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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 10:23 
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Hatte bei meinen ersten beiden Beiträgen noch gar nicht Eure Beiträge gelesen und erstmal Schnellschüsse losgelassen ... -
nun nochmal mit Bezug auf Eure Schreiben:

Ich denke auch, dass nuemand davon frei ist, gerade "seine" Partien kritisch zu beäugen (ich natürlich auch nicht). Zu den Gründen habe ich ja oben schon geschrieben und ich denke, dass Canti und LaCastafiore das Gleiche meinten.
Vielleicht ist das auch das, was Musika und Epo mit "positiver Konkurrenz" meinten - eben weil es uns nicht kalt läßt, was unsere konkurrentinnen machen (und wie), haben wir anschauliche und hörbare Übungs -, Kontroll- und Kritikobjekte.
So, wie wir uns selber aufnehmen, um zu gucken, was wir falsch machen, so hört man auch schonmal kritischer hin, wenn man ein Stück hört, an dem man arbeiten will, oder das man bereits hart erarbeitet hat.

Die Kunst ist nur, sich nicht selber absolut zu nehmen. Solche Kritik ist konstruktiv für den Beobachter selber, sie sollte halt nicht in Abwertung des Ausübenden ausarten. :love:

Viele morgendliche Grüße vom
Lieschen :kaffee


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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 12:01 
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Konkurrenz? Völlig normal – auch wenn ich die von Eric bei gesang.de immer wieder gerne kolportierten Schauergeschichten zum Thema selbst nie erlebt habe. Dafür aber gewiss gelegentliche Reibereien angesichts ähnlicher Ambitionen von Kollegen – oder aber (und das weitaus häufiger) leises Unverständnis gegenüber der Theaterleitung, die eine gut aus dem Ensemble zu besetzende Partie mal wieder einem Gast zuschustern musste. [Das dürfte auch „deinem“ Kammersänger vertraut sein, Musikavokale, denn diese letzte Erfahrung habe ich während meiner 15 Jahre an der Bayerischen Staatsoper selbst immer wieder machen dürfen.]

Diese Erfahrung bestätigt sich auch an jenem mittleren [A-]Haus, an dem ich jetzt seit 2004 engagiert bin – nur bin ich dort bislang erfreulicherweise nicht von dieser unseligen Neigung der Besetzungsbüros betroffen. Vorteil dieser speziellen Konkurrenzsituation ist es zweifellos, dass jedem intelligenten Menschen die Urheberschaft solcher Zurücksetzungen klar sein sollte: nicht der Kollege/die Kollegin engagiert sich selbst – das erledigen andere. Logischerweise gilt das eigentlich immer, wird aber in speziellen Situationen überlagert durch verschiedene Faktoren, die persönlichen Neid fördern. Besonders haarsträubend sind in diesem Zusammenhang Premierenbesetzungsänderungen nach der Generalprobe: wird dann plötzlich eine B- zur A-Besetzung, so hängt der Haussegen ziemlich schief – und das weit über den persönlichen Horizont der Betroffenen hinaus. Das ist bedauerlich – aber ehrlich gesagt: würde irgendein denkender Sänger tatsächlich „nein“ sagen, wenn ihm so unverhofft die Premiere angeboten wird? Ich jedenfalls sagte „ja“, ohne auch nur überlegen zu müssen.

Erleichternd wirkte hier zugegebenermaßen, dass ich bereits vorher „persona non grata“ beim betroffenen Kollegen war – so gab es auch menschlich für mich keinen Grund, „rücksichtsvoll“ zu agieren. Anders ausgedrückt: manchmal erleichtert ein vergiftetes Klima zwischen Kollegen den Umgang mit der Konkurrenz. Aber – möchte man das? Ich jedenfalls verzichte gerne auf solche „Grundkonstellationen“ – und bilde mir ein, mit „Konkurrenten“ im Allgemeinen ein gutes Verhältnis zu pflegen.

Ganz ohne jeden Zweifel aber kann man auch prinzipiell anders an das Problem herantreten. Ich befragte dazu einmal meine Lehrerin, die über Jahrzehnte hinweg in einer Konkurrenzsituation mit einer anderen Mezzosopranistin gearbeitet hat. „ Ja, hätt’ ich sie mögen sollen?“, war die trockene Antwort der Dame, als ich sie zu ihrem Verhältnis befragte. Ich selbst bin zu harmoniebedürftig für diesen „Ansatz“, aber vielleicht erleichtert eine solche Haltung die Konkurrenz sehr...


