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 Betreff des Beitrags: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 03.12.2007, 18:38 
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Weihnachtsabend
Theodor Storm (1817-1888)

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war's; durch alle Gassen scholl
der Kinder Jubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
drang mir ein heißes Stimmlein in das Ohr:
"Kauft, lieber Herr!" Ein mag'res Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
wes Alters und Geschlecht es mochte sein,
erkannt ich im Vorübergehen nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
"Kauft, lieber Herr!" den Ruf ohn Unterlaß;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? - War's Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfasste mich die Angst im Herzen so,
als säß mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 03.12.2007, 18:38 


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 Betreff des Beitrags: Nikolaus
BeitragVerfasst: 06.12.2007, 13:00 
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Zum heutigen Nikolaustag ein bekanntes Gedicht von Theodor Storm

Knecht Ruprecht

Von draus vom Walde komm' ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:

"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmeltor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat." -
"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern." -

"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach: "So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von draus vom Walde komm' ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
nun sprecht, wie ich's herinnen find'!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 07.12.2007, 03:06 
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Schon wieder 10 Jahre her !

Seit Jahren treffen wir uns mit einer handvoll Nachbarn in einer kleinen Gartenhütte in Nachbars Garten zum Nikolaussingen.
Auf einer Bierzeltgarnitur (für Alle!) sitzend, eingemuckelt in Pullover oder Fleeceshirt sitzen wir bei Glühwein, Plätzchen, Schnittchen und Selbstgebackenem mit etwa 8-10 Personen.
Wir singen Weihnachtslieder und Leonora und ich sind dann gerne als Stimmführer (!) gefragt.
Diskussionen gehen breit gefächert, über Politik, Rentenanspruch, Kinder, Erziehung,Kindheitserinnerungen bis zu möglichen beruflichen Perspektiven und Abstürzen.
Es ist oft das ganze Spektrum der Fragen da, die einen bewegen, an einem Tag im Jahr werden sie reflektiert.
Es bleibt aber fröhlich und wir sind humorvoll bei der Sache !

Heute hat es mich besonders gefreut.
Der Franz gab eine Geschichte zu Gehör, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Er hat s u p e r rezitiert ! Die Geschichte ist einfach TOLL.

