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 Betreff des Beitrags: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 29.11.2005, 13:37 
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hatten wir das Thema nicht schon angefangen????? :?: :?: :?:
Ui, Snoopy-Engel ist verwirrt :?: :?: (zuviel Lebkuchen gegessen)

ich hatte schon mal einen riiiiiesen Beitrag zu diesem Thema geschrieben :wink:

Ups Engelchen, habs hierher verschoben, allerdings kriege ich deine Antwort nicht unter meinem Beitrag.


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BeitragVerfasst: 29.11.2005, 13:45 
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Selbsteinschätzung, Selbstwertgefühl gehört sicher zum Thema Seele dazu. Die meisten Sänger, Schüler haben ein zu hohes Selbstwertgefühl, sie überschätzen sich in ihrem Können, in ihren Leistungen und, um es mal mit einfachen Worten zu sagen, sie stapeln zu hoch. Die Erwartungen des Zuhörers sind dadurch oft zu hoch und sie werden enttäuscht.
Dies allerdings liegt NUR in den Händen der Gesanglehrer, die oft ihren Schülern einreden wie gut sie schon sind, ihnen Literatur aufbürden, der sie noch nicht gewachsen sind. Die Meinung der Schüler dann, na wenn es der Lehrer so will, kann ich es bestimmt und sie merken selber nicht, dass sie damit überfordert sind.
Oft ist es auch das Fach, dass sie hin und her springen läßt, einmal Literatur in Soprankoloratur, einmal eine Dalila oder Carmen.
Ich selber als Gesangslehrerin verstehe drum viele meiner Kollegen einfach nicht. Nach meinen Feststellungen sind von 10 Schülern nur 2, die ihrem Ausbildungsstand in der Literatur gerecht werden. Dies ist keine Meinung sondern eine Tatsache, die ich immer wieder erlebe. Das ist für mich unverständlich.
Sagt eure Meinung dazu

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 02.12.2005, 16:25 
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Liebe dola,
ein kleiner Beitrag zum Thema:
Solo oder Chor, oder: Chor und Solo?

Wenn eine Stimme nach Ausbildung unfähig wird, Chor zu singen, stimmt m.E. nach etwas nicht. Dann ist sie nicht gut ausgebildet. Ich meine jetzt nicht Techniken wie Vom-Blatt-Singen o.ä., klar, sondern sich so in den Chor einfügen, dass man den Chor klanglich mitträgt, ohne dass die Stimme herausplatzt. Es mag für dramatische Stimmen viel schwerer sein, ja. Aber auch die müssen so weit kommen. (Sagen wir mal so: Ganz große Stimmen, naja. Ich würde Jessy Norman auch nicht unbedingt in einen Chor stellen...)
Gute Ausbildung heißt, eine derart gestütztes Piano (noch besser Pianissimo) in allen Lagen singen zu können, dass das "Anpassungs-Spiel" mit der Stimme möglich wird. Also absolut guter Stimmsitz mit allen Räumen und Freiheiten im Kopf und im Körper...

So mancher fängt mit Chor an und studiert dann erst später.
Vorteil: Musikalische Techniken wie Notenlesen, italienische Bezeichnungen usw. kann er in der Regel dann schon, er kann auf die anderen beim Singen gleichzeitig hören, mitintonieren usw.
Nachteil: Kaum jemand hat so eine Naturstimme, dass er anfangs schon mal ohne Ausbildung technisch einigermaßen richtig singt. Dann heißt es: Sehr mühsam die alten Fehler raus (die sitzen verdammt fest und gut!!) und die neue Technik rein... Ich rede aus leidvoller Erfahrung. Ich hab als Tenor angefangen (Stemmtechnik, jaja - mit absolutem Bruch beim f' und "Mogeltechnik" Mischregister <-> Falsett), und für mich ist eine Welt zusammengebrochen, als mein Lehrer mir dann (viel später) eröffnet hat, ich sei "nur" Bariton (wenn auch, wie ich jetzt weiß, ein hoher - das wusste ich damals natürlich noch nicht). Es hat Jahre gedauert, bis ich endlich gewusst habe, was Richtig-Singen heißt.
Es mag überspitzt klingen: Wenn man weit genug ist, kann man den Chor sogar als Übungsstunden für das Solo-Singen benutzen - Sich noch besser kennen lernen, Belastungen aushalten, Grenzen erkennen. Klar hört man sich dabei selbst kaum - Es geht trotzdem: Körper-Kopf-Gefühl.