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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 12:16 
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Steven Grlscz hat geschrieben:
[Das dürfte auch „deinem“ Kammersänger vertraut sein, Musikavokale, denn diese letzte Erfahrung habe ich während meiner 15 Jahre an der Bayerischen Staatsoper selbst immer wieder machen dürfen.]



Hallo Steven

unser Freund ist Wagnersänger und in seiner Rolle als Alberich z.B. sehr gefragt. Aber trotzdem hat er Wünsche für einige Rollen, aber niemand dort kommt in die Pötte, rauszögern....ist die Devise.

Na dann wirst du den KS ja sicherlich kennen...

Liebe Grüsse

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 14:18 
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Steven Grlscz hat geschrieben:
Konkurrenz? Völlig normal


Ja.
Sie ist normal, sobald mehr Läufer an den Start gehen als das Zielpodest Plätze hat.
Wenn sie dazu führt, daß sich jeder anstrengt um als erster ins Ziel einzulaufen, ist diese Konkurrenz ja auch nichts Schlechtes. Übel wird es erst, wenn unlautere Methoden angewendet werden, z.B. Mitläufer behindert.

Ungute Konkurrenz im Team ist, wie Du, Steven, in Deinem Theaterbeispiel schilderst, oft aber "von oben" gemacht. Sei es mit Absicht oder einfach aus Gedankenlosigkeit, jedenfalls kann da ein gutes Klima schnell gestört werden.
chero hat geschrieben:
Betrieblich haben wir es[···] geschafft die Leute dort abzuholen wo sie stehen. Der eine kann das besser und lernt es den anderen, was jedoch nicht zu bedeuten hat, daß der ander unfähig ist. Nein er ist einfach aus div. Gründen noch nicht so weit und wird von der Abteilung "getragen".

Einerseits hast Du natürlich recht, jeder hat Stärken und Schwächen, fast jeder kann dazulernen, viele gleichen Schwächen auf einem Gebiet mit Stärken auf einem anderen Gebiet aus.
Die Frage ist: wieviel Trage- und Abholleistung kann ich als Arbeitsgruppenleiterin von meinen geschätzten und bewährten Mitarbeitern erwarten?
Ich denke, wenn ich sie in den Entscheidungsprozeß einbezogen habe, werden sie großen Einsatz bringen. Vielleicht wird er sich lohnen.
Wenn ich ihnen einen zunächst nicht so geschickten Mitarbeiter allerdings mit der Parole
chero hat geschrieben:
nur das Resultat zählt, egal ob das nun die Leistung der Abteilung ist oder das Konzertniveau

aufs Auge drücke, wird's recht schnell Unstimmigkeiten geben. Der arme Kerl, der gar nichts dafür kann, daß ich ihn eingestellt habe, wird vermutlich allerhand einstecken müssen, einige Mitarbeiter werden an meinem Verstand zweifeln und sich gegen mich verbünden, das Betriebsklima geht den Bach hinunter. Wenn ich Pech habe, bin ich gute Mitarbeiter los.
Ich kann das an einem Strang Ziehen nicht verordnen, und ich würde bewährten Mitarbeitern niemals jemanden einfach so aufs Auge drücken.
Auch die Situation, daß ich guten zwei Mitarbeitern einen weiteren an gleicher Position zur Seite stellen möchte, bedarf etwas Fingerspitzengefühl, zumindest solange die Gründe dafür nicht darin liegen, daß es offensichtlich viel zu viel Arbeit für die beiden gibt und sie um Entlastung gebeten haben. Hier wäre es mir sehr wichtig, daß sie die Gründe kennen. Wenn sie das Gefühl haben, daß sie mir nicht gut genug sind, besteht die Gefahr, daß der Kollege kein Bein an den Boden bekommt.

Bzgl. meiner Chöre kann ich sagen, daß ich über diese Dinge Bücher schreiben könnte, und daß weitaus mehr als die Hälfte der Tratsch-Klatsch-Konkurrenz-Fälle völlig überflüssig und von der Leitung gemacht waren, meist aus Gedankenlosigkeit und der Unfähigkeit, sich in andere hineinzuvesetzen.

