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 Betreff des Beitrags: Chorgehalt
BeitragVerfasst: 02.09.2006, 14:18 
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Sagt mal, wisst ihr zufällig, wie viel ein Laienchor in einer Oper für einen Auftritt bekommt? Ich singe nämlich gerade in einer Oper mit, aber in dem Chor (obwohl die alle Gesangsstunden nehmen, nennen sie sich selbst noch Laienchor). Ich will nur wissen, womit ich rechnen könnte. Klar, das kommt immer darauf an, welche Oper, wie oft gespielt und wie viel Geld da ist. Aber so eine Schätzung über den Daumen wäre sehr hilfreich!


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BeitragVerfasst: 02.09.2006, 15:04 
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Wieso fragst du nicht einfach die Verwantwortlichen? Laienchorauftritte sind ja (zumindest bei uns) zum allergrößten Teil unbezahlt. Die paar Male, wo ich etwas bekommen habe, warens 20€ pro Abend oder so.


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BeitragVerfasst: 02.09.2006, 16:46 
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Fliu hat geschrieben:
Laienchorauftritte sind ja (zumindest bei uns) zum allergrößten Teil unbezahlt.


Ja, Fliu,

so ist das bei uns meist auch.
Wir Chorsänger sind die Angeschmierten...
Wir müssen ja froh sein, daß wir nichts bezahlen müssen dafür, daß wir singen.

Wenn es mal etwas gibt für den Chor, ist die Zahl stets recht geheim - zumindest bei uns. (Geht in die Kasse.) Ich weiß nicht, ob's eine Eigenart meiner Chorleiter ist oder mit dem Honorargeheimnis zusammenhängt. Man braucht schon einen guten Draht, um Zahlen zu erfahren. Diese streuen sehr.

Wenn wir mit unserem kl. Chor (10 Pers.) Engagements haben auf Tagungen oder so, kriegen wir im Schnitt 300 €. Für den Gesamtchor. Nicht pro Person.

Die Sänger des hiesigen Extrachores an der Oper bekommen einen festen Betrag/Anwesenheit in der Probe und einen höheren Betrag/Anwesenheit bei einer Aufführung.
In solch einem Chor scheinst Du, sopranist, ja zu singen. Hast Du nicht gefragt, bevor Du zugesagt hast?

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 02.09.2006, 17:20 
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Wenn der Chor als Chor engagiert wurde (und nicht einzelne Chorsänger), wird eine Gage normalerweise auch dem Chor ausbezahlt und geht an die üblicherweise sowieso notleidende Chorkasse. So geht das bei uns, wenn wir vom Symphonie-Orchester engagiert werden.

Etwas anders ist die Situation, wie Emmy schon erwähnt hat, beim Extrachor eines Theaters oder Opernhauses. Da erkundigst Du Dich am Besten bei der Chorleitung, denn das wird je nach Grösse des Hauses sehr unterschiedlich gehandhabt.


Gruss
lucicare :Sonne


PS: Emmy, wir blöden Laienchorsänger bezahlen ja mit dem Jahresbeitrag durchaus dafür, singen zu dürfen.... :sad:


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BeitragVerfasst: 02.09.2006, 18:11 
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lucicare hat geschrieben:
Emmy, wir blöden Laienchorsänger bezahlen ja mit dem Jahresbeitrag durchaus dafür, singen zu dürfen....


Nee, lucicare, selbst bezahlen muß ich zum Glück nichts.
Bei meinen Chören sind es die Träger, Sponsoren und "sonstige Quellen", die angezapft werden. Ich glaube, wir sind da nicht ganz ungeschickt...

Und trotzdem...
Manchmal - wenn ich in der richtigen Stimmung bin - finde ich durchaus, daß der Chor immer schlecht behandelt wird: der Leiter des Chores darf sich zwar seinen Stundenlohn nicht ausrechnen, aber er erntet Ruhm und Ehre und kann dies in seine vita schreiben und bei Verhandlungen hier und dort in die Waagschale werfen, Orchester und Solisten bekommen Geld, Und der Chor? Bestenfalls 'nen feuchten Händedruck. Aber irgendwie scheint's ja Spaß zu machen...
Ab und an gerät mein einer Chorchef in Jammerstimmung, weil er so schlecht bezahlt wird auf die Stunde umgerechnet. Ich sag' dann immer: sei froh, daß Du uns nicht mit 3,50€/Std. bezahlen mußt. Dieser Spruch verursacht jedesmal aufs Neue eine Irritation.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 03.09.2006, 09:36 
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@ Sopranist, meinst du Extra-Chor, also bist du als Einzelperson engagiert ? Oder seid ihr als Chor engagiert ?

Also in Deutschland ist die Bezahlung der Extra-Chöre HÖCHST unterschiedlich. An den großen Theatern ist es schon recht gut, an kleinen Theatern reichts meistens grad mal für die Fahrtkosten ( wenn überhaupt ). Wie Emmi schon schrieb, für die Proben gibts je nach Länge und Art der Probe unterschiedliche Beträge, ebenso für die Vorstellungen. Und Emmi da hast du Recht, alles ist immer "top secret", zumindest offiziell. :n129:

Ich singe auch im E-Chor. Wir sind nicht als Chor organisiert ( mit Vorstand etc.) haben aber einen "Organisations-Chef" innerhalb des Chores, der auch als Verbindungsmann zur Intendanz und Verwaltung fungiert. Und der macht auch die Abrechnungen und hat auch schonmal mit der Intendanz eine "Gehaltserhöhung" ( "Gehalt" :roll: ) vereinbart.