Wie man zum Engel wird

Wie jedes Jahr sollte auch in diesem die sechste Klasse das weihnachtliche Krippenspiel aufführen. Mitte November begann Lehrer Larsen mit den Vorbereitungen, wobei zunächst die verschiedenen Rollen mit begabten Schauspielern besetzt werden mussten. Thomas, der für sein Alter hoch aufgeschossen war und als ältester von vier Geschwister häufig ein ernstes Betragen an den Tag legte, sollte den Josef spielen, Tinchen, die lange Zöpfe hatte und veilchenblaue Augen, wurde einstimmig zur Maria gewählt, und so ging es weiter, bis alle Rollen verteilt waren, bis auf die des engherzigen Wirts, der Maria und Josef, die beiden Obdach suchenden, von seiner Tür weisen sollte. Es war kein Junge mehr übrig. Die beide Schülerinnen, die ohne Rolle ausgegangen waren, zogen es vor, sich für wichtige Arbeiten hinter der Bühne zu melden. Josef, alias Thomas, hatte den rettenden Einfall. Sein kleiner Bruder würde durchaus in der Lage sein, diese unbedeutende Rolle zu übernehmen, für die ja nicht mehr zu lernen war, als ein einziges Satz – nämlich im rechten Augenblick zu sagen, dass kein Zimmer frei sei.
Lehrer Larsen stimmte zu, dem kleinen Tim eine Chance zu geben. Also erschien Thomas zur nächsten Probe mit Tim an der hand, der keinerlei Furcht zeigte. Er wollte den Wirt gerne spielen. Mit Wirten hatte er gute Erfahrungen gemacht, wenn die Familie in den Ferien verreiste.
Er bekam eine blaue Mütze auf den Kopf und eine Latzschürze umgebunden; die Herberge selbst war, wie alle anderen Kulissen noch nicht fertig. Tim stand also mitten auf der leeren Bühne, und es fiel ihm leicht zu sagen, nein, er habe nichts, als Josef ihn drehbuchgetreu mit Maria an der Hand nach einem Zimmer fragte.
Wenige Tage darauf legte Tim sich mit Masern ins Bett, und es war reines Glück, dass er zum Aufführungstag gerade noch rechtzeitig wieder auf die Beine kam. In der Schule herrschten Hektik und Feststimmung, als er mit seinem großen Bruder eine Stunde vor Beginn der Weihnachtsfeier erschien.
Auf der Bühne hinter dem zugezogenen Vorhang blieb er überwältigt vor der Attrappe seiner Herberge stehen: sie hatte ein vorstehendes Dach, eine aufgemalte Laterne und ein Fenster, das sich aufklappen ließ. Thomas zeigte ihm, wie er auf das Klopfzeichen von Josef die Läden aufstoßen sollte. Die Vorstellung begann.
Josef und Maria betraten die Bühne, wanderten schleppenden Schrittes zur Herberge und klopften an. Die Fensterläden öffneten sich und heraus schaute Tim unter seiner großen Wirtsmütze. „Habt ihr ein Zimmer frei?“ fragte Josef mit müder Stimme.
„Ja, gerne“, antwortete Tim freundlich. Schweigen breitete sich aus im Saal und erst recht auf der Bühne. Josef versuchte vergeblich irgendwo zwischen den Kulissen Lehrer Larsen mit einem Hilfezeichen zu entdecken. Maria blickte auf ihre Schuhe.
„Ich glaube, sie lügen“, entrang es sich schließlich Josefs Mund. Die Antwort aus der Herberge war ein unüberhörbares „Nein“. Dass die Vorstellung dennoch weiterging, war Josefs Geistesgegenwart zu verdanken. Nach einer weiteren Schreckenssekunde nahm er Maria an der Hand und wanderte ungeachtet des Angebotes weiter zum Stall.
Hinter der Bühne waren inzwischen alle mit dem kleinen Tim beschäftigt. Lehrer Larsen hatte ihn zunächst vor dem Zorn der anderen Schauspieler in Schutz nehmen müssen, bevor er ihn zur Rede stellte.
Tim erklärte, dass Josef eine so traurige Stimme gehabt hätte, da hätte er nicht nein sagen können, und zu Hause hätten sie auch immer Platz für alle, notfalls auf der Luftmatratze. Herr Larsen zeigte Mitgefühl und Verständnis. Dies sei doch eine Geschichte, erklärte er, und die müsse man genauso spielen, wie sie aufgeschrieben sein – oder würde Tim zum Beispiel seiner Mutter erlauben, dasselbe Märchen einmal so und dann wieder ganz anders zu erzählen, etwa mit einem lieben Wolf und einem bösen Rotkäppchen?
Nein, das wollte Tim nicht, und bei der nächsten Aufführung wollte er sich Mühe geben, ein böser Wirt zu sein; er versprach es dem Lehrer in die Hand. Die zweite Aufführung fand im Gemeindesaal der Kirche statt und war, wenn möglich, für alle Beteiligten noch aufregender.
Unter ärgsten Androhungen hatte Thomas seinem kleinen Bruder eingebläut, dieses Mal auf Josefs Anfrage mit einem klaren „ Nein“ zu antworten.
Der große Saal war voll bis zum letzten Sitzplatz. Dann ging der Vorhang auf, das heilige Paar erschien und wanderte – wie es aussah etwas zögerlich – auf die Herberge zu. Josef klopfte an die Läden, aber alles blieb still. Er pochte erneut, aber sie öffneten sich nicht. Maria entrang sich ein Schluchzen.
Schließlich rief Josef mit lauter Stimme: „Hier ist wohl kein Zimmer frei?“ In die schweigende Stille, in der man eine Nadel hätte fallen hören, ertönte ein leises, aber deutliches „Doch“. Für die dritte und letzte Aufführung des Krippenspiels in diesem Jahr wurde Tim seiner Rolle als böse Wirt enthoben. Er bekam Stoffflügel und wurde zu den Engeln im Stall versetzt.
Sein „Halleluja“ war unüberhörbar, und es bestand kein Zweifel, dass er endlich am richtigen Platz war.

