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 Betreff des Beitrags: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 14.01.2015, 16:59 
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Hallo,

bei Youtube und auch im Fernsehen habe ich vereinzelt Sänger gesehen, die statt der Noten einen Tablet-PC benutzt haben. Noten aus dem Internet oder eingescannt, speichern, fertig. Das wäre eigentlich genau das Richtige für meinen schon etwas betagten Tablet-PC, der leider nicht so sehr schnell ist und nur WLAN kennt.

Hat jemand Erfahrungen damit ?

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 14.01.2015, 18:50 
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Lieber Andreas,

Tablet ist ja ganz schön, aber für ein Konzert würde ich immer die Noten in Papierformat vorziehen.

big_lala

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 14.01.2015, 19:14 
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ich nehme an, Du kritzelst dann mit dem Bleistift auf dem Tablet, um Deine allfälligen Eintragungen zu machen...?

Ernsthaft: es gibt eine ganze Reihe von Pros und Konts für sowas.

Als Pro fällt mir eigentlich nur ein, daß es für CR-freie Werke Druck- oder Kopierkosten spart und daß der Carmen-oder MaPa-Klavierauszug damit deutlich leichter wird.

Konts:
Bei längeren Werken kann es sein, daß externer Strom nötig wird
kann ausfallen
Notizen?
es gibt evtl keine aktuelle Ausgabe
nicht CR-freie Werke gehen nicht, weil Scannen dann = CR-Verstoß
ist bei "normalen" Werken schwerer
ein normales Notenblatt entspricht 14", ein Notenheft ca. 20" - Tablet hat üblicherweise 7-10"...
2 Seiten nebeneinander ist ziemlich winzig - und bei manchen Sachen hast Du nur ein System/Seite...
Beleuchtung kann stören
uneinheitliches Bild, wenn nicht alle mit Tablet
Vermutlich unterschiedliche Ausgaben, wenn nicht alle mit Tablet - Orchester!
Vor- und Zurückblättern über mehrere Seiten bei DaCapo-Stellen oder anderen Sprüngen kann zu lange dauern

...

geben tut's sowas schon seit 9-10 Jahren (hieß ante Tablet "elektronisches Notenbuch") - es hat wohl seinen Grund, warum's sich bislang nicht durchgesetzt hat

Und dann stellt sich mir noch die Frage, was ökologisch nachhaltiger ist - Notenpapier oder elektronische Hardware?

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 14.01.2015, 22:23 
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T M Pestoso hat geschrieben:
ich nehme an, Du kritzelst dann mit dem Bleistift auf dem Tablet, um Deine allfälligen Eintragungen zu machen...?


Es gibt Programme, mit welchen man Notizen in pdfs machen kann.

T M Pestoso hat geschrieben:
nicht CR-freie Werke gehen nicht, weil Scannen dann = CR-Verstoß


Wenn man das Original dabei hat?! Dann dürfte ja auch kein Pianist Noten kopieren, um nicht blättern zu müssen.

T M Pestoso hat geschrieben:
ist bei "normalen" Werken schwerer


Kommt drauf an.

T M Pestoso hat geschrieben:
Beleuchtung kann stören


Wenn es dunkel ist, haben die Tablets/Ebookreader einen Vorteil. Die haben ihr eigenes Licht dabei.

T M Pestoso hat geschrieben:
Vor- und Zurückblättern über mehrere Seiten bei DaCapo-Stellen oder anderen Sprüngen kann zu lange dauern


Lesezeichen setzen :)

Ich selber lese immer noch aus schnöden Noten. Was mich, wenn, interessieren würde, wäre ein Ebook-Reader mit Ebook-Notendateien. Da ist das Problem mit dem Strom nicht und Beleuchtung stört i.d.R auch nicht. Ich fände das schon für manche Zwecke praktisch. Zum Beispiel backstage bei Opern nochmal wacklige Stellen kurz nachschauen. Oder in der Osternacht, da sollte die Kirche anfangs eigentlich zappenduster sein.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 10:54 
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Würde mich auch interessieren.
Ich finde, das Blättern geht auf dem Tablet doch viel problemloser als mit raschelnden Noten, wo man dann manchmal die Seite nicht richtig erwischt.
Auf meinem Tablet kann ich wunderbar Notizen zu allem möglichen hinzufügen.
Ich weiß nur noch nicht ganz, in welcher Form ich die Noten auf das Tablet bekomme.

