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BeitragVerfasst: 27.12.2006, 19:55 
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hallo, Romilda,

:welcome: hier im Forum!


es ist fast nicht zu glauben, aber wirklich wahr, dass wohl das halbe Forum unter der Problem der Chorkompatibilität und deren zunehmenden Verlust gelitten hat oder noch leidet und das noch seltsamere ist, dass einen das zum Teil noch jahrelang beschäftigt, nachdem man schon lang entschieden hat, z. B. das Chorsingen zu beenden.

Dieses Thema kann man auch nur selten mit der nicht singenden Umgebung oder gar den anderen Chormitgliedern bereden. Da bleibt immer ein - allerdings nicht berechtigter - Eindruck von vermeintlicher Arroganz zurück. Und kaum eine/r kapiert, dass man unter dieser Situation sehr tiefgehend leiden kann und sich fragt, ob man jetzt mit der Gesangsausbildung über das Ziel hinausgeschossen ist, während man sich gleichzeitig über den stimmlichen Zuwachs freut.

Mir ging es ja genauso. Zunehmend hieß es, wenn ich mich wo vorstellte: Wir können Sie nicht nehmen, Ihre Stimme ist zu stark, zu eigenwillig timbriert. Hä? Nanüü? Ist das jetzt ein Fehler?

Nur eins vorweg: Die Entscheidungen Chor oder nicht mehr sind individuell. Tendenziell können leichtere Stimmen eher damit zurecht kommen als schwere. Und ich, die bevorzugt bei tief - laut - langsam zu finden ist, eben gar nicht mehr.

Hast du dir u. U. mal überlegt, nur solistisch zu arbeiten?

Liebe TGrüße,
dola


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BeitragVerfasst: 27.12.2006, 21:14 
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dola hat geschrieben:
Dieses Thema kann man auch nur selten mit der nicht singenden Umgebung oder gar den anderen Chormitgliedern bereden. Da bleibt immer ein - allerdings nicht berechtigter - Eindruck von vermeintlicher Arroganz zurück. Und kaum eine/r kapiert, dass man unter dieser Situation sehr tiefgehend leiden kann und sich fragt, ob man jetzt mit der Gesangsausbildung über das Ziel hinausgeschossen ist, während man sich gleichzeitig über den stimmlichen Zuwachs freut.


Hallo Dola

Du sprichst mir voll aus dem Herzen... genauso kam ich mir immer vor, und ich konnte mit niemandem darüber reden, da es einfach niemand verstand / verstehen wollte.
Mit den Chormitgliedern ganz sicher nicht... mit meiner Gesangslehrerin auch nicht, da sie den Chor sowieso missbilligte und mit meiner näheren Umgebung schon gar nicht, weil niemand etwas "am Hut" hat mit der Singerei.
Also blieb ich jahrelang mit meinen Selbstzweifeln alleine, erwog abwechslungsweise den klassischen Gesang an den Nagel zu hängen, mir einen anderen Chor zu suchen und mir schliesslich einzureden, ich könne überhaupt nicht singen... sämtliche Stufen habe ich durchlebt!!!

Die Entscheidung habe ich unterdessen bereits getroffen; in einem (Amateur)-Chor singe ich nicht mehr, für einen anspruchsvolleren Chor mit ausgebildeten Stimmen fehlt mir die Zeit. Ich sitze genau zwischen Stühlen und Bänken :sad:

Momentan ist alles offen, weil ich nächste Woche eine erste Probestunde mit einer neuen Gesangslehrerin vor mir habe nach mehr als einem halben Jahr Pause.
Die erste ist mir "abhanden" gekommen... sie ist ausgewandert.

