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 Betreff des Beitrags: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 02.06.2015, 11:44 
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Hallo zusammen!

Kommt es bei Euch schon mal vor, dass Ihr ein Stück 'leid' werdet und es nicht mehr singen mögt?
Oder passiert das nie?
Wenn doch: Was macht Ihr dann?
Und was macht Ihr, wenn Ihr ein Stück leid seid, es aber vortragen wollt?

Ändern sich Eure Vorlieben für bestimmte Stilrichtungen oder haben die sich in letzter Zeit geändert?
Wenn ja - von was zu was?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 02.06.2015, 22:04 
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Nein, so richtig leid geworden ist mir noch nie ein Stück. Es kommt vor, dass mir eines zu den Ohren rauskommt und ich es - erst einmal - nicht mehr hören mag. Das ist meist mit Stücken der Fall, mit denen ich eh nicht so recht warm geworden bin. Bis zum Konzert halte ich das dann durch und danach wird es halt erst einmal weggesteckt.

Manche Stücke ruhen eine Weile und dann ziehe ich sie wieder raus, andere ruhen länger, manche singe ich ständig und immer wieder.

Vorlieben für Stilrichtungen hatte ich nie besonders; ich war schon immer recht breitbandig aufgestellt. Es gibt manches, was ich schlicht nicht hören mag - volkstümliche Musik und die Zwölftöner zum Beispiel, eine gewisse Harmonie sollte gewahrt bleiben - aber in manche Sachen kann man sich echt reinarbeiten. Ich werde nicht verstehen, warum manche Menschen sich gerne in ein Konzert von beispielsweise Swider setzen oder das Gloria von van Buren anhören, einfach so, aber zum Erarbeiten ist es echt spannend.

Wenn wir im Chor ein Stück haben, das ich nicht kann/mag, dann beiße ich halt die Zähne zusammen und mich durch. Vielleicht lerne ich es mögen, das ist auch schon passiert, oder ich mag es halt nicht. Aber es gibt andere im Chor, die es mögen und dafür mit Stücken Schwierigkeiten haben, die ich wieder mag. Ist doch ein gerechter Ausgleich, oder? ;)

_________________
Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 03.06.2015, 09:51 
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Ja, so ist es im Chor ;)
Ich bin ja noch keine Ewigkeiten im Chor, aber bisher gab es da noch kein Stück, was ich gar nicht mochte. Aber bisher finde ich, hat unser Chorleiter immer eine gute Auswahl getroffen.

Es gab in letzter Zeit allerdings Stücke, die ich zehnmal am Tag hören konnte - oder noch öfter - und die ich inzwischen gar nicht mehr höre.
Im Moment höre ich gern Stücke, die ich selbst gar nicht singen kann ...

Was ich allerdings mit Stilrichtungen meinte:
Operettensänger/innen singen selten Opern,
Opernsänger/innen singen selten Jazz,
Jazzsänger/innen singen selten Volkslieder usw.

Ich habe derzeit eher eine Vorliebe für Operettenmusik, dann vielleicht Lieder, dann Oper.
Zwölftonmusik ist nicht meins, ebenso mag ich manche Jazzarten überhaupt nicht, anderes gefällt mir wieder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 03.06.2015, 14:15 
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Giuseppe Taddei hat die Titelrolle des Falstaff hunderte Male gesungen, ein echter Profi. Und weil ich den Worten seines mit mir befreundeten Schwiegersohnes trauen kann, immer mit Liebe und Enthusiasmus. Er meinte, dass man bei jeder weiteren Aufführung immer Neues entdeckt, man singt mit anderen Partnern, das macht es spannend. Und so oft wird es, was immer auch, ja doch nicht aufgeführt. Da gibt es viele Sänger, denkt nur an Placido Domingo, wie oft er den Alfredo Germont gesungen hat!
Mir selber geht es bei Wiederholungen auch deshalb nicht schlecht, weil öfter Gesungenes immer sicherer aus der Gurgel kommt. Einst wollte ich Operettenstücke keinesfalls singen, waren mir zu schwer. Nach entsprechendem Verlangen versuchte ich es vor einiger Zeit und jetzt mache ich mit, weil ich inzwischen Operette lässig finde, mir manches gelingt und zu einem Liederabend ja kaum Zuhörer kommen.
Und so wird es mir halt nicht leid, manche Stücke, ob angenehm oder weniger, auch mehrmals zu machen. Wer viel in der Kirche zu Anlässen singt muss ohnedies aus einem immer wieder gleichen Repertoire wählen.
HG
alfredo
big_haekeln

