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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 10.05.2019, 17:19 
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Ich war aus diesem Grunde auch nicht in der Lage, in jedem beliebigen Kinderchor zu singen, sondern suchte mir ganz bestimmte. Und für die tiefe Stimmung der Alten Musik und die normale verwende ich zwei getrennte Raster. Das Problem, daß Chorsänger (Amateure) einfach irgendwie singen und Fehler nicht hören, umging ich nach kurzer Zeit. Ich kann nur noch in bestimmten ambitionierten Amateurchören singen und bei dem Hören des Gemeindegesanges im sonntäglichen Gottesdienst müsste ich fliehen. Wie gut für Dich, daß Du noch im Gottesdienst singen kannst.
Es erstaunt mich, daß Du, obwohl Du seit dem 13.Lebensjahr in der Schule täglich und ab dem selben Alter im Chor sangst, erst als Erwachsene Noten lesen lerntest. Dann lerntest Du die Melodien anscheinend immer über das Gehör. Mußtest Du nie ein Blattsingen bestehen? Das wäre ja ohne Noten lesen zu können schwierig, wenn man das Stück nicht kennt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 14.05.2019, 21:25 
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Liebe Musicissima,

ja, ich habe früher tatsächlich alles ausschließlich nach Gehör und somit auswendig gelernt.

Ein Blattsingen bestehen müssen, wo gibt es denn so etwas? Das könnte ich mir für die Aufnahmeprüfung im Fach Gesang an einer Musikhochschule vorstellen oder vielleicht noch als Abschlussprüfung für den Leistungskurs Musik an einem Gymnasium, aber sonst? Der überwiegende Teil der Menschheit lernt (und kann) ja nicht mal überhaupt Noten lesen... :n111:

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 14.05.2019, 21:49 
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Hier mal Vakanzen für einen Profichor Voraussetzungen:

abgeschlossenes Gesangsstudium
akzentfreie Beherrschung
und sicheres Verständnis der deutschen Sprache
Ensembleerfahrung
die Fähigkeit, vom Blatt zu singen

vom Blatt singen ist auch an den MHS zur Aufnahmeprüfung gefragt.

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Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 15.05.2019, 18:52 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Liebe Musicissima,...Ein Blattsingen bestehen müssen, wo gibt es denn so etwas? ...


Ambitionierte Amateurchöre oder sehr kleine Amateurensembles verlangen durchaus ein Blattsingen.
kirchenchöre vielleicht eher selten, denn dort darf auch fast immer jeder "singen", selbst wenn er/sie nicht EINEN richtigen Ton trifft. Dabeisein ist alles, scheint mir dort oft die Devise zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 15.05.2019, 21:21 
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musicissima hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Liebe Musicissima,...Ein Blattsingen bestehen müssen, wo gibt es denn so etwas? ...


Ambitionierte Amateurchöre oder sehr kleine Amateurensembles verlangen durchaus ein Blattsingen.
kirchenchöre vielleicht eher selten, denn dort darf auch fast immer jeder "singen", selbst wenn er/sie nicht EINEN richtigen Ton trifft. Dabeisein ist alles, scheint mir dort oft die Devise zu sein.


Ja, solche Kirchenchöre gibt es durchaus, zur Ehre Gottes zu singen, auch wenn mal nicht so saubere Töne dabei sind, ist doch nicht so schlimm, sie sind aber mit ihrem Herzen dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 15.05.2019, 21:48 
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musica hat geschrieben:
musicissima hat geschrieben:
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Liebe Musicissima,...Ein Blattsingen bestehen müssen, wo gibt es denn so etwas? ...


Ambitionierte Amateurchöre oder sehr kleine Amateurensembles verlangen durchaus ein Blattsingen.
kirchenchöre vielleicht eher selten, denn dort darf auch fast immer jeder "singen", selbst wenn er/sie nicht EINEN richtigen Ton trifft. Dabeisein ist alles, scheint mir dort oft die Devise zu sein.


Ja, solche Kirchenchöre gibt es durchaus, zur Ehre Gottes zu singen, auch wenn mal nicht so saubere Töne dabei sind, ist doch nicht so schlimm, sie sind aber mit ihrem Herzen dabei.