Wie man zum Engel wird. Entnommen aus der Predigt vom Pastor Martin Beez, Freie Christengemeinde Langwasser, Nürnberg 2003-12-07.

LG rugero


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BeitragVerfasst: 07.12.2007, 10:49 
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Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Anna Ritter (1865-1921)

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 11.12.2007, 11:14 
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Wer klopfet an?

(1) Wer klopfet an? - "O zwei gar arme Leut!"
Was wollt ihr dann? - "O gebt uns Herberg heut!
O, durch Gottes Lieb' wir bitten, öffnet uns doch eure Hütten!"
O nein, nein, nein! - "O lasset uns doch ein!"
Es kann nicht sein. - "Wir wollen dankbar sein!"
Nein, nein, nein, es kann nicht sein,
Da geht nur fort, ihr kommt nicht 'rein.

(2) Wer vor der Tür? - "Ein Weib mit ihrem Mann."
Was wollt ihr denn? - "Hört unser Bitten an!
Lasset heut bei Euch uns wohnen,
Gott wird Euch schon alles lohnen!"
Was zahlt ihr mir? - "Kein Geld besitzen wir!"
Dann geht von hier! - "O öffnet uns die Tür!"
Ei, macht mir kein Ungestüm,
Da packt euch, geht woanders hin!

(3) Was weinet ihr? - "Vor Kält erstarren wir."
Wer kann dafür? - "O gebt uns doch Quartier!
Überall sind wir verstoßen, jedes Tor ist uns verschlossen!"
So bleibt halt drauß! - "O öffnet uns das Haus!"
Da wird nichts draus. - "Zeigt uns ein andres Haus."
Dort geht hin zur nächsten Tür!
Ich hab nicht Platz, geht nur von hier!

(4) Da geht nur fort! - "O Freund, wohin? Wo aus?"
Ein Viehstall dort! - "Geh, Joseph, nur hinaus!
O mein Kind, nach Gottes Willen
Musst du schon die Armut fühlen."
Jetzt packt euch fort! - "O, dies sind harte Wort’!"
Zum Viehstall dort! - "O, wohl ein schlechter Ort!"
Ei, der Ort ist gut für euch;
Ihr braucht nicht viel. Da geht nur gleich!

Nach einem alten Bayrisch/österreichischen Klöpfelnachtspiel


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 15.12.2007, 19:03 
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Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit

und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise

und das alte Lied von Gott und Christ

hebt durch Seelen und verkündet leise,

das die kleinste Welt die größte ist.

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Und plötzlich weißt du:
Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.(Meister Eckhart)


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 19.12.2007, 17:31 
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Das habe ich heute von Mezzo aus Südtirol bekommen, finde es sehr schön.

Wünsche zum neuen Jahr
aus "Mein Lied" (1911)

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an äbern, da blühn sie zu spät.
Ziel sei der Friede des Herzens, besseres weiss ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 24.12.2007, 01:12 
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Die Nacht vor dem heiligen Abend

Die Nacht vor dem heiligen Abend
da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen
wird es am Himmel klar-
und durch den Himmel fliegen
zwei Englein-wunderbar.

Sir tragen ein hodes Kindlein,
das ist der kleine Christ,
das ist so fromm und freundlich
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen
wo nur ein Kindlein liegt.

Und freut sich über alle,
die fromm und artig sind.
Denn solche liebt von Herzen
das gute Himmelskind.

Heut schlafen noch die Kinder
und seh`n es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.



Autor: Robert Reinick (1805-1852)

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 24.12.2007, 01:15 
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Die Vier Kerzen am Adventskranz

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.
Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab nur keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.
Ich heiße HOFFNUNG.

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 24.12.2007, 03:37 
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Hallo musika,
dies ist eine tolle Geschichte. DANKE !
Genau auf diese 4. Kerze baue ich zur Zeit und hoffe (!) , dass man die übrigen Kerzen wieder anzündet - wer auch immer.
Liebe Grüße und erholsame, besinnliche und friedliche Stunden und Tage.
Auf ein glückliches neues Jahr 2008 und auf eine weitere gute Zusammenarbeit, konstruktiv, produktiv und freundschaftlich. :fidel

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

rugero


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 25.12.2007, 22:59 
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Hallo Musika,

die Geschichte vom Adventskranz macht mich nachdenklich, obwohl ich sie schon vor ein paar Jahren per Mail einmal bekam. Hier steckt viel Wahrheit drin und auch wenn es sich schön anhört, daß ein Kind kommt und die Kerzen anzündet und alles wieder hell leuchtet, hmm im Grunde genommen leuchtet dann nicht nur das Zimmer, sondern auch unsere Herzen.

