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 Betreff des Beitrags: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 28.04.2013, 18:46 
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Wie ich in meinem Vorstellungsthread geschrieben habe, singe ich in einem Laienensemble. Kurz dazu die Eckdaten:
2002 gegründet (damals habe ich Alt gesungen, seit Anfang 2007 durch mehrere Umstände endlich Sopran)
Leitung: A-Kirchenmusiker
derzeitige Besetzung: drei Sopran, zwei Alt, zwei Tenor, drei Bass.
Der Leiter hat eine sehr gut ausgebildete Stimme (lyrischer Bariton), springt häufiger in den Bass. Die echte Altistin (die andere ist Mezzospran) nimmt seit neuestem Unterricht bei demselben Lehrer wie ich. Eine weitere Sopranistin hat genau so lange Unterricht wie ich (also 6 Jahre), ist aber lyrisch veranlagt. Alle anderen machen über das Chorsingen hinaus nichts mit ihrer Stimme.

Und genau da fangen die Probleme an. Da ich ja doch über eine etwas größere Stimme verfüge, findet Dynamik bei mir in etwas anderen Dimensionen statt als bei den anderen. Beispiel (schon einige Zeit her): Rheinberger, Abendlied. Ich singe dabei den ersten Sopran alleine, wie immer, wenn der Sopran geteilt wird. Rheinberger verlangt ein piano auf f2. Ich mache alles ganz brav, singe randstimmig, für meine Verhältnisse ein ordentliches piano - und der Chorleiter kommentiert: "Der erste Sopran ist zu laut!"
???
Am nächsten Tag nehme ich das Stück mit in den Unterricht, mache alles genau so wie in der Probe. Der Gesanglehrer war absolut zufrieden. Nächste Probe: Ich mache alles so wie im Unterricht. Wieder: "Der Sopran 1 ist zu laut!" Na gut, dann ist es eben so. Müssen die anderen halt ein wenig mehr geben, dann stimmen die Verhältnisse wieder. In der Zwischenzeit konnte ich dann dem Chorleiter klar machen, daß die Stimmveranlagung eine große Rolle spielt - es also kein böser Wille ist, wenn ich nicht seiner Vorstellung von piano entsprechen kann.

Vor rund vier Wochen fing allerdings die Tenöse an rumzuzicken bei einem komplett anderen Stück (ein vierstimmiges Regina Coeli von Gregor Aichinger). Ich solle noch leiser singen; alle anderen Sopräne, die sie kennen würde, könnten das ja auch (kennt die nur lyrische Sopräne? Und woher bezieht sie ihre Weisheit?); ich würde den Chorklang sprengen. Gut, auf eine Art und Weise hat sie ja recht. Aber ich halte mich schon zurück, singe selbst bei Fortissimo-Stellen besonders in der zweigestrichenen Oktave maximal mezzoforte. Und ich habe auch keine Probleme damit, mal gar nicht zu singen. Allerdings ist dann im Sopran kaum noch Substanz, wenn die Stücke nicht zu 100 % sitzen (wie besagter Aichinger). Sie hat dann zwei Mal gefehlt. Ich hatte schon gedacht, die ganze Sache wäre erledigt - bis sie dann letzten Dienstag mich mit den Worten empfing: "Hast Du Dir das jetzt überlegt, leise zu singen?" Da bin ich dann mal ein wenig lauter geworden...

... und habe ernsthaft darüber nachgedacht, das Vocalensemble zum Sommer zu verlassen. Schließlich hatte ich mich ja genau zu diesem Thema hier eingelesen und war mir eigentlich darüber im Klaren, daß es nicht heißt, ob, sondern wann die Entscheidung ansteht. Allerdings stehe ich mittlerweile auf einem anderen Standpunkt: Wie kann diese Frau sich eigentlich anmaßen, sich zur Expertin für meine stimmlichen Möglichkeiten und den Chorklang aufzuschwingen? Die Experten für meine Stimme sind in erster Linie mein Lehrer und ich! Und für den Chorklang der Chorleiter! Entsprechend werde ich weiter so singen, wie ich es gelernt habe, auch wenn mein piano im Verhältnis zu den anderen Stimmen zu laut erscheint. So lange der Chorleiter mich nicht explizit bittet, das Vocalensemble zu verlassen, werde ich das nicht tun. Und das wird er nicht - das weiß ich sicher. Und wenn sie nochmal eine blöde Bemerkung macht, wird sie von mir nur einen Satz zu hören bekommen: "Fang bei Dir selber an!"

Ich bin jetzt mal gespannt, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Dienstag ist wieder Probe...