Ja, stimmt. Das kann man so sehen. Ich widerspreche Dir natürlich nicht. Es gibt Amateurchöre, die nicht jeden Ton treffen- oder sogar sehr wenige richtige Töne singen- aber viel mehr "Herzblut" walten lassen als so mancher Berufschor, der zum hundertsten mal die selbe Messe des Komponisten x aufführen muß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 16.05.2019, 17:00 
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Ich habe mir das jetzt lange überlegt, aber ich werd' jetzt mal deutlicher. Die vorsichtigen Hinweise (auch in anderen Themen) fruchten anscheinend nichts.
Mich nervt dieses undifferenzierte und pauschale Bashing. Genauer: Ich find's total daneben. Ich emfinde das einfach nur als anmaßend.
Es gibt solche und solche - sowohl einzelne Sänger, unabhängig von einer Zugehörigkeit zu einem speziellen Chor, als auch ganze Chöre. Leute oder ganze Gruppierungen wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit und nicht wegen tatsächlicher individueller Defizite schlechtmachen, das nennt man Diskriminierung. Es ist allein schon eine Frechheit den mehreren zehntausen Kirchenchorleitern in diesem Land gegenüber, vom ehrenamtlichen mit C-Prüfung, der für die mehrjährige Ausbildung seine Freizeit geopfert hat, bis zum hauptberuflichen Vollzeit-A-Kantor mit Hochschulabschluß in Kirchenmusik, denen pauschal unterstellt wird, alle keinerlei Qualitätsbewußtsein zu haben und einfach ALLES zu akzeptieren. Auch der Vorgänger des Münchner Bachchors war mal "nur" ein Kirchenchor.
Notabene: ganz, ganz toll zu hören, bedeutet noch lange nicht, selber in den Ohren anderer auch nur akzeptabel singen zu können. Ich kenn' Musiker, große Künstlerpersönlichkeiten auf ihrem Instrument, die sehr präzise hören, aber selber keinen geraden Ton herausbringen. Es bedeutet auch nicht, daß man jenseits der perfekten Intonation (vielleicht auch nur von anderen... Sie muß übrigens auch nicht notwendig gleichschwebend sein!) irgend ein Gespür für die zahlreichen weiteren musikalischen Parameter mitbringt. Also, was soll's! Ich kann sowas in einem Internetforum glauben oder nicht. Niemand wird besser, wenn er andere schlecht macht. Und wenn jemand ein spezielles Problem hat, dann ist das SEIN (oder IHR) Problem - nicht das der anderen.

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 16.05.2019, 22:43 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Ich habe mir das jetzt lange überlegt, aber ich werd' jetzt mal deutlicher. Die vorsichtigen Hinweise (auch in anderen Themen) fruchten anscheinend nichts.
Mich nervt dieses undifferenzierte und pauschale Bashing. Genauer: Ich find's total daneben. Ich emfinde das einfach nur als anmaßend.
Es gibt solche und solche - sowohl einzelne Sänger, unabhängig von einer Zugehörigkeit zu einem speziellen Chor, als auch ganze Chöre. Leute oder ganze Gruppierungen wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit und nicht wegen tatsächlicher individueller Defizite schlechtmachen, das nennt man Diskriminierung. Es ist allein schon eine Frechheit den mehreren zehntausen Kirchenchorleitern in diesem Land gegenüber, vom ehrenamtlichen mit C-Prüfung, der für die mehrjährige Ausbildung seine Freizeit geopfert hat, bis zum hauptberuflichen Vollzeit-A-Kantor mit Hochschulabschluß in Kirchenmusik, denen pauschal unterstellt wird, alle keinerlei Qualitätsbewußtsein zu haben und einfach ALLES zu akzeptieren. Auch der Vorgänger des Münchner Bachchors war mal "nur" ein Kirchenchor.
Notabene: ganz, ganz toll zu hören, bedeutet noch lange nicht, selber in den Ohren anderer auch nur akzeptabel singen zu können. Ich kenn' Musiker, große Künstlerpersönlichkeiten auf ihrem Instrument, die sehr präzise hören, aber selber keinen geraden Ton herausbringen. Es bedeutet auch nicht, daß man jenseits der perfekten Intonation (vielleicht auch nur von anderen... Sie muß übrigens auch nicht notwendig gleichschwebend sein!) irgend ein Gespür für die zahlreichen weiteren musikalischen Parameter mitbringt. Also, was soll's! Ich kann sowas in einem Internetforum glauben oder nicht. Niemand wird besser, wenn er andere schlecht macht. Und wenn jemand ein spezielles Problem hat, dann ist das SEIN (oder IHR) Problem - nicht das der anderen.


