zu verstehen bzw. spricht viele nicht an (Vers 6!), sonst hätte ich das Lied in mein (noch sehr kleines) "Auswendiggelerntes Repertoire" aufgenommen.


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BeitragVerfasst: 13.09.2014, 10:48 
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Hat alles was für sich, vor allem auch die Klärung "logistischer" Fragen (Anwesenheit, Probendisziplin etc), denn je anspruchvoller der Chor ist, desto mehr Wert wird darauf gelegt und das auch zu Recht.

Ich meine, Unterrichtsstunden zu nehmen, ist immer hilfreich an sich, egal wo man hin will und es ist auch legitim, dass man das erstmal gar nicht so genau weiß bzw. abschätzen kann. Ich weiß inzwischen, dass sich die Antwort auf die Frage, wo das hingeht, ergibt, und das war mehr als erstaunlich:-)

Die Abwägungen, ob Gesangsunterricht und Chor parallel laufend oder nicht, beinhaltet viele Für und Wider - hier im Forum ausführlich behandelt -, jedoch überwiegend für die Konstellation, dass jemand bereits im Chor ist und sich dann entschließt, Unterricht zu nehmen. Je nachdem, wie sich die Stimme entwickelt, stellen sich allmählich dann Fragen des Verbleibs im Chor und wenn die Entwicklung zu sehr vom Chorprofil, das man vorher erfüllt hat, abweicht, hat das Ganze auch noch Folgen bis ins Sozialgefüge hinein, denn in jedem Chor findet man Leute, mit denen man gerne gesellig ist und es einfach viel Unangenehmes auslöst, wenn es nicht mehr passt. Es gibt einige, die ihre Stimmentwicklung selbst blockieren, um ihren Chor nicht zu verlieren. Ich habe es anders gemacht und ging dann immer, bevor ich rausgeschmissen wurde und vermisse die Chöre inzwischen nicht mehr. Jedoch, gelegentlich ging diese Entscheidung durchaus mit Verlustgefühlen einher, speziell beim Frauenchor 2004.

Das möchte ich allerdings nicht als Ablehnung von Chören verstanden wissen. Im Gegenteil, ich finde sie wichtig und wer musikalisch und mit der Repertoiresuche im Dunkeln tappt, lernt hier enorm und bekommt Impulse. Auch die Energie des Zwischenmenschlichen speist sich hier überwiegend aus kraftspendenden und positiven Quellen, auch wenn Neidhammel nie ganz verschwinden.

Im Fall von dir, Silvieann, sieht mir das von deinen Schilderungen her so aus, dass du eine gewissen Ambition hast, indem du die Notwendigkeit der Stimmverbesserung durch Unterricht erkennst und dir Chöre mit einem gewissen Anspruch angesehen hast. Ich glaube, dass es tatsächlich Sinn machen würde, erstmal nur Unterricht zu nehmen, um zu sehen, was du willst, stimmlich und musikalisch und auch in Hinblick auf die Bedürfnisse des Kindes, das ja auch irgendwann selbständiger wird. Auch wenn sich die Stimme auf Solo hinentwicklen sollte, ist der Chor zumindest als "Zwischenstation" oder auch als Paralleltätigkeit gut (kommt letztlich drauf an, ob du ein Mega - Organ kriegst, dann müsste der Chor sehr groß sein oder du agierst dann besser gleich allein, oder ob es im Rahmen der Chorhomogenität bleibt).

Mit einigem stimmlich - musikalischem Vorwissen lässt sich das passende Chorprofil leichter und bewusster finden.

Wenn schließlich eine Entscheidung für einen Chor anliegt, würde ich auf jeden Fall ein anspruchsvolles Niveau aussuchen, egal, klassisch oder Gospel/Pop. Ein Dorfchor 60+ würde herunterziehen.

Viel Erfolg und

LG

Dola


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BeitragVerfasst: 13.09.2014, 11:48 
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An der MKS Duisburg wird es sogar geraten, sich der camerata vocalis (musikschuleigener Erwachsenenchor) anzuschließen. Ich brauchte das nicht, weil ich zu dem Zeitpunkt schon in zwei Chören fest und einem Chor sporadisch sang. Inzwischen ist es nur noch das Vocalensemble, in dem ich fest singe, im Kirchenchor helfe ich ab und an mal aus und den Familienchor habe ich gänzlich drangegeben. Der Vorteil ist, daß man im Chor direkt festigen kann, was man im Einzelunterricht lernt. Der Termin steht eh, und das kann einem ganz schön helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden und zu üben.

