Aktuelle Zeit: 17.01.2019, 22:55

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 65 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 12.01.2019, 18:49 
Offline
Schaut öfter vorbei
Schaut öfter vorbei

Registriert: 17.12.2017, 20:20
Beiträge: 149
Vorname: Musi
Nachname: Cissima
Liebe moniaqua,
ich beziehe nicht alles auf meine Person, sondern tat kund, daß ich das denke. Es soll aber auch Personen geben, dia andere Prioritäten setzen.
Die Tonverzögerung ist leider hin und wieder in professionllen und Amateur-Chören zu erleben. Das war eine Beobachtung.
Trotzdem besuche ich Profikonzerte. Auch trotz nicht ganu korrekter Tonhöhen kann eine Konzertaufführung insgesamt schön sein, ob Amateure oder Profis.
Es stört mich nun nicht so, daß ich gar keine Musik mehr mache oder höre, dnen ich kann damit umgehen. Ich wollte lediglich auf die Situation hinweisen.
Und. Wäre es nicht schade, Amateure nicht öffentlich musizieren zu lassen, nur, weil Berufsmusiker professionell ausgebildet sind? Das wäre wirklich schade, denn an der Mehrheit der Kulturveranstaltungen sind Amateurmusiker beteiligt. man sollte nur selbst entscheiden, ob man als Zuhörer einem Amateur- oder einem Profichor lauschen möchte.
Das ich meine (!!) Meinung.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 12.01.2019, 22:40 
Offline
Ratgeber
Ratgeber

Registriert: 04.06.2008, 16:25
Beiträge: 573
Zitat von Musicissima: "Bezog sich die Grummeligkeit auf den Alt oder Baß? ... Das Höhertransponienen zugunsten der Alt- und Baßstimmen ist mir auch ein Graus. Zudem wird das Stück oben im Sopran/Tenor dann schnell zu hoch."

Die Grummeligkeit bezog sich auf den gesamten Chorklang. Wie schon zuvor geschrieben, war die Melodiestimme (Sopran) in diesem Chorsatz in genau der selben Tonhöhe wie die Melodie aus dem Kirchengesangbuch. Das ist für Soprane aber einfach keine Lage in der sie "strahlen" können. Dementsprechend ging es allen anderen Stimmen auch so, denn wenn die Melodiestimme eine recht tiefe Tessitur hat (damit sie auch für Alt- und Bass-Stimmen noch singbar ist), dann sind alle übrigen Chorstimmen dementsprechend auch recht tief, eben "grummelig". Es klingt dann einfach nicht mehr.

Solche Stücke um einen oder gar zwei Töne nach oben zu transponieren, das bringt Sopran und Tenor nicht in Schwierigkeiten. Denn die Lieder aus dem Kirchengesangbuch gehen oft nur bis c2/c1, manchmal bis d2/d1 und ganz selten bis es2/es1 hinauf. Wenn nun ein Chorsatz die jeweilige Melodie in genau dieser Tonart verwendet, dann ist für Sopran und Tenor auf jeden Fall noch Luft nach oben.

_________________
Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 12.01.2019, 23:42 
Offline
Schaut öfter vorbei
Schaut öfter vorbei

Registriert: 17.12.2017, 20:20
Beiträge: 149
Vorname: Musi
Nachname: Cissima
Ich beziehe mich im folgenden explizit auf Amateurgesang.

Ich kann über die Tessituren des Kirchengesangsbchs nichts sagen, da ich diese Literatur nicht kenne.
Eine wirkliche Altstimme- also keine altsingende Mezzosopran- sollte gerade unter c´gerade so richtig in Fahrt kommen. Ebenso ist für die hohen Stimmen, Sopran und Tenor, doch die Höhe kein Problem, wenn es wirklich Tenöre und Soprane sind. Ich hörte aber bereits mehrmals, daß Tenorsänger eventuell auch eher Baritone seien, dann wäre Tenorhöhe zu hoch.
Analoges könnte auch für Alt/Baß und Sopran/Tenor gelten: Gerade Alt/Baß sollten unten mit Strahlkraft singen und Sopran/Tenor oben. Dann ist auch d in der Tenorlage für eine Altstimme kein Problem mehr.