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 11:34 
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ich kenn das auch, und zwar hatte ich immer das gefühl ich müsste mich zurück nehmen im chor weil es ein sehr junger frauenchor ist, die bekommen zwar auch alle stimmbildung von der chorleiterin ,aber eben nicht in richtung solistisches singen, und weil ich mich immer sehr laut gefühlt habe, dachte ich erst, ich müsste mich jetzt zurückhalten, so wie das bei einer anderen vor ein paar jahren auch war, die gerade mit dem gesangstudium angefangen hatte, und immer zurecht gewiesen wurde, sie wäre zu laut oder habe zu viel vibrato..
aber jetzt hab ich eher gesagt bekommen, dass ich mehr geben soll stimmlich und als ich mich fast wie "solistisch" gefühlt habe, wars dann angeblich genau richtig!
mittlerweile habe ich auch keine angst mehr, wenn im sopran ein c3 vorkommt, weil ich weiß dass ich nicht auf sparflamme gehn soll, sondern den ton schön aussingen kann und dann klappts auch immer!
vllt ist das bei dir ja auch wegen der technik, ich kannte eine altistin die eine sehr tiefe stimme hatte (sie hat in gemischten chören meist tenor gesungen!) und sie wurde auch immer drauf angesprochen, dass sie zu massig und zu tief singt, und mir gehts manchmal sogar auch so, obwohl ich eine leichte sopranstimme habe, wenn ich die bruststimme intensiv geübt habe, dass meine stimmbänder dann nicht abschlanken wollen in die höhe...
dass hat dann aber nichts mit piepsig zu tun, wenn man die stimme schlanker klingen lässt, es ist sogar glaub ich schädlich für die stimme, wenn man immer versucht mit voller stimme zu singen, zumindest krieg ich dann immer so kiekser zwischendrinn, wenn ich das probier...
als würd ich mich verschlucken...

liebe grüße, califonia


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 19:08 
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Hrhrhr, wie schön dass ich niemals Frust mit einem Chor haben werde!! :bravo: :d_neinnein: :sauf:

Ich darf nit innen CHor HRHR :schlaumeier: :sauf: :pfeif: :bravo: :lol:


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 19:19 
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DasMutzel hat geschrieben:
Hrhrhr, wie schön dass ich niemals Frust mit einem Chor haben werde!! :bravo: :d_neinnein: :sauf:

Ich darf nit innen CHor HRHR :schlaumeier: :sauf: :pfeif: :bravo: :lol:


Aha, und wieso nicht??? :?:


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 20:03 
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@mutzel:

kann mir dich im Chor, möglichst noch Herren - Liedertafel mit Waldeslust und Jagdglück auch nicht wirklich vorstellen (obwohl es da meistens ordentlich zu trinken gibt :sauf: :n158: :n8: )



Wie auch immer: Chorsingen ist ja keinesfalls zwingend Voraussetzung, um gute/r SängerIn zu sein oder werden. Für viele ist es aber der erste Zugang und ausserdem bedeutet Gesangsunterricht keinesfalls das schlagartige Ende des Chorgesangs, sondern, im Gegenteil, zunächst eine Verbesserung desselben und, wie gesagt, bei vielen bleibt es ja auch dabei.

Für diejenigen, die mit dem Stimmvolumen drüber hinauswachsen, war der Chorgesang ein wichtiger Abschnitt, der dazu diente, Repertoire kennenzulernen und Musikalität zu schulen. Man muss eben nur herausfinden, wann und ob diese Phase des sängerischen Lebens ggf. vorbei ist. Dann hält sich auch der Frust in Grenzen.

Was ich nicht gern höre, ist die Argumentation, wer nicht mehr Chorsingen kann, hat eine schlechte Technik, will heißen: Singt schlecht. Selten sind tremolierende oder sonstwie "waffenscheinpflichtige" Chorstimmen geschult, sondern meist genau das Gegenteil, aber mit natürlicher Stimmgewalt ausgestattet.

Ausgebildete klingen jedoch meist angenehm, aber dominieren vielleicht den Klang ihrer Stimmgruppe und das ist natürlich auf Dauer nicht im Sinne der Homogenität. Das ist dann genau die Situation, die uns hier beschäftigt.

Grüße,

dola


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 20:17 
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Ich darf nicht, weil meine GL es mir verboten hat.


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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 20:44 
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dola hat geschrieben:
Was ich nicht gern höre, ist die Argumentation, wer nicht mehr Chorsingen kann, hat eine schlechte Technik, will heißen: Singt schlecht. Selten sind tremolierende oder sonstwie "waffenscheinpflichtige" Chorstimmen geschult, sondern meist genau das Gegenteil, aber mit natürlicher Stimmgewalt ausgestattet.

Ausgebildete klingen jedoch meist angenehm, aber dominieren vielleicht den Klang ihrer Stimmgruppe und das ist natürlich auf Dauer nicht im Sinne der Homogenität. Das ist dann genau die Situation, die uns hier beschäftigt.