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Gruß, Astrid

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 01.05.2013, 10:59 
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Liebe Astrid,

dieses Thema ist immer wieder aktuell, viele Chorsänger, die Unterricht haben, müssen sich damit rumquälen. Sobald eine Stimme die Technik beherrscht, passt sie nicht mehr in den normalen Chorklang, zumal, wie in deinem Fall, wenn die Stimme größer ist. Anpassen ist da sehr schwer, auch wenn man sich bemüht. Wir hatten hier schon öfter dieses Thema mit den gleichen Problemen.

Was die Mitsänger "labern", must du ignorieren, wichtig ist der Chorleiter, er wird dir schon sagen wenn es nicht mehr klingt, er steht vorne und hört den Gesamtklang anders als die Mitsänger.

Ich würde an deiner Stelle mit dem Chorleiter sprechen, denn so unter Druck von den Mitsängern zu stehen, da macht das Singen sicherlich keinen Spaß.

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 Betreff des Beitrags: Choristischer Irrsinn
BeitragVerfasst: 01.05.2013, 11:37 
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Ohje, das leidige Thema...

Soll nicht heißen, dass ich deine Situation nicht nachempfinden kann, sondern, im Gegenteil.

Ihr seid ja zahlenmäßig recht klein und umso wichtiger für den Klang ist hier ein gewisses Maß an Hompgenität sicher noch mehr als in größeren Chören. Da manche Unterricht nehmen und manche nicht, macht es sicher nicht einfacher, jedoch sollte die Orientierung, so meinen wir ja auch m. E. zu Recht, nach denen gehen, die für die Stimme was tun. Gibt es denn Stimmbildung für die anderen im Chor? Wäre ggf. anzuregen.

Ich sehe hier allerdings auch einige organisatorische und gruppendynamische Probleme, die m. E. ziemlich ungeklärt sind und vor allem einen Chorleiter, der als ausgebildeter Sänger einiges wissen müsste, was er aber nicht klärt. Dass du im Chorzusammenhang den 1. Sopran alleine singen sollst, ist wohl aus einer personellen Not geboren. Das ist eh schon für dich m. E. ziemlich unbequem und wird regelrecht kontraproduktiv, wenn du dabei auch noch drosseln sollst. Das funktioniert nicht und entweder muss er mehr Frauen die Stimme singen lassen oder akzetieren, dass man die Einzelstimme zwangsläufig auch als solche hört. Ich würde an deiner Stelle das z. B. bei ihm ansprechen. Falls er den zart - lyrischen Klang manifestieren will, sollte er dich das auch beizeiten wissen lassen, damit du bezüglich Verbleib oder nicht Handlungsfreiheit behältst. Wenn er seine knappen Besetzungen weiter als die Lösung betrachtet und dich braucht, dann muss er deine Position absichern. Das kann nur er.

Die "Tenöse": Ist das eine sehr tiefe Altistin oder eine Verlegenheitslösung? Ich nehme an, letzteres, denn in ersteren Fall sollte sie sich durchaus behaupten können. Ich mache das auch zuweilen und kann bestens mithalten und, wenn nötig, auch die Führung übernehmen. Wer jedoch nicht wirklich die Kraft in der Tiefe herbringt, aber irgendwie zwangsverdonnert mangels Tenören ist, macht da viel falsch und schadet der Stimme. Vielleicht ist sie deshalb ziemlich frustriert, aber anstatt selbst Unterricht zu nehmen oder dem Chorlieter zu sagen, dass sie Schwierigkeiten hat, fokussiert sie den Ärger auf dich, die du scheinbar machen darfst, was dir liegt. Oh, ihr lieben Zeitgenossen:-)

Ich sehe das wie musica: Mitsängergemecker ist nicht relevant, sondern nur, was den Klang betrifft, der Chorleiter und mit dem allein würde ich mich auch nur auseinandersetzen. Ich kenne das auch sehr gut und habe mir dann oft erlaubt, denjenigen auch klarzumachen, dass mich ihre Kritik nicht interessiert, sondern nur die des Chorleiters. Macht einige beleidigt, macht aber nix, finde ich. Jedenfalls ist dann das Gemecker beendet, die sagt dann nichts mehr.

Ich wünsche dir, dass du eine für dich befriedigende Lösung findest.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 01.05.2013, 13:02 
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Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte, musica.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich diesem Druck standhalten kann und auch will. Andererseits ist es bisher aber tatsächlich nur diese eine Person, die etwas sagt. Und solange die anderen sich nicht ähnlich negativ äußern, gehe ich einfach mal davon aus, daß denen eher daran gelegen ist, daß ich bleibe. Dem Chorleiter ist auf jeden Fall daran gelegen; das weiß ich definitiv aus diversen Gesprächen, die wir hatten. Gelegenheit dazu haben wir ja zu Hause oft genug. Das verkompliziert aber die ganze Sache auch - ich kann nicht so einfach aus der Nummer raus. Und er weiß ja auch, daß mir das Singen im Vocalensemble sehr wichtig ist. Das Ganze ist so vielschichtig...


