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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 01.07.2008, 09:24 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
@dola und uralt: Wenn ich mich richtig erinnere hattet Ihr unter gesang.de mal geschrieben dass Eure Sing-Obergrenze ursprünglich bei c''/d'' lag - wie in aller Welt habt Ihr damit denn SOPRAN gesungen????? :grübel Das ist doch auch für den Alt schon recht knapp bemessen... :n111:
LG AK-Kontraalt


Wie schon beschrieben : mit Halsschmerzen.
Und schön waren die Töne auch nicht : gequetscht, gedrückt, teilweise auch gar nicht da. :n31: :ruhe: :abgelehnt
Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 01.07.2008, 11:58 
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Hallo

ich hab mal eine gan andere Frage, die zwar für mich heute nicht mehr relevant ist, mich aber doch beschäftigt. Wie erklärt ihr euch das Phänomen, dass jemand (wie ich *g*) im Chor ersten Sopran sang, sich da auch pudelwohl fühlte, nie Halsschmerzen hatte und ohne Schwierigkeiten ein hohes b oder c singen konnte, im Einzelunterricht aber mit der Höhe definitive Probleme hatte. Heute weiß ich, dass letzteres an technischen Mängeln lag, aber offenbar hatte ich diese Schwierigkeiten beim Chorsingen ja nicht. Ich hatte damals einfach das Gefühl, dass mich die Gemeinschaft "mitreißt" und ich mir wengier Gedanken gemacht habe, sondern einfach nur gesungen habe, mir im Unterricht aber viel zu sehr den Kopf zerbrochen habe, so dass ich da vielleicht auch blockiert war.

Heute freue ich mich ja auch im Einzelunterricht meistens auf die hohen Töne (es sei denn, man muss aus dem Stand einen hohes a oder b auf dem Vokal i singen - vielen Dank, Signore Verdi *g*) , aber damals hatte ich definitiv Höhenangst. Nur eben nicht im Chor.

LG

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 08:23 
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Eine Erklärung dafür warum man bestimmte Töne alleine nicht singen kann die man im Chor problemlos erreicht habe ich auch nicht. Aber es ist generell einfach so dass vieles alleine sehr viel schwerer fällt als "im Schutze der Masse". Auch das Singen überhaupt: Viele Menschen, auch viele (Laien-)Chorsänger, bringen ja alleine gar keinen Ton heraus... :n129: Im Chor ist ein a' für mich überhaupt kein Problem, im GU dagegen sehr wohl, und zu Hause bekomme ich es überhaupt nicht hin. Was soll's. Ich habe beschlossen es zu akzeptieren.

Um wieder die Brücke zu den Chorleitern zu schlagen: Die können einem zwar sagen was sie haben wollen, aber nicht was man tun muss um es auch so hinzubekommen. Das Ausgangsthema "Erfahrungen mit Chorleiter(innen) ließe sich somit auch noch erweitern um das Thema "Erfahrungen mit chorischer Stimmbildung". Mein ganz kurzer Kommentar hierzu: :n86:

LG AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 08:46 
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Ach, da fällt mir gerade noch so etwas "schönes" ein:

Stellprobe für's Konzert. Herr Chorleiter bestimmt darüber wer wo zu stehen hat, die Sänger dürfen sich das nicht selbst aussuchen. Das Ergebnis seiner Anweisungen: In der ersten Reihe steht jemand der fast zwei Meter groß ist, direkt dahinter werde ICH platziert, der ich vierzig Zentimeter kleiner bin. :n95: Auf Lücke stehen bringt so natürlich auch nichts. Ärgerlicher Kommentar des Chorleiters wenig später: "AK, ich sehe Dich nicht!". Welch eine Logik! Erst als ich gedroht habe das Konzert nicht mitzusingen "durfte" ich mich woanders hinstellen. Ein "Machtkampf" der meines Erachtens überhaupt nicht hätte sein müssen. :bash

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 02.07.2008, 09:29 
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Hallo AK Kontra-Alt,

das ist in der Tat absurd. In meinem Chor war bei der Aufstellung nicht der Chorleiter das Problem, sondern einige andere Damen aus dem Sopran. Die mokierten ich nämlich darüber, dass ich und eine Freundin von mir in der erste Reihe standen und sie nichts sehen würden. Es war wohl auch etwas ungünstig, dass wir mit unseren ca. 1,80 m vorne standen (wo uns der Chorleiter haben wollte) , aber als wir dann anboten, zu tauschen, wollten die betreffenden Damen auch nicht in die erste Reihe. Anscheinend gehörten sie zu den Menschen, die immer irgendwas zum Meckern brauchen.


LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 03.07.2008, 12:52 
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[quote="AK-Kontraalt"]

Stellprobe für's Konzert. Herr Chorleiter bestimmt darüber wer wo zu stehen hat, die Sänger dürfen sich das nicht selbst aussuchen. Das Ergebnis seiner Anweisungen: In der ersten Reihe steht jemand der fast zwei Meter groß ist, direkt dahinter werde ICH platziert, der ich vierzig Zentimeter kleiner bin.

Hallo AK-Kontraalt,
genau dieses Problem gibt es bei uns auch. Sagen wir mal so, wir haben eben Sängerinnen, die sich dieses Recht einfach herausnehmen und unser Chorleiter akzeptiert es so, weil da so eine spezielle Freundschaft besteht.
Aber es ist nicht möglich, jemanden in den Rücken zu singen. Das ist äußerst schwierig, zum anderen, wohin mit den Noten. Ganz abgesehen davon, was gibt das für ein Bild für die Zuhörer, wenn die Größenverhältnisse so ungleich sind.