Ich würde jedem Chorsänger raten, anzufangen, Gesang zu studieren, auch, wenn er's nur für das Chorsingen braucht. Es lohnt sich...


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BeitragVerfasst: 02.12.2005, 16:41 
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Hallo Rüdiger

da muss ich dir widersprechen. Es ist auch ein Unterschied zu Männlein und Weiblein. Eine unausgebildete Chorsängerin hat meist ein ganz anderes Timbre, als eine ausgebildete. Wenn man sich Berufschöre im Unterschied zu Laienchören anhört, wird es ganz deutlich. Ein Frauenchor hört sich oft wie ein Kinderchor an, ein Berufschor dagegen rund und vom Timbre her dunkler, offener.Wenn man also als ausgebildeter Sänger in einem Laienchor singt, muss man sehr vorsichtig sein, um nicht heraus gehört zu werden. Ich habe das jahrelang gemacht, in einem großen sehr guten Frauenchor von 150 Stimmen gesungen. Obwohl ich in der letzten Reihe saß, musste ich mich stets bemühen nicht heraus gehört zu werden. Ausgebildete Stimmen haben mehr Tragfähigkeit, auch im Piano. Sich immer versuchen anzupassen, was meist automatisch passiert, auch dem Klang und der Farbe des Chores,ist auf die Dauer recht ungesund.
Bei den Männern ist es einfacher, die Stimmen passen sich viel leichter an und sie sind nicht so leicht heraus zu hören.

Dieses Thema ist unerschöpflich.

Liebe Grüse

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Zuletzt geändert von musica am 02.12.2005, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 02.12.2005, 16:45 
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Lieber Rüdiger , ich stimme dir vollkommen zu, denn ich singe auch im Chor und zwar mit Begeisterung und nehme daran stimmlich keinen Schaden. ich bin hier sogar VERPFLICHTET, imVokalensemble mitzusingen, das gehört zur Ausbildung.
Als ich noch keinen Gesangsunterricht hatte, ging es mir wie dir: ich habe drauflos gemogelt und war manchmal heiser, wegen Kehldruck bei hohen Fortestellen wie etwa im Brahms-Requiem.
Heute singe ich im Chor sehr leicht und randstimmig, auch weil ich dann viel besser in den Klang passe und es strengt mich kein bisschen an. Mir macht das gemeinsame Musizieren solchen Spass und in meinem derzeitigen Chor habe ich schon so nette Menschen kennengelernt, dass ich es nicht missen will. ausserdem ist meine Lehrerin sehr oft unsere solistin in grossen werken und mit ihr zusammen Musik zu machen, ist erst recht eine Freude.
über chöre kann man auch nützlich Kontakte knüpfen und als solist engagiert werden.
Allerdings behalte ich mir vor, vor wichtigen Solo-Auftritten den Chor abzusagen. Das weiss der Chef und akzeptiert es bisher gut.
Z.B. ist am 10.2 2006 die c-moll Messe von Mozart, die ganze Woche proben und da steig ich aus, weil ich sonst in Mallorca nicht mehr frisch bei Stimme sein werde. Man muss in jedem Fall Prioritäten setzen. :wink:
Das mit den Tenören, die eigentlich Bariton sind, scheint Ofter vorzukommen? Mein Liedpartner in der alten Heimat sang auch 10 Jahre als Tenor. und hatte ewig Probleme mit der Höhe. Vor drei Jahren besuchte er mit mir einen Kurs bei einer amerikanischen Professorin, und sie hat auf den ersten Blick erkannt, dass er ein leichter Bariton und kein Tenor ist. Er singt zwar im Chor weiter Tenor(leider) aber solo ist er nun ein begeisterter Bariton mit einer schönen, leichten Liedstimme, idealer Schubert-Interpret und fühlt sich endlich wohl in seiner Haut. Manche Soprane und Mezzi erleben ja ähnliche Wandlungen. Dabei ist kein Stimmfach besser oder schlechter, alle haben wunderbare Literatur, deshalb versteh ich nicht ganz, warum die Leute sich verbiegen??????
Liebe grüsse Cantilene