Ich hetze hier gegen niemanden und kritisiere auch nicht herabsetzend. Vielleicht hast Du aber auch ein andere Vorstellung von bashing.
Ich beschreibe ausschließlich MEINE Situation und (negative wie positive) Erfahrungen und gab an anderer Stelle bestimmten Personen ein, zwei gut gemeinte Hinweise, um Problemen vorzubeugen.
Leider ertrage ich falsche Töne aufgrund meiner feienn Ohren nicht. Jeder kann singen wie er/ sie möchte; aber ich kann nicht in jedem Chor singen (z.B. dem Schulchor meiner Schule, die ich besuchte.). MEINE Beobachtungen sind MEINE Beobachtungen, nicht Deine. Ich stelle sie ausschließlich sachlich dar, ohne hier andere Laute und deren Meinungen abzuwerten oder mich für etwas besonderes zu halten. Wie gesagt, hat eine ausgeprägte Tonhöhen- und Klangsensibilität Nachteile. Und hier git es auch andere Foristen, die sensibel auf Klänge reagieren.

Zur CHorleiterthematik: Ich erwähnte definitiv deutlich, daß es sich um die Leiter/innen der Chöre handelte, in denen ICH singe/sang.

Vielleicht steckt auch ein gewisser Neid auf ein absolutes Gehör hinter Deiner Reaktion zu diesem Thema. Ich halte das absolute Gehör, wenn das, was ich an mir selbst beobachte nun wirklich eines wäre, nun wirklich nicht ausschließlich für vorteilhaft, sondern durchaus auch für nachteilig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 17.05.2019, 15:06 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Ein Blattsingen bestehen müssen, wo gibt es denn so etwas? Das könnte ich mir für die Aufnahmeprüfung im Fach Gesang an einer Musikhochschule vorstellen oder vielleicht noch als Abschlussprüfung für den Leistungskurs Musik an einem Gymnasium, aber sonst? Der überwiegende Teil der Menschheit lernt (und kann) ja nicht mal überhaupt Noten lesen... :n111:


Das ist hier in einigen Amateurchören Standardprozedere beim Vorsingen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 17.05.2019, 16:37 
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musicissima hat geschrieben:
Vielleicht hast Du aber auch ein andere Vorstellung von bashing.
Offensichtlich

musicissima hat geschrieben:
Leider ertrage ich falsche Töne aufgrund meiner feienn Ohren nicht.
Das ist auch nicht mein Thema. Was Du erträgst oder nicht erträgst, und in welchen Chören Du aus welchen Gründen singst, ist mir ehrlich gesagt egal. Mich nervt nur Dein "cetero censeo" mit nachfolgendem Seitenhieb auf Kirchenchöre (kommt weiter unten nochmal genauer). 10% aller Berufsmusiker, aller Blinden und (Nachtrag: 30 - 50%) aller Chinesen und Südostasiaten haben übrigens mindestens ebenso feine Ohren, ich habe allerdings unter Musikern noch niemand erlebt, der sich ständig in derart abwertender Weise über bestimmte Amateurgruppierungen geäußert hätte. Es ist nämlich primär keine Frage der feinen Ohren, sondern der Wahrnehmung. Das Planum temporale ist durchaus lernfähig.

musicissima hat geschrieben:
MEINE Beobachtungen sind MEINE Beobachtungen, nicht Deine. Ich stelle sie ausschließlich sachlich dar, ohne hier andere Laute und deren Meinungen abzuwerten
musicissima hat geschrieben:
Zur CHorleiterthematik: Ich erwähnte definitiv deutlich, daß es sich um die Leiter/innen der Chöre handelte, in denen ICH singe/sang.
Wo genau?
Mir geht's ausserdem um die Leiter der ca. 40000 Kirchenchöre hierzulande, die aus Deinen Worten zu folgern anscheinend (fast) alle NULL Qualitätsbewußtsein haben. Alternativ: Null Kompetenz. Oder beides zusammen.
Kleine Auswahl an Zitaten gefällig?