Außerdem schleppe ich momentan jedes Mal, wenn ich zu meinem Bruder fahre, Ordner an Papier mit mir herum, nur weil sich vielleicht die Gelegenheit ergeben könnte, daß er korrepetiert und ich singen üben kann. Da müßte ich dann nur noch die Hälfte mitschleppen - für meinen Bruder eben.

Also ich würde das auch gerne machen, weiß aber im Moment noch nicht ganz wie.

Gruß,
Silvieann


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 12:21 
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Hallo,

ich sende mir die Noten als PDF-Datei per Mail zu. Da mein Tablet-PC WLAN hat, kann ich diese Mail öffnen und den Anhang speichern.

Alternativ habe ich einen Adapter, da nehme ich einfach die Speicherkarte aus dem Tablet-PC, schließe den Adapter am PC an, kopiere die Dateien auf die Speicherkarte und fertig.

Mit einem einfachen Scanner kann man prima Noten speichern, und es gibt kostenlose Programme, die mehrere Seiten zu einer Datei zusammenfügen. Egal, ob als Word-Datei oder als Grafik. Da hat man dann aus "Bild1" bis "Bild20" und "Text2" die Datei "Messias.pdf".

Wenn ich Zeit habe, werde ich alle 60 Lieder unseres Männerchores einscannen. Das bringt doch mal etwas. Und wenn ich dann noch an die Werke unserer Kantorei denke...

Weiterer Vorteil: die Stücke sind gesichert, Nachdruck jederzeit möglich. Oder Versand per Mail, falls jemand seine Noten verloren/vergessen hat.

Hört sich doch gut an, oder ?

Gruss

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 14:29 
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moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
ich nehme an, Du kritzelst dann mit dem Bleistift auf dem Tablet, um Deine allfälligen Eintragungen zu machen...?


Es gibt Programme, mit welchen man Notizen in pdfs machen kann.

Ja. Gibts. Es ist aber weniger die Frage, ob das grundsätzlich möglich ist (klar, ist es), sondern eher, ob es im realen Probenbetrieb schnell genug geht (im Acrobat Pro z.B. auf "tools" und "add text" tippen, die genaue Stelle positionieren und dann den Text eingeben...) Und was macht Ihr mit den häufigen nicht-alphanumerischen graphischen Elementen und Zeichen, die Ihr (unterstelle ich mal) üblicherweise zur Notenedition benötigt - Phrasierungsbögen z.B.? Klar: Da kann man sich irgendwelche Text-Ersetzungen ausdenken - aber geht deren Edition in der Proben-Praxis schnell genug? ("In Takt 48 von Schlag 2 bis Takt 53 Schlag 1 Decrescendo, der Schag 2 ist dann Pianissimo. Außerdem ist diese Stelle auf einem Atem zu singen. Takt 55 Schlag 1 und 3 sind jeweils sforzando. Takt 56 bis 60 ist Crescendo, Ende im Mezzoforte..." Ich käm' da beim Positionieren und Tippen von "Notizen" ins Schwitzen. Und wenn die erste Ansage "drin" ist, hätte ich ich den Rest vergessen... "Äh, wie war das nochmal...? Decrescendo - und dann?" "Also nochmal: Decrescendo von Takt 48 Schlag 2 bis Takt 53 Schlag 1. Dann Pianissimo - hast Du das...? [...]" Schöne Methode, um sich bei Dirigenten und Mitsängern und- Musikern beliebt zu machen...)

moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
nicht CR-freie Werke gehen nicht, weil Scannen dann = CR-Verstoß


Wenn man das Original dabei hat?! Dann dürfte ja auch kein Pianist Noten kopieren, um nicht blättern zu müssen.