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BeitragVerfasst: 02.12.2005, 16:51 
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Habe die Chorbeiträge hierher verschoben, ich hoffe, ihr blickt noch durch

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 03.12.2005, 01:05 
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Hallöchen,
irgendwie ist dieses Thema an Unerschöpflichkeit kaum zu überbieten. :) , hatten die meisten es ja schon in gesang. de ziemlich durch.
Aber es wird nicht langweilig, denn Chöre haben ziemlich viele von uns lange Zeit geprägt ( mich bald 30 jahre).
Dass schlechte Technik immer der Grund sein soll, warum eine ausgebildete Solostimme nicht mehr in - jeder Art (?) von - Chor mitsingen kann, halte ich für sehr pauschal argumentiert. Gerade ein tragfähiges Piano einer ausgebildeten Stimme hört man erst recht raus in Laienchören. Da müsste meine Technik u.a. auch sehr schlecht sein und das stimmt einfach nicht. das ist schon daran zu merken, dass ich als Laienchorsängerin vor der Ausbildung schnell heiser wurde und jetzt, vorausgesetzt, keine erkältung ist da - stundelang immer geläufiger singen kann. Insofern stimme ich dem zu, dass sich Stimmbildung für alle ChorsängerInnen auch lohnt, auch ohne Zielrichtung Solo. Jede/r SängerIn verbessert sich damit, auch solche, die am Anfang grottenfalsch singen.
Aber, wie schon gesagt, es werden nicht alle Solisten, wollen auch einige gar nicht. Wie musikavocale aber schon sagte, wird die Sache bei Frauen sehr anders. Mein letzter Chor war ein sehr guter Frauenchor (mit Wettbewerbepreisen u.ä.) mit vielen Stimmbildungsaktivitäten. Man hat deren Wirkung sehr deutlich gehört im Vergleich zu Aufnahmen, die dieser Chor in den ersten Jahren gemacht hat. Er hat einen satten runden Klang, ungewöhnlich und angenehm für Publikum, das mit Frauenchor halbwegs Kinderstimmen verbindet. Es ist diesem Chor auch ein Anliegen, mit diesem Vorurteil aufzuräumen. Allerdings haben halt nicht alle den gleichen stimmlichen Ausbildungsstand, und das konnte ein geschultes Ohr zuweilen merken. man hört Stimmen raus und im 2 Alt war es meine ( im 1. Sopran aber durchaus auch welche, und ich finde, in der Höhe ist das noch gravierender zu hören ). Um das völlig zu vermeiden, dafür war der Chor einfach zu klein. Ausserden denke ich, dass es für einen Alt noch dazukommt, dass die Stimmfarbe abweichen kann. Es gehen doch immer noch Chorsängerinnen aus Notlösung wegen Höhenproblemen oder auch aus stimmlicher Faulheit in diese Gruppe. In unserem Chor war letzteres nicht der Fall, aber einige Sängerinnen waren durchaus wegen dünner Personaldecke "abkommandiert".

Opernchor oder Philis wäre für die meisten, die auch Schwierigkeiten mit dem Singen in den angestammten Laienchören bekommen haben, sicher kein Problem, aber ich persönlich habe dafür keinen Nerv derzeit.
Die Ablöse kann allerdings menschlich schwierig sein, denn meistens hat einen ein solcher Chor durchaus mit Soli usw. gefördert.
Grüße, dola


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BeitragVerfasst: 03.12.2005, 01:20 
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dola hat geschrieben:
Hallöchen,
Dass schlechte Technik immer der Grund sein soll, warum eine ausgebildete Solostimme nicht mehr in - jeder Art (?) von - Chor mitsingen kann, halte ich für sehr pauschal argumentiert. Gerade ein tragfähiges Piano einer ausgebildeten Stimme hört man erst recht raus in Laienchören.


