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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 18:51 
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Welche originale barocke bis mittelalterliche Literatur gibt es für solo Tenorflöte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 20:35 
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Stimme hat geschrieben:
Welche originale barocke bis mittelalterliche Literatur gibt es für solo Tenorflöte?


Das hat jetzt mit dem Threadthema aber eher nix mehr zu tun, oder?
Ich würde dazu einen eigenen Faden aufmachen.

Ganz grundsätzlich ist das so eine Sache mit "original" in der Barockzeit. Da liest man häufig Angaben wie "Für Violine oder Traverso oder Oboe".
In der Barockzeit nahm man oft, was da war, mal dies, mal jenes.

Tenorblockflöte solo (ich nehme an, du meinst ohne Bc?) wird eher schwierig. Du kannst aber alles, was für Sopranblockflöte (c-Flöte) geschrieben wurde, auch mit Tenor spielen. Die ist ebenfalls eine c-Flöte, nur eine Oktave tiefer.

Zum Beispiel die Stücke aus "Der Fluyten Lusthof", eine frühbarocke Sammlung des blinden Blockflötisten Jacob van Eyck. Die sind mit wenigen Ausnahmen alle für Soloblockflöte.


Zuletzt geändert von Nelli_singt am 21.07.2020, 07:20, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 21:19 
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Nelli_singt hat geschrieben:
Das hat jetzt mit dem Threadthema aber eher nix mehr zu tun, oder?
Ich würde dazu einen eigenen Faden aufmachen.


Ich fragte hier, weil es genau hier mehrere Blockflötenspielende gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 23:26 
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Nelli_singt hat geschrieben:
moniaqua hat geschrieben:
Flöte und singen gleichzeitig ist übrigens nicht wirklich durchführbar.


In der zeitgenössischen Blockflötenliteratur ist das eine durchaus verwendete Technik.

So Sachen wie Papierblüte und so? :) Ja, das kenne ich auch von der Querflöte. Ich sehe das allerdings nicht so als singen an; man hat dabei ja keinen Text. Als Effekt ist es natürlich sehr interessant.

Bei den Saiteninstrumenten oder dem Klavier kann man ja (wenn man kann) wirklich Lieder dazu singen, sich also selber begleiten.

_________________
Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 09:17 
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moniaqua hat geschrieben:
Ich sehe das allerdings nicht so als singen an; man hat dabei ja keinen Text. Als Effekt ist es natürlich sehr interessant.

Bei den Saiteninstrumenten oder dem Klavier kann man ja (wenn man kann) wirklich Lieder dazu singen, sich also selber begleiten.


Ja, da hast du recht, mit dieser Art Singen (also mit Text) ist das natürlich nicht vergleichbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 15:09 
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Ich habe Flügelhorn/Trompete gelernt und die Atemtechnik hilft beim Singen. Außerdem ist auch die Orchestererfahrung für mich sehr wertvoll. Wegen der Lautstärke: für Blasinstrumente gibt es elektronische Dämpfer, so dass die Nachbarn nicht leiden. Aber empfehlenswert außer Klavier, das ist doch sehr Geschmackssache.

Vielleicht etwas ergänzendes, Instrumente, die in deinen Lieblingsstücken vorkommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 12:44 
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Ich denke, für mich kristallisierte sich die Barocktenorblockflöte (oder nennt man sie Tenorbarockblockflöte?), z.B. Kynseker von Mollenhauer, heraus. In wieviel Hertz ist die barocke Tenorblockflöte gestimmt? Barockmusik wird sowohl in 440 Hz als auch 415 Hz aufgeführt. Das ist im Chor oft sehr verwirrend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 21:00 
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Kynseker ist ein Renaissancemodell (bzw. frühbarock; jedenfalls kein typisch barockes Instrument).

Ob 440 oder 415, das musst du entscheiden. Ist ja auch eine Frage, mit welchen Instrumenten du zusammenspielst.
Hast du die Gelegenheit für ein 415er Ensemble, nimm 415. Spielst du mit auf 440 gestimmten Instrumenten zusammen, nimm 440.

Einsteigermodelle werden für gewöhnlich in 440/442 produziert. 415 ist noch nicht so verbreitet in der unteren bis mittleren Preisklasse, Tenor noch weniger.
Da wird es schnell richtig teuer. (Also, für Blockflötenverhältnisse, natürlich. Im Vergleich zu einem Konzertflügel sind das immer noch Kinkerlitzchen...).
Ich würde also zunächst eher zu 440 raten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 22:35 
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Nelli_singt hat geschrieben:
Hast du die Gelegenheit für ein 415er Ensemble, nimm 415. Spielst du mit auf 440 gestimmten Instrumenten zusammen, nimm 440.

Gelegenheit für Ensemblespiel habe ich nicht, bin generell eher Solist. Der Normalstimmton ist 440 Hz und der aktuelle Kammerton in Deutschland und Österreich kann 443 Hz sein, in der Schweiz ist 442 Hz möglich. Anscheinend kann man leider nicht auf 440 Hz "pochen". Das macht das Flötenspiel recht umständlich. Ich glaube nicht, daß man eine Flöte 2 Hz tiefer oder höher stimmen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 22:46 
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Tiefer ja, höher nicht.
Auseinanderziehen... Geht zumindest ein wenig. (Wenn du es übertreibst, stimmt die Flöte in sich nicht mehr.)

