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BeitragVerfasst: 20.03.2018, 19:31 
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Heute habe ich einen akuten HILFERUF!

Hier sind ja etliche chor-erfahrene Mitschreiber unterwegs, und so hoffe ich, dass jemand für das nachfolgend geschilderte Problem eine Lösung weiß.

In einem der Chöre, in welchen ich mitsinge, ist seit Jahresbeginn ein neuer Tenor-Sänger dabei - zumindest behauptet er dass er Tenor singt, aber er singt alles mögliche, nur nicht Tenor. Er hört es einfach nicht dass er etwas völlig anderes singt als wir anderen drei. Bestenfalls singt er die Melodiestimme mit, aber ansonsten ist es völlig undefinierbar was er da von sich gibt. Nicht mal dann wenn der Tenor alleine singt hört er auf uns.

Von den anderen Chorstimmen werden wir immer wieder gefragt, wie wir neben so jemandem überhaupt singen können. Ich selbst jedenfalls muss mir immer dasjenige Ohr zuhalten was auf "seiner" Seite ist wenn er neben mir sitzt. Unser Chorleiter weiß auch nicht was man da machen könnte. Aber es fällt wirklich sehr unliebsam auf, gerade weil wir (ohne ihn) nur zu dritt sind. Rausschmeißen will man einen neuen Sänger ja möglichst auch nicht, aber wenn es wirklich nicht anders geht, wie stellt man es dann am besten und möglichst "sanft" an?

Haare raufend,
AK-Kontraalt

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(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 20.03.2018, 23:26 
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Hallo,

wir hatten so ein Problem auch schon des Öfteren und wenn es so extrem ist wie du schilderst, hilft nur eins: ihm ehrlich zu sagen, dass es für euren Chor leider nicht reicht. Ich finde, das ist am fairsten, auch wenn es für denjenigen natürlich hart ist. Aber er wird es sicher eher akzeptieren als irgendwelche Ausreden, oder von den Chorsängern geschnitten zu werden.


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BeitragVerfasst: 20.03.2018, 23:46 
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ja, klangwolke hat Recht. Ich kenne das auch aus einem Kirchenchor in dem mein Mann singt. Da gibt es im Bass auch einen und wie er schon genannt wird "Falschsänger". Die Chorleiterin lässt dann schon mal 3 oder 4 singen und sagt dann was dazu, aber er fühlt sich überhaupt nicht angesprochen, falsch singen immer die anderen, er hört sich nicht. Für die Chorleiterin sehr schwer, auch sie traut sich nicht ihn direkt mal anzusprechen. Mein Mann vermeidet es immer neben ihm zu sitzen, da er sonst vollkommen rauskommt. Jeder weiß es, aber niemand traut sich was zu sagen, ist auch Sache der Chorleiterin.

Vielleicht hilft Einzelarbeit mit dem Sänger um überhaupt mal zu hören, ob er sich selber wahrnimmt oder nicht.

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BeitragVerfasst: 21.03.2018, 09:56 
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Mein Mann hatte auch mal so einen Fall im Familienchor und hat dann auch über einen längeren Zeitraum mit ihm einzeln gearbeitet. Weil beide Seiten dafür offen waren, hat das auch ganz gut funktioniert. Inzwischen ist er allerdings nicht mehr dabei. Das Problem anzusprechen ist aber Sache der Chorleitung - und das auch möglichst alleine. Ich würde ihn ansprechen und bitten, zur nächsten Probe einfach mal eine halbe Stunde eher zu kommen und dann offen reden und durchtesten. Eventuell liegt auch tatsächlich ein Hörproblem vor, kein musikalisches.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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BeitragVerfasst: 21.03.2018, 10:55 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Unser Chorleiter weiß auch nicht was man da machen könnte.


Wie schon gesagt wurde, reden. Dass jemand meint, Tenor zu sein, ist keine Entschuldigung für komplett falsches Singen (so verstehe ich es). Singt er wenigstens in der Harmonie? Oder ist er so daneben, dass es den Gesamtklang stört?

Es ist Sache des Chorleiters, ggf. kann aber auch ein Mitsänger einspringen, der sich gut mit dem Tenor versteht.

Was dann geschieht, hängt von so vielen Sachen ab, da kann man in einem Forum schlecht drüber schreiben. Entweder er ist vollkommen unmusikalisch (worst case), dann passt es halt nicht. Dann ist aber die Frage, wie er darauf kommt, in einem Chor zu singen. Oder er hat ein Problem mit den Ohren, dann wäre es vielleicht gut, mal den HNO aufzusuchen. Oder er braucht einfach Gehörtraining über das Maß hinaus, dass man im Chor so mitbekommt. Dann hilft Einzelarbeit.