Ja das ist vollkommen richtig und habe ich in meiner Chorzeit ständig erlebt.
Auch wenn Stimmbildung gemacht wird ist es ein Unterschied zu einer ausgebildeten Stimme.

Ich habe festgestellt, dass bei Stimmbildung im Chro nicht jede Sängerin die Auffassungsgabe hat und das umsetzen kann, was verlangt wird. Es sind immer Stimmen dazwischen, die sich einfach nicht anpassen können, es aber selber nicht merken. Sie singen "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist" meistens lauter als die anderen, denn es sind die sogenannten selbsternannten tragenden Stimmen, die andere mitreißen wollen, da sie ohne Fehl und Tadel sind.

Alles in allem, ausgebildete SängerInnen haben es schwer in einem Laienchor, da sie immer versuchen müssen sich "klein" zu halten um nicht aufzufallen.

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 03.12.2005, 09:23 
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Ich glaube, dass man in dieser Diskussion auch nicht den Unterschied zwischen leichten und schwerenStimmen ausser Acht lassen darf.
Eine schwere Stimme, die ausgebildet ist, wird es sehr viel schwerer haben, sich in einem Chor anzupassen, ohne sich dabei selbst zu "vergewaltigen" als eine leichte Stimme.
Ich habe ich z.B. mit einer Mezzosopranistin meiner Gesangsklasse im Duett gesungen, die eigentlich Instrumentalistin ist und Gesangsunterricht begonnen hatte, um im Chor besser singen zu können , da sie Chormusik über alles liebte. Sie hatte einen sehr runden, schönen und bereits voluminösen Klang. Unsere Lehrerin hat ihr vom Chorgesang sehr schnell abgeraten, bei mir dagegen gesagt, dass das durchaus möglich sei, es hinge eben von dem Chor ab.
Im übrigen hätte ich jetzt auch ohnehin keine Wahl mehr, denn das Singen in einem Chor/Vokalensemble ist für mich verpflichtend.
Da in meinem derzeitigen Ensemble aber ein grosser Teil der Stimmen auch in der Solo-Ausbildung sind, ist das vielleicht nicht so gravierend.
Cantilene


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BeitragVerfasst: 03.12.2005, 15:47 
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Ich habe bei mir bisher nur positive Auswirkungen des Unterrichts auf das Chorsingen feststellen dürfen. Auch wenn meine Stimme weiterhin an Tragfähigkeit zulegt: eine Jessye Norman werde ich nie und sehe daher auch in Zukunft keine unlösbaren Probleme. Sicher passt nicht jede Stimme in jeden Chor. In kleinen Chören müssen die Stimmen - ob ausgebildet oder nicht - gut harmonisieren, grosse Chöre haben mehr Integrationsbreite. Bei uns wird in der chorischen Stimmbildung sehr aktiv und mit hörbarem Erfolg daran gearbeitet, den Mädchen-Klang zu verbannen. Den Impuls zu einem unguten Kleinmachen habe ich bisher nur einmal verspürt, als ich zufälligerweise in einer Ecke mit lauter Chor-Statistinnen gelandet bin und wir einen sehr zarten Frauenchorsatz geprobt haben. Da hatte ich tatsächlich ständig das Gefühl, herauszustechen, aber das war nur ein lokales Problem. Seither achte ich darauf, andere Sängerinnen mit Unterricht in der Nähe zu haben, da geht es bestens.

ruediger hat geschrieben:
Es mag überspitzt klingen: Wenn man weit genug ist, kann man den Chor sogar als Übungsstunden für das Solo-Singen benutzen - Sich noch besser kennen lernen, Belastungen aushalten, Grenzen erkennen. Klar hört man sich dabei selbst kaum - Es geht trotzdem: Körper-Kopf-Gefühl.


