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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 10:09 
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Hehe, eine Freundin (die noch größer ist als ich) erzählte mir einst, wie jemand zu ihr sagte: "Wie, Sie wollen den Cherubino singen? Ja, wollen Sie dem Grafen denn auf den Kopf spucken ....?" :n129:

Aber ich wollte noch was zu Petronella sagen: Du scheinst ja auch so ein nicht eindeutig zuzuordnender Fall zu sein, nicht wahr? Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, umso mehr stelle ich fest, dass es einfach keine wirklich eindeutigen Indizien gibt, um die Stimmlage festzustellen, sondern ich denke, dass es letztendlich eine Kombination aus vielem ist und da sowohl phyische als auch psychische Dinge eine Rolle spielen. Und wie ich ja woanders schon schrieb, gibt es Grenzfälle, denn die Natur teilt nicht so exakt ein wie wir das gern hätten. Und irgendwann ist es vielleicht auch eine Frage des Temperaments, bzw. mit welchen Rollen man sich am ehesten identifizieren kann. Wir nebenberuflichen und Hobbysängerinnen müssen uns ja eh nicht so sehr ums "Fach" scheren. :92

LG

Octaviane

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 10:25 
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Man muss sich einmal vorstellen wie der Mensch gebaut ist.

Lange Stimmbänder und die Masse, Dicke der Stimmlippen sind ausschlaggebend für die Höhe und Tiefe einer Stimme. Wenn man sich eine Geige ansieht, die tiefste Seite G ist am dicksten, die E Seite ist ganz dünn. Verkürzt man die Seiten nun durch die Finger, werden sie kürzer und höher. Also, lange Stimmbänder und die Masse der Stimmlippen sind tiefe Stimmen, Männerstimmen, Bässe habe also längere Stimmbänder als Tenöre. Bei den Frauen ist das geau so.

Aber, um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, es gibt keine Norm wie groß eine Opernsängerin sein soll, ob klein, dick, groß oder dünn, es hängt auch vom Timbre einer Stimme ab und wenn ich eine Stimme höre, weiß ich nie wie groß oder klein diese Sängerin ist, sie gefällt mir persönlich oder nicht.

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 11:34 
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Der Zuschauer verbindet mit den Rollen, immer auch ein optisches Bild. Einen Siegfried würde sich niemand klein vor stellen. Kleinzack dagegen schon. Die gesanglichen und körperliche Identität, sollten meines Erachtens, eine harmonische Einheit bilden. Nur so wirkt eine Rolle glaubwürdig.


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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 12:53 
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Ich würde das aber auch nicht verallgemeinern. Letztens sah ich beispielsweise im TV eine Aufführung des Rosenkavaliers, bei der Octavian ziemlich kurz geraten war und die Feldmarschallin ungefähr meine Statur hatte. "Er" war bestimmt einen Kopf kleiner als sie und soweit ich erinnere, war sogar die Sophie ein winziges Stück größer. Erst war ich in der Tat etwas befremdet - stellt man sich den "Rosenkavalier" nicht eher groß und schlank vor? - , da aber die gesangliche Leistung und das Spiel so gut waren, waren diese Äußerlichkeiten letztendlich nebensächlich.

Trotzdem stimmt es natürlich, dass man zumeist für gewisse Rollen auch einen gewissen Typ vor Augen hat. Manchmal passen nur die Vorstellungen und die Rollenanforderungen nicht unbedingt zusammen, wenn ich da an eine Strauss-Salomé denke oder eine Madame Butterfly...

Octaviane

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 13:28 
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Wenn die Sängerin gesanglich überzeugt, spielt eine nicht passende Größe, nur eine untergeordnete Rolle, und soll das auch nicht verallgemeinern. Nur anders herum ist es eben überzeugender.


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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 13:46 
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Eigentlich ist der Rosenkavalier ja noch ein Knabe und noch nicht ausgewachsen.....

