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 Betreff des Beitrags: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 19:13 
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Hallo,

ich habe gerade mal wieder bei meinem HNO (aber auch bei allen vorherigen) die Erfahrung gemacht, daß dieser wohl die Untersuchung der Stimmbänder etc. macht, jedoch den Patienten im ungewissen lässt. Klar viele interessiert das Ergebnis nicht oder sie können damit nichts anfange.

Was ist jedoch mit den Sängern unter den Patienten. Die Solisten fragen nach und handeln dementsprechend. Was ist jedoch mit den Choristen (ich meine nun nicht die Sänger in Profichören/Theaterchöre). Ihnen liegen doch die wöchentlichen Proben, so am Herzen, daß sie sobald sie sich irgendwie fit fühlen (körperlich bspw.) wieder die Probe besuchen. Das kenne ich von mir selber als ich noch im Chor gesungen habe und auch wenn die Stimme noch beim sprechen etwas belegt war, ging ich trotzdem in die Probe, man hat schließlich Verantwortung und und und. Ich weiß es jedoch auch von meiner Mutter und deren Bekannten aus dem Chor.............ihnen geht es genauso. Sie sind unverantwortlich gegenüber ihrer Stimme, jedoch wissen sie ja nichts über die Gefahren, weil der HNO ja nicht aufgeklärt hat.

Findet ihr, daß der HNO unverantwortlich handelt oder liegt es eher an den Patienten, daß diese nachfragen müssen. Nur woher sollen die Choristen wissen, daß sie fragen müssen und mit Stimmschäden pokern.


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 21:24 
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Hallo chero,
ich frage nicht nur hier Löcher in den Bauch, sondern nerve auch die Ärzte.
Ich habe ein Recht auf Auskunft und wenn der Arzt sich meiner annimmt, so erwarte ich ein Ergebnis. Wie man dann mit dem Ergebnis umgeht wird man sehen.
Bei den heutigen Ärzten habe ich eine Erfahrung gemacht. Sie sagen einem recht schnell was man hat, gehen dem nach und scheinen ehrlich zu sein.
Andererseits verlassen sie sich auf ihre Apparatemedizin und verlieren etwas den Blick für den ganzen Menschen. Schlechte Werte werden oft auf Bewegungsmangel und falsche Eßgewohnheiten gestützt. Stress, Ärger, fehlende Ruhe und fehlende Entspannung gelten wohl nicht als Einflußgröße.
Also meine Devise: Fragen, denn keiner läßt an sich rumfummeln und setzt sich dem Wartezimmerstreß aus, um dann keine befriedigende Antwort zu erhalten.

Das ist aber ein Ärzte/Patientenproblem und weniger ein Spezialproblem von HNO und Choristen - oder ich habe dich ganz falsch verstanden ?

LG rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 22:27 
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Hallo Rugero,

du hast mich nicht total falsch verstanden, nein das kann ich nun nicht behaupten.

Mir geht es jedoch ganz speziell um die Information eines HNO gegenüber seinen Patienten, was die Stimmbänder angeht. Solisten fragen von sich aus ja , jedoch Choristen denken nicht daran zu fragen und singen dann evt. zu früh wieder und richten damit Schaden an.

In meinem Fall bspw. wenn ich nicht Solistin wäre und hingegen Choristin (ich schreibe nun ganz böse mal, Chorsängerin im Dorfchor) wäre, ich fühle mich soweit fit, daß ich wieder eine Chorstunde besuchen könnte und hätte es ohne all das Wissen wohl auch dann gemacht. Es hätte gut gehen können, aber auch Schäden entstehen können!! Da liegt der Knackpunkt. Warum informiert der HNO nicht selbständig über solche Dinge. Ist es so schwer zu sagen, "ihre Stimmbänder sind noch angegriffen, schonen sie sich noch". Dies würde ja schon reichen um Choristen zu warnen. Menschen, die beruflich oder wie wir mit der Stimme zu tun haben, die würden sowieso fragen aber die anderen Menschen was ist mit denen. Sie wissen nichts und belasten ihre Stimme und haben evt. später mit den Folgen zu rechnen.