Ich nutze den Chor auch als Übungsplatz, das macht die Probe spannend, (das Lerntempo im Chor ist halt manchmal sehr zäh). Die Übertragung der Technik von den Übungen auf die Literatur glückt mir oft noch nicht sooo gut, da ist der Chor eine gute Zwischenstufe. Besonders vorteilhaft ist, dass in der sicheren Menge all die psychologischen Barrieren wegfallen, die man sich so oft vor schwierigen oder exponierten Passagen aufbaut. Allerdings muss man dazu gelernt haben, nicht nur das Ohr, sondern das Körpergefühl zum Monitoring der eigenen Tätigkeit zu nutzen.

Cantilene, ich finde es sehr gut, wenn Chor- und Ensemblesingen zur Ausbildung dazugehört. Als Zuhörerin verdirbt es mir immer den Konzertgenuss, wenn ein Solist singt, als wäre er/sie alleine auf der Welt.

lucicare


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BeitragVerfasst: 03.12.2005, 15:59 
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musikavokale hat geschrieben:
Ich habe festgestellt, dass bei Stimmbildung im Chro nicht jede Sängerin die Auffassungsgabe hat und das umsetzen kann, was verlangt wird. Es sind immer Stimmen dazwischen, die sich einfach nicht anpassen können, es aber selber nicht merken. Sie singen "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist" meistens lauter als die anderen, denn es sind die sogenannten selbsternannten tragenden Stimmen, die andere mitreißen wollen, da sie ohne Fehl und Tadel sind.


Hallo Musika
Ist ja klar, chorische Stimmbildung hat ihre Grenzen. Es ist unmöglich zu kontrollieren, ob der Einzelne die Anweisungen richtig umsetzt, der Leiter kann sich da nur am Gesamtklang orientieren. Deshalb sollte zusätzlich noch Stimmbildung in Kleingruppen stattfinden. Und Störstimmen sind immer ärgerlich. Da kann es nötig sein, die Leute darauf hinzuweisen, was natürlich niemand gerne macht und lieber dem Chorleiter überlässt.

Liebe Grüsse
lucicare


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BeitragVerfasst: 12.12.2005, 20:07 
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Na liebe Freunde/innen, da brauch ich ja nun kaum mehr irgendwas noch beizutragen - es ist so gut wie alles zu diesem unerschöpflichen Thema gesagt, durchaus auch in dialektischer Art und Weise...
Die Quintessenz find ich ganz prima - Wenn man die einzelnen dazu beigetragenen Bausteine zu einem Ganzen zusammensetzt, kommt ein ganz vernünftiges Haus heraus.
Schön, dass das so gelaufen ist, wenn auch das Thema ja durchaus nicht neu war, denk ich, an der Historie der Beiträge in solchen Gesangsforen gemessen.
Lasst uns also fröhlich an den Techniken weiterbasteln...


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BeitragVerfasst: 23.01.2006, 16:08 
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Hallo

Während bisher eher die Meinung vertreten wurden, dass ausgebildete Stimmen im Chor zwar möglich sind, aber für den Sänger u.U. Probleme machen, habe ich kürzlich mit Interesse von einer positiven Auswirkung des Chorsingens auf die Entwicklung der Solostimme gelesen.

Die betreffende Sängerin ist keine geringere als Renée Fleming. Als sie schon längst solistisch sang, hat sie auch noch im Kirchenchor gesungen und fand das Verschmelzen mit dem Chorklang auch sehr schwierig. Erst im Chor, schreibt sie, hätte sie dann gelernt, was Stütze wirklich bedeutet und wie sie ohne jeden Druck im Passagio singen könne.

Finde ich sehr interessant und zeigt einmal mehr, wie viele Wege nach Rom führen.... :n110:


Gruss
lucicare :c0100:


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BeitragVerfasst: 24.01.2006, 00:43 
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Hallo Lucicare,

es kommt auf den Chor an und es kommt auf den Profi an. In einem hochkarätigen Chor kann sich durchaus ein Profi wohlfühlen, wenn er sich dem Chor anpasst. Wenn das Timbre der Stimme zu den anderen passt ist das ok.