"...kirchenchöre vielleicht eher selten, denn dort darf auch fast immer jeder "singen", selbst wenn er/sie nicht EINEN richtigen Ton trifft"
["singen" in Anführungszeichen ist nicht abwertend? "nicht EINEN richtigen Ton treffen" auch nicht? ("EINEN" in Großbuschstaben...) Und den Chorleitern ist das anscheinend egal, denn schließlich "darf" das "jeder", und zwar "fast immer"!]

"Deshalb macht es in vielen Cchören, v.a. den üblichen Kirchenchören keine Freude mehr, denn ich will ja nicht proben, um die Töne zu suchen"
[das ist die gleiche Aussage wie zuvor - die treffen die Töne nicht! Vor allem nicht die in den "üblichen" Kirchenchören. Andersherum: in "üblichen" Kirchenchören treffen die Sänger (wollen wir Sänger noch in Anführungszeichen setzen?) die Töne nicht]

"Kirchenchöre sind ein heikles Thema, denn dort "landen" aben alle."
[wer sind "alle", die dort "landen"? Laß mich raten:... Sicher nicht die Spitzensänger der Nation. Oder doch?]

"In Amateurchören oder Kirchenchören singen oft Menschen, die falsche Töne zehn mal falsch singen, obwohl sie vom Chorleiter darauf hingewiesen wurden."
[Eben. Dort singen völlig Unmusikalische]

Das ist weder sachlich, noch irgendwie differenziert oder eingegrenzt auf persönliche Erlebnisse, die dann aber auch NUR Aussagen über DIESE individuellen Fälle zuließen. Im Gegenteil: Alles sehr apodiktisch und verallgemeinernd, n'est ce pas? Und alles gar nicht abwertend. Kirchenchöre sind demnach anscheinend das Sammelbecken für alle, die nicht singen können. Und deren Leiter solche, denen das egal ist und die das zulassen. Oder es nicht hören, und damit a priori eigentlich untauglich für den Job wären. Und zwar durch die Bank - "fast alle" und "fast immer" eben.
ICH empfinde das als anmaßend. MEINE Meinung.

musicissima hat geschrieben:
Vielleicht steckt auch ein gewisser Neid auf ein absolutes Gehör hinter Deiner Reaktion zu diesem Thema.
Ganz sicher nicht. Ich bin mit meinem Gehör sehr zufrieden. Vielleicht hab' ich's ja auch und trag's nur nicht ständig als Fahne vor mir her..? Und, unter uns: Falsche Töne kann man auch sehr sensibel ohne absolutes Gehör hören. Nix besonders. Können auch schon Babys.

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Zuletzt geändert von T M Pestoso am 20.05.2019, 06:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 18.05.2019, 20:37 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Ich habe mir das jetzt lange überlegt, aber ich werd' jetzt mal deutlicher. Die vorsichtigen Hinweise (auch in anderen Themen) fruchten anscheinend nichts.
Mich nervt dieses undifferenzierte und pauschale Bashing. Genauer: Ich find's total daneben. Ich emfinde das einfach nur als anmaßend.
Danke. Das gärt bei mir auch schon lange.
T M Pestoso hat geschrieben:
ICH empfinde das als anmaßend. MEINE Meinung.
Auch meine.
T M Pestoso hat geschrieben:
Ganz sicher nicht. Ich bin mit meinem Gehör sehr zufrieden. Vielleicht hab' ich's ja auch und trag's nur nicht ständig als Fahne vor mir her..? Und, unter uns: Falsche Töne kann man auch sehr sensibel ohne absolutes Gehör hören. Nix besonders. Können auch schon Babys.
Dto. Keine Ahnung, ob ich ein absolutes Gehör habe, es interessiert mich auch nicht besonders. Ich habe jemanden erlebt, der eines hatte, den hat das Transponieren, das bei einem Lied mit Vorwarnung durch Chorleitung gemacht wurde, weniger gejuckt als mich das Transponieren eines anderen Liedes in einem anderen Chor ohne Vorwarnung durch die Chorleitung. Also glaube ich, dass man sich durchaus auch mit absolutem Gehör eine gewisse Flexibilität antrainieren kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 20.05.2019, 22:04 
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Lieber TM Pestoso,