Auch Dir vielen Dank, Dola. Ich habe damals (vor etwa 20 Jahren) nicht live mitbekommen, wie sie eigentlich im Tenor gelandet ist - ich steckte gerade im Nachholpraktikum und im Fachabitur und pausierte im Kirchenchor. Mir ist aber geläufig, daß sie dort im Sopran angefangen hatte und nicht zurechtkam. Der nächste Versuch im Alt war auch nicht erfolgreich, sodaß sie im Tenor gelandet ist. Dort fühlt sie sich wohl; dementsprechend wurde sie auch im Vocalensemble in dieser Stimmlage eingesetzt. Sie hat aber keine sonderlich starke Singstimme, obwohl sie eine durchaus kräftige, tiefe Sprechstimme hat. Der zweite Sänger im Tenor ist auch nicht wirklich stark; ich vermute, er ist lyrischer Bariton und damit nicht wirklich gut im Tenor aufgehoben. Wenn sie doch mal wenigstens schonmal ihre Resonanzräume nutzen würden... Stimmbildung habe ich entsprechend angeregt, was eigentlich positiv aufgenommen wurde. Mein Lehrer würde auch gerne einen entsprechenden Tag mit uns zum Einstieg machen. Bisher hat es am Termin gehapert, und ob das wirklich effektiv wäre, wage ich mittlerweile aufgrund teilweise mangelnder Lernbereitschaft zu bezweifeln. Sinnvoller wäre wirklich konsequente Einzelstimmbildung, da stimme ich mit Dir überein.

Die Aufteilung, daß ich bei entsprechender Literatur alleine den ersten Sopran singe, ist auch für mich eine zwiespältige Sache. Die eine, die auch Unterricht hat, traut sich den ersten Sopran aber nicht zu. Ich hatte sie bei dem Rheinberger-"Abendlied" um Stimmentausch gebeten, um den Klang anzupassen. Sie habe als allergische Asthmatikerin nicht die Luft dazu - gut, das muß ich respektieren. Die dritte im Bunde singt teilweise dermaßen unsauber *schüttel*, daß man sie nicht alleine lassen kann. Außerdem ist sie auch weder sonderlich stark noch hat sie was mit Stimmbildung am Hut. Bevor wir aber den Sopran erweitern könnten, müßten wir auf jeden Fall die anderen Stimmen verstärken. Nur: woher nehmen? Die wirklich guten Leute sind schon in -zig anderen Chören engagiert. Hier im Großraum Duisburg gibt es einfach zu viele Angebote! Ich wollte trotzdem nochmal an die umliegenden Musikschulen gehen und dort Aushänge machen, obwohl ich mir nicht allzu viel davon verspreche. Also müssen wir das Beste aus der Situation machen. Oder es muß ein Wechsel her - ich raus und eine lyrische Stimme rein, wofür es eigentlich auch eine Kandidatin gäbe.

Daß ein Kirchenmusiker ein gut ausgebildeter Sänger ist, heißt noch lange nicht, daß er sich auch wirklich mit Stimmphysiologie, Stimmfächern etc. auskennt und das auch vermitteln kann. Dieser Aspekt kam meiner Meinung nach in der Kirchenmusikerausbildung wesentlich zu kurz - meinem Mann jedenfalls habe ich in der Hinsicht noch Nachhilfe geben müssen, nachdem ich mir selber aufgrund der Vocalensemble-Problematik ein gewisses Grundwissen dazu erarbeitet habe. Ob sich das durch die Modularisierungen und organisatorischen Veränderungen in den Studiengängen verbessert hat, kann ich nicht beurteilen - ich kenne leider (noch?) keine Absolventen der Bachelor-/Master-Studiengänge. Eigentlich ist es aber nicht berufsrelevant wie an der Oper.

Die Threads hier haben mir auf jeden Fall geholfen, die Situation (die der Grund ist, weshalb ich überhaupt auf dieser Seite gelandet bin) besser einzuschätzen und meinen Standpunkt zu finden. Eine Aufgabe für alle Mitglieder ist auf jeden Fall, einen guten Tenor zu finden, der die beiden verstärkt.

Übrigens: Gestern abend ist es zu keinerlei offenen Konflikten gekommen - Gott sei Dank! Aber irgendwann werde ich garantiert noch mal deutlich werden müssen. Und wie ich mich dann verhalte, weiß ich ja schon. Der Rest liegt dann wirklich beim Chorleiter, den ich dann auch klar in die Pflicht nehme.