Wer von uns wünscht sich nicht Friede, aber kann nicht verzeihen oder gar vergessen..... Auch das Wort Glaube ist in aller Munde, nur nicht immer im positiven Sinn. Wer bekennt sich schon zum Glauben oder sucht seinen eigenen Weg zu seinem Glauben in Gottes Obhut. In dem Wort Liebe steckt mehr, wie nur Partnerschaft oder Sex. Wer Menschen um sich hat, die er liebt und von denen er auch noch geliebt wird, der hat etwas so wertvolles geschenkt bekommen, was er hoffentlich zu schätzen weiß. Ach ja die Hoffnung....wie oft nehmen wir das Wort in den Mund "ich hoffe....." und ohne die Hoffnung, ja das positive Denken, würden wir oft resignieren.

Wenn ich so an das kleine Mädchen in der Geschichte denke, dann denke ich mir , jedes ist sein eigenes kleines Mädchen/Junge. Wie ich darauf komme? Das Jahr ist wohl noch nicht zu Ende, jedoch ich habe mir genau an Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllt. Ja ich mir selbst!!! Die Vorarbeit dauerte bereits Jahre und ich mußte zuerst den inneren Frieden selbst finden, dabei half mir der Glaube und eine liebe Person an meiner Seite wenn ich verzweifelt war. Es flossen viele Tränen, bockige Zeiten, innere hin und hergerissenheit, Verzweifelung und manchmal kannte ich mich selbst nicht mehr. Doch die Hoffnung konnte ich nicht aufgeben, denn alles drehte sich um inneren Frieden. Gerade die Liebe dachte ich wäre komplett erloschen, aber dem war nicht so. Sie war nur zugedeckt durch Hass, Streit, Verzweifelung und weil ich nicht an eine Zukunfte glaubte. Es war eine harte Zeit und ohne eine liebe Person, die mir die Augen geöffnet hatte und mir Denkanstösse gegeben hat, gepaart mit Glauben, da wäre ich heute nicht dort wo ich bin.

Oft verlangt man, daß andere Menschen sich verändern, dabei hat man alles selbst in der Hand und verändern kann man nicht andere Menschen, sondern lediglich sich selbst oder zumindest die Einstellungen. Harte Arbeit, jedoch heute zurückblickend sage ich "jeder einzelne Schritt und sei er auch noch so hart und schwer, hat sich bei mir gelohnt". Ich war in diesem Bezug mir selbst das kleine Mädchen in der Geschichte. Darum glaube ich auch, daß jeder selbst sein kleines Mädchen/Junge ist. Sich es einfach machen und still zu sitzen bis ein kleines Mädchen/Junge kommt, daß ist zu einfach und einfach ist das Leben und der Lebensweg wirklich nicht, aber doch schön, wenn man sich die Mühe macht die Streichhölzer zu suchen um jede Kerze nacheinander zu entzünden und darauf achtet, daß keines jemals ausgehen wird......

Liebe besinnliche Weihnachtsgrüsse sendet euch allen
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 25.12.2007, 23:58 
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Liebe Chero,

ich finde Deine Gedanken sehr schön und sehr persönlich. Deshalb Respekt, daß Du sie uns offenbarst.
Aus meiner Sicht reicht es nicht immer , sich selbst das Mächen oder der Junge zu sein und manchmal schafft man das auch meiner Meinung nach gar nicht.
Ich lese immer wieder gerne das Gedicht, das sicher auch einige kennen.

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten
STreiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die des Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war
blickte ich zurück. Ich erschrak,als ich entdeckte
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt frage ich den Herr:
"Herr als ich anfing, dir nachzfolgen, da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
" Mein Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."


(1964 M. Fishback P.)


Das bedeutet für mich Hoffnung..