da sind jetzt aber wohl doch einige Gäule mit Dir durchgegangen. Auch wenn Du Dich deshalb "Pestoso" * nennst weil Du so leidenschaftlich bist, wie Du an anderer Stelle mal geschrieben hattest: Für mich sind diese Reaktionen auf die vorstehenden Beiträge von Musicissima nicht nachvollziehbar. Hast nicht auch DU mal etwas davon geschrieben dass in so manchem Gesangverein das Bierglas unter dem Stuhl steht? :n158:

Könnte man da jetzt auch sagen, das sei undifferenziert pauschalierend, abwertend, verunglimpfend und anmaßend? Nein, ich kann dergleichen nicht erkennen. Was Musicissima geschrieben hat, das ist keine Behauptung sondern etwas was tatsächlich zu hören ist, und zwar sehr oft zu hören ist.

Dass Chorleiter für Ihre Ausbildung sehr viel Zeit aufwenden ist natürlich zutreffend. Aber ich habe mich schon sehr oft darüber gewundert was sie ihren Chorsängern so alles durchgehen lassen was teilweise wirklich als Schlamperei bezeichnet werden muss.

- - - - -

Es wurde schon mehrfach erwähnt dass alle Babys absolut hören. Wie kann man das denn überhaupt heraus finden wenn sie nicht sagen können was sie hören? :grübel

Und warum ist ein absolutes Gehör angeblich nicht erlernbar, wenn man es als Baby angeblich gehabt hat? Was ursprünglich mal vorhanden war, das müsste sich doch wieder "hervorbuddeln" lassen.

- - - - -

* unter Google erscheint für "pestoso" eine Übersetzung die ich lieber nicht wiedergeben möchte. War das ein Versehen?

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(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 20.05.2019, 23:09 
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Lieber TM Pestoso,

wie vorsichtig soll ich mich denn noch ausdrücken?
Ich schrieb vielleicht nicht ÜBERALL, daß es meine eigene Meinung und Erfahrung ist, bitte dafür um Entschuldigung


Liebe AK-Kontraalt,

diese Schamperei kenne ich auch und ich würde sie auch als solche bezeichnen. Der eine nennt das Schlamperei, der andere nicht.
Über Absoluthören von Babies weiß ich nichts. Wie könnte man das überprüfen, wenn sie sich noch nicht lautsprachlich äußern können, da sie dafür zu jung sind? Ich bin neugierig.

Ja, mein Spanischlexikon gibt auch eine nicht so positive Bedeutung des Wortes "pestoso" an. Igendeinenn Namen im Forum muß man sich ja einfallen lassen. Ich habe zuerst unsere musica hier gefunden, daher der Superlativ in meinem Namen, nicht, weil ich mich für überlegen hielte. Das auf keinem Fall! Falls mir jetzt jemand damit ankäme...Mir persönlich gefällt eben nicht jeder Chorklang, übrigens auch nicht immer der Klang von jedem/r professionellen Solisten/in. Das ist Geschmackssache.
Da ich z.B. Bachs Vokalwerke mag, hätte ich mich auch "Bach" oder "Vokalistin" oder anders nennen können, fiel mir aber nicht ein.
So, nun wünsche ich Euch allen

big_good night


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 21.05.2019, 15:23 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Lieber TM Pestoso,

da sind jetzt aber wohl doch einige Gäule mit Dir durchgegangen. Auch wenn Du Dich deshalb "Pestoso" * nennst weil Du so leidenschaftlich bist, wie Du an anderer Stelle mal geschrieben hattest: Für mich sind diese Reaktionen auf die vorstehenden Beiträge von Musicissima nicht nachvollziehbar. Hast nicht auch DU mal etwas davon geschrieben dass in so manchem Gesangverein das Bierglas unter dem Stuhl steht? :n158:

Könnte man da jetzt auch sagen, das sei undifferenziert pauschalierend, abwertend, verunglimpfend und anmaßend? Nein, ich kann dergleichen nicht erkennen. Was Musicissima geschrieben hat, das ist keine Behauptung sondern etwas was tatsächlich zu hören ist, und zwar sehr oft zu hören ist.