Puh, was für ein Roman!

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Gruß, Astrid

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 01.05.2013, 20:10 
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Ich finde den "Roman" sehr interessant, weil sich hier vieles zu der Problematik Chor und Solostimme an sich und auch zum sozialen Funktionieren (oder auch nicht) eines Chores wiederfindet.

Ihr habt m. E. schon sehr unterschiedliche Standards in der gesanglichen Leitungsfähigkeit und, vielleicht täusche ich mich auch, ich kann mir vorstellen, dass die Werke, die ihr aufführt, so und auch bei der dünnen numerischen Besetzung wahrscheinlich nur deswegen bei den Zuhörern einigermaßen problemlos rumkommen, weil ihr mit den gut geschulten Stimmen (die Altistin und du) so maßgeblich den Klang prägt, dass ihr die Defizite in den schwach besetzten Stimmen überdeckt und die nicht so auffallen nach aussen. Ein, zwei geschulte Stimmen können das Ganze durchaus aufpeppen. Der Chorleiter sollte euch aber dann auch hegen und pflegen:-)
Jedoch, optimal sind diese Unterschiede nicht.

In meinem letzten Konzertchor, einem sehr versierten Frauenchor mit Wettbewerbsstandard, bestand auch das Problem, dass die Chorleiterin an sich keine Gesangskoryphäe ist, jedoch die Notwendiglkeit erkannt hat, eine bestmögliche Angleichung der Fähigkeiten zu erreichen. Es wurden zwei Profisängerinnen (bei euch würde eine/r reichen) dafür engagiert, um mit denen zu arbeiten, die keine sonstigen Gesangsstunden nehmen. Das fand bei uns gelegentlich mit Kleingruppen während der Chorprobe statt, ihr müsstet zeitlich ev. eine andere Lösung finden.

Ich bin übrigens dort trotz allem aus der Schiene gefallen und habe mich dann bewust für Solo entschieden. Ich habe den Alt - II - Sound (auch sehr dünne Personaldecke: 5-6 von fast 40 insgesamt) ziemlich maßgeblich geprägt und die 1. Soprane hatten ein einge starke ausgebildete Stimmen. Die Randstimmenstärke haben zwar die Juroren positiv vermerkt, aber unserer Chorleiterin war das immer zu wenig homogen und ich zu auffällig. Wenn ich uns aber in Aufnahmen höre, meine ich immer, dass noch ein paar kräftige Altistinnen nicht geschadet hätten. Das konnte sich so einfach nicht richtig mischen.

Lass dich nicht verdrießen, vor allem nicht von der Mitsängerin, die das Problem wahrlich besser bei sich selbst suchen sollte. All das spricht für Stimmbildung.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 12:15 
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Ich glaube, da hast Du was verwechselt, Dola: Die Altistin hat, wie ich ganz oben erwähnt habe, tatsächlich erst seit Kurzem Unterricht - genau gesagt, seit März. Sie hat aber von Natur aus auch eine kräftige, durchsetzungsfähige Stimme und ist sehr chorerfahren (wie eigentlich alle, die bei uns mitsingen). Es wird noch ein wenig dauern, bis sich der Unterricht dann deutlich bemerkbar macht. Diejenige, die genau so lange Unterricht hat wie ich, ist auch Sopranistin. Und wahrscheinlich verschärft genau das die Situation. Im Bass haben wir einen ziemlich tiefen, von Natur aus auch kräftigen Bass und einen etwas weniger kräftigen, aber auch sehr sicheren und etwas höher veranlagten Sänger, und unser Dritter (mit seinen gerade 18 Jahren der Jüngste) entwickelt sich auch prächtig mit einer schönen Tiefe. Grundsätzlich passen die Stimmen bei uns eigentlich ganz gut zusammen, sowohl innerhalb der Stimmgruppe als auch im Gesamtklang. Nur eben, daß der Tenor durch die Schwäche auffällt, weil genau da eine kräftiger veranlagte Stimme fehlt. Für eine Mittelstimme eigentlich tödlich! Wie sich das dann im Raum darstellt, würde ich mal sehr gerne hören. Ich glaube, wir müssen mal Aufnahmen machen. Allerdings haben wir auch eine Kirche mit einer sehr guten Akustik, in der wir proben. Da klingt sogar unser Kirchenchor noch gut *frechgrins*.