Ich wiederhol' mich ungern: Daß "Original dabei" bei geschützten Werken zur Anfertigung und Benutzung von Kopien in öffentlich zugänglichen Aufführungen berechtigt, ist eine fromme Mär, die durch Wiederholung nicht an Wahrheitsgehalt gewinnt. Wendestellenkopien sind bestenfalls geduldete Praxis, fallen aber de jure ebenfalls unter das Vervielfältigungsverbot geschützter Werke. Und Du kopierst hier keine Wendestellen, sondern komplette Sätze oder Werke, da ist die Rechtslage eindeutig.
Bei nicht mehr geschützten Werken kannst Du natürlich kopieren, wie Du lustig bist, da brauchst Du auch kein "Original" mehr dabei zu haben.

Zitat:
Mit einem einfachen Scanner kann man prima Noten speichern, und es gibt kostenlose Programme, die mehrere Seiten zu einer Datei zusammenfügen. Egal, ob als Word-Datei oder als Grafik. Da hat man dann aus "Bild1" bis "Bild20" und "Text2" die Datei "Messias.pdf".

Wenn ich Zeit habe, werde ich alle 60 Lieder unseres Männerchores einscannen. Das bringt doch mal etwas. Und wenn ich dann noch an die Werke unserer Kantorei denke...

Weiterer Vorteil: die Stücke sind gesichert, Nachdruck jederzeit möglich. Oder Versand per Mail, falls jemand seine Noten verloren/vergessen hat.

Hört sich doch gut an, oder ?

Solange Du Dich dabei auf dem Boden des Urhebergesetzes bewegst: Ja. Stand der Technik. Daß man's machen kann, bedeutet aber noch nicht automatisch, daß es auch legal ist. Dantonellos beliebter Halleluja-Satz aus dem Messias (Böhm, Augsburg) wird z.B. erst nächstes Jahr CR-frei...

moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
ist bei "normalen" Werken schwerer


Kommt drauf an.

Ich schrieb ja auch "bei normalen" - Fälle wie Carmen- oder MaPa-KA stehen weiter oben unter den "Pros".

moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
Beleuchtung kann stören


Wenn es dunkel ist, haben die Tablets/Ebookreader einen Vorteil. Die haben ihr eigenes Licht dabei.

Ich dachte nicht an die Sänger, sondern an das Publikum. Und es ist im Konzert selten so finster, daß man die Noten nicht mehr sieht...

moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
Vor- und Zurückblättern über mehrere Seiten bei DaCapo-Stellen oder anderen Sprüngen kann zu lange dauern


Lesezeichen setzen :)

Jaja, schon klar. Damit wird die vergleichsweise ohnehin winzige Größe der Notenseite (10" entspricht etwa DIN A5) aber nochmal kleiner, wenn auch noch eine Bookmarkleiste eingeblendet wird. Oder man muß ein paar mal tippen, um sie einzublenden, die Sprungstelle auszuwählen und sie anschließend wieder auszublenden. Damit sind wir wieder bei der Zeit, die sowas benötigt und der damit verbundenen Ablenkung. Es ging mir nicht um die hypothetische Realisierbarkeit, sondern um deren praktische Konsequenzen. Post-It in die Noten zu kleben und mit einem Griff umzublättern geht vergleichsweise schneller mit weniger Konzentration aufs Umblättern, da muß ich u.U. noch nicht mal hinsehen. (Dirigenten freuen sich riesig, wenn der ganze Chor wegkuckt und mit was anderem beschäftigt ist...)

Silvieann hat geschrieben:
Ich finde, das Blättern geht auf dem Tablet doch viel problemloser als mit raschelnden Noten, wo man dann manchmal die Seite nicht richtig erwischt.

