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BeitragVerfasst: 15.01.2017, 00:49 
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Liebe Contraalta,

weiter oben stand es schon:

"dass es Tenor singende Damen gibt, ist mir klar - aber Bass ? Ich vermute, die Damen singen dessen Tessitura in oktavierter Version ?!

Ciao. Ospite big_good night


Hallo ospite !

Du hast voll und ganz recht. Ich entschuldige mich für die falsche Ausdrucksweise :oops: .

LG Martina big_engel
"


Um im Chor Tenor zu singen muss man nicht unbedingt Kontraalt sein, ein "normaler" Alt mit dem für den Tenor benötigten Tiefen-Umfang tut es im Prinzip auch. Die Frage ist nur, wie wohl sich eine solche Stimme auf Dauer in der Tenorlage fühlt. Die Bass-Chorstimme wird, der oben zitierten Aussage nach, von den besagten Damen nicht in der originalen Bass-Stimmlage sondern eine Oktave höher gesungen. Somit wäre in diesem Chor der TENOR die tiefste Stimme - sofern er nicht ebenfalls eine Oktave höher gesungen wird, was ja auch sein kann.

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 15.01.2017, 01:08 
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Von der "Stimmbildung" im Chor halte ich persönlich nicht so viel, weil es - meiner Erfahrung nach - eben doch nur ein 08/15-Programm ist. Jede Stimme ist anders, heißt es doch sonst immer, für Kontraalt jedenfalls passt die Chor-Stimmbildung einfach überhaupt nicht.

In einem früheren Chor wurde dann auch mal Einzel-Stimmbildung eingeführt. Da hatte jeder 15 - in Worten: fünfzehn - Minuten Einzel-Stimmbildung. Da aber kapazitätsbedingt jeder nur einmal im Monat drankommen konnte, ist nicht wirklich etwas dabei heraus gekommen.

Ein sehr positives Beispiel von Chor-Stimmbildung ist mir von einer "Bachkantate zum Mitsingen" in Erinnerung. Die Probe hierfür begann zwar auch erst mal mit "allgemeinem" Einsingen, aber während der Probe gab es dann immer mal wieder Übungen genau passend zu dem, was gerade gesungen wurde, und da kam ich wirklich zu mehreren Aha-Erlebnissen.

Ansonsten frage ich mich aber, warum das Einsingen vor Konzerten und insbesondere morgens vor dem Gottesdienst immer viel kürzer ist als dasjenige zu Beginn der Chorprobe. Das kann ich keinen Chorleiter persönlich fragen. Vielleicht kann mir hier jemand Auskunft geben?

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BeitragVerfasst: 15.01.2017, 13:51 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Liebe Contraalta,

weiter oben stand es schon:

"dass es Tenor singende Damen gibt, ist mir klar - aber Bass ? Ich vermute, die Damen singen dessen Tessitura in oktavierter Version ?!

Ciao. Ospite big_good night


Hallo ospite !

Du hast voll und ganz recht. Ich entschuldige mich für die falsche Ausdrucksweise :oops: .

LG Martina big_engel
"


Um im Chor Tenor zu singen muss man nicht unbedingt Kontraalt sein, ein "normaler" Alt mit dem für den Tenor benötigten Tiefen-Umfang tut es im Prinzip auch. Die Frage ist nur, wie wohl sich eine solche Stimme auf Dauer in der Tenorlage fühlt. Die Bass-Chorstimme wird, der oben zitierten Aussage nach, von den besagten Damen nicht in der originalen Bass-Stimmlage sondern eine Oktave höher gesungen. Somit wäre in diesem Chor der TENOR die tiefste Stimme - sofern er nicht ebenfalls eine Oktave höher gesungen wird, was ja auch sein kann.



Ich wunderte mich, da in manchen meienr Chöre Altistinnen und Sopranistinnen zum kennenlernen der männlichen Stimmverläufe OKTAVIERT mitsingen. daher meine genaue Nachfrage. Es irritiert immer zeimlich, wenn oktaviert mitgesungen wird. Manche Chorleiter kritisieren das Oktaviere auch und möchten das nicht.


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BeitragVerfasst: 16.01.2017, 23:44 
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Andere Stimmen mitlernen schadet zumindest in musikalischer Hinsicht nie - und wenn die Damen die Männerstimmen mitlernen, dann quatschen sie wenigstens nicht nebenher und wissen dann auch, wo es wieder losgeht, wenn sie selbst wieder "dran" sind.

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BeitragVerfasst: 17.01.2017, 12:53 
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Bei uns im Chor (ich singe im Chor) gibt es immer das volle Programm:
Angefangen bei Aufwärmübungen mit Dehnen und Strecken zu fast schon sportlichen Übungen, über Abklopfen des Kopfes und anderer Körperteile und gegenseitigem Abklopfen und Massieren zu Lip-Trills, Einsingübungen und einmal kurz in die Höhe.
Das mag so sein, wie es empfohlen wird und im Lehrbuch steht, nur hab ich ab und an Rückenbeschwerden, Beschwerden in den Armen und so weiter, ich kann kaum die ganze Zeit stehen. Ich mache da zum Teil auch nicht mehr mit. Wenn ich sonst mich herunter vorbeuge, komme ich nachher nicht wieder hoch. Nein, no way!
Außerdem hatte ich mal nach so einer gegenseitigen Massage tagelang Schmerzen danach. Nein, nicht wieder!
Zusätzlich möchte der Chorleiter nicht, dass die 'tiefen' Stimmen, also Alt und Bass, mitsingen, wenn es in die Höhe geht. Aber ich brauch zum Aufwärmen auch einmal kurz die Höhe, da sing ich dann meist einfach kurz mit und hoffe, dass ich nicht auffalle. Meiner Ansicht nach treffe ich die Töne, also, who cares ...