Ich spiele in der Zwischenzeit selbstverständlich auch mit dem Gedanken, dem einen oder anderen mir bekannten (Kirchen)Musiker unter die Weste zu jubeln: Wenn Du mal ne Sopransolistin mit etwas größerer Stimme brauchst, dann denke an mich. Dennoch würde es mir sehr schwer fallen, das Vocalensemble aufzugeben. Aus dem Kirchenchor bin ich schon seit drei Jahren raus, und selbst das fiel mir nicht leicht, obwohl die Literatur nun wirklich nicht zu mir paßt. Ich springe ja auch immer wieder mal bei denen ein. Aber wenn man fast sein gesamtes Leben in Chören gesungen hat (ich habe mit 6 Jahren damit angefangen), ist das eine so liebgewordene Gewohnheit, daß man das nur schwer aufgeben kann. Zumindest geht es mir so. Mein Traum wäre natürlich, einen Stamm von Leuten zu haben, bei denen in jeder Lage die Stimmen alle etwa auf dem gleichen Stand sind, mit denen man sich mal hinstellen kann, zwei Stunden probt, dabei auch beliebig die Stimmen innerhalb der Lagen miteinander tauscht und anschließend eine Messe gestaltet. Na ja, das wird wohl eine Utopie bleiben *seufz*.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 17:31 
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Geschätzte Donna Elvira!
Dass du einen etwas höher "veranlagten" Sänger im Ensemble erwähnst finde ich klasse. Im Übrigen hat musika in allen Punkten recht, Solist im Chor geht auf Dauer fast nicht ohne Schädigung. So wirst du dich entscheiden müssen und entweder das Eine oder Andere aufgeben. Wenn du schon nicht zum Workshop (-Konzert) kommst, dann vielleicht zum Jubiläumskonzert. Da könntest du dich trauen dürfen und am Rande uns deine Donna Elvira Arie zum Besten geben.
Kiri Te Kanawa als D E ist wirklich außergewöhnlich.
Besten Gruß von Alfredo, seit Langem auch etwas höher veranlagt. big_schaukelstuhl

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 17:56 
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Lieber Alfred,

Zuhörer sind gerne gesehen und da unsere Konzerte schon lange im Voraus geplant und die Sänger und Sängerinnen festgelegt sind, kann Niemand mal eben mitwirken, das bedarf einer Mitgliedschaft bei uns und Soprane haben wir schon genug. Ich weiß Du meinst es gut, aber das geht so leider nicht.
Workshops dagegen können auch von Nicht Bel-Voce Sänger gebucht werden, doch da wir jeweils nur 8 Sänger zulassen, sind auch diese Workshops schnell ausgebucht. Aber auch hier gilt, Zuhörer sind herzlich Willkommen.

Liebe Donna Elvira,

es ist so wie alfredo schreibt und wie es vielen Chorsängern geht, die eine Ausbildung gemacht haben, irgendwann kommt der Punkt da muss man sich entscheiden, Chor oder Solist. Gerade in einem kleinen Ensemble muss der Chorklang homogen sein, die Stimmen müssen sich anpassen und das ist mit einer großen Stimme sehr schwer.

Ich habe vor Jahren in einem Frauenchor gesungen, mit 150 Frauen, die alle Stimmbildung (keinen Unterricht) genossen haben. Ich war die einzige, die ausgebildet war. Aber es nutzte nicht viel in der letzten Reihe zu sitzen, man hörte mich immer raus, auch wenn ich keine große Stimme hatte.
Ich habe dann nach vielen Jahren den Chor verlassen, das "sich immer Zusammennehmen" fiel mir zu schwer. Wenn man sich dem Chorklang anpasst und nicht auffallen will, bleibt oft die gewohnte Technik auf der Strecke, nicht gut für die Stimme.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 19:03 
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Liebe musica,
Konzertteilnahme war mit "am Rande" nicht gleich gemeint. Werde mich aber bessern und Zurückhaltung üben.
Grüße aus heute trüben Gefielden von
alfredo

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 19:09 
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Werter Alfredo,

au weh, Kiri te Kanawa ist wirklich eine hohe Meßlatte, obwohl mich die 1996er Aufnahme bei youtube nicht so anspricht. Die anderen Aufnahmen, die dort von ihr eingestellt sind, habe ich mir noch nicht angehört.
Faszinierend finde ich diese ziemlich neu eingestellte Aufnahme von Dorothea Röschmann, schon alleine, weil ich ihre Stimme sehr mag. Du hast es aber auch wirklich darauf abgesehen, oder? Ja, ich weiß, bin ich selber schuld *lach*. Das Jubiläums(kirchen)konzert in Bensberg jedenfalls habe ich noch nicht ganz abgehakt; es sei denn, wir singen an dem Tag unser vorgesehenes Mozart-Programm. Dann bin ich hinterher nämlich wahrscheinlich ziemlich platt. Mit dem Zug wäre es auch machbar, mit dem Auto bequemer. Mal sehen, ob ich einen (Mit)Fahrer finde.
Das habe ich auch übrigens nicht anders verstanden: Ich höre zu und komme hinterher mit euch ins Gespräch. Dann kann man sehen, ob es menschlich und musikalisch passen könnte. Für mich käme es auch nicht anders in Frage.