Blasdruck spielt auch eine Rolle. Flöte ist nicht wie ein Klavier, wo der Ton, einmal gestimmt, derselbe bleibt (bis sich das Klavier wieder verstimmt...). Du stimmst quasi beim Spielen, also jedenfalls das Finetuning. Mit Blasdruck, mit alternativen Griffen.

Google mal ein bisschen, schau dir die Firmenhomepages an, lies dir Beschreibungen durch.
Manche Flöten sind heute auf 442 gestimmt, ältere eher auf 440.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 22:47 
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Hm. Tenorblockflöte. Schönes Instrument. Spiel' ich gern. Ist aber ein Ensemble-Instrument. Solo-Literatur dafür gibt's eher wenig - zumindest vor dem 20 Jh. und die ist in der Regel dann eher anspruchsvoll. Oder gaaaanz trivial...
Wenn man's solo spielen möchte, kommt man für Barock und Renaissance um (eigene) Bearbeitungen oder mindestes Transponierungen schlecht herum...
Klar kann man den Fluyten-Lusthof auch auf Tenor spielen. Ist aber schwieriger, als mit der z.T. bereits deutlich anspruchsvoll zu spielenden originalen Sopranflöte. Zumindest, wenn man in allen Variationen im Tempo bleiben möchte.
Für "Mittelalterliteratur" - OK. Ist aber nicht HIP, wenn man darauf Wert legt. Das wär dann auch eher die Sopranblockflöte...

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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 29.07.2020, 23:03 
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die 440 (oder 415, oder 395) Hz sind nicht in Stein gemeisselt... Das ist eher nur grobe Orientierung...
Also die großen deutschen Hersteller stimmen nach DIN-Norm - 440 Hz bei 20°C, wenn nichts anderes angegeben. Ob der Blasdruck und die Luftfeuchtigkeit auch normiert sind, weiß ich nicht.
Wenn Du länger spielst, steigt die Temperatur und die Feuchtigkeit im Instrument (Dein Atem hat 37°C und ist bei dieser Temperatur wasserdampfgesättigt). Beides treibt die Stimmung in die Höhe. (Deswegen ist es so schwierig, in der kalten Kirche im Ensemble zu spielen: Die Lufttemperatur steigt in den unterschiedlich großen Instrumenten unterschiedlich schnell.)
Und wenn Du stärker oder schwächer reinbläst, kann sich die Stimmung um bis zu einem Viertelton nach oben oder unten ändern. Also, wie Nelli_singt schon geschrieben hat: für die Intonation bist Du selber verantwortlich. (Das ist mithin der Grund, warum Blockflöten bei ungeübten Ensemles - Kinder! - besonders im unisono so scheiße klingen. Nur "irgendwie" reinblasen und die richtigen Löcher auf- und zumachen reicht halt nicht)
Aja: und je kleiner das Instrument, desto giftiger reagiert es auf spieltechnische Defizite... (ein Grund, warum professionelle Ensembles gerne auch im tiefen Consort spielen - das macht's einfacher)

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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 30.07.2020, 21:11 
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Nelli_singt hat geschrieben:
Tiefer ja, höher nicht.
Auseinanderziehen... Geht zumindest ein wenig. (Wenn du es übertreibst, stimmt die Flöte in sich nicht mehr.)

Blasdruck spielt auch eine Rolle. Flöte ist nicht wie ein Klavier, wo der Ton, einmal gestimmt, derselbe bleibt (bis sich das Klavier wieder verstimmt...). Du stimmst quasi beim Spielen, also jedenfalls das Finetuning. Mit Blasdruck, mit alternativen Griffen.

Google mal ein bisschen, schau dir die Firmenhomepages an, lies dir Beschreibungen durch.
Manche Flöten sind heute auf 442 gestimmt, ältere eher auf 440.



Weshalb 442 Hz? Damit man sie auseinanderziehen muß, um die Stimmung auf 440 Hz zu senken?


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 30.07.2020, 21:33 
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Tiefer ja, höher nicht.
Auseinanderziehen... Geht zumindest ein wenig. (Wenn du es übertreibst, stimmt die Flöte in sich nicht mehr.)

Blasdruck spielt auch eine Rolle. Flöte ist nicht wie ein Klavier, wo der Ton, einmal gestimmt, derselbe bleibt (bis sich das Klavier wieder verstimmt...). Du stimmst quasi beim Spielen, also jedenfalls das Finetuning. Mit Blasdruck, mit alternativen Griffen.

Google mal ein bisschen, schau dir die Firmenhomepages an, lies dir Beschreibungen durch.
Manche Flöten sind heute auf 442 gestimmt, ältere eher auf 440.



Weshalb 442 Hz? Damit man sie auseinanderziehen muß, um die Stimmung auf 440 Hz zu senken?


Frag nicht mich, ich bin kein Instrumentenbauer.