Die absolute Geräuschlosigkeit des Umblätterns gehört zweifellos ebenfalls zu den "Pros". Nochmal "richtige Seite": Da gibt es so kleine Teile von 3M, heißt Post-It und sieht aus wie ein Stück Tesa-Film mit buntem Ende. Halten besser als normale Post-Its. Lassen sich daher als Griff verwenden. Rest s. oben

(By the Way: Genau so wurden die Post-Its erfunden: Der Erfinder war Entwicklungsingenieur bei 3M und Sänger in einem Chor. 3M hatte zuvor einen Klebstoff entwickelt, den sie aber nicht brauchen konnten, weil er für den Entwicklungszweck nicht fest genug hielt. Besagter Ingenieur ärgerte sich irgendwann mal darüber, daß seine Einmerkerl aus seiner Notenmappe gefallen waren. Also strich er kleine Papierstreifen mit diesem Kleber ein und pappte sie in die Noten...)

moniaqua hat geschrieben:
Ich selber lese immer noch aus schnöden Noten. Was mich, wenn, interessieren würde, wäre ein Ebook-Reader mit Ebook-Notendateien. Da ist das Problem mit dem Strom nicht und Beleuchtung stört i.d.R auch nicht. Ich fände das schon für manche Zwecke praktisch. Zum Beispiel backstage bei Opern nochmal wacklige Stellen kurz nachschauen. Oder in der Osternacht, da sollte die Kirche anfangs eigentlich zappenduster sein.

Ja genau. Zappenduster. Und vorne steht der Chor und illuminiert die beabsichtigte Dunkelheit mit seinen Tablets...
Backstage kurz noch mal nachsehen - was genau wäre da der Vorteil eines Tablets vs. Papiernoten?

Zu den Pros könnte man noch die Platzersparnis im Notenschrank rechnen.
Was aber gar nicht geht: Wenn ein Teil des Chores Noten hat und ein anderer Tablets...

Aber nochmal der Öko-Aspekt: Ein Tablet hält - wie lange? Fünf Jahre? Sechs? Sieben? Wie lange hält der Akku? Anschließend geht's in den Elektronikschrott und es läßt sich nur ein Bruchteil der verwendeten Materialien recyceln- ein bisschen Kupfer, ein bisschen Zinn, ein bisschen Gold - wenn's ordentlich gemacht wird. Die Selten-Erd-Materialien im Monitor (warum heißen die so?) gehen auf die Deponie. Papier ist ein nachwachsender Rohstoff, bei der Vernichtung CO2-neutral und bei guter Behandlung deutlich länger "funktionsfähig". OK, wenn man ohnehin und aus anderen Gründen glaubt, ein Tablet haben zu müßen, ist diese Überlegung natürlich obsolet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 16:20 
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Hallo,

wieviel Wasser wird zur Herstellung einer Seite Papier benötigt ? 10 Liter.

Jeder muss wissen, ob und wie er/sie so einen Tablet-PC einsetzt. Bei den Chören, in denen ich mitsinge, ist es wirklich selten notwendig, etwas in den Noten zu ändern.

Es wird immer Mitmenschen gegen, die sich gegen die Technik entscheiden. Z. B. Skatspieler. Da werden auch immer noch ellenlange Listen per Hand ausgerechnet. Und das wird, wenn ich den Skatfreunden glauben darf, auch in hundert Jahren noch so sein :-).

Ich werde es einfach mal ausprobieren.

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 17:01 
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Die Frage war eine andere: Du hast nicht danach gefragt, ob Du's ausprobieren sollst... ;)
da wäre die einzig sinnvolle Antwort: tu's (und berichte gegebenfalls darüber)
Es ist auch nicht die Frage pro oder kontra Technik, sondern um Vor- und Nachteile einer speziellen Anwendung, denn "Technik" per se ist erst einmal qualitätsneutral. Aber das wäre ein anderer Thread.

(die 10 Liter Wasser sind hinterher immer noch 10 Liter Waser, und die Zeiten, in denen unterhalb der Papierfabrik kein Fisch mehr im Fluß war, sind Gottseidank auch schon einige Jahrzehnte her)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 15.01.2015, 22:55 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Ja. Gibts. Es ist aber weniger die Frage, ob das grundsätzlich möglich ist (klar, ist es), sondern eher, ob es im realen Probenbetrieb schnell genug geht (im Acrobat Pro z.B. auf "tools" und "add text" tippen, die genaue Stelle positionieren und dann den Text eingeben...) Und was macht Ihr mit den häufigen nicht-alphanumerischen graphischen Elementen und Zeichen, die Ihr (unterstelle ich mal) üblicherweise zur Notenedition benötigt - Phrasierungsbögen z.B.?