Einmal habe ich es im Instrumentalkreis deutlich erleben müssen, daß verdeckte Machtkämpfe im Spiel waren. Der Kreis wurde von der Leiterin gezielt erweitert um "Getreue". Es ging da nicht um die musikalische Arbeit als solche, sondern um Ziel, Zweck und Koorperationen des Ensembles und letztendlich darum, daß die Leitung sich profilieren wollte, und die Steinchen in ihrem Spiel nicht so gemacht haben, wie sie sollten. In dem Zuge haben wir leider unsere besten Leute verloren. Letztendlich war's ein Schuß in den Ofen. Leidtragende: jeder.

Phoebe hat geschrieben:
"Klar tut es dir weh wenn jemand dich schecht macht oder verletzt - aber leide nicht darunter, sing weiter und halte dir immer vor Augen daß dieser Mensch es früher oder später zurückbekommen wird!"

@chero:
ich grübele die ganze Zeit, was Dir hieran so gefällt.
Für mich ist "sing weiter" - also: gib nicht auf - das einzig Gescheite.
Mein Leiden kann ich doch nicht einfach abstellen! Wenn das Blut spritzt und kein Arzt da ist, leide ich, oder ich werde ohnmächtig.
Und daß derjenige es irgendwann zurückbekommt, da wäre ich mir erstens nicht so sicher, und zweitens nützt mir das nicht die Bohne.
Sicher liest Du etwas ganz anderes daraus.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 15:07 
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Phoebe hat geschrieben:
"Klar tut es dir weh wenn jemand dich schecht macht oder verletzt - aber leide nicht darunter, sing weiter und halte dir immer vor Augen daß dieser Mensch es früher oder später zurückbekommen wird!"

@chero:
ich grübele die ganze Zeit, was Dir hieran so gefällt.
[/quote]

Hallo EmmyNoether,

was mir daran so gut gefällt?!

Es ist klar, daß Verletzungen, Intrigen, egal wie auch immer man schlecht gemacht wird sehr verletzend sind und einen auch mal resignieren lassen. Es ist aber auch so, daß man nicht den Kopf in den Sand stecken soll und sich aufrappeln soll und sein Ziel weiter verfolgen soll. Der Rest hat etwas mit Glauben zu tun und den lebt oder erlebt jeder anders. Für mich ist es aber so, daß Menschen das zurückbekommen was sie säen, egal was es auch immer sei. Hört sich nun komisch an aber ich könnte auch anders sagen. Nicht ich muß richten sondern das übernimmt ein anderer. Nun sind wir bei einem Thema angekommen, was hier gar nicht in den Thread gehört :lol:

Liebe Grüße
Chero


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BeitragVerfasst: 14.06.2006, 17:19 
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chero hat geschrieben:
Für mich ist es aber so, daß Menschen das zurückbekommen was sie säen, egal was es auch immer sei. Hört sich nun komisch an aber ich könnte auch anders sagen. Nicht ich muß richten sondern das übernimmt ein anderer. Nun sind wir bei einem Thema angekommen, was hier gar nicht in den Thread gehört


Nein, in den Thread gehört es nicht, aber ich verstehe jetzt, wie Du es meinst!

Mit einem - allerdings etwas anderen Blickwinkel - gibt es etwas ähnliches für mich auch:
wenn ich über die Schwelle trete und Rechenschaft ablegen muß, möchte ich meinem Gegenüber mit klarem Blick, ohne Scham und Angst in die Augen schauen können.
(Und das möchte ich auch jetzt, hier und heute und morgen bei jedem!!!)

Gruß v. Emmy


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 Betreff des Beitrags: Re: Konkurrenzdruck
BeitragVerfasst: 21.09.2010, 10:49 
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hallo!

ich persönlich gehöre leider immer zu denjenigen, die einstecken sollen. auf der arbeit habe ich auch eine kollegin, die anscheinend total neidisch ist oder ständig denkt, andere haben was gegen sie. bis man dann mal rauskriegt, dass man nicht die einzige ist, die nieder gemacht wird und die im schlechtesten licht überall dargestellt wird. das macht einen schon fertig. ich bin heilfroh, dass die kollegen dann schon wissen, wie sie drauf ist. am anfang meinte der chef noch: die? nie im leben. nun, die leute können sich sooo gut im rechten licht darstellen.

oft ist ein extrem hohes geltungsbedürfnis am werke. denn unsere kollegin hätte es eigentlich nicht notwendig, so über andere herzuziehen. sie braucht um ihre stelle nicht zu fürchten und hat auch keine ambitionen aufzusteigen. sie ist lediglich geltungsbedürftig.