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 14:31 
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Naja, 17jährige (ist das nicht Octavians Alter?) sind ja mitunter schon ziemlich groß, auch wenn sie noch nicht voll ausgewachsen sind ... Aber es gibt natürlich auch kleine 17jährige, insofern kommen wir da wohl in den Bereich der persönlichen Vorstellung. big_engel

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 14:54 
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Ich denke, dass es viel eher auf die Ausstrahlung des Sängers/ der Sängerin als auf die Körpergröße ankommt. Oftmals haben ja kleine Menschen, dadurch dass sie sich gefühlt mehr "durchsetzen" müssen im Alltag, eine aufrechtere und dadurch imposantere Körperhaltung als große Menschen, die sich vielleicht lieber instinktiv kleiner machen wollen, da sie so "weit weg sind" von den meisten Gesprächspartnern. Wenn ich da zb an eine Opernsängerin in Frankfurt denke, die Barbara Zechmeister, die war als Freia glaub ich schon recht überzeugend obwohl sie keine 1,60m ist (oder zumindest habe ich sie so klein in Erinnerung, als ich mal bei ihr vorgesungen habe), erstaunlich ist aber auch, dass sie auf der Bühne gar nicht so klein gewirkt hat, wie in Real, also kommt das auch noch dazu, dass man die tatsächliche Körpergröße der Sänger oft nur schwer und wenn überhaupt nur in Relation zum restlichen Bühnenbild erraten kann und wenn diese stimmen, dann ist die Körpergröße wirklich egal. ok, Liliputaner sollte man vielleicht nicht gerade sein, weil ich glaube, dass da auch das Lungenvolumen problematisch sein kann... :n129:

Und zum Thema "Fach-Körpergröße": ich bin laut meiner Gesangslehrerin ein hoher, leichter Koloratursopran obwohl ich bestimmt 10 cm größer bin als die meisten meines Faches, so what? :n182:

Lg, Olympia

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 15:10 
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Octaviane hat geschrieben:
Naja, 17jährige (ist das nicht Octavians Alter?) sind ja mitunter schon ziemlich groß, auch wenn sie noch nicht voll ausgewachsen sind ... Aber es gibt natürlich auch kleine 17jährige, insofern kommen wir da wohl in den Bereich der persönlichen Vorstellung. big_engel


mitunter ja, aber sie sind m.E. noch keine Männer.... big_denken

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BeitragVerfasst: 05.10.2011, 16:44 
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Auf jeden Fall muss Sie eine "Große" sein.


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BeitragVerfasst: 08.10.2011, 15:30 
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Ist zwar etwas OT, aber hat irgendwo auch was mit Körpermerkmalen zu tun, daher ...

Ich lese gerade in einem amerikanischem Gesangsforum über lustige/absurde Kommentare von so genannten "Profis", warum man dieses oder jenes Stimmfach sein soll. Das Beste bisher:

Ein hoher, leichter Sopran singt eine Sopranarie mit wunderbar schwebenden hohen Tönen vor. Ein Jurymitglied geht zu ihrer Lehrerin und meint, dass sie ein Mezzo sei und Mezzo-Repertoire singen sollte. Als die Lehrerin nachfragt warum, war seine Antwort ....


"Sie hat so kräftige Waden"

big_haue1

Da seht ihr es... man muss Sängern nur auf die.... Beine schauen und schon weiß man Bescheid big_lala

Kopfschüttelnde Grüße von

Octaviane

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BeitragVerfasst: 08.10.2011, 16:27 
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BeitragVerfasst: 08.10.2011, 21:17 
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Die "Klassifizierung" anhand der Waden wundert mich überhaupt nicht. Daran sieht (erkennt) man nur einmal wieder, wie augenlastig unsere Wahrnehmung ist und wie sehr diese von "Regeln" beeinflusst wird.

In irgend einem schlauen Buch wurde auch behauptet, man könne an bestimmten Merkmalen im Gesicht die Stimmlage erkennen. Zu diesem Zweck waren die Gesichter von Maria Stader (Sopran) und Agnes Baltsa (Mezzosopran) nebeneinander abgebildet. Nun, MEIN Gesicht hat eindeutig mehr Ähnlichkeit mit demjenigen von Maria Stader, aber kein Mensch würde je von mir behaupten dass ich ein Sopran sei. Aber wenigstens habe ich die kräftigen Waden die angeblich die tiefere Stimmlage verraten... big_rofl

Wie groß soll eine Opernsängerin sein? Nun, einfach so groß dass sie wie ein erwachsener Mensch aussieht, so groß wie Frauen im ganz alltäglichen Leben eben sind. Bei den Frauen ist ja die Spanne der Körpergröße ohnehin relativ gering, da spielt sich alles im Bereich +/- 20 cm ab.