Hallo Dola

Vielen Dank!! Du räumst immer mehr Steine von meinem Herzen weg!!! ;-)

Der letzte Anstoss war noch eine Aufnahme meines Chores, bei der ich sehr deutlich herauszuhören war, obwohl ich mich bemüht hatte zu "säuseln..." und selber glaubte, ich hätte meine Stimme ganz "klein" gemacht... :sad:

Die strafenden Blicke meiner Dirigentin gingen mir durch Mark und Bein, aber immerhin konnte ich mich anhand der CD selber kontrollieren, dass das, was ich da sang, durchaus korrekt und wohlklingend war, aber eben leider nicht in den Chor passte.
Die einzigen entspannenden Momente waren die wenigen Takte, die ich solo singen "durfte...", aber das kann ja nicht der Zweck eines zweistündigen Konzertes sein :grin:

Gut, für mich ist das Thema abgeschlossen. Wie Du schon sagst, es gab eine Zeit, wo der Chorgesang sehr wertvoll war für mich, aber das ist vorbei. Heute wäre es nur noch eine Quälerei.

@Mutzel: Du hast doch tatsächlich eine vernünftige GL! :tanzen

Liebe Grüsse,
Romilda


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BeitragVerfasst: 30.12.2006, 01:07 
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Liebe Leute,
ich habe den Chor nur im Schulchor absolviert.
Dort habe ich dann gerne mit dem Konrektor im Bass gesungen.
Wir hatten tollen Spass - plus Auslandsauftritte beim Austausch der Partnerstädte.
Als Solist wurde ich nie durch den Chor entdeckt, ich habe mich aber dann später solistisch geprägt, nachdem ich massiv Unterricht genommen habe.
Ich bin zwar kein Profi geworden aber ein Solist geblieben.
Mein erster grosser Auftritt war "Der greise Kopf" (Winterreise/Schubert) als Sondereinlage im Musikunterricht.
Die Vorgabe war: Die Vorstellung seines Instrumentes, hier der Stimme. Unser Musiklehrer war ein hervorangender Begleiter und konnte Klavier spielen und nicht nur CD's auflegen oder die Moderne moderieren. Dies hat mich geprägt.
Ich bin also ein Solist ohne Chorerfahrung, muss ich mich jetzt schämen ?
Ich habe vor einem Jahr mals als Bariton in einem Chor als Tenor ausgeholfen.
Warum tut man sich das an ? Es hat sonderlich nicht gut getan.
Ich bin und bleibe Solist - dies ist bitte nicht überheblich gemeint.

Liebe Grüße rugero


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BeitragVerfasst: 30.12.2006, 01:33 
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Hallo,
zu Eurem Thema kann ich auch folgendes beitragen:
ich war 13 Jahre lang Chormitglied des relativ bekannten Münchener Motettenchores. In diesem Chor habe ich viel, sehr viel gelernt, wunderbare Aufführungen, tolle Konzertreisen und herausragende Dirigenten erlebt. Trotzdem - meine Sehnsucht nach der Oper und einer entsprechenden Stimme wurde dadurch nie gestillt. Als ich unserem Chorleiter sagte, ich wolle Gesangsunterricht bei ... nehmen, antwortete er: "Mädchen, wenn Du da hingehst, bekommst Du sooooo eine Stimme, dann kann ich Dich im Chor nicht mehr gebrauchen". Daraufhin habe ich es gelassen!
Heute - zwanzig Jahre später und nach 10 Jahren Unterricht weiss ich, ich musste den Gesangsunterricht nehmen, denn genau dies war meine Passion. Wahrscheinlich würde mich der alte Chorleiter heute gar nicht mehr aufnehmen, auch gut!

Liebe Grüße leonora


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BeitragVerfasst: 30.12.2006, 03:28 
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@ Romilda :

Ich weiss! :) :sauf: :grin: :pfeif: :bravo: :pfeif:


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BeitragVerfasst: 30.12.2006, 09:46 
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@All: Vielen Dank für Eure Bemerkungen und eigenen Erfahrungen.

Das ist eine ungeheure Erleichterung für mich, denn ich habe mich lange Zeit völlig in Selbstzweifel verstrickt, glaubte, ich sei überheblich, ich könne nicht singen, etc.

Somit kann ich das Kapitel Chorsingen abschliessen und ganz entspannt ins neue Jahr und zur neuen GL gehen...