es gibt sicher vielfältige gründe für solches verhalten. richtig doof wird's eben, wenn der wettbewerb sehr unfair wird. aber auch ansonsten kann ein recht sportlicher wettkampf erheblich an den kräften zehren. ich gehöre eher zu denen, die sowas nicht gut verkraften.

wenn man dann etwas hat, woran man sich hochziehen kann. z. b. der oder die wird das noch zurückkriegen. vielleicht nicht unbedingt, dass er auch mal was reingewürgt kriegt. oft ist es vielleicht so, nur kriegt man's dann leider nicht mit. aber letztendlich leidet doch der hetzdodel auch irgendwie. aus irgendeinem für ihn ebenfalls üblen grund wird er dazu getrieben gemein zu sein. naja, es ist vielleicht ein schwacher trost. aber mit irgendetwas muss man sich ja schon über wasser halten. wie sollte man da noch eine gute vorstellung abliefern bei solch vergiftetem klima?

daher bin ich eher der alleinsängertyp. in der gruppe würden mir wohl nur die nebenrollen abfallen oder noch schlimmer. die anderen sind sich da schon irgendwie immer mehr wert und buhlen um die besten plätze. wenn's eben sein muss mit gewalt, list und tücke. leider bin ich zu harmoniebedürftig und möchte irgendwie von jedem gerne gemocht werden. wenn man jemanden nicht so besonders mag, kann man sich viel leichter mit ihm auseinandersetzen und ihm eben dann auch mal eine rollen wegschnappen, ohne ein schlechtes gewissen kriegen zu müssen. man kann die leute ja vielleicht auch unter vorbehalt mögen. im grunde hat man nichts gegen sie, aber wenn's drauf ankommt, brauchen sie nicht damit zu rechnen, dass man klein beigibt. was ich halt auch absolut gar nicht ab kann sind faule und fiese intrigen. es setzt sich auch nicht immer der beste und der stärkere durch, sondern eben auch der mit den besten verbündeten. das ist allerdings auch eine regel im sozialwesen. die affen machen es auch nicht anders. man muss es wohl weniger persönlich sehen. es gehört zum gesellschaftsspiel dazu. und ohne die richtige kontaktpflege kommt man heute immer weniger weit. vielleicht sollte man es so sehen, dass man ja ebenfalls gelegenheit hat, sich die richtigen leute zu bewerben. das gesamtpaket ist so oder so nur mit einem erheblichen energieaufwand zu wuppen, der mir nicht unbedingt gegeben ist. aber ich versuche für mich nischen zu finden, wo ich persönlich doch noch was reißen kann. gleich ob die konkurrenz 10mal besser und durchsetzungsfähiger ist als ich.

der papa von pavarotti musste auch weiter seine brötchen backen, weil er mental das zeug nicht hatte zum großen sänger. ganz im gegenteil zu seinem sprössling, der dann aber auch bei allem und jedem eine konkurrenzsituation geschaffen hatte und immer an erster position sein musste. man muss einen sänger wohl immer im gesamtwerk sehen. es reicht leider nicht aus eine gute stimme zu haben. im kommerzbusiness muss man eben auch noch überdurchschnittlich toll aussehen und unter 30 sein. so in etwa.

was mich aber auch irgendwie nervt ist dann noch eine gewisse konkurrenzsituation im familiären bereich. jeder will singen, jeder will auf die bühne, jeder will toll sein, bewundert werden, ein star sein. wie kommt man denn mit sowas zurecht? ist ja auch ein stressfaktor, wenn einem dauernd in die suppe geguckt wird und dann auf einmal wird einem dann nachgeeifert bzw. man soll dann hilfestellung geben bei der "karriere".

eine aus dem umfeld, fängt plötzlich an gesangsunterricht zu nehmen - und ich gebe zu, dass ich da schon ein wenig panik kriege, dass man die dann auch noch vor die nase gehalten kriegt: guck mal wie toll! die frau sieht halt besser aus als meinereiner. so eine hatte ich schonmal, wo man dann ständig mit verglichen wurde. erst hatte sie den kinderbonus "och, wie süß!" und dann hat sie sich etwas lasziv und freizügig gegeben, was auch wieder mehr aufmerksamkeit versprochen hat. *grrrr*

mich nervt das halt eben schon im privateren umfeld, dass da jeder anfängt zu singen oder will. dann eiern sie zu auftritten mit, wollen irgendwie dann mit dabei sein. und wenn es nur darum geht, dabei zu hocken, um dann überall zu erzählen, dass sie einen persönlich kennen. ich glaube, ich komme langsam vom thema ab, oder?