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
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(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 09.10.2011, 11:29 
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Es geht noch weiter:

Dem Mezzo, dem gesagt wird, wenn sie nur abnehmen würde, würde sich ihre wahre Stimme (angeblich Soubrette) schon zeigen, ihre Stimme sei so dunkel wegen des hohen Fettanteils im Blut .... aaahja ... :roll:

Oder dagegen die dramatische Sopranistin (ca, 1,70m, Kleidergröße 44), der gesagt wird, um Turandot zu singen, müsse sie ja wohl unbedingt noch zunehmen! big_essen

Aber mal im Ernst:
Was einem diese Beispiele auf jeden Fall zeigen ist, dass man genau schauen sollte, wer in welcher Situation einem einen Ratschlag zu seiner Stimme gibt. Das Problem mit Vorsingen oder ein paar Liedern/Arien auf Konzerten ist immer, dass sie nur einen Ausschnitt der eigenen Stimme zeigen. Die wenigsten werden nach 5 oder 10 Minuten eine Stimme umfassend beurteilen können, zumal wenn sie noch in der Ausbildung ist. Die Gefahr ist dann, als junger bzw. in der Ausbildung befindlicher Sänger verunsichert zu werden, weil man ja glaubt, dass "die da vorne" schon wissen, was sie tun. (Been there, done that ....was habe ich nicht aufgrund solcher "Momentaufnahmen" schon alles ausprobiert :kaffee ).

Ein Lehrer, der einen länger kennt und die Entwicklung der Stimme aus nächster Nähe mitbekommt, wird in den meisten Fällen ein akkurateres Urteil fällen können. (Vorausgesetzt natürlich, er oder sie schätzt die Stimme richtig ein)

Wenn die Ausbildung dann fortgeschritten ist und verschiedene kompetente Leute immer wieder die gleiche oder ähnliche Einschätzungen geben, lohnt es sich allerdings vielleicht doch, einmal darüber nachzudenken... aber die 1. Instanz sollte mE der/die Lehrer/in meines Vertrauens sein.

LG

Vitellia

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BeitragVerfasst: 09.10.2011, 16:09 
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wirklich amüsant, nur erschreckend, dass es kein Scherz war sondern wohl ernstgemeint von den "Profis"...

AK-Kontraalt hat geschrieben:
Wie groß soll eine Opernsängerin sein? Nun, einfach so groß dass sie wie ein erwachsener Mensch aussieht, so groß wie Frauen im ganz alltäglichen Leben eben sind.


Ja, nur wie sieht es mit Kinderrollen aus, also ich meine nicht Rollen, die von Kindern übernommen werden, sondern wenn erwachsene Frauen ein Kind darstellen? Ich würde zum Beispiel den Oscar im Maskenball von Verdi eher kleiner besetzen als die Amelia, da es sich ja um einen Knaben von vielleicht 10 oder 11 Jahren handelt, nicht wie um einen 17 jährigen im Fall Oktavian im Figaro? Da sollte die Obtik ja dann schon passen, gerade auch, weil es ja eine hohe Sopranpartie ist und somit die Stimme auch eher "kindlich" gedacht war vom Komponisten, sonst hätte er sie eher mit Mezzo oder gar Tenor besetzt.

