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 Betreff des Beitrags: Kurze Soli aus dem Chor heraus
BeitragVerfasst: 22.01.2007, 23:48 
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Ihr Lieben, ich habe ziemlichen Frust wegen eines Konzerts am Sonntag mit meinem Vokalensemble.
Da ich gerade am Freitag mein letztes Konzert hatte und schon wieder das alte Lampenfieber-Lied in voller Heftigkeit erlebt habe, ist es besonders schlimm.
Ich habe wie üblich, die ersten Takte wieder gekämpft und einige Zeit gebraucht, bis ich drin war und dann war es gottseidank wohl ziemlich gut.
Aber: nun soll ich ziemlich unerwartet am Sonntag aus dem Chor heraus sehr kurze Soli in ziemlich unangenehmer Passaggio-Lage singen. Eigentlich wäre meine Kollegin drangewesen(wir wechseln uns ab) und ich habe mich schon gemütlich auf ein stressfreies Konzert gefreut, aber sie hat in der letzten Probe dezidiert gesagt , dass sie nicht will, das sei ihr zu hoch.
Mir wäre es einerseits sehr peinlich zu sagen, dass ich das nicht kann oder nicht will, denn in diesem Ensemble werde ich sicher noch öfter solo singen können(habe es auch bereits getan) und der Chef arbeitet auch eng mit meiner Lehrerin zusammen.
Andererseits ist es für mich aber der Horror, nur ein paar Takte solo zu singen, denn diese paar Takte brauche ich normalerweise , um überhaupt stimmlich reinzukommen und mich frei zu schwimmen. Wie eben letzten Freitag wieder erlebt. Eine Riesenarie macht mir da deutlich weniger Probleme, denn da habe ich jede Chance, die ersten Wackeltakte auszubügeln.
Ich bin nun ziemlich ratlos, was ich da machen soll. Ausser mir und besagter Kollegin, die ja abgewehrt hat, singt bei uns kein Sopran freiwillig so hohe Soli. Ich habe schon gedacht, vorzuschlagen, das evtl zu zweit zu machen.
Mir solchen Stress wegen eines Chorkonzerts zu machen, sehe ich irgendwie auch nciht ein. Ich bin die letzten Wochen nur mit Lampenfieber durch die Gegend gelaufen, weil ich mehrere Auftritte/Konzerte hatte und habe nun endlcih mal eine Stresspause nötig.
Andererseits aber weiss ich , dass weglaufen nichts hilft, sondern nur immer wieder neu "den Feind" konfrontieren und sich nicht unterkriegen lassen. Im Vergleich zu meinen ersten Jahren, wo mir richtig die Stimme versagte und manchmal gar ncihts ging, ist es schon deutlich besser geworden. Eben durch ständiges Auseinandersetzen mit der Situation.
Ich habe auch wirklich Angst, wenn ich solchen "Kikifax" schon absage und mich nciht traue, dass mein Chef mich fûr total kapriziös hält und nie mehr fragen wird. Ich habe ihm zwar schon gesagt, dass das eine unangenehme Lage ist und er hat dafür auch Verständnis gezeigt, aber das hilft nun auch nicht bei der Entscheidung ob oder ob nciht, die ich alleine treffen muss.
Was tun?
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 00:22 
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Arme Canti!!! :troest (meine ich ernst).

Als ich noch im Chor war, wurde ich erst zunehmend, dann dauernd zu Einwurf- und auch längeren Chorsoli herangezogen. Anfangs habe ich mich fast ***** vor Angst, dann machte es Spass und dann hätte es ruhig mehr sein können...

Du bist ja nun ziemlich oft mit Soli ohne den Chor zugange und hast dabei ja auch schon recht kritische Situationen gemeistert. ich kann gut nachvollziehen, dass das im Chor auch ganz anders sein kann. Bei einem Liederkonzert und sowas hat man mehr Zeit, bei Bedarf wieder in den Tritt zu kommen, während so ein Einwurf auch ganz schnell in den sand gesetzt sein kann, aber letztlich siegt meist doch die Konzentriertheit im Auftritt.

Vielleicht hilft es, dass du dir ganz deutlich klarmachst, welche Faktoren an der ganzen Sache für dch so bedrohlich sind. Die unangenehme Lage? Die vielleicht übertragene Angst der Kollegin, die abgesagt hat? (mich hat das auch sehr belastet vor dem ersten konzert mit dem Frauenchor, wo ich ziemlich auf die Schnelle mit zwei gestandenen Profis eine zeitgenössische Uraufführung als terzett in einem 600 - Leute - Saal zu singen hatte und alle aufgeatmet haben, dass mir das zufiel!?) Die Exponiertheit im Chor? Nur um paar Dinge zu nennen.