Wenn ich mich wirklich eines Tages entscheiden muß, wird es eher gegen das Ensemble sein. Es macht mir einfach zu viel Spaß, solistisch aktiv zu sein und meine stimmlichen Fähigkeiten komplett zu nutzen. Bis jetzt geht es aus meiner Sicht noch, weil Vocalensemble-Probe und Gesangunterricht innerhalb von 24 Stunden aufeinander folgen. Und manchmal darf ich ja auch im Ensemble solistisch singen (aktuell Laudate Dominum KV 339 und im Agnus Dei KV 259). Das sind dann die Zuckerstückchen. Und: Ja, ich bin mir auch der Gefahren bewußt. Diesen Artikel habe ich immer im Hinterkopf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 02.05.2013, 22:49 
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Donna Elvira hat geschrieben:
Werter Alfredo,

au weh, Kiri te Kanawa ist wirklich eine hohe Meßlatte, obwohl mich die 1996er Aufnahme bei youtube nicht so anspricht. Die anderen Aufnahmen, die dort von ihr eingestellt sind, habe ich mir noch nicht angehört.
Faszinierend finde ich diese ziemlich neu eingestellte Aufnahme von Dorothea Röschmann, schon alleine, weil ich ihre Stimme sehr mag. Du hast es aber auch wirklich darauf abgesehen, oder? Ja, ich weiß, bin ich selber schuld *lach*. Das Jubiläums(kirchen)konzert in Bensberg jedenfalls habe ich noch nicht ganz abgehakt; es sei denn, wir singen an dem Tag unser vorgesehenes Mozart-Programm. Dann bin ich hinterher nämlich wahrscheinlich ziemlich platt. Mit dem Zug wäre es auch machbar, mit dem Auto bequemer. Mal sehen, ob ich einen (Mit)Fahrer finde.
Das habe ich auch übrigens nicht anders verstanden: Ich höre zu und komme hinterher mit euch ins Gespräch. Dann kann man sehen, ob es menschlich und musikalisch passen könnte. Für mich käme es auch nicht anders in Frage.

Wenn ich mich wirklich eines Tages entscheiden muß, wird es eher gegen das Ensemble sein. Es macht mir einfach zu viel Spaß, solistisch aktiv zu sein und meine stimmlichen Fähigkeiten komplett zu nutzen. Bis jetzt geht es aus meiner Sicht noch, weil Vocalensemble-Probe und Gesangunterricht innerhalb von 24 Stunden aufeinander folgen. Und manchmal darf ich ja auch im Ensemble solistisch singen (aktuell Laudate Dominum KV 339 und im Agnus Dei KV 259). Das sind dann die Zuckerstückchen. Und: Ja, ich bin mir auch der Gefahren bewußt. Diesen Artikel habe ich immer im Hinterkopf.


Du wohnst ja nicht so weit weg von Berg. Gladbach, aber unsere nächsten Sänger wohnen im Umkreis von Leverkusen. Wäre schön, wenn Du einen Fahrer finden würdest und du uns auf diesem Wege kennenlernen könntest, so haben schon Einige ins Ensemble gefunden.

Du wirst es selber merken wann die Zeit gekommen ist mit dem Chor aufzuhören.... big_engel

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 03.05.2013, 09:19 
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Ja, musica, ich denke auch, daß ich das spüre, wenn der richtige Zeitpunkt da ist. Und als letztes "Sicherungsnetz" habe ich immer noch meinen GL, der mir offen sagen wird, wenn er negative Veränderungen feststellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 12.05.2013, 09:46 
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Am Donnerstag war es mal wieder so weit: Ich bin beim Kirchenchor eingesprungen, obwohl sich beim Einsingen herausstellte, daß es gar nicht nötig gewesen wäre, weil der Sopran komplett war. Aber trotzdem war das gut, denn ich habe zwischen Einsingen und Beginn der Messe ein sehr intensives Gespräch mit der Altistin gehabt, die ja bei uns im Vocalensemble mitsingt. Im Verlauf des Gesprächs und der anschließenden Messe hat sich bei mir irgendwann ein Schalter umgelegt: Ich stehe ganz bewußt zu meinen Fähigkeiten und entschuldige mich nicht mehr dafür, daß ich auch aus einem Chor herausstechen kann. Daraufhin habe ich mir jetzt eine Strategie zurechtgelegt. Wenn mir nochmal jemand sagt, ich sei aus dem Chor (egal, welchen von beiden) herauszuhören, werde ich mich freudestrahlend für die positive Rückmeldung bedanken. Und wenn dann die (wahrscheinlich irritierte) Rückfrage kommt: "Wieso?", gibt es folgende Antwort: "Wenn nach über 6 Jahren Unterricht meine Stimme sich nicht klanglich von den unausgebildeten Stimmen abheben würde, müßte ich mir ernsthaft Gedanken über die Qualität meines Unterrichts machen." Und bei Leuten, die viel aufs Geld schauen, kann ich mir sogar noch folgenden Nachsatz vorstellen: "Und natürlich auch darüber, ob ich nicht ein paar Tausend Euro in den Sand gesetzt habe." Damit habe ich den Spieß komplett umgedreht. *diebisch freu* Ich wünsche mir zwar nicht unbedingt, in eine solche Situation zu kommen, aber ich kann mir schon vorstellen, daß denjenigen, die das negativ gemeint haben, ganz schön die Gesichtszüge entgleisen *grins*.

