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BeitragVerfasst: 10.10.2014, 18:31 
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Hallo zusammen,
ich hab ja bisher nicht die große Chorerfahrung (singe seit 1-2 Jahren mit),
aber mit dem Einsatz habe ich so desöfteren meine Problemchen ...
Irgendwie habe ich oft das Gefühl, der Einsatz kommt zu spät.
Beispiel: 4/4-Takt, Chorleiter zählt einen Takt voraus (oder zeigt einen Takt voraus an) -
und der Stimmeinsatz (eigentlich auf der 1) kommt gefühlt auf die 2!
Kennt das noch jemand?
Was kann ich da tun, bzw. was mache ich falsch?
Ich halte mich da jetzt meist zurück und warte, dass die anderen einsetzen - aber das kann es doch auch nicht sein!?!?
Habt Ihr Tipps für mich?

Ach so, zur weiteren Erklärung: ich hab als Jugendliche in einem Orchester gespielt, und da mußten die Einsätze sehr exakt nach dem Taktschlag des Dirigenten kommen. Wenn wir einen Chor begleiteten, gab es auch immer so ein Problem mit dem Einsatz, und der Dirigent hat das oft 'abgewartet'.

Also, was kann ich tun, damit ich den richtigen Einsatz besser bekomme?


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BeitragVerfasst: 11.10.2014, 11:58 
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Hallo, Sivieann,

wahrscheinlich kann zu dieser Frage eine Antwort die Sache nur sehr verkürzt darstellen, jedoch naheliegend wäre zu sagen, dass die Simme als Instrument eingesetzt ist und somit die gleichen Regeln wir im Orchester gelten (Einsatz mit den Dirigierschlägen. Mitzählen ist im Chor genauso wichtig. Kennst du ja aus dem Orchester auch.

Ich weiß, viele ChorsängerInnen sind sich dessen nicht so recht bewusst. Wenn es nach deinem Empfinden dabei "klappert", kann das sowohl an dir als auch an den MitsängerInnen liegen. Auf der sicheren Seite ist jedoch jede/r, der es so handhabt, wie im Orchester.

Die Fehlerquellen sind weit gestreut: Zählfehler, wenig musikalisches Bewusstsein, die Stimme springt bei jemandem nicht auf dem Punkt an. Notenwerte und Pausen zu kennen im Stück macht auf jeden Fall Sinn.

LG

Dola


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BeitragVerfasst: 11.10.2014, 15:39 
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Es ist einfach von Dirigent zu Dirigent unterschiedlich, meine ich. Ich kenne genügend Dirigenten, die exakt auf den Punkt dirigieren, aber ich habe auch durchaus schon einige Dirigenten gesehen, die einen halben bis ganzen Schlag vordirigieren. Kurt Masur ist so ein Beispiel. Heißt: Du mußt Dich darauf einstellen, wie Dein Dirigent es haben will. Ich persönlich mag es lieber, wenn das Dirigat auf den Punkt ist. Wenn der Dirigent aber vorgibt, kann er viel leichter bestimmte Effekte und Betonungen anzeigen, die dann von den Musikern umgesetzt werden können. Das kann auch seine Vorteile haben.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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BeitragVerfasst: 12.10.2014, 09:28 
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Silvieann hat geschrieben:
Beispiel: 4/4-Takt, Chorleiter zählt einen Takt voraus (oder zeigt einen Takt voraus an) -
und der Stimmeinsatz (eigentlich auf der 1) kommt gefühlt auf die 2!
Kennt das noch jemand?
Was kann ich da tun, bzw. was mache ich falsch?
Ich halte mich da jetzt meist zurück und warte, dass die anderen einsetzen - aber das kann es doch auch nicht sein!?!?


Kommt vor, ja. Auch Chorleiter schwächeln manchmal und geben nicht sauber, dann ist der Einsatz schwierig.
Warten auf keinen Fall, weil wenn alle auf die anderen warten, verbessert das den Einsatz mit Sicherheit nicht. Vorbereitet sein, nicht erst atmen, wenn der Takt anfängt, sondern davor, Tonvorstellung im Kopf haben und dann auf Punkt lossingen. Gut ist, wenn man die ersten Takte (oder noch besser das ganze Lied) auswendig kann, dann muss man nicht auf's Blatt schauen.

Wenn man selber sicher einsetzt, zieht das andere, langsamere oft mit und sie gewöhnen sich dran. Besser mal einen Ton versemmeln durch zu frühes Einsetzen (am besten in der Probe ;) ) als ständig zu warten und zu spät zu kommen, was dann oft genug das Stück schleppend macht.