Es gibt Programme, da kann man mit dem Stift reinkritzeln, wie bei Papiernoten. Soweit ich weiß auch bei Ebooks. So etwas würde mir vorschweben. Übrigens gibt es auch ebooks in vernünftiger Größe.
T M Pestoso hat geschrieben:
Ich dachte nicht an die Sänger, sondern an das Publikum. Und es ist im Konzert selten so finster, daß man die Noten nicht mehr sieht...


Du kennst unsere Opernbühne offensichtlich nicht. Glaube mir, da sind Tablets oder Ebooks sinnvoll wegen des Lichts. Vielleicht schaut das bei der diesjährigen Produktion anders aus, aber letztes Jahr habe ich mir so etwas gewünscht.

T M Pestoso hat geschrieben:
Jaja, schon klar. Damit wird die vergleichsweise ohnehin winzige Größe der Notenseite (10" entspricht etwa DIN A5) aber nochmal kleiner, wenn auch noch eine Bookmarkleiste eingeblendet wird.


s.o., erstens gibt es Ebooks in vernünftiger Größe und zweitens funktioniert das bei meinem anders mit den Lesezeichen :) Allerdings, was dafür Voraussetzung wäre, und das gibt es leider meines Wissens noch nicht, wäre Notenschrift wie Schrift bei normalen Texten, kein PDF.

Abgesehen davon kann ich spätestens zur Aufführung i.d.R. die Stücke eh auswendig :)

T M Pestoso hat geschrieben:
Ja genau. Zappenduster. Und vorne steht der Chor und illuminiert die beabsichtigte Dunkelheit mit seinen Tablets...
Backstage kurz noch mal nachsehen - was genau wäre da der Vorteil eines Tablets vs. Papiernoten?


Nein, der Chor steht eben nicht vorne, sondern auf der Empore. Und illuminiert mit der Deckenbeleuchtung weit mehr, als er beleuchten würde, hätten alle Chormitglieder Tablets. Andererseits kann chor ja auch auswendig lernen :D

Und Backstage - die Tablets/Ebooks könnte man lesen, s.o. Für Noten reicht das Licht schlicht und ergreifend nicht.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 16.01.2015, 10:55 
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T M Pestoso hat geschrieben:
moniaqua hat geschrieben:
T M Pestoso hat geschrieben:
ich nehme an, Du kritzelst dann mit dem Bleistift auf dem Tablet, um Deine allfälligen Eintragungen zu machen...?


Es gibt Programme, mit welchen man Notizen in pdfs machen kann.

Ja. Gibts. Es ist aber weniger die Frage, ob das grundsätzlich möglich ist (klar, ist es), sondern eher, ob es im realen Probenbetrieb schnell genug geht (im Acrobat Pro z.B. auf "tools" und "add text" tippen, die genaue Stelle positionieren und dann den Text eingeben...) Und was macht Ihr mit den häufigen nicht-alphanumerischen graphischen Elementen und Zeichen, die Ihr (unterstelle ich mal) üblicherweise zur Notenedition benötigt - Phrasierungsbögen z.B.? Klar: Da kann man sich irgendwelche Text-Ersetzungen ausdenken - aber geht deren Edition in der Proben-Praxis schnell genug? [...]


Also bei meinem Tablet zieht man den Stift raus und kann dann einfach da drauf kritzeln, was auch immer, ist kein Ding und kein Aufwand. Und der Stift steckt auch direkt im Tablet, den muß ich nicht erst aus der Tasche herauskramen oder sonst wo suchen.
Und ja, das geht schnell genug.