Ich denke mal, Renee Fleming wird in diesem Chor bestimmt noch kein Profi gewesen sein und, wie gesagt, es kommt darauf an was das für ein Chor ist, wie hoch das Niveau ist.

Liebe Grüsse

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24.01.2006, 01:14 
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Nun, da sie die Dauer der Ausbildung etwa mit 10 Jahren angibt, war sie da noch nicht "fertig", hat aber schon längst auch solistisch gesungen. Ich war ja auch erstaunt, aber sie sagt, das Singen im Chor sei eines der Schlüsselelemente in ihrer Stimmbildung gewesen. Sie hatte eben auch die so oft genannten Schwierigkeiten, hat sie aber zum Anlass genommen, sich stimmlich weiter zu entwickeln, statt den Chor zu verlassen. Kann aber sicher nicht jede so machen! :n122: Leider macht sie keine weiteren Angaben zur Qualität des Chors, nehme aber auch an, es sei einer der besseren Sorte gewesen. :razz:

Gruss
lucicare :c0100:


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 Betreff des Beitrags: Re: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 06.08.2008, 23:21 
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Hallo zusammen,

Diese Diskussion ist ja schon etwas älter, und ihr habt auch schon sehr viel dazu geschrieben. Obwohl in meinem Fall der Titel "Auszubildende Stimmen im Chor" treffender wäre, denke ich, dass mein Anliegen hier am richtigen Ort ist...

Wie ich in meiner kurzen Vorstellung bereits erwähnt habe, stehe ich vor der Entscheidung, ob ich mit dem Chorsingen aufhören soll oder nicht.

In zwei Wochen sehe ich meine Gesangslehrerin wieder, und dann werde ich sicherlich mit ihr darüber sprechen. Aber vorab wollte ich mir schon einmal einige Gedanken dazu machen, und bin sehr froh, wenn ihr eure Meinungen, Erfahrungen usw einbringt.

Zu meiner Situation: Ich habe seit einem Jahr Gesangsunterricht, singe in einem Gospelchor (da eine Stimmlage anzugeben wäre sinnlos; ich wechsle ständig zwischen Sopran (1/2) und Alt (1), je nachdem, welche Stimme gerade jemand "sicheres" braucht (natürlich muss ich mich in dem Bereich wohl fühlen, sonst geht nix - aber die geforderten Umfänge sind auch nicht riesig). Ausserdem hätte ich die Möglichkeit, im Herbst in einem Projektchor weiterzumachen, das nächste Projekt ist Mendelssohns Elias. Es sind beides Laienchöre, beim Projektchor ist das Niveau aber etwas höher als beim anderen (da kann jeder mitsingen, der Lust dazu hat).

Vor ein, zwei Wochen war ich dann in einer Chorwoche (da sangen Chorleiter, Schul- und Kirchenmusiker, und Leute mit Chorerfahrung mit), wo ich Alt gesungen hab (und da ging's - für mich - recht tief runter - bis zum f), da habe ich zum ersten Mal realisiert, dass ich meine Technik (die noch längst nicht ausgefeilt ist) absolut nicht einsetze(n kann). Jetzt bin ich total ratlos, was ich tun soll... und habe mir gedacht, ich könnte ja mal so ne pro/contra-Liste erstellen, und auch da wäre ich um eure Hilfe froh. Ich ging mal von meiner Situation und dem Singen im Gospelchor aus.

Pro:
- gemeinsames Singen
- Harmonien (Harmoniestimme singen)
- Möglichkeit für Soli
- gemeinsames, sauberes Intonieren (naja, das wäre ein positiver Punkt, allerdings müssen erst mal alle die richtigen Töne treffen, bevor wir daran arbeiten könnten)

Ich mag die meisten Leute vom Chor total gut, und mit unserem Chorleiter arbeite ich auch gerne zusammen. Aber ob das ein Kritikpunkt ist/sein kann..?


Contra:
- (fast) keine Technik
- (technische) Fortschritte werden gemindert
- unkonzentriert, da nicht wirklich gefordert (das wäre in nem andern Chor (mit anderem Niveau) anders)

Im Moment fällt mir nichts mehr ein, obwohl es bestimmt noch unmengen Punkte gibt.