Was jedenfalls gar nicht geht ist irgend etwas hintenrum zu machen oder öffentlich bloßzustellen. Und was auch nicht geht ist die Sache so weiterlaufen zu lassen; er wird irgendwann doch merken dass etwas nicht stimmt und dann ist es vielleicht um so schlimmer, dass ihm die ganze Zeit nichts gesagt wurde.

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 21.03.2018, 23:16 
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Nein, an den Ohren scheint es wohl nicht zu liegen, denn sonst könnte er auch die Melodiestimme nicht singen. Das aber kann er. Jedenfalls dann wenn der Gesamt-Chor singt und wenn es sich um ein Stück handelt, bei welchem der Sopran die Melodie singt. Aber wehe, dem ist nicht so. Dann singt er eine "fünfte Stimme" die überhaupt nicht dazu passt. Auch wenn seine jeweiligen Nebensitzer sich zu ihm hindrehen und ihm regelrecht ins Ohr singen nützt das nichts. Er singt dann nur noch lauter und vehementer seine "fünfte Stimme".

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BeitragVerfasst: 22.03.2018, 11:07 
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Hmmm, rätselhaft. Allerdings gibt es tatsächlich Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Stimme im Zusammenklang wahrzunehmen und zu singen. Etwas leger ausgedrückt: Denen fehlt im Partiturdschungel schlicht die Orientierung. Nur was man da machen kann, sehe ich im Moment auch nicht.

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Gruß, Astrid

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BeitragVerfasst: 24.03.2018, 10:02 
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In einem mir bekannten Chor gab es vor einiger Zeit eine "Schnupperprobe". Über die Werbung dafür machte sich der Vorstand viele Gedanken und entschied sich für eine bezahlte Annonce im Mitteilungsblatt, in der mit freundlichen Worten zum Mitsingen "einfach so" aufgefordert wurde. Leider hat der Vorstand sich aber keine Gedanken darüber verloren, wie mit den "Schnupperern" umzugehen sei, wenn sie erstmals da wären.

Denn beim besagten Abend (bzw. kurz davor und kurz danach) kamen einige Personen und wollten ab sofort im Chor mitsingen. Eine Person war aus gesangstechnischen Gründen völlig ungeeignet (wie der "Kraut und Rüben-Sänger" in diesem Thread), eine andere passte auf Grund ihrer Persönlichkeit überhaupt nicht in die Gemeinschaft.
Das heißt, der Chor hatte plötzlich das Problem, einigen der Sänger, um die er kurz davor massiv geworben hatte, irgendwie mitzuteilen, dass man sie doch nicht gebrauchen konnte bzw. wollte. Denn bei dem Aufruf zum Schnuppern waren ja keine Bedingungen genannt worden und die Neuen waren herzlich willkommen geheißen worden.

Ich weiß nicht, wie das Problem gelöst wurde, möglicherweise durch "Wegekeln" oder einen Vorsingtermin beim CL?
Aber es wäre besser gewesen, die Verantwortlichen hätten es sich vorher besser überlegt.


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BeitragVerfasst: 01.05.2018, 20:25 
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Tja, genau so einen Kraut-und-Rüben-Sänger haben wir seit Anfang dieses Jahres im Chor: Kann keinen Ton abnehmen und brummelt immer so eine Quart drunter mit... Ich frage mich dann allerdings immer, warum so jemand meint, in einen Chor gehen zu müssen; zumal der Bub erst 15 ist... aber immerhin, seine Mitsänger im Bass haben ihm wohl zu verstehen gegeben, dass seine Töne meistens verkehrt sind, und wenn der CL mit dem Bass übt, singt er nicht mehr mit, im Tutti hört man ihn dann aber wieder mitbrummeln...


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BeitragVerfasst: 02.05.2018, 22:43 
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So eine zu-tief-Brummlerin hatte ich auch in einme Chor.
Es war eine Brummlerin im Sopran, die immer auf der selben Tonhöhe brummelte, allerdings auch noch zu tief, aber sie wollte weder richtig noch Alt singen. Vielleicht lag es nur an der zu hohen Lage oder sie hörte es nicht.


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BeitragVerfasst: 07.05.2018, 17:00 
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Oh herrjeh, wohl der Alptraum eines jeden Chorleiters. Gibt es schon eine Lösung für die Geschichte?


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BeitragVerfasst: 10.05.2018, 22:12 
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Ja, die gibt es:

Wir sind ihn wieder los, Gott sei Dank!!!

Und das schönste ist: Dieser "Fall" hat sich ganz von selbst erledigt... big_engel

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BeitragVerfasst: 11.05.2018, 10:31 
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big_ok


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