Das Hinauftransponieren würe dann doch auch niemanden in die Bredouille bringen, denn Soprane können hoch singen und "Altsängerinnen" haben meistens im Mezzosopran mehr Klang.
Grummelig klingt eine Stimme auch, wenn sie nicht mit hohen Obertönen singt, also ohne Sängerformant. Dann nämlich würden Alt und Baß auch glänzender klingen. In Amateurchören ist es aber nicht an der Tagesordnung, Obertöne zu entwickeln. Aber das gehört in diesen Thread, in dem es um das absolute Gehör geht, nicht hinein. Darauf zielt Gesangsunterricht- neben vielen weiteren Dingen- ab.

Weshalb denn immer aus Kleinigkeiten Probleme machen? Ich würde zu folgendem raten, aus Amateursängersicht:
1. Singt doch einfach die Noten, die weder zu hoch, noch zu tief sind! Dann läßt man eben ein paar Noten weg, was im AmateurCHOR auch unproblematisch ist.
2. Sucht passenden Gesangsunterricht, um Probleme mit der Höhe (AK-Kontraalt) oder anderes zu verbessern, soweit möglich!
Beachtet dabei, daß nicht jedes Unterrichtssystem eines jeden Lehrers für jeden Schüler potimal ist!
Laßt dabei Veränderungs der Stimme zu!
Akzeptiert, daß ihr über euere eigene Stimme vielleicht auch komplett falsch dachtet und sie sich im Laufe der Stimmausbildung ganz anders als erwartet entwickelt.
4. Singt/Macht im Chor und Gesangsunterricht nichts, was sich schlecht/unangenehm anfühlt.
5. Wenn das gemeinsame Singen zu unangenehm klingt (z.B. weil Noten nicht exakt getroffen werden und ihr Absoulthörer seid), gebt die Suche nach einem für euch optimalen Chor nicht auf oder bildet selbst zusammen mit Gleichgesinnten einen Kammerchor.

Mehr kann ich aktuell dazu nicht sagen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 13.01.2019, 16:08 
Offline
Oberratgeber
Oberratgeber
Benutzeravatar

Registriert: 17.10.2008, 15:24
Beiträge: 611
musicissima hat geschrieben:
Ich wundere mich, daß solche Chöre öffentliche Aufführungen haben, die von Menschen besucht werden.

Na ja: es gibt neben technischer Korrektheit auch noch andere Kriterien in der Musik. Das Gesamtpaket entscheidet.
Martin Petzold aus Leipzig (DER Martin Petzold. Meiner Meinung nach der zur Zeit beste Bach-Evangelist in Deutschland. Und ich bin sicher, dass der sehr sensibel absolut hoert) hat mal bezüglich eines bestimmten Amateurchores gesagt, dass er schon mit Profichoeren aufgetreten ist, die technisch absolut perfekt waren, aber kein Herz gehabt hätten, und er im Vergleich bplieber mit besagtem Amateurchor auftreten würde...
Jedem das seine.

_________________
Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Das absolute Gehör
BeitragVerfasst: 13.01.2019, 18:15 
Offline
Schaut öfter vorbei
Schaut öfter vorbei

Registriert: 17.12.2017, 20:20
Beiträge: 149
Vorname: Musi
Nachname: Cissima
Genau: Jedem das seine! Es gilt nämlich das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Zu der Sache mit dem Herz in Ameteurchören: Berufschöre singen das ganze 0-8-15-Zeug halt so oft, daß es ihnen vielleicht doch irgendwann zu den Ohren hinaushängt.
Suche mal Berufsensembles, die frankoflämische Renaissance singen. Um diese zu zählen braucht man nicht mal eine Hand.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 65 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Stimme springt von normal direkt ins absolute extreme
Forum: Stimme
Autor: Anonymous
Antworten: 3

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron




Hosted by iphpbb3.com

Impressum | Datenschutz