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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 13:40 
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Also, meine Tochter hat mal zwei Bekannte begleitet – mit fliegenden Blättern. Irgendwann kamen die ins Rutschen und es war höchst spannend zuzusehen, wie sie mit einer Hand versucht hat, den Stapel zu halten und mit der anderen weiterzuspielen. Auf diesen Adrenalinkick hätte sie gerne verzichtet…

Und auch mir daheim geht es so, daß ich weder gerne aus fliegenden Blättern spiele (die stehen auf meinem Klavier nicht gut), noch aus dicken Alben, vor allem nicht, wenn die Paperback sind (Antibeispiel: der Carmen-Klavierauszug von Schott. Ich frag’ mich manchmal, ob es in den Verlagen überhaupt Leute gibt, die jemals Musik aus ihren eigenen Produkten gemacht haben)

Grundsätzlich ziehe ich Originale (wo auch immer) vor. Auch die editorische Arbeit der Verlage muß ja honoriert werden, und es leben ziemlich viele Leute davon, angefangen von den Komponisten und Bearbeitern, bis hin zum Pförtner. Und, wie gesagt: UrhG…

Wenn schon fliegende Blätter, dann mit mindestens 120g/m², damit sie stehen bleiben. 90g/m² finde ich persönlich immer noch zu leicht und zu labbrig. Endlos-Leporello mag ich auch eher weniger, die können auch Probleme bereiten, wenn sie eine bestimmte Länge überschreiten. Dann schon lieber mit Spiralbindung. Das kostet nicht sonderlich viel. (Aber – Du hast es ja schon angedeutet – unbedingt beidseitig bedruckt!) Aber das wäre persönliche Preferenz, andere mögen das vielleicht anders haben.

Dann gibt es noch die schöne Funktion „Broschürendruck“ auf modernen Kopierern. Da kann man A4-Seiten (oder in passender Verkleinerung) in der korrekten Reihenfolge auf A3-Papier umkopieren, den ganzen Stapel in der Mitte falzen und mit einem langen Klammerer (ok, ich besitze so ein Teil…) in der Mitte heften. Voilá…!
Man kann in ähnlicher Weise auch Partituren in A4 (oder entsprechend verkleinert) zu je 2 Seiten auf Vorder- und Rückseite von A3-Bögen kopieren, und diese Bögen dann an der kurzen Seite spiralbinden. SEHR praktisch!

fliegende Blätter in der Notenmappe sind auch nicht gerade der Hit. Auch die kann man in der richtigen Reihenfolge spiralbinden. Schön gestaltetes Deckblatt darauf aus leichtem Karton (hinten auch), oder meinetwegen auch in der normalen Trauerfarbe Schwarz, oder Deckblatt aus Papier + transparenten Kunststoffdeckel. Spart die Notenmappe. Macht es etwas leichter, das Ding zu halten, als einenen Stapel Noten in den üblichen Mappen. (Der Daumen dankt es!) Und man muß nicht umsortieren bei mehreren Stücken. Und es ist immer alles beieinander.

Nebenbei: Man kann auch Originale auseinanderschneiden und neu binden, wenn noch Urheberschutz darauf liegt, oder das Original zu unhandlich ist…
(„Carmen“ ist sicher zu dick, aber die 250+ Seiten „Freischütz“ sind spiralgebunden einfacher zu handhaben, als „normal“ gebunden. Eigene Erfahrung.)


viele Grüße
tmpestoso

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 14:44 
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T M Pestoso hat geschrieben:

Nebenbei: Man kann auch Originale auseinanderschneiden und neu binden, wenn noch Urheberschutz darauf liegt, oder das Original zu unhandlich ist…
(„Carmen“ ist sicher zu dick, aber die 250+ Seiten „Freischütz“ sind spiralgebunden einfacher zu handhaben, als „normal“ gebunden. Eigene Erfahrung.)



Hallo T M -

Spiralheftung finde ich auch sehr angenehm, das Gerät dazu habe ich mir angeschafft, weil das wirklich sehr praktisch ist. Und so kann man für die Orgel auch A4 quer haben...

aber, auf die Idee, meinen guten teuer bezahlten KA zu zerschnippeln - neben der Carmen von Schott (die hab ich auch) käme da auch der Rosenkavalier oder die dicken Liederbände von Strauss in frage sowie alle kartonierten Ausgaben von Ricordi ... nein, das wäre doch zu schmerzlich.
Aber in der Tat, man müsste mal die Herren von Boosey und Hawkes oder Schott oder auch Ricordi aus ihren eigenen Erzeugnissen musizieren lassen.

Ich habe mich da übrigens mal bei der Musicora (einer hiesigen Musikmesse) mit einem Verlagsvertreter richtig gestritten. Ich hatte für sehr teueres Geld den KA von Les Mamelles de Tiresias (Poulenc) erworben (übrigens auch in einer sehr interessanten Übergrösse). An mehreren Stellen sind die Texzeilen verdreht (frz./englisch) - und das ist sehr unangenehm zu lesen, wenn man plötzlich aus der oberen, fettgedruckten, in die untere, kursiv gedruckte Zeile wechseln muss. Ich meinte es nun nett und wies den Vertreter des Verlages freundlich darauf hin, ob man denn daran denke, das bei einem späteren Nachdruck zu korrigieren. Der Herr war not amused...
Französische Editionen sind ja meist sehr teuer - und häufig werden noch uralt-Platten eingesetzt, sodass man die Sachen kaum entziffern kann. Da freu ich mich dann doch wieder über Neuausgaben von deutschen Verlagen, plötzlich hat man ein wunderschönes Druckbild vor Augen, es ist also doch möglich.