Sollte es stimmliche Probleme damit geben, würde ich es so oft du vorher noch kannst, mit der GL durchgehen, das stabilisiert dich auf jeden Fall.

Canti, du schaffst das...

dola


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 00:32 
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Liebe Canti,

ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass du das nicht schaffen könntest :d_neinnein: . Ich verstehe sehr gut, dass es eine besondere Herausforderung ist, aus dem Chor heraus solo zu singen - schwieriger, als wenn man von vorne herein auf solo eingestellt ist. Aber gibt es in dem Stück nicht die Möglichkeit, dass du schon vorher, noch in der Chorpassage, dich auf solo einstellst, oder aber, dass du ein Stück vom Chor weglässt und dir vorstellst, dass jetzt deine Lieblingsarie kommt? Es kommt sicherlich auch ein bisschen drauf an, WAS du zu singen hast. Unangenehme Lage hast du ja schon gesagt, darfst du denn wenigstens nach Herzenslust schmettern oder musst du Pianotöne produzieren? Wenn du die Solostellen für dich übst, kannst du ihnen dann etwas abgewinnen, singst du sie gern? Wichtig finde ich, dass du dir die Angst davor nimmst, dann wird das auch im Chorzusammenhang klappen.

Viel Glück wünscht dir

Orphenica
:hearts:


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 00:44 
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Im Zweifelsfall zu zweit. :dafür:
Ciao. Gioachino


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 08:32 
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Danke für diese einfühlsamen Antworten. :kuss:
Ich kam mir schon total "bescheuert" und lächerlich vor, als ich das gestern geschrieben habe....... :oops:
Eure Mischung aus Anteilnahme und nüchterner, sachlicher Betrachtung ist für mich genau richtig!
Ich glaube, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, es ist vor allem die Angst, bei solchen "Geringfügigkeiten" zu versagen und sich damit für alle Zeiten zu blamieren und vor lauter Scham gar nicht mehr singen ziu wollen oder zu dürfen. In diesem Ensemble sind ja auch viele Schüler meines Conservatoires, die mich als Solistin mit ganz anderen Stücken schon gehôrt haben und kein Mensch wird nachvollziehen kônnen, dass ich mich dann plôtzlich ziere und "die Diva spiele."
Stimmlich ist das zwar hoch und in einem bereits recht heftigen Chorprogramm dann eben doch kein "Kikifax" , aber meine Stimme trägt in dieser Lage problemlos über den Chor weg(der unter mir piano singt) und ich muss mich nicht DESWEGEN -also musikalisch -stressen oder anstrengen. Ich kann voll aussingen, Pianissimo-Töne sind gottseidank nciht verlangt. Ich habe die Stellen sicherheitshalber auch gestern noch mit meinem Korrepetitor durchgesungen(und ihm kein Wort von meinem Stress erzählt .... :oops: ) und er meinte nur, dass sei ja nun meine leichteste Übung und no problem im Vergleich zu den anderne Arien die wir davor und danach gemacht haben.
Der Stressfaktor ist also wirklich Lampenfieber und keine Zeit, wacklige, zittrige , unsaubere Anfangstakte nachher ausbügeln zu können, weil nachher eben schon vorbei ist und nichts mehr kommt. Und das gleich zweimal, mit grossem Abstand.
Ich habe heute abend Probe und werde einfach mal vorschlagen, es zu zweit zu singen und sehen, was dann passiert.
Sollte das nciht gehen oder meine Kollegin und der Chef es nicht wollen, hilft nur Augen zu und durch. Flucht erlaube ich mir nciht. Wenn dieses Tor einmal offen ist, renne ich immer wieder durch und dann kann ich gleich einpacken. :n139:
Besser im Zweifelsfalle schämen und im Grunde des Herzens wissen, dass es im Laufe der Zeit immer leichter wird(das hat Dola ja auch so erlebt :hearts: ) als gar nciht mehr singen und desertieren.
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 11:02 
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:n73: :n79: :piano1 :fidel :musik_wos8 -------------------<>--------------------|

Orchester? & Chor


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Canti :brüöö




:appl :appl :n109: :n109: :appl :appl :demut
:demut :demut :demut :demut :demut :appl hula
:bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo:


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 11:14 
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Mutzel :kuss: :kuss: :kuss:
hoffen wir , dass Deine Version eintritt und nicht diese:
:ruhe: :ruhe: :ruhe:
:oops: :n27:
:n8:
Wo ist das nächste Mauseloch? :kaffee


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BeitragVerfasst: 23.01.2007, 11:17 
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Quark, letztes mal hattest auch schiss und hast das Haus gerockt. So wirds diesesmal :sauf: auch sein. :n2: :schlaumeier:


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