Das ist auf jeden Fall ein Grund, ein Konzert nicht mitzusingen.
LG
dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 07.07.2008, 09:15 
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Octaviane: mir gings immer genauso. Ich bin im Chor immer mutiger gewesen als alleine (auch motiviert dadurch, dass ich besser war als der Durchschnitt) UND viele Technikfehler hoert man ja erst wenn man alleine singt - ich glaub auch nicht, dass mein Chor-a'' oder -b'' je solotauglich gewesen waere, viel zu eng usw. aber fuer den Chorgesang reichts, also hatte ich da nie ernsthafte Hoehenprobleme - weil die Ansprueche (vom Chorleiter aber auch von mir selbst) ganz andere waren :pfeif:

Ein paar Ausnahmen gabs aber trotzdem - zB die "flammis acribus addictis" im Mozart-Requiem (war doch Mozart, mit den abgesetzten Staccato-Toenen auf a''? *grusel*)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 10.07.2008, 10:17 
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dola hat geschrieben:
Er hat sich in der Probe auch zu dieser Maßnahme geäußert. Er wolle diesen aus Männer- und Frauenstimmen gemischten Klang im Tenor und die Abrundung, die daraus entsteht. Als Notlösung, weil die Jungs etwa nicht genug seien etc. war das keinesfalls gedacht.
dola


Ich darf hier noch anfügen, dass der nicht-genug-zu-verehrende Max Frey aber auch immer gesagt hat, dass die Tenösen nicht immer und überall eine klangliche Verbesserung darstellen. Es gibt Literatur, wo Tenösen den Tenorklang bereichern, es gibt aber auch genug, wo das eben nicht angezeigt ist.
Gruß und Kuss, der Frey-Fan musencus


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 10.07.2008, 11:38 
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Ich hatte im letzten Jahr das Glück, ein Probenwochenende mit Prof. Max Frey zu erleben.
Ich kann sagen, es war einfach nur angenehm, mit ihm zu singen.
LG
dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 11.08.2018, 00:56 
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musencusmuc hat geschrieben:
dola hat geschrieben:
Er hat sich in der Probe auch zu dieser Maßnahme geäußert. Er wolle diesen aus Männer- und Frauenstimmen gemischten Klang im Tenor und die Abrundung, die daraus entsteht. Als Notlösung, weil die Jungs etwa nicht genug seien etc. war das keinesfalls gedacht.
dola


Ich darf hier noch anfügen, dass der nicht-genug-zu-verehrende Max Frey aber auch immer gesagt hat, dass die Tenösen nicht immer und überall eine klangliche Verbesserung darstellen. Es gibt Literatur, wo Tenösen den Tenorklang bereichern, es gibt aber auch genug, wo das eben nicht angezeigt ist.
Gruß und Kuss, der Frey-Fan musencus


"nicht immer (...) eine klangliche Verbesserung" ist jedoch nicht mit einer Verschlechterung gleichzusetzen. Sollten Tenorinnen den Klang nun wirklich verschlechtern, halte ich es nicht für gut, sie als solche einzusetzen. Aber, wenn der Klang genauso bleibt, wie er ohne Tenorinnen wäre, spricht doch auch nichts gegen Frauen im Tenor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 14.08.2018, 15:14 
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Octaviane hat geschrieben:
Hallo

ich hab mal eine gan andere Frage, die zwar für mich heute nicht mehr relevant ist, mich aber doch beschäftigt. Wie erklärt ihr euch das Phänomen, dass jemand (wie ich *g*) im Chor ersten Sopran sang, sich da auch pudelwohl fühlte, nie Halsschmerzen hatte und ohne Schwierigkeiten ein hohes b oder c singen konnte, im Einzelunterricht aber mit der Höhe definitive Probleme hatte. Heute weiß ich, dass letzteres an technischen Mängeln lag, aber offenbar hatte ich diese Schwierigkeiten beim Chorsingen ja nicht. Ich hatte damals einfach das Gefühl, dass mich die Gemeinschaft "mitreißt" und ich mir wengier Gedanken gemacht habe, sondern einfach nur gesungen habe, mir im Unterricht aber viel zu sehr den Kopf zerbrochen habe, so dass ich da vielleicht auch blockiert war.

Heute freue ich mich ja auch im Einzelunterricht meistens auf die hohen Töne (es sei denn, man muss aus dem Stand einen hohes a oder b auf dem Vokal i singen - vielen Dank, Signore Verdi *g*) , aber damals hatte ich definitiv Höhenangst. Nur eben nicht im Chor.

LG

Octaviane



Bei mir ist es ganeu umgekehrt: Im Unterricht funktionierte die Höhe einwandfrei bis fast c´´´, im Chor nur bis d´´, jetzt inzwischen auch bis g´´, aber im Chor ist es für mich schon ab c´´ hoch, im Unterricht beginnt es erst Freude zu bereiten, sobeald es höher als g´´ wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit ChorleiterInnen
BeitragVerfasst: 04.09.2018, 21:48 
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Uralt hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:
@dola und uralt: Wenn ich mich richtig erinnere hattet Ihr unter gesang.de mal geschrieben dass Eure Sing-Obergrenze ursprünglich bei c''/d'' lag - wie in aller Welt habt Ihr damit denn SOPRAN gesungen????? :grübel Das ist doch auch für den Alt schon recht knapp bemessen... :n111:
LG AK-Kontraalt


Wie schon beschrieben : mit Halsschmerzen.
Und schön waren die Töne auch nicht : gequetscht, gedrückt, teilweise auch gar nicht da. :n31: :ruhe: :abgelehnt
Grüße
Uralt



Liebe Uralt,

machtest Du Dir nicht Gedanken, ob das gesund ist? Wenn die Lage so ist, daß ich quetschen oder drücken muß oder sogar Töne FEHLEN müssen, wechsle ich die Stimmgruppe.

Viele Grüße,

musicissima


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