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 Betreff des Beitrags: anfangston ohne klavier
BeitragVerfasst: 28.09.2006, 22:31 
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hallo,

bisher dachte ich immer, es wäre völlig normal (außer bei anfängern), wenn man bei einer arie oder einem lied sofort auf dem richtigen ton anfängt, auch wenn es mal kein klaviervorspiel gibt (um zeit zu sparen) und der rep den anfangston auch nicht auf dem klavier angibt (vorausgesetzt natürlich, daß man das stück zwar nicht am gleichen tag, aber vorher irgendwann schon mal gesungen hat).

nun fand jemand das eher ungewöhnlich. aber ich habe kein absolutes gehör und auch meine fortgeschrittenen schüler können das, deshalb glaube ich immer noch, daß es normal ist und wüßte gern, welche erfahrungen ihr da habt (auch mit kollegInnen etc.).

liebe grüße
kaja


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BeitragVerfasst: 28.09.2006, 22:39 
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Ich kenne das bei einiges Brahms - Liedern. Da tue ich gar nicht lang rum, sondern lasse ihn mir leise geben.

Das absolute Gehör habe ich eben auch nicht.

Grüße,
dola


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BeitragVerfasst: 28.09.2006, 22:47 
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Hallo Kaja,

das geht mir sehr oft so, als ob ich den Ton innerlich höre. Manchmal mach ich Experimente weil ich wissen will, ob ich richtig bin. Ganz selten liege ich daneben. Ich habe nicht das absolute Gehör und weiß auch nicht woran das liegt, aber es ist ein schönes Gefühl nicht daneben zu tippen.

Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: 29.09.2006, 09:04 
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Hallo,

Das absolute Gehör habe ich auch nicht, aber bei Stücken, die ich über einen längeren Zeitraum geübt habe, kenne ich den Anfangston.

Manchmal ist das lästig: wenn "plötzlich" das Barockensemble dasteht und einen Halbton tiefer spielt. Ich bin dann ziemlich verwirrt, denn auch markante Einsatztöne im Stück habe ich abgespeichert. Ich brauche immer ein Weilchen, um mich daran zu gewöhnen.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 29.09.2006, 09:18 
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Ich glaube, das ist relativ normal, wenn man schon lange singt. Mir geht das nicht nur bei Stuecken so, sondern auch ganz generell. Also, wenn ich z.B. Vokalisen anfange und mir denke: "Das war jetzt ein e1, bei dem ich angefangen habe" und kontrolliere es am Klavier, stimmt es fast immer (an schlechten Tagen ist es mal einen Halbton zu hoch oder zu tief).

Ich glaube, das liegt eher nicht am Gehoer, sondern am Koerpergefuehl, was sich unweigerlich einstellt. Also, ich hoere den Ton eher nicht, sondern ich weiss, wie er sich anfuehlt, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Und ich glaube, da sind wir auch schon bei dem, worauf man beim Unterrichten aufpasen muss: Nicht alle Schueler, gleich welchen Levels, haben ein gutes Koerpergefuehl, und ich habe festgestellt, dass in aller Regel die, die noch starke Dysbalancen haben, eher Probleme haben, sofort den richtigen Ton zu treffen. Von absolten Anfaengern und eher unmusikalischen Schuelern, bei denen es dann sehr wohl am Gehoer liegt, jetzt mal abgesehen.

Aber ich glaube, dass die Erfahrung, die viele hier ja auf wahrscheinlich unterschiedlichen Niveaus beschreiben, ja zeigt, dass vor allem die intensive Auseinandersetzung mit einem Stueck den richtigen Ton treffen laest. Und ich glaube auch da, dass es eher am sich einstellenden "richtigen" Gefuehl fuer das Stueck liegt und eher nicht am Gehoer. Ist aber nur eine Annahme ...


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BeitragVerfasst: 29.09.2006, 09:39 
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Eponine hat geschrieben:
Ich glaube, das liegt eher nicht am Gehoer, sondern am Koerpergefuehl, was sich unweigerlich einstellt. Also, ich hoere den Ton eher nicht, sondern ich weiss, wie er sich anfuehlt, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Ich verstehe das.
So wie Du es beschreibst, ist es bei mir bei den von mir oben erwähnten markanten Einsätzen. Ich nenne das immer: meine Singstrategie. Und die gerät durcheinander, wenn das e plötzlich ein es ist. Es fühlt sich anders an, das ist für mich das Verwirrende.

Beim Anfangston weiß ich nicht so genau. Vielleicht habe ich da eher die Klangvorstellung. Aber trennen kann man das wohl sowieso kaum.

Gruß v. Emmy


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BeitragVerfasst: 08.10.2006, 22:41 
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Bei mir ist es sehr tagesformabhängig, ob ich den Ton richtig vorhöre oder nicht. Letztens beim Chorkonzert ist allerdings etwas Lustiges passiert: der Chorleiter hatte einen falschen Ton angegeben, auf jeden Fall zu tief, wieviel zu tief, wusste keiner. Aber vor allem: ich merkte erst beim Singen, dass es zu tief war - rein vom Hören her hätte ich das nicht sagen können. Es war total unangenehm, weil man immer das Gefühl hatte, irgendwas stimmt da nicht. Es war auch eher das Körpergefühl als das Gehör, das einem sagte, dass die Tonhöhe nicht stimmte. Gegen Ende des Stückes waren wir dann erheblich gestiegen und hatten fast die normale Tonhöhe wieder erreicht... :bravo:

Liebe Grüße,

Orphenica


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BeitragVerfasst: 08.10.2006, 23:01 
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Eponine hat geschrieben:
...dass vor allem die intensive Auseinandersetzung mit einem Stueck den richtigen Ton treffen laest ...

Hallo Eponine,
ich glaube dies ist eine nachvollziehbare Aussage, die ich nur bestätigen kann, da ich sie oft erlebt habe und mich leider gerne durch andere in einem Ensemble verleiten lasse mein Empfinden zum Nachteil zu korrigieren und dann den falschen Ton zu bringen, nicht nur beim Anfangston.
Den Anfangston selber, wenn kein Vorspiel da ist, lass ich mir leise vorgeben, wenn möglich.

Liebe Grüsse rugero


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