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BeitragVerfasst: 20.01.2015, 15:00 
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Hallo,

hier nun meine Erfahrungen mit dem Tablet-PC. Es handelt sich um ein 10-Zoll-Gerät, kleiner würde ich mir nicht antun. Wobei das Gerät nur bei zwei Liedern zum Einsatz kam, aber immerhin. Die Noten waren im PDF-Format gespeichert:

Es kommt einerseits auf die eigene Sehfähigkeit an. Wer mit kleinen Buchstaben/Noten kein Problem hat, der kann den Tablet-PC hochkannt halten und hat gleich eine ganze Seite im Überblick.

Wichtig ist zu allererst die innere Ruhe. Da mag man jetzt lachen, aber in der Hektik einmal zu oft auf den Bildschirm getippt, und schon ist das Bild vergrößert. Dann nochmals tippen, damit alles wieder normal ist, dabei vielleicht wieder einen Fehler gemacht, und schon möchte man das Teil an die Wand werfen. Und die Nerven glühen.

Ein großes Problem ist, dass man die Noten verschieben, verkleinern oder vergrößen kann usw., und das alles mit wenigen Fingertipps. Wenn man dann auch noch aus Versehen das Menü der Datei erwischt (in einer Ecke des Bildschirms tippen), dann ist alles zu spät. Was mir passiert ist, während der Rest des Chores schon sang. Peinlich.

Mir fehlt einfach eine Einrast-Funktion, womit verhindert werden kann, dass der Bildschirminhalt nach links oder rechts scrollt.

Ich weiß ja nicht, wie das bei einem E-Reader ist, aber grade die Möglichkeit des Tablet-PCs, alles Mögliche mit dem Text anzustellen, erweist sich als großer Nachteil.

Ideal wäre, wenn sich die Noten bzw. das Dokument automatisch an die Bildschirmgröße anpasst, nicht in der Größe verändert werden kann und ein scrollen nur von oben nach unten (und umgekehrt) möglich ist.

Jede Änderung müsste natürlich handschriftlich in den Original-Noten erfolgen und ein neuer Scan erfolgen, es sei denn, man hat die technischen Möglichkeiten, direkt am Tablet-PC zu speichern.

Ich werde in einem Android-Forum mal fragen, ob es Möglichkeiten gibt, das Seitwärts-Scrollen zu verhindern.

Ansonsten bin ich doch sehr zwiespältig in der Beurteilung. Mein Tablet-PC passt genau in die Seitentasche meines Anzuges, und es hat schon etwas, wenn man mit elegantem Schwung den Rechner aus der Tasche zieht (vorher aber schon einschalten, das Hochfahren dauert 1-2 Minuten, und es wird peinlich (Begrüßungston!, Wartezeit)).

Wenn ich mir nun 30 SängerInnen vorstellt, die vor dem Auftritt alle fast gleichzeitig den Tablet-PC einschalten. Das gibt ein Gedudel. :-)

Und unter Garantie wird irgendjemand feststellen, dass der Akku fast leer ist. :-))

So wirklich alltagstauglich ist ein Tablet-PC im Choreinsatz bisher nicht. Softwaremäßig wird es bestimmt irgendwann Änderungen geben. Und der Chorleiter kann die neueste Notenfassung immer schnell per Mail-Anhang verteilen.

Es tun sich natürlich auch neue Fehlerquellen auf, siehe oben. Man wird sehen. Vielleicht werden ja auch die ChorleiterInnen dagegen sein ("einheitliches Erscheinungsbild"), dann hat sich das Thema gleich erledigt.

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Tablet-PC im Choreinsatz
BeitragVerfasst: 20.01.2015, 17:09 
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Nur eben generell zu E-Book-Readern als App auf Android: Ich habe den Aldiko-Bookreader auf meinem Tablet, und bei dem kann man die Größe nicht ändern. Allerdings gibt es auch hier die von Dir beschriebenen Geschichten: der Reader reagiert zu langsam oder zu schnell oder man ist plötzlich durch ein Tippen an der falschen Stelle in der Übersicht und anderes. Also denke ich, daß die Einsetzbarkeit bei Noten durch eine derartige App nicht verbessert wird.

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Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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