Die Betonung liegt auf "manche"! Gilt auch für Chorleiter. Ich denke, der Unterschied ist wohl klar.



AK-Kontraalt hat geschrieben:
Und warum ist ein absolutes Gehör angeblich nicht erlernbar, wenn man es als Baby angeblich gehabt hat? Was ursprünglich mal vorhanden war, das müsste sich doch wieder "hervorbuddeln" lassen.

Wer behauptet denn das, daß es nicht [wieder] erlernbar wäre?

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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 22.05.2019, 15:39 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Für mich sind diese Reaktionen auf die vorstehenden Beiträge von Musicissima nicht nachvollziehbar.


Für mich absolut; dabei spielt das Gesamtbild des Erscheinens von musicissima hier im Forum durchaus eine Rolle. Die Zitate, die T M Pestoso als Beispiele genannt hat, sehe ich auch als Bashing.

Ich weiß nicht, was für Erfahrungen Ihr gemacht habt; meine sind diametral anders. Ich kenne viele Kirchen- und Laienchöre, wo mit viel Herzblut und durchaus guten Ergebnissen gesungen wird, imho. Vermutlich habe ich einfach nicht Eure feinen Ohren.
Oder ich bewerte es schlicht anders, das erspart mir einige Unannehmlichkeiten.
AK-Kontraalt hat geschrieben:
Es wurde schon mehrfach erwähnt dass alle Babys absolut hören. Wie kann man das denn überhaupt heraus finden wenn sie nicht sagen können was sie hören? :grübel

Und warum ist ein absolutes Gehör angeblich nicht erlernbar, wenn man es als Baby angeblich gehabt hat? Was ursprünglich mal vorhanden war, das müsste sich doch wieder "hervorbuddeln" lassen.

Ich weiß nicht, wie die Wissenschaftler so Sachen herausfinden, aber es gibt da Methoden. Auch in anderen Zusammenhängen. Man muss nicht immer per Wort kommunizieren.
T M Pestoso hat geschrieben:
Und, unter uns: Falsche Töne kann man auch sehr sensibel ohne absolutes Gehör hören. Nix besonders. Können auch schon Babys.
Das heißt für mich übrigens nicht, dass Babies das absolute Gehör haben.

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Viele Grüße
Monika


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 21.08.2019, 22:12 
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Oh je, was ich hier lese, kenne ich nur zu gut! Daß ich weiß, wie Noten klingen und Klängen gezielt Noten zuordnen kann, kam einfach so mit dem Musizieren in der Kindheit/Jugend. Leider war mein Klavier immer einen Halbton zu tief gestimmt, denn da es ein altes ist, konnte es nicht mehr auf 440 Hertz gestimmt werden. Daher muß ich nun, wenn Alte Musik in 440 Hertz oder 442 Hertz musiziert wird (wie es in Chören bei barocken Werken immer wieder vorkommt), immer umrechnen. Erstmal irritiert bin ich immer, wenn man barocke Literatur in hoher Stimmung aufführt und dies- in Projekten mit drei Proben- nicht ankündigt.
Ein barockes f´´ hat die Tonhöhe/Frequenz eines heutigen e´´, daher fährt es durch Mark und Bein, wenn man nicht weiß, welche Stimmung verwendet wird. Alte Werke in moderner Stimmung zu hören/singen/spielen ist sehr angenehm.

Wenn ich vom modernen Instrument von der Musik z.B. der Romantik auf das barocke Pendant für die barocken Werke wechsle, höre ich die Noten dann immer gemäß der hohen Stimmung in Werken nach dem Barock und in der tiefen Stimmung in Werken bis inklusive Barock. Ich verwende also zwei Analyseraster.

Wenn mich also jemand beauftragt, ein b´zu singen, frage ich erst nach der Stimmung. Bei Vorsingen/Vorspielen kläre ich vorher, welche Stimmung erwünscht ist und muß in den sauren Apfel beißen, wenn ich Alte Musik in moderner Stimmung vorspielen/vorsingen soll. Ganz unerwartet kommt es in diesem Fall dann ja nicht. Ich habe dann immer drei, vier Sekunden Zeit, um mich auf die unerwartete Stimmung einzustellen.