Die Probe am Dienstag war übrigens ganz gut, da mein Mann gegen seine sonstigen Gewohnheiten den Tenor unterstützt hat. Da konnte ich den Spitzenton, ein a² in einem Chorsatz von Wöss, richtig schön leuchten lassen. Aber das ist natürlich keine Dauerlösung. Allerdings redet die Tenöse kein Wort mehr mit mir - ihr Problem! Ich kann mich mit jemandem über eine Sache in der Wolle haben und mich trotzdem mit der Person ansonsten gut verstehen. Wenn sie das nicht kann... Und ansonsten grübele ich nicht mehr, sondern lasse alles auf mich zukommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 12.05.2013, 12:53 
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Gut gebrüllt, Löwin !

Ciao. Ospite big_applaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 12.05.2013, 13:01 
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BeitragVerfasst: 13.05.2013, 08:32 
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ospite hat geschrieben:
Gut gebrüllt, Löwin !

Ciao. Ospite big_applaus


*grins* Eher: Gut gezwickt, Krebslein! Wäre ich eine Löwin, würde das nicht immer so lange dauern, bis ich mich auf die Hinterbeine stelle big_gruebel . Aber ich muß eben immer erst für mich klarhaben, ob es nun wirklich an mir liegt oder vielmehr an falschen Erwartungen, die an mich gestellt werden und die mich dann verunsichern. Wenn sich letzteres herausstellt, dann erst wehre ich mich.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 15.05.2013, 21:14 
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Ich finde es echt klasse, wie Du den Spieß umgedreht hast! Aber das sind genau die Sachen, die niemand Dir sagen kann, diese Wahrheiten musst Du für Dich erfinden!

big_applaus

liebe Grüße und weiteren viel Spaß am herausragend schönem Singen!
Petronella

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 22.05.2013, 17:04 
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Liebe Donna Elvira,
die Beiträge hier habe ich mit Interesse gelesen.
Dein "Antwort-Konzept" finde ich nicht schlecht.

Das Thema "Solo oder/und Chor" ist freilich bekannt. Allerdings glaube ich nicht, dass man diese Frage so radikal mit "entweder oder" beantworten kann, wie es in diesem thread hier eher vertreten wird.
Es hängt zunächst sicher auch vom Stimmtyp(-fach?) ab. Eine eher lyrische Stimme, nicht zu groß(?), hat es nach Gesangsausbildung mit der Ein-Mischung sicher leichter.
Ich kenne eines der Gründungsmitglieder der "Vielharmoniker" (die ersten Nachfolger der Comedian Harmonists, heute gibt es ja mehrere solche Ensembles), jetzt natürlich im fortgeschrittenen Alter. Er singt als lyrischer Tenor ab und zu bei einem kleinen Chor mit, bei dem ich bin. Ich habe ihn noch niemals herausgehört! Und er hat logischerweise eine gute Technik, war jahrelang im Stammchor des Bayrischen Rundfunks.
Ich persönlich singe gerne im kleinen Chor (so um die 25 SängerInnen), möchte es nicht missen, und es ist natürlich mein Anspruch an mich selbst, sowohl gut Chor als auch gut Solo zu singen, ich bin allerdings lyrischer Bariton mit Höhe, opernmäßig wäre ich wohl so etwa Kavalierfach. Ich denke nicht, dass ich herauszuhören bin, natürlich kann man das auf Grund der eigenen Ohren kaum entscheiden, aber es war auch weder bei den anderen noch beim Chorleiter jemals davon die Rede.