Ein unerschöpfliches Thema.... hast Du wirklich Deinen Freischütz zerschnippelt ? Manche meiner Notenbände zerfallen fast, da werde ich drüber nachdenken... vielleicht ist das tatsächlich sinnvoller als mit Tesa zu hantieren.

Liebe Grüsse sendet Casta

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La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 15:06 
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Zitat:
hast Du wirklich Deinen Freischütz zerschnippelt ?


Aber ja doch! :n110:


stürmische Grüße
tmpestoso

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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 16:22 
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Hi, Castafiore

Ja, es ist wirklich hanebüchen, was sich manche Verlage so leisten. Ich habe auch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Du. Da hatte ich eine „Urtext“-Ausgabe, mit sehr reichhalig beziffertem Bass. Irgendwann ist mir von desem Stück ein Facsimile des Autographen in die Hand gefallen – mit einem wirklich spartanisch bezifferten Bass. Ich habe daraufhin den Verlag (Amadeus in Winterthur) angeschrieben, mit der Frage, worauf denn ihre Ausgabe beruht, und woher der Generalbass stammt. Auch da war die Antwort nicht wirklich befriedigend…

Andererseits, um bei „Carmen“ zu bleiben: bei knapp 500 Seiten wird es zwangsweise schwierig. Da besteht das Problem schon darin, daß der KA für den Notenständer auf dem Klavier zu dick ist. Und für einen Normalen Notenständer zu schwer. Außerdem neigt er ständig zum Umblättern, wenn man den Rücken nicht aufbricht. Aber dann fallen irgendwann wieder die Seiten heraus. Vielleicht wäre Hardcover die Lösung? Oder Teilbände für jeden Akt? Dann müßte man auch nicht immer knappe zweieinhalb Kilo Papier mit sich herumschleppen. So nach zwei Stunden fallen einem da schon mal die Arme ab…

Es geht allerdings auch anders, es gibt Verlage, die denken wirklich mit. Ich habe eine Ausgabe der Blockflötensonaten von Händel, die ist auf kräftigem, glatten Papier gedruckt, und dort, wo es sich anbietet, kann man die Seiten auch noch zusätzlich ausklappen, d.h. es liegen dann 3 oder auch 4 Seiten nebeneinander auf dem Notenständer, so daß man die einzelnen Sätze ohne Umblättern spielen kann. Aber die hat natürlich auch keine 500 Seiten…


Viele Grüße
TM Pestoso

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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 23:44 
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meinen schülern, die ihre noten oft im internet kaufen, also auch lose blätter haben, sage ich immer, sie sollen sie nebeneinanderlegen und auf der rückseite mit tesa kleben und so falten, daß man sie wie ein buch umblättern kann.
dann kann der pianist immer noch entscheiden, ob er lieber blättert oder es als "schlange" auf`s klavier drapiert oder halbe, halbe.
bisher sind auch noch nie noten während der proben oder klassensingen etc. runtergefallen.

liebe grüße
kaja


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 20.02.2009, 12:58 
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T M Pestoso hat geschrieben:
...... Außerdem neigt er ständig zum Umblättern, wenn man den Rücken nicht aufbricht.


Ob Profi oder Amateur - Anfänger: DAS ist wohl ein allgemein bekanntes Problem.
Meine, recht einfache Lösung bis jetzt; 2 Klammern von der Sorte welche im Sommer auf der Terrasse zum "Festmachen" von Tischdecken verwendet wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 20.02.2009, 18:51 
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kaja hat geschrieben:
meinen schülern, die ihre noten oft im internet kaufen, also auch lose blätter haben, sage ich immer, sie sollen sie nebeneinanderlegen und auf der rückseite mit tesa kleben und so falten, daß man sie wie ein buch umblättern kann.
dann kann der pianist immer noch entscheiden, ob er lieber blättert oder es als "schlange" auf`s klavier drapiert oder halbe, halbe.
bisher sind auch noch nie noten während der proben oder klassensingen etc. runtergefallen.

liebe grüße
kaja


Also so habe ich es bis jetzt auch gehandhabt. "Schlange" finde ich äußerst unangenehm, weil die auch plötzlich auseinander fallen kann.
Es gibt aber auch Mappen aus festem Kunststoff mit Klarsichthüllen im Innenleben, wo man die losen Blätter einstecken kann, eine Vorder- und Rückseite sozusagen.
Allerdings sind nicht allzu viele Klarsichthüllen vorhanden, sodaß es nur für kürzere Stücke reicht. Aber sonst recht praktisch.

Grüße
dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 20.02.2009, 20:50 
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aber für klassensingen (oder auch solo-konzerte) mit 18 bis 25 teils sehr langen stücken wären solche mappen unmöglich (und viel zu teuer).

lg
kaja


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 Betreff des Beitrags: Re: Noten
BeitragVerfasst: 21.02.2009, 00:30 
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Die Klarsichthüllen haben manchmal den Nachteil, dass sie bei speziellem Lichteinfall glänzen und absolut nichts mehr zu lesen ist.
Gruß
Uralt


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