Ausschließlich positiv ist das absolute Tonhöhengedächtnis also wirklich nicht, zumal meines auf 415 Hz geeicht ist. Das empfinde ich für Alte Instrumente als gut, für Alte Musik in hoher Stimmung aber nicht.

Und zum Thema der falschen Töne: Wenn eine Stimmgruppe uneinheitliche Tonhöhen singt, mag ein musikalischer Mensch das auch ohne absolutes Gehör nicht, vermute ich. Wenn man wirklich falsche Noten singt, würde ich mich fragen, weshalb man dann einem Chor beitritt (darum ging es in dieser Diskussion.). Ich suche mir meine Gruppen aus verschiedenen Gründen nach mehreren Aspekten selbst aus. Richtig schlimm sind Klaviere, die von der für das Klavier nötgen Stimmung von 440 Hz abgerutscht sind.

big_good night


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 10.09.2019, 21:32 
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Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer anderen Fahrradklingel für mein neues Fahrrad. Diese Klingel sollte nicht nur laut sein sondern möglichst auch den Ton "c" von sich geben. Egal ob die Menschen nun Absoluthörer sind oder nicht - die meisten sind es nicht, aber EIN Phänomen trifft komischerweise auf sehr viele Menschen zu: Hat man eine Fahrradklingel mit dem Ton "f" oder "g" oder "a", dann reagieren die Menschen, die vor dem herannahenden Fahrrad herlaufen, oft überhaupt nicht darauf. Diese Töne klingen einfach nicht nach "Alarm". Klingelt die Fahrradglocke aber auf dem Ton "c" oder zumindest nur wenig davon entfernt, dann reagieren die Menschen sofort. Wie ist das zu erklären?

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(Friedrich Hebbel)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
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Ich denke, das hat weniger mit dem Ton an sich zu tun. Ich hatte auch schon verschiedene Fahrradklingeln, und da war bisher nur eine dabei, wo die Leute reagiert haben. Das lag da aber definitiv an der Lautstärke. Meine Erfahrung ist, dass die meisten Klingeln, die serienmäßig am Fahrrad dran sind, nicht gegen Verkehrslärm ankommen. Dazu kommt, dass Fußgänger oft entweder das Geklingel einfach ignorieren (von der Sorte habe ich pro Fahrt mindestens einen) oder ihre Ohren mit lauter Musik aus Kopfhörern blockieren.
Wie gesagt, nur die eine Klingel hats gebracht. Die hat aber auch das Potential gehabt, Herzattacken bei schreckhaften Leuten auszulösen...

LG Rotkehlchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 11.09.2019, 11:25 
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Rotkehlchen hat geschrieben:
nur die eine Klingel hats gebracht. Die hat aber auch das Potential gehabt, Herzattacken bei schreckhaften Leuten auszulösen...

LG Rotkehlchen

Ich habe da ähnliche Erfahrungen. Am Abend des ersten Tages, an dem ich mit dem Rad zur Uni gefahren bin, habe ich mir wegen einschlägiger Erfahrung am Morgen (mit einem Auto. Da ist eine normale Klingel völlig wirkungslos...) eine Laufglocke zugelegt. Die hat wie der Dynamo ein Reibrad, welches per Hebel und Bowdenzug an den Reifen gedrückt wird. Dauerton, solange der Hebel gedrückt wird. SEEEHR wirksam, sogar auf der Nymphenburger Straße in München...
Hat in den Jahrzehnten seither nur selten versagt. Ich habe (und verwende) sie heute noch...

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 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 13.09.2019, 16:05 
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Jetzt schaute ich nach mehreren Wochen doch mal wieder hier vorbei und bin ganz erfreut, daß es hier Leute mit ähnlichen Erfahrungen gibt. das Thema "Fahrradklingel" ist wirklich interessant, obwohl ich selbst nicht mit dem Fahrrad fahre. Es steht seit meiner Jugend in der Garage herum. Ihr bringt mich aber gerade auf die Idee, einmal wieder die Garage auszumisten.

big_super


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