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BeitragVerfasst: 16.09.2014, 14:01 
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So, malwieder ich ;)
Ich glaube, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt ...
Nicht ich habe den "Anspruch", sondern die Chöre hier in der Umgebung. Für mich wäre vermutlich ein "Familienchor" derart "Komme ich heut nicht, komme ich morgen" derzeit am geeignetsten.
Ich wollte auch nicht sagen, dass der Chor, den ich mir angeschaut habe, zu alt für mich sei. Es ist einfach mein Eindruck, dass bei den Chören, die ich mir bisher angeschaut habe, der Nachwuchs irgendwie fehlt. Um die 20 gibt es - wenn überhaupt - nur sehr wenige, dafür umso mehr so um die 60 (im Durchschnitt bei den Chören, die ich hier so gesehen habe).

Inzwischen habe ich auch meine erste Gesangsstunde hinter mir :)
Mir hat das sehr gut gefallen - ist ja auch klar, hier stehe ich im Mittelpunkt ;)

Beim Frauenchor werde ich für's erste absagen, das bekomme ich logistisch derzeit nicht hin, und mein kleines Kind will im Moment überhaupt nicht ohne mich einschlafen. Deshalb ist auch die Uhrzeit für mich schwierig.
Am besten wären für mich Proben, wenn der Kleine im Kindergarten ist ... *la la la*
Leider gibt es das nicht ...


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BeitragVerfasst: 16.09.2014, 14:22 
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Hallo Hopeful,

vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentare.
Ich habe dazu allerdings ein paar Fragen.

Hopeful hat geschrieben:
Ich glaube persönlich allerdings, dass Du noch nicht so weit bist, in dem vor Dir vorgestellten/besuchten Chor mitzusingen, der mir für Deine jetzige Lage (Unsicherheit, Kleinkind usw.) etwas zu sehr leistungsbetont vorkommt

Woran machst Du das fest, dass Du meinst, ich sei noch nicht so weit?
Ich finde es eher seltsam, dass sie direkt schreiben, dass man nach Aufnahme frühestens nach sechs Monaten öffentlich mit auftreten darf. Bei dem örtlichen Chor, in dem ich zur Zeit mitsinge, bin ich nach 2-3 Monaten mitproben auch mit aufgetreten. Na gut, das ist vielleicht kein Leistungschor, der Chorleiter hat aber durchaus seinen Anspruch.
Aber in einem hast Du recht, Leistungschöre sind nicht so mein Ding, und auch mit dem gewissen Anspruch tue ich mich schwer...

Hopeful hat geschrieben:
Du schreibst:
Zitat:
Bei dem Frauenchor, wo ich zur Probe war, kann man erst einmal diverse Male zur Probe kommen, bevor die musikalische Einordnung durch die Chorleiterin in die richtige Stimme erfolgt.


Wenn Du stattdessen ein paar Stunden GU nimmst, wird Dir jede GL sagen können, welche Stimmlage Du hast UND auch was Du für eine Stimme hast.

Ganz so einfach ist das wohl gar nicht. Vermutlich habe ich wohl eine Alt-Stimme, dass das einigermaßen paßt, habe ich nie bestritten ;) Aber die Sopranistin, bei der ich eine Gesangsstunde hatte, kommt tiefer runter als ich *staun*. Sie meinte aber auch, bei mir seien die tiefen Töne noch ausbaufähig.

Hopeful hat geschrieben:
Es hat keinen Sinn, z.B. geistliche Musik zu singen, wenn Du dabei nichts empfindest.

Es mag zwar keinen Sinn haben, aber gehen tut es ...


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BeitragVerfasst: 16.09.2014, 16:19 
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Hopeful hat geschrieben:
Du scheinst Dir Gedanken darüber zu machen, ob Dein zukünftiger Chor zu "alt" für Dich wäre bzw. Du zu "jung" für den Chor wärest. Ich rate davon ab, in einen Chor von über 55-jährigen zu gehen, wenn Du dann dort das "Küken" wärest. Ich vermute, dass Du dich dabei nicht sehr wohl fühlen würdest. Dann lieber ein Gospelchor, da sind sie meistens in Deinem Alter, oder auch ein gemischter Chor, wo meist alle Altersgruppen, wenn auch unterschiedlich stark, vertreten sind.

Das ist der Grund, warum Chöre sterben. big_wut1
Zwanzig Jahre älter als ich - geh' ich nicht hin!

