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 Betreff des Beitrags: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 29.08.2012, 17:11 
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Hallo,

also Chor-Neuling wurde ich neben einen "alten Hasen" gesetzt, was ja soweit in Ordnung ist. Nur dass dieser Sangesfreund eben auch seine Fehler in musikalischer Hinsicht hat. Nobody is perfect.

Bei der letzten Probe hatte ich meine wohl schlechtesten Tag, und er hat dann mit mir geschimpft. Nun habe ich meine Probleme damit, mich von jemandem korrigieren zu lassen, der selbst längst nicht sattelfest ist. Ich bin ja neu und will keinen Streit, wie spreche ich ihn am besten an ?

In einem unserer Stücke (ich singe Bass) geht es extrem hoch, ich meine, a'''. Dieser alte Hase meinte, ich solle da einfach nicht mitsingen, da ich erhebliche Probleme habe. Ich halte das für falsch und denke, hier wäre mehr Üben mit einer Stimmtherapeutin angesagt.

Überhaupt mag ich den Gedanken nicht, jemandem das Singen auszureden. Vielleicht, wenn es wirklich nicht geht, aber vorher sollte man doch sehen, was möglich ist ?

Liebe Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 30.08.2012, 14:10 
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Hallo Andreas,

dieses Problem ist in vielen Chören aktuell, die, die es sich nicht leisten können, korrigieren die anderen haushalt__005.gif wäre hier angebracht. Oft gibt es in Chören Jemanden, Stimmführer oder ähnliches, mit dem du mal sprechen könntest.Den hohen Ton nicht zu singen, ist schon eine Frechheit.

Was sagt denn dein anderer Nachbar? Hast du mit ihm darüber gesprochen? Oft sind diese Besserwisser bekannt und man wird dir sagen: "Mach dir nix draus, da musst du drüberstehen", der spielt sich gerne bei neuen Sängern auf.
Lass dich nicht verunsichern, wenn du nicht klar kommst, kannst du immer noch mit dem Chorleiter sprechen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 30.08.2012, 23:15 
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Hallo Andreas,

sollte der alte Hase tatsächlich ein a``` erreichen, würde er sogar Diana Damrau in den Schatten stellen ! Selbst mit einem a`` wäre wohl jeder Tenor überfordert. Und ein sauberes a` gereicht einem Chortenor zu großen Ehren. Wie wär`s z. B. mit einem f` für Dich als Bass, womit Du echt Furore machen könntest.
Ansonsten gebe ich musika natürlich Recht.

Ciao. Ospite big_lala


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 11:25 
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Naja, nehmen wir mal an, daß es tatsächlich a' ist: Das ist für einen ausgebildeten Bariton vielleicht noch machbar, aber ganz sicher nicht für einen unausgebildeten Amateur-Chorbass. Da ist je nach Stimmlage und tatsächlicher "Übung" bei d' bis f' Ende der Fahnenstange. Was ist denn das für ein Stück, das so etwas fordert? Und was ist das für ein Chorleiter, der sich an solchen Stellen keine Gedanken über die Leistungsfähigkeit seiner Sänger macht, und einen derartigen Ton nicht dem Tenor überläßt oder wenigigstens einem Teil desselben, oder das ganze harmonietauglich "tieferlegt"?

Und damit zur eigentlichen Frage: Darf jemand etwas bemängeln, der selber nicht "perfekt" ist? Ich denke: Ja. Wenn es dem Ergebnis dient, darf auch jemand etwas kritisieren, der selber "nicht sattelfest" ist. Die Form und der Ton, in dem so eine Kritik angebracht wird, ist dann natürlich ein eigenes Kapitel. Aber wenn im speziellen Fall für einen Sänger oder eine Sängerin ein bestimmter Ton jenseits von gut und böse liegt, und der/die dann trotzdem versucht, ihn IRGENDWIE herauszupressen, dann hört man das, und zwar störend. Da sollte jeder von sich aus die Disziplin aufbringen, an dieser Stelle zu schweigen und sie denjenigen überlassen, die das auch sauber hinbekommen. Wenn der eine oder andere an bestimmten Stellen nicht mitsingt, hört man das nicht. Wenn er falsch singt sehr wohl.