Ich habe nicht eine wahnsinnig grosse Stimme (oder kann sich das entwickeln?), rausgehört werde ich eher selten (der Chorleiter hat mich noch nie darauf angesprochen, also wird er mich wohl eher selten raushören). (Aber ich vermute mal, dass ich mich (unbewusst) schon etwas zurücknehme...) Was ihr geschrieben habt wegen dem Klang finde ich sehr interessant, und in der heutgen Probe ist mir aufgefallen, dass eigentlich alle (ich habe mich nur auf den Sopran konzentriert) mädchenhafter klingen als ich, obwohl sie etliche Jahre älter sind.

Bin echt froh, wenn ihr mir da irgendwie helfen könnt..!!

Liebe Grüsse
von der ratlosen Barbarina :n66: :n198:


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 Betreff des Beitrags: Re: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 07.08.2008, 19:50 
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Grüß Dich, Barbarina

Die Entscheidung, Chor ja oder nein kann Dir niemand abnehmen.
Zum Thema "Stimme heraushören aus den anderen" kann das einfach auch bedeuten, die Stimmen mischen sich gut, deshalb fällt keine heraus. Gerade in einem Profichor wie zB dem Bayrischen Rundfunkchor singen quasi die Besten der Besten. Jeder dort ist Solist, im Chor aber bilden sie eine Einheit. Es wäre geradezu fatal, wenn man 30 einzelne Stimmen hören würde.
Was Deine Technik in der Tiefe und auch in der Höhe betrifft wird sicherlich Deine Lehrerin massgeblich sein., doch solltest Du Dir bewusst sein, tiefe hat man, Höhe kann man lernen.
Wie bei einem Saiteninstrument ist der tiefste Ton die leere Saite (also ohne Verkürzung), höher geht es immer. deine Stimmbänder haben auch eine naturgegebene Länge, die durch Drücken auch nicht mehr wird, eher sogar weniger. Wie so oft ist Loslassen das Zauberwort.
In den Laienchören sitzen wesentlich mehr Mezzi oder Altistinnen als Soprane, allerdings nur, weil die meißten nicht wissen, wie man höher singt und bequem sind. Je professioneller ein Chor ist, desto magerer ist der Alt besetzt und bei den Profis gibt es massenhaft Soprane und kaum einen anständigen Alt.
Ich sehe aber, dass mein Kommentar Dir nicht unbedingt weiterhilft. Rede mit Deiner Lehrerin und höre auf Deine Stimme - sie sagt Dir, was gut für sie ist.
Stimme und Stimmung haben nicht von Ungefähr den gleichen Wortstamm

Enjoy your voice

Robin


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 Betreff des Beitrags: Re: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 08.08.2008, 11:40 
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Robin hat geschrieben:
... doch solltest Du Dir bewusst sein, tiefe hat man, Höhe kann man lernen.
Robin


Einspruch Euer Ehren :abgelehnt :kaffee
Klar, es gibt tiefe Stimme und hohe Stimmen, Tiefe kann man bzw. frau haben. Aber singen in der Tiefe muß frau auch lernen, die Übergänge, die Mischung von Brust- und Mittelstimme, was setze ich wann ein, wieviel "Hauch" darf sein ganz unten, wie transportiere ich den "Schmelz" in der Mittelstimme bis ganz runter.
Leider leider, man muß beides lernen : Höhe und Tiefe

Liebe tieftönende und Herz-zerschmelzende Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags: Re: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 09.08.2008, 14:25 
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Hallo zusammen,

Uralt, ich weiss ja nicht ob ich's richtig verstanden hab, aber ich denke, Robin hat gemeint, dass die Höhe ausbaufähiger ist als die Tiefe.

Ja, mit meiner GL werde ich reden, und auch mit dem Chorleiter...

Was die Stimme angeht, und den Fortschritt usw. ist für mich ziemlich klar, dass ich aufhören muss. Aber irgendwie... :n66: naja, ich schau mal was meine Lehrerin meint.