zu diesem ganzen konkurrenzdruck muss man sich auch mit sowas noch rumärgern. sänger werden gemanagt, weil die entsprechenden manager mit ihnen angeben möchten. so werden sie dann von einer geburtstagsparty zur nächsten geschleift, wenn sie sich nicht gut abgrenzen können. sozusagen: guckt mal, wen ich mitgebracht habe. vielleicht sollte ich ein extra thema dazu eröffnen. oder gibt's da schon was?

liebe grüße


stimmchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Konkurrenzdruck
BeitragVerfasst: 25.09.2010, 16:59 
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Schaut öfter vorbei
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Nachname: Maurer
Hallo

Meine Tochter ist Berufsmusikerin und ich weiß wie stark der Konkurrenzdruck ist. Ich selber kenne das von meinem früheren Sozialberuf nicht. Umso erstaunter war ich allerdings als ich im Amateurbereich Gesang und Schauspiel( seit 20 Jahren) festellten konnte daß Konkurrenzneid Ungerechtigkeit vorherrscht. Es verdient niemand etwas bei uns als Amteur im Gegenteil wir müssen Kursgebühr und Gesangstunden bezahlen. Ich erlebte wie eine unbegabte Amteursängerin nur deshalb 10 Lieder an einem Gesangsabend singen durfte (wir anderen nur 1 bis 4) weil sie zweimal in der Woche zusätzlich zum Kurs Privatstunden nahm.In der Schauspiel Amteurgruppe gibt es seit kurzem eine Kollegin die extrem ehreizig ist und sich sofort eine Hauptrolle angelt obwohl dies normalerweise erst nach einigen Semestern üblich ist.Die Regieseurin ist unbegabt und nicht durchsetzungsfähig und deshalb geht das ganze Gruppengefüge auseinander.Dadurch daß schon 12 Mitspieler sind werden die Rollen immer kürzer weil der Auftritt nicht länger als eineinhalb Stunden dauern soll. Es gibt daher ein Gerangel um längere Rollen, und die frühere Gemütlichkeit ist dahin.Überlege schon wegzzugehen aber es gibt wenige Volks kshochschulkurse die auchAufführungen machen.mir ist ein Rätsel warum man außerhalb desBe rufes so ehreizig ist.

Viele Grüsse
Hilde


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 Betreff des Beitrags: Re: Konkurrenzdruck
BeitragVerfasst: 25.09.2010, 21:22 
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jaja, singen ist eben sehr beliebt. man wird hofiert, bewundert... jeder möchte doch einen platz an der sonne und sich sowas auf die fahne schreiben. es gibt sooo viele, die die leute ohne gage unterhalten oder zu dumpingpreisen, weil sie's brauchen. fürs ego...

ich erinnere mich an eine begebenheit, wo eine marathonveranstaltung war. von 18 uhr bis um 2 uhr nachts oder so. und das bei konzertbestuhlung. es waren noch ein paar leutchen, die sich bis kurz vor knapp durchgequält hatten. die vorletzte "sängerin" hat tatsächlich noch ca. die hälfte derer, die noch da waren, vertrieben. und der letzte showact musste dann mit noch weniger leuten auskommen, obwohl die wiederum ganz okay war. das hat mir dann für sie leid getan. ich schätze, die lady, die nicht gefallen hatte, hat irgendwie finanziell ausgesorgt und tingelt als "sängerin" durch die lande. ich weiß nicht, ob sie überhaupt für irgendeinen auftritt geld kriegt/nimmt. aber cds produziert sie auch und ist immer noch unterwegs. andere werden gebucht und produziert, weil sie tolle beine haben. der gesang lässt zu wünschen übrig. aber "gerechterweise" kommen diese leute oft nicht wirklich weiter. wäre auch unfair denen gegenüber, die wirklich was drauf haben...

ich habe auch schon oft gehört, dass innerhalb eines freizeitchores der neid und die konkurrenz mit dabei sind. es finden sich immer welche, die sich vordrängeln müssen. leider sind es nicht immer die, die man auch präsentieren kann. heute muss die vhs wohl auch schauen, dass sie noch genug kohle zusammenkriegt. dann gewinnt eben wieder der, der die meisten kurse gebucht hat, damit der nicht vergräzt wird.

liebe grüße


stimmchen


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