Weihnachtliche Grüße,

Silje

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 26.12.2007, 01:51 
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Ihr lieben,

Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei,
das Größte unter ihnen sei die Liebe.

Alle diese sind in den Worten von Euch enthalten und über deren Bedeutung lohnt sich ein nachdenken immer wieder.

Bei mir ging auch nicht immer alles glatt und oft war ich der Verzweiflung nahe und wußte keinen Ausweg mehr. Anstatt mit meinem Kummer und meinen Schwierigkeiten allein zu bleiben konnte ich mich an Feunde wenden, und ich meine wirkliche, und sie wiesen mich nicht ab, weil sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hatten, sondern hörten mir zu und waren einfach nur da. Sie gaben mir dann den verlorenen Glauben zurück, weckten die erloschene Hoffnung und bewiesen mir durch Ihre Zuneigung ihre Liebe. Wenn man das selbst erleben durfte und immer wieder darf, sei es im Gebet: für andere und sich, in der Tat für andere: wenn Augen voller Hoffnungslosigkeit wieder strahlen und zu leben beginnen und
wenn man die kleine Hand seines Kindes in der seinen spürt und voller Liebe angesehen wird.

Dann wird mir immer wieder bewusst, wie schön es ist, nicht egoistisch und auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein, sondern alles das was man selbst bekommt von Herzen weiterzugeben.

Den Glauben, die Hoffnung und die Liebe.



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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 26.12.2007, 21:11 
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chero hat geschrieben:
Auch das Wort Glaube ist in aller Munde, nur nicht immer im positiven Sinn. Wer bekennt sich schon zum Glauben oder sucht seinen eigenen Weg zu seinem Glauben in Gottes Obhut.


Hallo Silje,

vielleicht hast du ja diesen Absatz vor lauter Geschreibsel von mir überlesen oder er ist in Vergessenheit geraten.

Wenn nicht ICH selbst, wer sonst soll für meinen Glauben und Bezug zu Gott diesen Glaubensweg suchen und gehen. Glaube kann einem selbst begegnen, aber wenn wir die Augen verschließen, dann werden wir ihn nicht sehen und erfahren. Nein ich möchte nicht bekehren, das liegt mir fern, denn auch ich bin noch auf dem Weg, nur bei der Geschichte spielte auch die 2 Kerze eine Rolle, der Glaube. Darum meine ich, jeder ist sein eigenes kleines Mädchen.

Bitte versteh mich nicht falsch, ohne meinen Glauben, gepaart mit Hoffnung, Geduld hätte ich niemals das erfahren, was mir nun bewußt ist. Natürlich auch Mut und immer wieder die Kraft nach Niederschlägen aufzustehen. Ohne meinen Glauben und einer Person, die mir vieles bewußt gemacht hat, hätte ich den Weg wohl nicht so bewältigen können.

Die Geschichte, die du geschrieben ins Forum geschrieben hast ist mir sehr bekannt und oft habe ich an sie schon gedacht, wenn ich mich fallen gelassen gefühlt habe und verzweifelt war. Aber nicht zu vergessen "unser" Elias, ach ich muß aufhören zu schreiben, es führt zu weit.............

Liebe etwas verschneite Weihnachtsgrüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 26.12.2007, 22:18 
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Liebe Chero,

nein..ich habe Dich nicht mißverstanden und auch nichts überlesen. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß meiner Ansicht und Erfahrung nach, Glaube nicht einfach so da ist oder daß ich ihn nicht aus mir selbst erzeugen kann. Deshalb meinte ich, daß man nicht sein eigenes Mädchen/eigener Junge sein kann. Klar kann ich versuchen, die Bibel auswendig zu lernen oder ich kann jeden Sonntag in die Kirche gehen . Ich kann täglich in stiller Meditation zu meinem Gott verweilen und hoffen, daß ich meinen Glauben finde oder festige.Ich kann versuchen, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen und jedes Lebewesen freundlich zu behandeln. Aber werde ich dadurch gläubig oder gläubiger? In meinen Augen ist Glauben nicht etwas, das man sich nehmen kann oder ein Zustand, den man automatisch erreicht, nachdem man dies oder jenes getan oder erlebt hat. Ich bin der Auffassung, dass Glaube von Gott/Buddha/Mohammed usw.. geschenkt wird. Ich kann da gar nichts tun........
Aber ich habe verstanden, was Du meinst, bzw. um was es Dir geht.