Liebe Grüsse und ä guetä rutsch!!
Romilda


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BeitragVerfasst: 04.01.2007, 18:07 
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Eigentlich, Ihr Lieben, habt Ihr die Disskussion ja beendet.Da ich aber in Bezug auf Forumsmitteilungen immer ne lahme "Flugente" bin, möchte ich mich doch noch melden.
Mein GL würde sich wohl nicht erlauben, mir die Teilnahme an einem circa
17köpfigen Vocalchor sowie einem 7köpfigen Acapellaensemble zu verbieten,
aber er ist schon öfter in Sorge ob meiner Stimmbelastung.
Die rührt bei mir eher durch künstliche Zurückhaltung her.Ich habe alle von Euch berichteten Stadien durchlaufen,d.h. zunächst im großen Massenchor vor 7 Jahren angefangen.Ein dezidierter Musikurlaub machte Appetit auf mehr,der Vocalchor kam,der große Chor fiel weg.Da ich schon gleichzeitig Einzelunterricht nahm, fiel ich in dasselbe Problem wie die meisten von Euch:
bloß nicht auffallen und als arrogant oder "was besonderes"verschriehen sein.Ich habe die Phase überlebt, bin weder rauszuhören noch sehr zurückhaltend gewesen und habe klar signalisiert, daß meine klassische Gesangsausbildung immer Vorfahrt haben wird.Mein Chorleiter sowie der Ensembleleiter,der inzwischen dazukam,wissen dies und nützen es positiv.
Solopartien, bei denen eine klassische Stimme erwünscht ist, geben sie mir gerne und ich spüre auch keinen Unmut der anderen Chormitglieder.Im Ensemble hingegen suche ich auch genau das, was der musencus beschreibt,nämlich einen Klang und, wenn ich mit der 2. Sopranistin diegleiche Linie habe,eine Stimme zu bilden.Dafür muß ich mein Natur-Vibrato schon mal zügeln und das gefällt meinem GL sicher nicht.
Zumit komme ich zu dem Schluß, daß jeder für sich entscheiden muß,ob
Solo und Chor sich noch parallel ausführen lassen ohne sich zu sehr zu verstellen.Schämen sollte man sich, liebe Orphenica,für Volumenzunahme
und ähnlich schöne Dinge in der Stimmausbildung nicht.
Sollte meine Stimme noch weiterhin wachsen, was ich sehr hoffe, so
würde ich den größeren Chor wohl aufgeben und versuchen, im Solistenverbund zu bleiben.
Bin jedenfalls auch im Nachhinein sehr beruhigt, daß sich soviele Sänger
mit diesen Problemen herumgeschlagen haben.
Ein Hoch auf das Forum.

Eure Tahalena

An Fliu:da wir in Deutschland schon soviele Stimmbanden haben und uns dieser Name gut gefiel,nennen wir uns VOICEGANG und treten gelegentlich auch mit Mafiahut (Herren) und Federboa (Damen) auf
Weiterhin viel Erfolg für Euch
:bravo:


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 01:57 
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Danke, liebe Tahalena ;-) Ich finde, so ein kleines Vokalensemble ist auch DIE Lösung für das Solist-vs.-Chor-Problem. Wir in der Stimmbande werden dieses Jahr einfach alle mit GU anfangen. Klar gibt es auch Stellen, wo ich zusammen mit der anderen Sopranistin singen muss, aber da das meine Zwillingsschwester ist, klingt das glücklicherweise sowieso sehr homogen :mrgreen


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 15:05 
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Meine Gl schon :bravo: , aber das finde ich auch gut so!


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 15:23 
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Wohnort: Wiesbaden *31.01.
Vorname: F.
Nachname: L.
Hallo ihr,

ich habe den Thread jetzt nur überflogen, möchte aber auch Tahalena und Flui beipflichten, dass so ein kleines Solistenensemble schon eine sehr gute Lösung ist.

In dem Quartett, in dem ich singe, haben alle vier Sängerinnen Gesangsunterricht. Und alle vier haben bestimmt keine kleinen Stimmen. Zwei von uns singen auch in einem Chor, der von unserem 4. Sopran (respekitve 2. Alt) geleitet wird und wenn ich nicht schon so viel um die Ohren hätte, würde ich da vielleicht auch einsteigen, da meine Freundin schon darauf achtet, dass alle wirklich singen und sich nicht künsltich zurück halten. Dennoch wäre ich mir nicht sicher, ob meine Stimme, die immer noch zu wachsen scheint, nun wirkich chorgeeignet ist.