Ob der Chor gemischt ist oder nicht, hat damit nichts zu tun. Berührungsängste mit Menschen anderen Alters? Vorurteile? Unsicherheit außerhalb der eigenen peer group? Daß Fünfjährige am liebsten mit Fünfjährigen spielen, hat den Grund, daß die Entwicklungsunterschiede zu Zwei- und zu Zehnjährigen zu groß sind. Bei Erwachsenen sollte sich das aber eigentlich nivelliert haben. Da sollte jeder irgendwann die Fähigkeit erworben haben, mit Menschen jeglichen Alters klarzukommen.
Entscheidend ist doch nicht das Alter, sondern der geistige Horizont, den jemand hat (egal, ob jung oder alt), und beim Chor das Repertoire, der Anspruch und der Chorleiter. Leute, die nicht singen können, unabhängig davon, ob mit oder ohne Chor, oder sozial unverträglich, oder ungerechtfertigt dominant oder solche, zu denen man einfach keinen Zugang findet, gibt es mit 20 doch auch. Sogar im Gospelchor.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 17.09.2014, 18:08 
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Dann noch mal:
ich meinte nicht, dass der Chor zu alt für mich ist, sondern dass es irgendwie bei den Chören, die ich mir angeschaut habe, mau ist mit jungem Nachwuchs. Ich bin ja auch nicht mehr jung.
Bei mir ist es doch vielleicht mehr der Anspruch, mit dem ich mich nicht anfreunden kann - bisher. Vielleicht ändert sich das ja mit der Zeit bei mir auch ...
Ich suche mehr den Laienchor, bei dem einfache Sachen gesungen werden und auch Soloparts aus dem Chor heraus besetzt werden und nicht extern. Aber die Chöre hier haben alle Anspruch oder sind Leistungschöre ...


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BeitragVerfasst: 17.09.2014, 20:12 
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Liebe Silvieann
Zitat:
Woran machst Du das fest, dass Du meinst, ich sei noch nicht so weit?
Ich finde es eher seltsam, dass sie direkt schreiben, dass man nach Aufnahme frühestens nach sechs Monaten öffentlich mit auftreten darf. Bei dem örtlichen Chor, in dem ich zur Zeit mitsinge, bin ich nach 2-3 Monaten mitproben auch mit aufgetreten. Na gut, das ist vielleicht kein Leistungschor, der Chorleiter hat aber durchaus seinen Anspruch.
Aber in einem hast Du recht, Leistungschöre sind nicht so mein Ding, und auch mit dem gewissen Anspruch tue ich mich schwer...


Ich machte es daran fest, dass Du sagst, dass Du zumindest zur Zeit nicht regelmäßig zu den Proben kommen kannst, weil Dein Kind Dich manchmal braucht. Wenn der Frauenchor "leistungsbetont" ist, wird der CL ein solches Verhalten nicht tolerieren und Du bist bald wieder draußen (Wir wollen hier nicht diskutieren, ob der CL so handeln muss/soll/darf). Ich habe keine Ahnung, wie gut du singst, es ging mir lediglich um die äußeren Bedingungen.

M.E. bist Du momentan mit einem "Familienchor" besser dran, in dem auf das Alltagsleben und -sorgen der Sänger und Sängerinnen mehr Rücksicht genommen wird. Dass dort das Niveau bzw. der Anspruch nicht so hoch ist, mag sein, aber Du hättest dann wenigstens einen Chor, zu dem Du hingehen kannst, wenn es geht, und wo Du absagen kannst, wenn es nicht geht.
Warum existiert ein solcher Chor in Deiner Umgebung nicht? Bist Du sicher??

Ich muss sagen, ich hatte noch nie gehört, dass ein Neuzugang eine Art 6-monatige Probezeit (oder ist es eher eine Quarantäne) absolvieren müsse, bevor er bei einem Auftritt dabei ist. Üblich ist eher, dass ein neuer Sänger erst dann bei einem Auftritt mitsingen kann, wenn er die Stücke mitgeprobt hat, aber das ist wohl selbstverständlich.
Mein Chor hatte gerade seine Position als Leistungschor bei einem Leistungssingen erfolgreich verteidigt, als ich neu hinzukam. Alle waren erleichtert und wollten erst wieder in fünf Jahren daran denken. So gesehen, war der Zeitpunkt für mich ideal, ich konnte nichts verderben!


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BeitragVerfasst: 18.09.2014, 10:54 
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Liebe Hopeful,

ja, so sehe ich das auch. big_engel
Muß ich mich noch mal weiter umschauen nach so einem "Familienchor".
Ich will ja auch keinem Chor das Konzert kaputt machen oder ähnliches. :92
Für mich ist das Wichtigste dabei, Spaß zu haben. big_rofl - Da dürfen die Töne auch mal na ja ... big_lala


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