Liebe Grüße,

Silje

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 26.12.2007, 22:40 
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Hallo Silje,

Glaube kann man sich nicht kaufen oder erarbeiten, man kann sich öffnen und offen sein für Glauben, der Halt und Zuversicht gibt. Glaube ist etwas was man bzw. ich nicht in Worte fassen kann und will. Es ist etwas ganz persönliches und das ist gut so.


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 26.12.2007, 23:46 
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Liebe Chero,

vielleicht sollten wir ein philosophisches Forum gründen ?? Mit uns als Moderatoren.. :n171:
Ich glaube (hihihi../ich weiß für meinen Teil), daß man Glaube schon in Worte fassen kann. Nichts anderes machen die Weltkirchen....Oder denk mal ans Glaubensbekenntnis.. Aber klar hat jeder seinen persönlichen Glauben....eine Art inneren Glauben, der sich oft nicht in Worte pressen lässt. Da geb ich Dir recht :n110:

LG

Silje

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 27.12.2007, 00:28 
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Hallo Silje,

ja man kann Glaube in Worte fassen, egal ob Gebete oder Glaubensbekenntnisse. Na und wieviele Gläubige rattern es nur noch runter ohne zu denken? Viele haben sich noch nie extreme Gedanken um die Worte gemacht, man hat sie als Kind gelernt und in der Kirche dem Rhythmus entsprechend gesprochen.

Überleg dir alleine mal wieviele Sänger/innen die sacrale Literatur singen, hmm evt. noch mit Gefühl aber wirklich spüren, leben oder gar glauben? Habe selbst schon die Erfahrung gemacht, daß ich einen sacralen, sogar dt. Text, zerpflückt habe um ihn zu verstehen und selbst Kirchgänger oder hier Forumsmitglieder die selbst die Literatur schon gesungen haben, konnten/wollten mir keine Antwort geben. Das alles führt aber nun zu weit.

Klar kann auch ich meinen Glauben in Worte fassen, sonst könnte ich mit einigen, ganz wenigen Personen auch nicht darüber sprechen. Nur möchte ich ihn nicht hier in geschriebenen Worte fassen. Das geschriebene Wort kann man falsch verstehen, wie wir hier alle wissen und über den Glauben eine Diskussion führen oder hier entfachen möchte ich einfach nicht. Jeder hat seinen Glauben oder nicht und das ist gut so............


Liebe Grüsse
Chero


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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 27.12.2007, 13:36 
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Hallo Chero,

von einem Sänger, bzw. Sängerin würde ich auch nie unbedingt erwarten, daß er gläubig ist , nur weil er ein sakrales Werk singt. Oder anders gesagt: Man muß nicht gläubig sein, um ein sakrales Werk singen zu können oder zu dürfen. Das würde doch zu weit führen. Aber für uns ist es schön, solche Arien singen zu dürfen mit dem Gefühl, daß der Text für einen persönlich eine Bedeutung hat.

LG
silje

_________________
...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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Zuletzt geändert von Silje am 27.12.2007, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Advent, Gedichte, Gedanken...
BeitragVerfasst: 27.12.2007, 13:41 
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Wenn ich mich mit dem Glauben auseinandersetze, d.heißt "ich glaube", kann ich die Inhalte der geistlichen Literatur viel besser interpretieren und sie kommen natürlich beim Publikum ganz anders rüber. Ich gehe ganz anders um mit dem Inhalt und die Seele, das Herz spielt dabei eine große Rolle, es läßt mich nicht kalt.

Wir haben es ja schon erlebt, eine gute Stimme kann nicht zwangsläufig so singen, das es zu Herzen geht. Eine kalte Person wird die Zuhörer nie so fesseln, wenn die Seele nicht dabei ist.

Für mich ist der Glaube sehr wichtig, nur so kann ich das rüberbringen, was mich selber bewegt.

LG

PS Fahre nun mit family in den Schnee und wir laben uns bei den Moziwis.. :hund :n138:

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bel-voce-gesangssolisten







Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.


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