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 06.01.2019, 22:49 
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Silvieann hat geschrieben:
Hallo zusammen,
ich hab ja bisher nicht die große Chorerfahrung (singe seit 1-2 Jahren mit),
aber mit dem Einsatz habe ich so desöfteren meine Problemchen ...
Irgendwie habe ich oft das Gefühl, der Einsatz kommt zu spät.
Beispiel: 4/4-Takt, Chorleiter zählt einen Takt voraus (oder zeigt einen Takt voraus an) -
und der Stimmeinsatz (eigentlich auf der 1) kommt gefühlt auf die 2!
Kennt das noch jemand?
Was kann ich da tun, bzw. was mache ich falsch?
Ich halte mich da jetzt meist zurück und warte, dass die anderen einsetzen - aber das kann es doch auch nicht sein!?!?
Habt Ihr Tipps für mich?

Ach so, zur weiteren Erklärung: ich hab als Jugendliche in einem Orchester gespielt, und da mußten die Einsätze sehr exakt nach dem Taktschlag des Dirigenten kommen. Wenn wir einen Chor begleiteten, gab es auch immer so ein Problem mit dem Einsatz, und der Dirigent hat das oft 'abgewartet'.

Also, was kann ich tun, damit ich den richtigen Einsatz besser bekomme?




O je! Es macht mich ganz irre, wenn nicht auf den Schlag gesungen wird! Solchen Chören kehre ich nach der ersten Probe den Rücken zu.
Ich fragte mich immer, ob das an deren Musikalität liegt. Ich singe immer in mehr oder minder guten Amateurchören.


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BeitragVerfasst: 07.01.2019, 14:46 
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Silvieann hat geschrieben:
Ich halte mich da jetzt meist zurück und warte, dass die anderen einsetzen

Haja: Wenn das alle (oder auch nur ein hinreichender Prozentsatz) machen - da brauchst Du Dich nicht wundern, wenn der Einsatz verspätet kommt...
Der Dirigent kann den Einsatz nur geben: Auf die tatsächliche Ausführung hat er in der Aufführungssituation keinen Einfluß

Dafür hat schon jeder selber die Verantwortung - vor allem diejenigen, die es "können". Ein Orchestermusiker zählt schon mal 39 Takte durch und setzt dann auf der "1und" ein, auch ohne explizite Aufforderung durch den Dirigenten - der Chorsänger wartet auf ein "Zeichen"? Nur: der Dirigent könnt's durchaus mal vergessen, einer bestimmten Gruppe explizit den Einsatz zu geben - oder er ist gerade mit einer anderen Gruppe beschäftigt. Und wenn er vorausdirigiert, dann muß man sowieso selber zählen - oder es "im Gefühl haben".

Wenn er's aber schon korrekt gibt, dann bitte auch korrekt einsetzen und nicht auf die anderen warten. Heißt für die Sänger: VORHER einatmen (und den Ton bereits quasi "in der Kehle" haben) - und nicht erst, wenn der Einsatz kommt. Dann ist es zu spät. Der Organist hat ja auch seine Finger bereits vorher in Position und legt sie nicht erst dann auf die Tasten, wenn er eigentlich schon dran wäre.

Wenn nur ein paar oder sogar nur eine/r überzeugt einsetzen, folgt der Chor normalerweise.

Es ist allerdings in der Verantwortung des Chorleiters (nicht: des Dirigenten. Das sind nicht notwendigerweise ein und dieselbe Person!), das in den Proben ausreichend zu thematisieren - und gegebenenfalls zu üben.

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BeitragVerfasst: 07.01.2019, 23:07 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Dafür hat schon jeder selber die Verantwortung - vor allem diejenigen, die es "können". Ein Orchestermusiker zählt schon mal 39 Takte durch und setzt dann auf der "1und" ein, auch ohne explizite Aufforderung durch den Dirigenten - der Chorsänger wartet auf ein "Zeichen"?
Ne. Nur als Sopran. Vielleicht noch als Tenor und Bass? Weil als Alt gilt:
T M Pestoso hat geschrieben:
der Dirigent könnt's durchaus mal vergessen, einer bestimmten Gruppe explizit den Einsatz zu geben
T M Pestoso hat geschrieben:
Wenn nur ein paar oder sogar nur eine/r überzeugt einsetzen, folgt der Chor normalerweise.
Sogar dann, wenn der überzeugte Einsatz vekehrt war :pfeif: big_engel

Es macht sich übrigens auch gut, wenn auf den Schlag schon der Vokal tönt...