_________________
...du holde Kunst, ich danke dir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 03.06.2015, 14:59 
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Für mich ist Abwechslung wichtig, sei es das Genre oder auch der Komponist. Das kommt bei mir oft phasenweise, mal habe ich meine Mozart-Phase, dann meine Strauss-Phase, dann wieder meine Belcanto-Phase, meine Kunstlied-Phase, meine Operetten-Phase usw. . Prinzipiell bin ich offen für vieles, wobei Zwölftonmusik auch nicht so ganz mein Fall ist. Wirklich leid bin ich so ein Stück, das ich mal gut fand, auch noch nicht geworden, wobei ich manche Stücke mal mehr und mal weniger gerne mag, je nach Stimmung und Tagesform. Was ich aber hin und wieder schon hatte ist, dass ich mit Arien, die theoretisch gut zu meiner Stimme passen müssten, einfach nicht warm werde. Aber zum Glück gibt es ja mehr als genug Auswahl und ein Vorteil derer, die mit dem Singen nicht ihren Lebensunterhalt verdienen müssen ist, dass wir uns aussuchen können, was wir gerne singen möchten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 03.06.2015, 17:15 
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Es gibt tatsächlich Stücke, die ich musikalisch wunderbar finde, aber extrem ungern singe, weil sie einfach nicht gut zu meiner Stimme passen. Und diese Stücke werde ich dann auch ziemlich schnell leid und bin froh, wenn sie in der Ablage "erledigt" landen. Dazu gehören eine Reihe Chormotetten, besonders aus der Renaissance oder dem Frühbarock, obwohl ich die Musik dieser Epochen sehr liebe. Im Solobereich ist mir das bis dato nur ein Mal passiert; da hatte ich "Non mi dir" der Donna Anna (Don Giovanni) schon über Wochen für die Schubertiade geprobt - und dann mußte die um zwei Wochen verlegt werden wegen eines Stromausfalls in der Musikschule. Also noch mal mehr Probenzeit, obwohl ich die Arie schon fast rückwärts pfeifen konnte. Da war ich auch mehr als froh, als ich die Arie weglegen konnte. Allerdings würde ich sie heute jederzeit wieder hervorkramen, weil auch das einfach ein schönes Stück Musik ist. Ansonsten gilt für den Solobereich: Was mir nicht liegt oder ein Stück, zu dem ich keinen vollständigen Zugang bekomme, wird weggelegt. Manchmal nur vorläufig, manchmal aber auch dauerhaft.

Ansonsten gilt: Ich bin für viele Epochen offen und versuche möglichst, auch Musik aus mehreren Epochen nebeneinander zu singen. Im Vocalensemble waren wir in den letzten Wochen sehr barocklastig (Schütz, Bach, Telemann, Händel neben einem Stück aus dem 20. Jahrhundert), also habe ich im Unterricht Mozart gemacht. Jetzt stehen im Vocalensemble Renaissance/Frühbarock (Eccard, Weelkes) und 20. Jahrhundert (Siegfried Reda, hoch spannende Musik) auf dem Plan, also habe ich mir eine Asteria-Arie aus Händels Tamerlano herangeholt. Meine regelmäßige Dosis hochbarocker Musik brauche ich halt immer big_herz . Ich bleibe aber generell in diesem klassischen Bereich; Jazz/Pop oder Musical mache ich gar nicht.

_________________
Gruß, Astrid

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen. (A. Schweitzer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Stück leid werden?
BeitragVerfasst: 03.06.2015, 19:14 
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Es kommt schon vor, dass ich ich mal etwas bisschen über habe, wenn ich es zu oft hintereinander singen soll. Das sind meistens die Stücke, die mir nicht so ganz in der Stimme liegen, also eher die sanften und zu lyrischen, obwohl ich viel davon gerne höre. Ein typische Beispiel dafür ist ist Offenbachs Bacarole. Paar komische Töne in meiner Stimme und es erfordert einen Singansatz, zu dem ich immer erst mit Anlauf Zugang habe, eine Art Säuseln (ist es wohl nicht wirklich, fühlt sich aber so an). Ich höre es aber gerne.

Die Stilrichtung oder Epoche ist dabei eher zweitrangig. Was aus der Romantik oder gar Spätromanitk kommt, liegt mit stimmlich grundsätzlich, jedoch sind auch viele barocke und auch frühere Stücke für mich gut zu singen. In Fremdsprachen singen, die ich nicht kann, reizt mich auch, weil es für mich den Charakter am besten trifft, wenn Sprache und auf diese Sprache geschriebene Musik sich treffen.

Früher in den Chören gab es für mich mehr Stücke, die ich nicht ab konnte zu singen. Ich gehe in die Knie beim Hören des großen Halleluja, aber singen mochte ich das nie wirklich. Oder auch Sachen, die für die Truppe abgenudelt sind.

LG
Dola


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