Aber gerade wir vier Solosängerinnen passen sehr gut zusammen, müssen uns nicht zurückhalten und können bei allem "Zusammensingen" unsere individuellen Stimmfarben dennoch gut einbringen. Und das Ensemble-Singen schult das Gehör und das Gespür für Intonation sehr gut. - Besonders bei den "schrägen" Barbershop-Aranngements, die wir uns so vornehmen ... .aber das ist bei Pergolesi ja auch nicht anders ;-)

Liebe Grüße

Octaviane


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 15:31 
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die chorleiterin von dem frauenchor, in dem ich singe, meint auch das es quatsch wäre, aufzuhören, nach dem motto sie macht meine stimme schon nicht kaputt... aber mein gl und auch der eine prof dem ich vorgesungen habe, meinten dass man wenn man mit seiner solistischen ausbildung noch nicht so weit ist, und man technisch noch nicht so sicher ist, dass man dann eine chorpause machen sollte, um richtig zu sich zu finden, wenn man fertig oder zu mindest weiter ist, kann man wieder in den chor gehn!
was meint ihr dazu?


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 15:40 
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Ich war immer durchgehend im Chor und mir hat das nicht geschadet.Ob mit oder ohne Gesangsuntericht, ob mit oder ohne solistische Ambitionen.
Leichtere Stimme in guten Chören dürften da weniger Probleme haben als schwere stimmen in schlechten Chören oder bei VChorleitern, die "Barockklang" wollen.
Aus einem Kammerchor bin ich mal rausgegangen, weil der Leiter keine Ahnung von gesunder Stimm-Bildung hatte und Alle zwingen wollte möglcihst flach und klein zu klingen. Er selber war Counter-Tenor und klang wirklich wie ein Mini-Kastrat. Sowas schadet mir dann wirklich und dann ziehe ich die Bremse, obschon das Ensemble sehr interessante Sachen gemacht hat.
Mit meinem derzeitigen Chor, wo ich seit zwei Jahren singe, gibt es kein Problem. Der Chef lässt iene Assistentin meienr Lehrerin intensiv Stimmbildung mit uns machen und das ganze läuft total gesund und im richtgien Gleis für mich ab.
Ich falle nciht aus dem klang raus und lerne im Gegenteil eine Menge dazu.Ganz abgesehen von sehr netten menschlcihen Kontakten und gelegentlichen Soli.
Deine Frage muss also individuellvon Fall zu Fall entschieden werden.
Allerdings sollte man stets bedenken, dass musikalische Erfahrung für angehende Sänger nciht zu unterschätzen ist und die Kontakte erst Recht nicht!
Canti :hearts:


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BeitragVerfasst: 05.01.2007, 15:45 
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cantilene hat geschrieben:
Er selber war Counter-Tenor und klang wirklich wie ein Mini-Kastrat.



:lol: :n69: :totlach :lol boa wie fieß... das erinnert mich ein bissl an den freund von unsrer chorleiterin... der singt auch altus und wir kriegen jedes mal einen lachanfall wenn er im konzert sitzt und versucht, uns an die gähnvorstellung zu erinnern, in dem er den mund weit aufreißt... dann denken wir immer an seine einsing-übungen die auch sehr kastriert klingen...rofl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.01.2007, 16:01 
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cantilene hat geschrieben:
Er selber war Counter-Tenor und klang wirklich wie ein Mini-Kastrat.
Canti :hearts:


Mini-Kastraten stehen bei mir hier auf der Weide. :hearts:
Es kann ja nicht jeder Altus ein Andreas Scholl sein, aber der ein oder andere junge "Wilde" wie z.B. Alexander Schneider kommt schon nah dran.
Gerade höre ich jeden Tag Alex Potter in der Rolle des "Joachim" in der Händel-Oper "Susanna" : einfach nur wunderbar !!! Diese Kolloraturen, diese Verzierungen, dieser Stimmklang ... und im Duett mit "Susanna" ...

OK, ich weiß gehört nicht zum Thema, entschuldige mich dafür.

Liebe Grüße
Uralt


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