Lg, Olympia

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BeitragVerfasst: 10.10.2011, 21:44 
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Meiner Meinung nach ist die körperliche Größe von Sängern eher von untergeordnetem Interesse, außerdem kann man "nachhelfen". Nur manche nichtsnutzige Regisseure der heutigen Zeit meinen, nur großgewachsene schlanke Sänger z. B. als Liebespaar einsetzen zu können, weil ihnen bei der Führung der Figuren nichts einfällt, Stimme ganz egal. Probleme kann es nur bei sehr dicken (und alten) Sängern geben, da kann man nur beschränkt "korrigieren".
Aber was soll´s, keine Sorge mit der Größe solange die Stimme läuft ...
Gruß
alfredo

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BeitragVerfasst: 10.10.2011, 23:14 
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Also : Bei Wagner wird es schwierig. Stellt Euch Göttervater Wotan mit der Figur von Mime oder Alberich vor - und umgekehrt ! Der ehemalige Zehnkämpfer Peter Hofmann überzeugte als Siegfried weniger durch seine Stimme als durch sein Aussehen, das ihm auch als Siegmund zugute kam.
Es ist durchaus von Vorteil, wenn eine Kundry oder Venus ( ! ) ihre Rollen auch optisch verkörpern, womit wir - diesseits von Wagner - z. B. bei Puccinis Tosca oder Verdis Violetta wären.
Und was wäre ein Don Giovanni ohne Sexappeal, mit einer Körpergröße von 165 Zentimetern ?

Ciao. Ospite :pfeif:


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BeitragVerfasst: 10.10.2011, 23:18 
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ospite hat geschrieben:
Und was wäre ein Don Giovanni ohne Sexappeal, mit einer Körpergröße von 165 Zentimetern ?



Also ich kenne durchaus Männer mit Sexappeal von dieser Körpergröße... :pfeif:

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BeitragVerfasst: 11.10.2011, 09:06 
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Zitat:
Es ist durchaus von Vorteil, wenn eine Kundry oder Venus ( ! ) ihre Rollen auch optisch verkörpern, womit wir - diesseits von Wagner - z. B. bei Puccinis Tosca oder Verdis Violetta wären.


Lieber ospite,

natürlich ist es nett, wenn man (übrigens auch wir Damen!) auch was fürs Auge geboten bekommt, wobei Attraktivität ja nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, wie schlank oder mollig, groß oder klein jemand ist, letztendlich kommt es mE doch mehr auf die Bühnenpräsenz als auf das Aussehen an. Und warum sollte eine Tosca nicht auch mollig sein?

Wenn aber nur noch nach Aussehen besetzt wird und die stimmliche Eignung in den Hintergrund tritt, läuft irgendetwas falsch. Wir sind nun einmal in der Oper und da sollte die Stimme doch noch die Hauptrolle spielen, oder? Und dann wundert man sich, warum es angeblich so wenig dramatische Stimmen gibt. Vielleicht sind die ja gar nicht sooo selten, sondern fallen einfach durchs Raster, weil sie a) die Ausbildung länger dauert oder sie b) oft den figürlichen Ansprüchen nicht entsprechen? Viele Partien werden mE heute zu leicht besetzt. Ich persönlich höre und (sehe) lieber eine übergewichtige Venus, die das nötige Durchhaltevermögen für ihre Rolle mitbringt, als einen stimmlich hochgepushten lyrischen Sopran oder Mezzo - und sei sie noch so attraktiv - die nur mit Ach und Krach durch die Partie kommt...

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 11.10.2011, 16:16 
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D`accord, mesdames !
Bei Giovanni meine ich einen Sänger, der ohne erotische Ausstrahlung ist und außerdem ( ! ) auch noch klein. Und dass natürlich der Gesang stimmen muss, steht außer Frage. Gott sei Dank gibt es heutzutage z. B. Sänger wie Thomas Hampson oder Juan Diego Florez, die beiden Kriterien gerecht werden. Sängerinnen wie die Harterios oder die Hochdramatische Herlizius , um mal die Netrebko nicht als Beispiel zu nennen, kommen dem akustischen und optischen Ideal recht nahe, von Georghiu und Garanca ganz zu schweigen. Dieser " Netrebko - Effekt " ist - man kann das beklagen - heute für eine Karriere auf der Bühne quasi unverzichtbar geworden. Immerhin hat das zur Folge, dass Normalsterbliche erstaunt zur Kenntnis nehmen : Klassische Sängerinnen und Sänger sind ja gar nicht dick und unattraktiv, sondern bieten sogar äußerlich den Popgrößen Paroli - sängerisch sowieso....

Ciao. Ospite big_lala


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