Sicherlich kann man auf "Übung" setzen: Aber solange man diese Übung nicht hat und derartig hohe Töne sicher und sauber produzieren kann, hat man diese Töne nicht. Punkt. Dann läßt man sie aus. Wenn sie denn auch mit Übung überhaupt erreichbar sind: Ein a' muß ein Chorbass nicht mehr können.

Besonders manche Chordamen im Sopran fallen mit hohen Tönen jenseits ihrer Tessitura gerne auf - und das Ergebnis ist einfach unsauber. Mal davon abgesehen, daß derartiges Gekreische bereits an sich unerträglich klingt, ist es meist auch noch deutlich zu tief. Leider hat nicht jede davon die Disziplin oder das Einsehen, daß Sie DIESE Stelle dann nicht singt. Aber nichtsdestoweniger fühlt sich die eine oder andere in ihren sängerischen Fähigkeiten beleidigt, wenn sie darauf hingewiesen wird, daß sie hier besser schweigen sollte. Sogar wenn diese Ansage vom Dirigenten kommt, von Mitsängerinnen ganz zu schweigen...
big_wut1

Also: solange der Ton stimmt (!!!) und es sich nicht um profilierungsgeile Besserwisserei handelt (auch sowas gibt es leider hin und wieder) finde ich nichts Verwerfliches daran, wenn Chormitglieder auch untereinander auf Qualität achten und ihre Mitsänger gegebenfalls auf Probleme hinweisen. Und der Hinweis, man "solle da einfach nicht mitsingen" bedeutet ja nicht, "jemandem das Singen auszureden"...

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Anfängerfragen
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 13:41 
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Hallo,

meine Frau und ich sind ja einfach zu einem Chor marschiert und haben kundgetan, dass wir mitsingen wollen. Dies ist nun schon ca. vier Monate her, und wir haben diesen Schritt nicht bereut.

Es ergeben sich für mich/uns aber so viele Anfängerfragen, und ich habe das Gefühl für jede Antwort tun sich zwei neue Fragen auf.

Nun, mein/unser akutes Problem ist die Belastbarkeit der Stimmbänder. Wir haben in wenigen Tagen einen Auftritt des Chores, und entsprechend viel wurde geübt. Mit Sonderproben, Übungen vor dem Übungsabend u. a.

Für mich musste ich feststellen, dass das lange Singen nicht gut ist. So hatten wir einen Übungsabend von 2 3/4 Stunden Dauer. Das war an einem Freitag. Am Montag haben wir wieder geübt, und da war es ganz vorbei mit der Herrlichkeit. Ich habe noch nie so schlecht gesungen. Töne kaum getroffen, Höhen über C hinaus waren nicht mehr zu treffen.

Jetzt sollen wir uns am Tage des Auftritts bereits 2 Stunden vorher zum Einsingen treffen. Ich fürchte nur, dass es dann beim Auftritt selbst wieder nicht klappt. Unser Organist empfiehlt, vor die Tür gehen, tief frische Luft einatmen und nicht sprechen. Gibt es noch andere Tips ? Soll ich beim Einsingen vielleicht "mit halber Kraft" singen ?

Gruss

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 05.09.2012, 14:41 
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Ohje, zwei Stunden "Einsingen?" Es wird oft von den Sängern viel zu viel verlangt, oft wird das ganze Programm vor dem Konzert noch durchgenudelt und dann ist die Stimme müde und die Konzentration futsch. Manchmal sind die ersten Zuhörer schön da und der Chor probt immer noch. Da frage ich mich, haben die Chorleiter selber schon mal in dieser Situation Konzerte gesungen? Das ist sogar für einen Profichor schwer und der Chorvorstand würde sich dagegen wehren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 06.09.2012, 08:10 
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In meiner Erfahrung ist das Treffen zum Einsingen vor 2 Stunden deswegen gesetzt, weil man dann tatsächlich einsingt, dann den eine oder andere Stelle ansingt - man darf aber natürlich NICHT mit voller Stimme singen, eher auf Sauberkeit, Timing u.ä. achten, und dann kommt eine Pause, wo man Konzertkleidung anziehen kann, auf die Toilette kann, bisschen trinken...

Mein Vorschlag: Frag doch einfach den Chorleiter, wie er diese zwei Stunden zeitlich plant (zB. deine Frau unter dem Vorwand, dass sie gerne erst NACH dem Einsingen umziehen möchte :), und dann weißt du besser, womit zu rechnen.