Liebe Grüsse, und danke für eure Antworten
Barbarina


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 Betreff des Beitrags: Re: ausgebildete stimmen im chor
BeitragVerfasst: 09.08.2008, 19:54 
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Hallo Barbarina,

ich denke mir, jeder der sich dem Sologesang mit Gesangsausbildung widmen will und in einem Chor singt, der wird früher wie später vor dieser Frage stehen.

Ich selbst bin erst durch einen Chor zu einem Chorprojekt mit Gesangsunterricht gekommen und dadurch zu dem regelmäßigem Gesangsunterricht. Irgendwie stellte sich bei meiner ersten G.lehrerin nie dieses Problem, nein sie hat mir sogar einen professionelleren Chor empfohlen. Ach was war ich glücklich, ein zweiter Chor mit der Literatur und Anspruch der genau nach meinem Geschmack war. JA und dann noch Chorstunde nach meinem Gesangsunterricht, noch besser sollte es ja wohl nicht gehen. Ich war eingesungen und hatte zudem nicht den Anfahrtsweg. Ich war glücklich, intensive Proben, tolle Konzerte und Konzertreisen. Die Kameradschaft war auch toll und ich war rundum zufrieden.

Warum ich WAR geschrieben habe? Ich mußte mich genau wie du irgendwann entscheiden. Ich merkte immer mehr, daß ich nicht mehr wusste wo ich hingehöre zum anderen konnte ich auch nicht mehr mit meiner Stimme soooo umgehen. Es war die Situation, daß ich das gerade erlernt vom Gesangsunterricht noch nicht verinnerlicht hatte, die anderen Stimmen überwiegend auch ausgebildet waren und ich mich, wie die anderen auch, nicht selbst gehört habe. Ich konnte mich nicht kontrollieren und rutschte ruckzuck wieder in die ohne Gesangsausbildungstimme ab. Alles war vergessen und die Gesangsunterrichtsstunde umsonst. Ich kam mir vor, als ob ich auf der einen Seite etwas für meine Stimme mache und auf der anderen Seite dagegen steuere. Also Blödsinn, eine Entscheidung musste her. Ich entschied mich schweren Herzens gegen diesen und den anderen Chor. Es nutzte auch nicht den G.unterricht auf einen anderen Termin zu legen..... Nichts mehr mit Kameradschaft sondern Einzelkämpfer, die Chorkonzerte besuchen war schon schlimm und wie oft habe ich gegrübelt, ob meine Entscheidung richtig war. Es war schon eine komische Zeit, denn ich sang doch schon viele Jahre, ja schon über 25 Jahre regelmäßig im Chor. Die Proben und Feiern fehlten mir, die wöchentlichen Treffs und und und.
Ich merkte aber auch, daß ich mich nun viel intensiver auf meine Stimme konzentrieren konnte, es ging Schritt für Schritt nach vorne (na gut auch mal zurück hihihhi) klar gab es immer und gibt es immer noch diese komischen Fragezeichen ob man etwas im G.unterricht richtig verstanden hat, jedoch man geht konsequent einen Weg der einen dann auch zum Ziel führt und man kommt nicht immer und immer wieder von diesem Weg ab.

Ich persönlich würde jedem, der die Gesangsausbildung beginnt immer von der Chorarbeit abraten. Zumindest so lange bis sich die Stimme gefestigt hat, man sie nicht mehr soooooo kontrollieren muß im Sinne von sich selbst extrem hören müssen um zu wissen, ob man technisch in seiner Schiene ist.... Später wenn sich die Stimme gefestigt hat und man nicht mehr sooooooo extrem gegen den G.unterricht steuert, dann kann man sich überlegen einem dem Niveau angepassten Chor anschließt. Niveau in dem Sinne, daß man mit der ausgebildeten Stimme nicht herausgehört wird und seine Stimme verstellen muß um dazu zu gehören ohne aufzufallen.

Viele Grüsse
Chero


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Wieviel Auszeit verträgt eine ausgebildete Stimme ?
Forum: Stimme
Autor: Anonymous
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