Eine Arbeitskollegin hat ihre Stimme zu früh nach einer Erkältung in unserem Call-Center beansprucht und nach Monaten hatte sie heftige Stimmprobleme und mußte nun eine Versetzung beantragen, von all den Problemen mit Logopäde usw. ganz zu schweigen.

Ich frage auch allen Ärzten ein Loch in den Bauch, auch wenn es nicht selbst um mich geht. Schließlich will ich wissen was los ist und wer, wenn nicht der Arzt weiß was los ist. Im Grunde genommen betrifft dies alles nicht nur HNO und Choristen, jedoch in diesem speziellen Fall ist es doch so.


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 23:17 
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Danke chero,
dann sehen wir es ähnlich, nur der "naive" Chorist(*) (sorry) ist mir nicht geläufig.

LG rugero

(*) ich bin naiv und glaube auch Choristen haben Selbstverantwortung.


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 23:28 
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Hallo Rugero,

ich würde die Personen nicht naiv nennen, sie wissen einfach nicht was sie sich antun. Sie wissen von Krankheiten an Stimmbänder und was sie anrichten können, wenn man trotzdem singt nichts.

Mich selbst würde ich als nicht naiv bezeichnen und auch ich habe bestimmt mehr als einmal zu früh im Chor wieder mitgesungen. Nicht weil ich meinte es geht nicht ohne mich, sondern eher weil ich mich schon fit fühlte und ich gerne singe und nichts von solchen evt. Rötungen und Gefahren wußte.

Bist du der Meinung, daß ein Chorist aus einem "Dorfchor" sein Stimmapparat mit den Gefahren kennt oder kennen muß? Gehört es für dich zum Handwerk bei solchen Choristen schon dazu? Ich kann aus der eigenen Zeit und den noch jetzt gemachten Erfahrungen durch den Chor meiner Mutter sagen, daß viele darauf nicht achten.

Noch heute habe ich meiner Mutter, die es leider auch mit der Erkältung getroffen hat, gesagt, daß sie morgen nicht mitsingen soll. Ihre Antwort "ach das geht doch schon wieder, es sei denn ich belle immer noch so und störe somit die Probe". Erst als ich von mir erzählte, da meinte sie "oh dann geh ich wohl hin aber höre nur zu". Sie weiß von mir schon einiges und trotzdem fällt sie auch wieder in das geliebte falsche Muster rein. Wenn die Stimme irgendwie geht, dann muß man in die Probe. Schließlich ist das Gemeinschaft und man freut sich schließlich.......

Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 22.05.2008, 23:38 
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Hallo chero,
du hast recht, je mehr man sich mit einem Thema intensiv beschäftigt, um so mehr glaubt man, auch andere hätten diese Sensibilität.
Es gibt aber auch Leute, wie z.B. leonora, die beruflich als Chemikerin unkomplizierter und abgeklärter mit Stoffen und ihren Gefahren umgeht als der Normalbürger - ich koche gerne selber ! :lol

LG rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 00:03 
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Hallo,

ja genau diese Sensibilität meine ich. Für uns und evt. den Arzt vollkommen normal, daß wir danach fragen um damit umgehen. Für andere, hier also die Choristen, ist unbekanntes Gebiet, sie kennen die Gefahren nicht. Muten sich somit zuviel zu und bezahlen evt. mit Stimmschäden, was sie dann absolut nicht verstehen.

Warum warnt denn der Arzt die Patienten nicht einfach. Wäre doch das einfachste oder sind ihm etwa Stimmschäden egal, weil er ja nicht davon ausgeht, daß heute noch jemand singt. Es trifft aber doch auch andere Berufe, Lehrer, Call-Center Mitarbeiter, Bademeister etc. Diese fallen mir gerade ein, weil ich die letzten Tage auch von Bekannten dieser Berufsgruppe ähnliches gehört habe.

Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 11:17 
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Forum süchtiger
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Registriert: 02.01.2008, 17:00
Beiträge: 881
Wohnort: Idar-Oberstein
Hallo Chero,
ich kann es auch nur so formulieren wie es rugero gesagt hat: man muss nachfragen und den Arzt notfalls regelrecht nerven. Und wenn es um ein kostbares Gut, wie die Stimme geht, sollte man besonders sensibel sein.
Ich hoffe deshalb, dass deine Stimmbänder bald wieder völlig geheilt sind! :n110:
Viele Grüße
Joachim
" Nur das Herz adelt den Menschen"


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 11:52 
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Ehrlich gesagt habe ich meistens eher das Gefuehl, dass man dem Doc (egal welches Fachgebiet) jeden Tipp oder Hinweis aus der Nase ziehen muss oder man sogar (aus Faulheit?) lapidar falsche Informationen bekommt (Beispiel aus einem anderen Bereich: mit diffusen, unklaren Knieschmerzen raet man dem Patienten doch nicht dazu, noch zwei Wochen zu pausieren und dann wieder mit JOGGEN anzufangen).
Ich gebe ehrlich zu, dass es mir selbst auch schwer faellt, mich beim Doc "durchzusetzen" und zu insistieren / nerven, erst recht wenn eben diese desinteressierte bis ablehnende Haltung dazukommt. Wenn ich mal annehme, dass meine Arzt-Erfahrungen nicht voellig aussergewoehnlich sind (vom Pech verfolgt??), werden auch andere Patienten mit dieser unkommunikativen Atmosphaere zu kaempfen haben. Als Solosaenger wird diese Hemmung wahrscheinlich durch die sehr hohe Wertschaetzung der eigenen Stimme ausgeglichen (weil der Gesang eben so einen hohen Stellenwert hat), bei Freizeit-Chorsaengern wohl eher nicht.

Ich habe naechste Woche einen HNO-Termin und ehrlich gesagt schon richtig Panik, dass ich wieder mit voller Gewalt gegen Desinteresse anrennen muss. Aber vielleicht hab ich ja diesmal Glueck mit dem Arzt (waer mal was neues!).

LG Lux


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 17:49 
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Hallo, da kann ich auch aus eigener Erfahrung beipflichten, daß HNO-Ärzte überhaupt nicht aufklären, auch wenn man sagt, daß man singt. Wenn man eine Kehlkopfentzündung hat und diese Symptome nicht kennt, nicht weiß, daß man eigentlich in diesem Fall absolute Schweigepflicht hat, dann finde ich das auch überhaupt nicht in Ordnung. Es ist auch so, daß die Umwelt dafür überhaupt kein Verständnis aufbringt, daß man schweigen sollte. Auf jeden Fall habe ich deshalb nach 5 Monaten immer noch mit den Folgen zu kämpfen.
Gruß dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: HNO und Choristen
BeitragVerfasst: 23.05.2008, 22:19 
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Hallo Dalila,

na siehst du da haben wir es ja wieder einmal. Finde dein Erfahrungen noch schlimmer, denn du hast ja noch erwähnt, daß du singst und der HNO hatte es nicht mal notwendig dir die Folgeschäden zu erklären, obwohl du noch eine schlimmere Variante nämlich Kehlkopfentzündung hattest. Warum das denn!?!? kann da nur kopfschüttelnd hier sitzen, ich verstehe es einfach nicht. Die Stimme ist doch sowas von wertvoll, nicht nur für uns Sänger, warum bekommt man keine Info!

Muß man denn irgendwo anprangern, daß wenn der HNO die berühmte "ie"Übung verlangt, dann auch immer nachhaken muß?! Kann doch nicht sein.

Was mein Umfeld zu meinem doch eher sehr seltenen schweigen sagt, interessiert mich wenig. Meist sag ich nur "genießt es, ich werde wieder gesund" und lächle dabei. Privat kann man sich ja gut daran halten und beruflich habe ich es bspw. jetzt so gehalten, daß ich entweder angelernt habe oder Telefonate entgegen genommen habe. Es kam auch schon vor, daß ich nichts von beidem gemacht habe, da die Stimme darunter litt und ich andere unliebsame Tätigkeiten von meinen A.kollegen übernommen hatte und sie die Telefonate für mich übernommen haben. Dies ging super und so habe ich der Abteilung geholfen und sie mir.

Wenn man informiert ist, dann liegt es an einem selbst sich daran zu halten. Weiß man es jedoch nicht, kann man nicht handeln und läuft ins Messer.

Liebe Grüsse
Chero


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