Und ansonsten - siehe TM Pestosos Beitrag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 01.08.2020, 19:51 
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Auseinanderziehen... Geht zumindest ein wenig. (Wenn du es übertreibst, stimmt die Flöte in sich nicht mehr.)

Blasdruck spielt auch eine Rolle. Flöte ist nicht wie ein Klavier, wo der Ton, einmal gestimmt, derselbe bleibt (bis sich das Klavier wieder verstimmt...). Du stimmst quasi beim Spielen, also jedenfalls das Finetuning. Mit Blasdruck, mit alternativen Griffen.

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Manche Flöten sind heute auf 442 gestimmt, ältere eher auf 440.



Weshalb 442 Hz? Damit man sie auseinanderziehen muß, um die Stimmung auf 440 Hz zu senken?


Vielleicht, um sowohl 440 Hz als 442 Hz kaufen zu müssen und somit den Instrumentrnbauer finanziell stärker zu unterstützen :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 01.08.2020, 19:58 
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Hey ich finde die Idee, noch ein Instrument zu lernen sehr gut! Man kann meiner Meinung nach nie genug Instrumente lernen. Solange wie die Lust und Freude vorhanden ist, ist es immer ein wunderschönes Gefühl big_ok .
Ich persönlich bin großer Fan vom Schlagzeug. Da du ja Gitarre und Klavier gelernt hast, wäre das Schlagzeug doch eine schöne Erfrischung oder ? Da kannst du dann nochmal einen ganz anderen Weg einschlagen. Hier kannst du Informationen über das Schlagzeug erhalten, wenn du dich mal reinlesen möchtest. Ich finde, dass der Ratgeber ein sehr guter Start ist, um das Gefühl für ein Instrument zu kriegen. Aber natürlich muss es dich auch selbst gefallen. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deiner Suche big_applaus

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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 01.08.2020, 21:55 
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Weshalb 442 Hz? Damit man sie auseinanderziehen muß, um die Stimmung auf 440 Hz zu senken?


Vielleicht, um sowohl 440 Hz als 442 Hz kaufen zu müssen und somit den Instrumentrnbauer finanziell stärker zu unterstützen :-)

Unsinn. OK: Ich seh‘ den Smily... :-)
Die 2 Hz lassen sich durch Blasdruck locker ueberkompensieren. Und wenn man ohnehin nur allein spielen will, ist die Frage nach der Stimmung eh‘ ziemlich akademisch...
Außerdem liegt ein Instrument auf Spieltempertur sowieso darüber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Welches Instrument neben Gesang?
BeitragVerfasst: 02.08.2020, 10:18 
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Der Punkt ist tatsächlich das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten. In den letzten Jahren hat sich ganz allgemein die Stimmung für a' in Richtung 442 / 443, teilweise sogar 444 bewegt, weil insbesondere die Streichinstrumente durch die höhere Saitenspannung dann brillanter klingen. Da müssen also die Instrumente, die nicht mal eben für den Anlass stimmbar sind, nachziehen. Und da Blockflöten ad hoc eben nur tiefer gestimmt werden können, werden die Serienflöten inzwischen eben zu einem großen Teil in 442 gebaut. Ein wenig ist dann tatsächlich nach oben durch Wärme und Blasdruck ausgleichbar, aber im Endeffekt ist es ein Kompromiss.

Ob eine Blockflöte laut oder leise ist, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: von der grundsätzlichen Bauweise und vom Aufschnitt. Schulflöten und hochbarocke Flöten haben in der Regel eine umgekehrt konische Innenbohrung. Das macht den Ton an sich brillanter und wendiger, weil obertonreicher. Frühbarocke und Renaissance-Flöten haben in der Regel eine zylindrische Innenbohrung, die im Fuß sogar noch aufgeweitet werden kann. Dadurch klingen sind grundtöniger und eben auch lauter. Man kann das ganz einfach testen, welche Bohrung man hat: Wenn man alle Löcher schließt und den Atemdruck erhöht, wird bei einer umgekehrt konischen Bohrung die Flöte in eine meist unreine Septime überblasen. Bei einer zylindrischen Bohrung wird die reine Oktave erklingen. Deshalb - und weil die Flöten oft lautstärkemäßig eine größere Bandbreite bieten - geht man bei modernen Flöten hin und nutzt eine eher zylindrische Bohrung. Und zu Anfang der Blockflöten-Renaissance zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde viele Flöten ebenfalls mit einer (mehr oder weniger) zylindrischen Bohrung gebaut. Beim Aufschnitt gilt: Je größer, desto lauter.

Ich halte es für gut, wenn Sänger/innen sich auch mit einem reinem Melodieinstrument befassen. Manche Komponisten haben Gesangsstimmen gerne mal instrumentaler angelegt, und da ist es von Vorteil, wenn man schon Erfahrungen mitbringt, die unabhängig vom Gesang sind. Bach ist da zum Beispiel ganz groß drin *grins*. Blasinstrumente liegen für mich nahe, weil sie relativ nah am gesanglichen Geschehen sind - auch hier wird mit Luft der Klang erzeugt und die Atemstütze ist wichtig.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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