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 Betreff des Beitrags: Die Entwicklung tiefer Frauenstimmen
BeitragVerfasst: 22.07.2018, 00:13 
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In welchem Alter entwickeln sich tiefe Frauenstimmen am intensivsten? Kann man also schon in jüngeren Jahren von der Entwicklung in Richtung Alt oder tiefem Alt sprechen? Die Tessitur reicht alleine ja nicht aus, um in eine Richtung zu klassifizieren. Den hohen Alt könnte man auch noch beleuchten. Gerade in sehr fortgeschrittenem Alter sinken Frauenstimmen ja noch einmal. Dann kan manche Altsängerin Tenorlage singen. So eine "Tenorin" fortgeschrittenen Alters singt mit mir im Kammerensemble, in dem ich Mezzosopran/Sopran 2/Alt 1 singe.


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BeitragVerfasst: 28.07.2018, 23:06 
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Hm, schwer zu sagen. Es gibt zu wenige tiefe Frauenstimmen um diese Fragen allgemeingültig beantworten zu können. Ich kann da nur von mir selbst schreiben. Und da war es so, dass ich bereits mit 13 Jahren vom Alt in den Tenor gewechselt bin. Demnach kann sich eine Entwicklung zum Alt oder tiefen Alt sehr wohl auch schon in jüngeren Jahren anbahnen. Was aber länger dauert ist die Entwicklung der Alt-Klangfarbe.

Tenor singe ich nun schon seit fast 40 Jahren, ich bin also noch nicht in einem "sehr fortgeschrittenen" Alter angekommen. Die Damen die sonst im Tenor mitsingen sind eher über 70 Jahre alt, das dauert bei mir noch ein Weilchen. Vielleicht singe ich dann Bass - jedenfalls hätte ich absolut nichts dagegen... :mrgreen

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BeitragVerfasst: 29.07.2018, 01:03 
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Du sangst mit 13 Jahren schon Tenor bis c hinab?

Wann begannst Du denn zu singen? Wie lange sangst Du Alt?

Weshalb wechseltest Du? Weil Dir plötzlich weniger Höhe zur Verfügung stand oder kamst Du vorher auch nur mit Mühe in die hohen Regionen des Alt? Oder wurdest Du wegen Jungenmangels in den Tenor gesetzt?

Wie entwickelt(e) sich Deine Altklangfarbe oder Tenorklangfarbe?

Wiztigerweise springe ich, wenn unsere Sopran 1 fehlt, auch für diese ein, obwohl ich eigentlich gar nicht dachte, Sopran 1 singen zu können. Aktuell singe ich meistens Mezzosopran.


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BeitragVerfasst: 29.07.2018, 22:21 
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Liebe Musicissima,

1.
Ich singe seit der 1. Schulklasse.

2.
Chorsängerin bin ich seit der 8. Schulklasse.

3.
Im Alt war ich nur wenige Wochen lang.

4.
Ich bin in den Tenor gewechselt weil der Alt
a) viel zu hoch hinauf ging
b) insgesamt zu hoch lag
c) keinerlei Tiefe geboten hat.

5.
In die hohen Regionen des Alt bin ich noch nie gekommen, so weit ich mich zurück erinnern kann. Was ich mal als Kind im Grundschulalter eventuell singen konnte weiß ich nicht, weil ich damals weder irgend welche Tonbezeichnungen kannte noch von unterschiedlichen Stimmlagen und ihren jeweiligen Tonumfängen wusste.

6.
Bis zum kleinen c hinunter habe ich tatsächlich auch mit 13 Jahren schon singen können. Wann diese Tiefe kam, das weiß ich leider nicht. Sie war sozusagen immer schon da.

7.
Jungenmangel gab es natürlich auch, deshalb haben sogar noch zwei Lehrer bei den Tenören im Schulchor mitgesungen. Aber ich hätte auch mit mehr Jungen auf jeden Fall im Tenor singen müssen.

8.
Die Klangfarbe entwickelte sich ganz von selbst mit zunehmendem Alter - so wie ja auch der Körper sich ein Leben lang weiter verändert ohne jedes eigene Zutun. Je älter man wird, desto dunkler wird die Stimme. Meine ist so dunkel dass ich am Telefon oft für einen Mann gehalten werde und mit Herr (Name) angesprochen werde. Und wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin und dort jemand anruft, dann erkennt der Anrufer nicht ob mein Vater am Telefon ist oder ich... :mrgreen

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BeitragVerfasst: 30.07.2018, 23:21 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:

8.
(...)Meine ist so dunkel dass ich am Telefon oft für einen Mann gehalten werde und mit Herr (Name) angesprochen werde. Und wenn ich bei meinem Vater zu Besuch bin und dort jemand anruft, dann erkennt der Anrufer nicht ob mein Vater am Telefon ist oder ich... :mrgreen


O je! Du Arme!! Größtes Mitleid spreche ich Dir aus!


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BeitragVerfasst: 01.08.2018, 12:19 
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Warum? Mir ist das gar nicht so unrecht, denn mit Männern gehen die meisten Leute immer noch einen Tick höflicher um als mit Frauen, insofern ist es mir sogar ganz recht, wenn die Leute meinen dass sie einen Mann am Telefon haben. Ich korrigiere die Anrufer jedenfalls nie. Sollen die ruhig denken dass sie mit einem Mann sprechen, mir ist das völlig piepegal. Früher hab' ich mal regelmäßig einen bestimmten Menschen dienstlich am Telefon gehabt, der hat erst nach einem halben Jahr gemerkt dass ich kein Mann bin. :n118:

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BeitragVerfasst: 02.08.2018, 14:11 
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Dann bin ich ja sehr froh darüber, Mezzosopran zu singen. Ich kann auch deutlich tiefer (d in der kleinen Oktav im Alt in einigen Werken der Alten Musik ist für mich absolut kein Problem und auch noch kein sehr tiefer Ton) und auch Sopran 1 singen, habe beides auch schon länger gesungen, nur aktuell immer Mezzosopran. Meine Sprechstimme liegt allerdings mindestens eine ganze Oktav unter dem unteren Mezzosopranbereich. Viele Menschen sind erstaunt, wie hoch (und auch tief) ich singen kann; bei meiner anscheinend eher tiefen Sprechstimme. Ein gesungenes d fühlt sich längst noch nicht unangenehm tief an, ich kam aber noch gar nicht auf die idee, meine Gesangsstimme mehr zu testen. Ebenso ist g´´ noch nicht das obere Ende. d ist angenehm tief und g´´angenehm hoch. Jedoch habe ich vom Timbre her anscheinend tatsächlich keine hohe Stimme beim Singen und Sprechen, obwohl ich weit in die zweigstrichene Oktav hinauf singen kann.


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