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Viele Grüße
Monika


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BeitragVerfasst: 09.01.2019, 11:23 
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moniaqua hat geschrieben:
Sogar dann, wenn der überzeugte Einsatz vekehrt war :pfeif: big_engel

soll vorkommen...

moniaqua hat geschrieben:
Es macht sich übrigens auch gut, wenn auf den Schlag schon der Vokal tönt...

wär' ned schlecht...
Aber dazu muss man ja selben wissen, wann der Einsatz kommt - nee, geht gar nicht...

moniaqua hat geschrieben:
Ne. Nur als Sopran. Vielleicht noch als Tenor und Bass? Weil als Alt gilt: [...]

Ja, wenn wir den Sopran nicht hätten, tät niemand richtig einsätzen. (Wieso hat das die neue recht Schreibung nicht geändert? kommt doch von "Satz"?) Aber zählt das nicht als Diskriminierung..? Politisch korrekt wäre dann, auf des Wort "Alt" zu verzichten und irgendwas wie "höhere Mittelstimme" oder so zu schreiben... weil: genderspezifisch geht ja auch nicht... big_denken

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BeitragVerfasst: 14.01.2019, 23:34 
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Ja, beim Einsatz - einsätzen - dein Argument ist trefflich.
Alle "großen" Dirigenten dirigieren vor - und Könner wissen das und fühlen das Ausmaß genau. Wunderbar anzuhören, wenn beim Schlussakkord abgewunken wird und nach diesem Komma der Akkord präzise von allen Mitgliedern gleich aufgefasst und beendet wird.
Wünsche allseits lustvolles Musizieren!
alfredo

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BeitragVerfasst: 15.01.2019, 01:08 
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alfredo hat geschrieben:
Ja, beim Einsatz - einsätzen - dein Argument ist trefflich.
Alle "großen" Dirigenten dirigieren vor - und Könner wissen das und fühlen das Ausmaß genau. Wunderbar anzuhören, wenn beim Schlussakkord abgewunken wird und nach diesem Komma der Akkord präzise von allen Mitgliedern gleich aufgefasst und beendet wird.
Wünsche allseits lustvolles Musizieren!
alfredo


Ja, das ist Ansichtssache, doch wie erwähnt im Weihnachtsoratorium opernhaft gesungen, passt eben nicht. Es müssen ja keine Piepsstimmen sein, aber auch keine Gewaltstimmen, die dann die anderen Solisten total übertönen, so gehört im WO, besonders im Rezitativ.

In einem Requiem von Verdi oder ähnlich, wären feine, kleine Stimmen natürlich nicht ausreichend, die Besetzung muss eben ausgewogen und passend für die großen Werke sein.

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BeitragVerfasst: 15.01.2019, 15:36 
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das ist, glaub ich, die Antwort auf den anderen Faden, den mit dem Klang....

Daß der Schluß vordirigiert wird, kann man so nicht verallgemeinern. Viele die ich kenne, dirigieren zwar vor, der Schluß ist dann aber tatsächlich Schluß.

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BeitragVerfasst: 17.01.2019, 19:27 
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alfredo hat geschrieben:
Alle "großen" Dirigenten dirigieren vor - und Könner wissen das und fühlen das Ausmaß genau. Wunderbar anzuhören, wenn beim Schlussakkord abgewunken wird und nach diesem Komma der Akkord präzise von allen Mitgliedern gleich aufgefasst und beendet wird.

Machen das echt alle? Aber an sich egal, dafür hat man doch die Proben, dass man ins Gefühl bekommt, wie dirigiert wird.

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BeitragVerfasst: 17.01.2019, 19:32 
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moniaqua hat geschrieben:
alfredo hat geschrieben:
Alle "großen" Dirigenten dirigieren vor - und Könner wissen das und fühlen das Ausmaß genau. Wunderbar anzuhören, wenn beim Schlussakkord abgewunken wird und nach diesem Komma der Akkord präzise von allen Mitgliedern gleich aufgefasst und beendet wird.

Machen das echt alle? Aber an sich egal, dafür hat man doch die Proben, dass man ins Gefühl bekommt, wie dirigiert wird.

viele...
naja sagen wir's mal so: der typische CHOR-Dirigent dirigiert auf'n Schlag
(aber die gehören selten zu den "Großen"...)

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