Liebe Grüße
Uralt


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BeitragVerfasst: 03.09.2006, 10:32 
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Uralt hat geschrieben:
...E-Chor ... "Organisations-Chef" ... Und der macht auch die Abrechnungen und hat auch schonmal mit der Intendanz eine "Gehaltserhöhung" ( "Gehalt" :roll: ) vereinbart.


Genau das haben die Chorsänger des hiesigen Theaters auch versucht.
Auf das Ansinnen einer Erhöhung der Aufwandsentschädigung wurde dem Chorvertreter mitgeteilt: "Wem's nicht paßt, der kann gehen..."
Was passierte dann??? Es ging der Vorstand und ein einziger(!) Getreuer mit ihm...

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 03.09.2006, 12:34 
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Nein, wir sind als Chor engagiert, auch wenn nur knapp die Hälfte eigentlich zum Chor selbst gehört, die anderen wurden von der Chorleiterin dazugeholt... als Aushilfe. Na ja, es ist kein großes Opernhaus... es ist gar kein Opernhaus. Wir führen die Oper im Wiener Museumsquartier auf (was auch immer das nun genau sein mag... Bühne für alles Mögliche und Unmögliche).

Nagut, dann werde ich mal mit gar nichts rechnen und bestenfalls mit einer kleinen "Dankesgage". Der Chor wird ja immer schnell vergessen.. obowhl wir in dieser Oper ja DIE tragende Rolle spielen... :n111:


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BeitragVerfasst: 03.09.2006, 12:45 
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Hallo,

über dieses Thema habe ich mich in meiner Chorzeit auch lange genug geärgert ohne Aussicht, in diesem Rahmen was ändern zu können und bin froh, u.a. auch diesen Aspekt ausgeprägter Ungerechtigkeit vom Hals zu haben.

Wenn man Gesangsunterricht nimmt und sich mehr einbringt als nur so mal hingehen und dann wie letztere beahndelt wird und ggf. noch zahlen soll, um singen zu dürfen, dann ist das auf Dauer nicht mehr hinnehmbar und wenn ich euch so zuhöre, besteht hier weit und breit keine Aussicht auf Besserung.

Ich selber mache nur noch Choraushilfe, wenn es mal einsteht, und das nur gegen Bezahlung.

Liebe Grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 03.09.2006, 22:40 
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EmmyNoether hat geschrieben:
"Wem's nicht paßt, der kann gehen..."
Was passierte dann??? Es ging der Vorstand und ein einziger(!) Getreuer mit ihm...

Gruß v. Emmy


Hm ja, das kenn ich auch, das "Wems nicht paßt ..." kriegen wir bei allem zu hören, was wir ( und wenns auch nur ganz leise ist ) zu beanstanden haben.
Da hatte unser Organisationschef entweder ein gutes Händchen oder hat grade die richtige Stimmung abgepaßt oder Hilfe von oben, es hat geklappt. Wird jetzt aber sicher für die nächsten 20 Jahre sein. :bravo:

Liebe Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.09.2006, 23:08 
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Hallo Sopranist!

Heuer im März habe ich im Festspielhaus St.Pölten im Chor gesungen, der nur für diese Veranstaltung aus 3 Einzelchören zusammengestellt worden war, und zwar "Fidelio" mit dem Tonkünstlerorchester NÖ.

Unsere "Gage": Fahrtkosten, also Bus zu den Proben und zu den Auftritten, Getränke und Buffet beim Premierenempfang... :lol:

Wollte mich jetzt aber nicht beklagen, denn es war eine tolle Erfahrung und wir hatten viiiel Spaß! Aber zum Glück muss ich nicht von meinen Auftritten leben...

LG
C.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.09.2006, 19:44 
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Danke nochmals für die Antworten! Mittlerweile spielen wir nicht mehr und die Gage ist ein Thema, von dem sowieso keiner was weiß. Macht aber nichts, weils eben Spaß gemacht hat.
Mich stört es wegen der Gage gar nicht mehr, da ich jetzt einen Chor gefunden habe, in welchem das Singen großen Spaß macht. Wer weiß, vielleicht sing ich bei denen fix mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chorgehalt
BeitragVerfasst: 11.06.2018, 01:13 
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sopranist hat geschrieben:
Sagt mal, wisst ihr zufällig, wie viel ein Laienchor in einer Oper für einen Auftritt bekommt? (...)


Freunde und Freude bekommt man, aber kein Geld.
Natürlich bekommt man als Amateursänger keinen Cent. Weshalb auch? Es ist ja nicht unser Beruf, mit dem wir Geld verdienen.

Spielst Du in Deiner Freizeit im Handballverein (oder x-beliebige andere Amateursportart), mußt Du sogar Vereinsbeitrag bezahlen, bekommst für die Turnierspiele aber auch kein Geld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chorgehalt
BeitragVerfasst: 11.06.2018, 09:31 
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musicissima hat geschrieben:
Natürlich bekommt man als Amateursänger keinen Cent. Weshalb auch? Es ist ja nicht unser Beruf, mit dem wir Geld verdienen.

Das stimmt so nicht. Ich habe auch als Chorsängerin in manchen Fällen schon Geld bekommen; tritt man als SolistIn auf, bekommt man durchaus auch als Laie etwas. Es ist nur mager, den Stundenlohn oder gar eine Kosten-Nutzen-Rechnung darf man nicht machen. Und die Leuteim Extrachor sind i.d.R. auch Amateure in dem Sinn, dass sie das nicht beruflich machen.

In der Regel bekommt man als ChorsängerIn aber wenig bis nichts - Freikarten vielleicht, vielleicht mal einen Abend Catering.

Aber man lernt tolle Leute kennen, lernt unheimlich viel dazu und hat den Spaß.

_________________
Viele Grüße
Monika


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