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BeitragVerfasst: 18.01.2017, 13:57 
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contraalta hat geschrieben:
Manche Chorleiter kritisieren das Oktaviere auch und möchten das nicht.

Da singt der ganze Chor unisono die selbe Stelle, nicht nur die, die's eigentlich können sollten. Irgendwelche Leute singen's falsch. Wer war's jetzt? Jemand von denen, die's können sollten, oder jemand aus einer anderen Stimme? Muß man die Stelle nun nochmal üben oder nicht? Sofern es der Chorleiter aufgrund der Stimmgewalt der übrigen Stimmen überhaupt hört. Die, die's können sollten (kann ja sein, daß das nur sehr wenige sind, z.B. bei den Männern oder bei geteilten Stimmen), hängen sich an den ganzen großen "Restchor" an und es funktioniert suuuuper - sie müßen es ja auch nicht alleine können, sie singen einfach nur "mit".
Dann singen alle ihre Stimme alleine und nix klappt mehr. Weil: jeder (oder zumindest jede Stimme, wir sind ja bescheiden) muß seine Stimme alleine können, sogar gegen die übrigen Stimmen. Da hilft's überhaupt nichts, wenn andere Stimmen mitproben und auf diese Weise dem Chorleiter und den Sängern eine Pseudosicherheit vermitteln, die nicht existiert.
Sind es gute Sänger, dann brauchen die das nicht und sind es schlechte Sänger, überdeckt das nur die vorhandenen Mängel.
Im übrigen führt Oktavieren von hohen zu tiefen Stimmen (S/A bzw. T/B) und umgekehrt schon auch mal über die Grenzen der bei ungeschulten Chorsängern ohnehin nicht übermäßigen Tessitura (die tiefe Stimme fliegt unten raus, die hohe oben). Ich halte sowas für Quatsch und nicht zielführende Zeitverschwendung. Gemeindegesang in der Kirche läßt grüßen - da brauchts eine Mittellage, die alle noch können. Das haben wir bei Chorwerken aber nicht...
Einzige Ausnahme: Notengleich oktavierte Stellen in verschiedenen Stimmen, gleichzeitig oder zeitversetzt in der Partitur.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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BeitragVerfasst: 19.01.2017, 21:39 
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T M Pestoso hat geschrieben:
contraalta hat geschrieben:
Manche Chorleiter kritisieren das Oktaviere auch und möchten das nicht.

Da singt der ganze Chor unisono die selbe Stelle, nicht nur die, die's eigentlich können sollten. Irgendwelche Leute singen's falsch. Wer war's jetzt? Jemand von denen, die's können sollten, oder jemand aus einer anderen Stimme? Muß man die Stelle nun nochmal üben oder nicht? Sofern es der Chorleiter aufgrund der Stimmgewalt der übrigen Stimmen überhaupt hört. Die, die's können sollten (kann ja sein, daß das nur sehr wenige sind, z.B. bei den Männern oder bei geteilten Stimmen), hängen sich an den ganzen großen "Restchor" an und es funktioniert suuuuper - sie müßen es ja auch nicht alleine können, sie singen einfach nur "mit".
Dann singen alle ihre Stimme alleine und nix klappt mehr. Weil: jeder (oder zumindest jede Stimme, wir sind ja bescheiden) muß seine Stimme alleine können, sogar gegen die übrigen Stimmen. Da hilft's überhaupt nichts, wenn andere Stimmen mitproben und auf diese Weise dem Chorleiter und den Sängern eine Pseudosicherheit vermitteln, die nicht existiert.
Sind es gute Sänger, dann brauchen die das nicht und sind es schlechte Sänger, überdeckt das nur die vorhandenen Mängel.
Im übrigen führt Oktavieren von hohen zu tiefen Stimmen (S/A bzw. T/B) und umgekehrt schon auch mal über die Grenzen der bei ungeschulten Chorsängern ohnehin nicht übermäßigen Tessitura (die tiefe Stimme fliegt unten raus, die hohe oben). Ich halte sowas für Quatsch und nicht zielführende Zeitverschwendung. Gemeindegesang in der Kirche läßt grüßen - da brauchts eine Mittellage, die alle noch können. Das haben wir bei Chorwerken aber nicht...
Einzige Ausnahme: Notengleich oktavierte Stellen in verschiedenen Stimmen, gleichzeitig oder zeitversetzt in der Partitur.

Volle Zustimmung!
Man muß auch mal den Mund halten können!
Manchmal, wenn der Sopran probt, würde ich auch gerne mitsingen, und ich denke, dass ich die Tonhöhe auch treffen würde :), natürlich ohne irgendwie zu oktavieren! Aber nein, das geht gar nicht! Der Chorleiter will ja hören, ob die Sopransängerinnen ihre Stimme können und die Töne treffen können - und nicht irgendwelche anderen.
Also halte ich dann auch die Klappe ...


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