Thema Ensemble: Hier hängt es auch davon ab, wie das Ensemble aufgebaut ist. Du schreibst so etwa von "zu dritt bzw. auch Doppelbesetzung". Tja, zwei Stimmen sind natürlich problematisch, da gibt es u.U. große Probleme mit der Mischfähigkeit, ist nicht so empfehlenswert. Da muss auch Glück im Spiel sein... Besser (mindestens) zu dritt, oder gleich solo.

Also, prinzipiell halte ich die Gesamt-Frage "Solo oder/und Chor/Ensemble" nicht a priori lapidar lösbar. Die guten kleine(re)n Ensembles, wie z.B. Singerpur oder Singphoniker zeigen auf jeden Fall, dass man mit gegenseitigem Einhören (!) weit kommen kann, ohne gleich die eigene Technik ruinieren zu müssen.
Allerdings kann ich mir z.B. eine Jessye Norman im Chor kaum vorstellen. Richtig.

Grüße vom
Ruediger

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Das Frühjahr kommt. Wach auf, du Christ! Der Schnee schmilzt weg. Die Toten ruhn. Und was noch nicht gestorben ist, das macht sich auf die Socken nun. (Mutter Courage)


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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 22.05.2013, 19:22 
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Danke nochmal für die positiven Rückmeldungen.

Im Moment läuft es einfach ganz gut. Im Unterricht darf ich mich mit zwei Armida-Arien (Händel, Rinaldo 1711) vergnügen, die ich beim Musikschulkonzert singen darf (das Kodaly-Programm ist aufgrund einiger Ausfälle gestrichen). Richtig schöner Koloraturkram mit einem Einsatz auf c³ - lecker! Im Vocalensemble mache ich keine Anstrengungen mehr, mich mehr als nötig zurückzuhalten. Und ich sehe auch die positiven Seiten des Ensemble-Singens wieder: Die Anforderung, immer wieder auch außerhalb der Tessitur singen; das Hören von Zusammenhängen; der Gesamtklang in einer akustisch wirklich schönen Kirche. Im Moment bereiten wir ein Programm für eine Messe vor, und der darin enthaltene Wöss (Dominum, non sum dignus) ist schon ganz schön anspruchsvoll, wie auch Bruckners Locus iste.

Ja, Ruediger, das Problem mit der Klangmischung ist uns bekannt und durchaus nicht von der Hand zu weisen. Deshalb brauchen wir ja auch eigentlich sowohl 1-2 Alt als auch 1-2 Tenor. Gerade die Mittelstimmen sind bei uns stark unterbesetzt, weil eben nur mit zwei Stimmen. Deshalb bin ich froh, daß mein Mann im Moment eher dem Tenor beispringt als dem Baß. Aber das kann keine dauerhafte Lösung sein - orgeln, dirigieren und gleichzeitig singen ist schwierig, weshalb wir im Moment mehr a capella machen. Und er ist ja auch Bariton... Aber es ist überall das gleiche Lied, denn in diesen gesuchten Stimmen kann man die Sänger/innen mit der Lupe suchen. Mein Lehrer hat z.B. nur einen einzigen Tenor im Unterricht, die eine Kollegin von ihm, die ich auch kenne, ebenfalls. Singerpur und Singphoniker sind zwar generell für den Zusammenklang gute Beispiele, aber haben die nicht alle eine Ausbildung? Das ist nämlich meiner Meinung nach der Knackpunkt: Drei (mehr oder weniger) ausgebildete Stimmen kontra sieben unausgebildete Stimmen. Übrigens habe ich letztens mal kurz (notgedrungen *zwinker*) von unten gehorcht, ohne selber mitzusingen: Die lyrische Mit-Sopranistin war auch deutlich wahrzunehmen gegen die unausgebildeten Stimmen, obwohl sie nun wahrlich nicht gepowert hat. Aber für sie ist es tatsächlich einfacher.

Sollte ich meine Technik ruinieren, sagt mein Lehrer mir definitiv Bescheid; das haben wir so vereinbart.

Alles in allem bin ich derzeit mit der Situation versöhnt. Wie es in einem halben Jahr oder so aussieht, weiß ich natürlich nicht. Aber ich lasse jetzt alles auf mich zukommen.

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Gruß, Astrid

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 Betreff des Beitrags: Re: Austreten? Nein, danke!
BeitragVerfasst: 22.05.2013, 20:06 
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Zwischenfrage: Welche Arien von Händel machst du genau? Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach ein paar Händelarien, die man auch mit einer etwas größeren Stimme gut singen kann. Hast du da vielleicht die eine oder andere Empfehlung. Darf auch ruhig mit Koloratur sein, die sollte ich eh mal wieder üben.

Danke im Voraus :)

Octaviane

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