2,5 Stunden zu singen ist unmenschlich - sogar in Profichören wird nach 1,5 Stunden Pause gemacht (z.B. Bay. Staatsoper: die Proben, wenn sie länger gesetzt sind, dann nach 1,5 Stunden eben eine halbe Stunde Pause, auch wenn nach der Pause nur noch eine andere halbe Stunde geprobt wird)

Und meine Empfehlung: mir hilft immer eine Pfefferminztee in der Thermoskanne, das beruhigt mich und meinen gereizten Hals immer. Sonst während der Probe könntest du auch immer wieder ein bisschen stilles Wasser schlucken. Und wichtig ist halt, dass du die Probe wirklich als Probe nimmst und nicht als Konzert!!!

Viel Spaß wünsche ich euch und natürlich toi-toi für das Konzert. :)
Petronella

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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 12.09.2012, 23:20 
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Hallo!

Man kann da belehren von älteren ein bischen als Bevormundung
empfinden.
Am Anfang sollte man die neuen aufbauen ,helfen und nicht als
Konkurrenz in spe ansehen.
Ich habe einmal was ähnliches erlebt,wo ich von 2. Sopran / Ehefrau
des Dirrigenten / angefaucht wurde - "Maria,nimm Dich zurück",dann
aber wenn öffentliches Konzert war nach vorne geschoben und da stand
ich ...als einzige 1. Sopran da und sang Haydn´s Messe fast allein und das
war für mich nicht korrekt,das die anderen sich "aus dem Staub" gemacht haben.
Ich hatte Erfahrung von früher mit kirchlichen Repertoire von Rundfunk und TV
Chor in Breslau.
Man sollte kein zu schwaches Nervenkostüm haben ,um an Neid und Missgunst
nicht zu zerbrechen.
Einsingen dauert kurz, 2 Std. vor dem Konzert ist OK ; 2 Std. ,so lange dauert ganzes Konzert.
Mir hilft vor dem singen viel stilles Wasser und lauwarmes Salbeitee mit Ingwer.
Kopf hoch und to,toi,toi ; viel Erfolg
wünscht Euch mariella big_herz


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 13.09.2012, 08:11 
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Hallo,

eine kurze Rückmeldung: der Auftritt war ok, nur beim letzten Stück sind wir hoffnungslos untergegangen, wir mustsen nochmal anfangen. Der Bass hat einfach nicht richtig "reingefunden", mein Nachbar sang 1/4-Noten statt 1/2. Dann merkten wird unsere Fehler, der Gesang wurde immer leiser... zum Glück hat unser Chorleiter noch elegant der Bogen hin bekommen, es haben nur wenige gemerkt.

Für mein Fußgelenk war die Belastung zu viel, ich hatte vorher schon Probleme und jetzt eine saftige Gelenkentzündung. :-((

Gruss

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 13.09.2012, 11:50 
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ich gratuliere Euch zum gut überstandenem Konzert, und wünsche Dir (besonders deinem Knie) gute Besserung.

aber du schreibst nicht davon, wie hat Deine Stimme die Belastung durchgehalten?

liebe Grüße
Petronella

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 Betreff des Beitrags: Re: Probleme mit "alten Hasen"
BeitragVerfasst: 13.09.2012, 12:22 
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Hallo,

von der Stimme her war es in Ordnung. Mir sagt inzwischen schon mein (Hals-)Gefühl, wann es genug ist. Ich habe dann so ein Gefühl, als ob im Hals etwas geschwollen ist. Dann gilt: Mund halten, wenig sprechen. Dauert aber schon so 1-2 Tage, bis sich alles normal anfühlt.

Interessant fand ich, dass jeder über etwas anderes "gemeckert" hat, von der falsch singenden Sopranisten bis hin zum Chorleiter, der angeblich die Einstätze falsch anzeigt.

Wenn man sich an diesen Diskussionen beteiligt, findet man kein Ende mehr, und es würde nur böses Blut geben, Jeder gegen jeden.

Für mich war es eine schöne Erfahrung, meine Söhne (18 und 13) sind von dieser Art Musik natürlich nicht angesprochen. Schade.

Aber es ist ja auch immer noch etwas anderes, wenn man selbst singt und weiss, wieviel Mühe dahinter steckt.

Gruß

Andreas


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