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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 14:34 
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"Weniger Zickenalarm", herrlich, dieser Ausdruck! - Ja, ist beeindruckend! -
Weißt du, liebster Pestoso, das ist nun die Wahrheit: Zum Einen gefallen mir die Knaben in ihrem Timbre besser, als die Mädchen, zum Anderen möchte ich mit der Demonstration guter Knabenchöre die Männer in die Chöre locken, an denen es fast überall fehlt, besonders an guten Tenören mit klarem Timbre. - Ich kenne soooooooooooo viele "kratzige Tenöre"! Sie sind eigendlich unbrauchbar, selbst für einen Chor! Von Solo ganz zu schweigen!

Ihr habt sicherlich in B. einen Kirchenchor. Wie ist denn da das Verhältnis Männer zu Frauen? Und wieviele Tenöre gibt es dort, wenn ich fragen darf?

Hollareidirührei, :n171:

vox clara :hund

P.S. Wir schweifen zwar ein wenig vom Thema ab, liebe Casta, aber ein wenig duldest du das schon, n'est-ce pas?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 14:55 
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Je 6 Tenöre und Bässe und je 17 Altisinnen und Sopranistinnen...

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Der Sänger singt am Weiher leise, doch singt er etwas leierweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 14:58 
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Ja, so ist es meistens, die Männer sind rar. Doch wenn der Klang trotzdem ausgewogen ist und die Tenöre "echte" Tenöre sind und keine verkappten, dann ist das Klasse. Wenn auch dann noch Stimmbildung gemacht wird, ist das sicher ein guter Chor.

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 01.11.2008, 15:32 
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Eine durchaus patente Chorgröße, aber die Männer mit jeweils 3 Stimmen? sind zu wenig besetzt, meine ich.

Ja, Musika, lieber wenige Stimmen, die etwas taugen, als viele, die ... na ja!
Warum gibt es nur so wenige GUTE Tenorstimmen? - In unserem Chor sind sie an einer Hand zählbar, den Rest kann man vergessen, ist nur "Füllmasse". - Ich weiß, jetzt bin ich biestig! Keiner will "Füllmasse" sein! Ist klar!

Sonnige Grüße,

vox clara :hund


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 02.11.2008, 14:06 
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Die "Männer" heben das schon zu dritt, nur eben die Tenöre... ;-)

Nee, Spass beiseite, der Tenor ist tatsächlich das Sorgenkind. Die Hälfte ist eher schwach und unsicher, und zählen kann gerade mal einer. Dafür hat der ansonsten recht gute Bass ein Altersproblem, und auf absehbare Zeit werden dort 3-4 aus Altersgründen wegbrechen... :-(

Die Männer stehen bei uns übrigens in der ERSTEN Reihe, z.T. direkt an der Brüstung, und nicht hinten, wo sie gleich wieder von den Haaren und Schals der davorstehenden Damen gedämpft würden. Es gibt irgendwo auch eine physikalische Untersuchung dazu, daß das aus akustischen Gründen eine deutlich sinnvollere Aufstellung ist, als die übliche. Damit läßt sich unsere wirklich nicht kleine Kirche gut füllen.

Das Problem mit den wenigen Männern beruht bei uns vor allem auch darauf, daß es neben dem Kirchenchor auch noch seit ca. 125 Jahren einen Männergesangsverein gibt. Und seit dieser Zeit leidet der Kirchenchor latent unter Männermangel, denn traditionell gehen die Männer zur Liedertafel und die Frauen in den Kirchenchor. Und die Frauen im Chor, deren Männer in der Liedertafel singen, wollen auch alle nicht daß ihre Männer kommen... :n111:

Das war nur vor etwa 20 Jahren für ein paar Jahre anders, da war der Kirchenchor (der damals auch einen zugkräftigen Namen hatte) für ein paar Jahre ein echter, veritabler Konzertchor mit Konzerttourneen ins Ausland und allem was dazugehört. Da gab es auch genügend Männer. Die kamen dann aber auch z.T. bis aus 50km Entfernung. Wurde durch den oben erwähnten "Zickenalarm" beendet, seitdem isses wieder nur ein Kirchenchor... :n17:

(So, das war jetzt aber kräftig OT! Gibt es noch was zur Zirkularatmung?)

TM Pestoso

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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 22:14 
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T M Pestoso hat geschrieben:
Die "Männer" heben das schon zu dritt, nur eben die Tenöre... ;-)


(So, das war jetzt aber kräftig OT! Gibt es noch was zur Zirkularatmung?)

TM Pestoso


Ja, ich hab noch was zur Zirkularatmung: habe letztens auf einer DVD den Trompeter Till Brönner gesehen, wie er die Zirkularatmung vorgeführt hat. Das funktioniert wirklich! Sah total irrwitzig aus. Ob das theoretisch Sänger auch können könnten, weiß ich nicht, ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Wenn ich es bei Brönner nicht gesehen hätte, würd' ich's auch nicht glauben, dass es sowas gibt.

Gruß,

Orphenica


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 10.12.2008, 10:24 
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Zitat:
Das funktioniert wirklich!


Ja, natürlich funktioniert das. Hier mal ein Auszug zur Technik aus der Wiki:

Zitat:
Bei dieser Technik speichert der Blasende einen Luftvorrat im Mundraum (z. B. in den aufgeblähten Wangen), und verschließt diesen daraufhin mit der hinteren Zunge zum Rachenraum hin. Nun kann er durch die Nase neue Luft in die Lunge einatmen, während die gespeicherte Luft zur Aufrechterhaltung des Luftstroms durch die umgebende Muskulatur (z. B. Wangen oder Zunge) herausgedrückt wird. Sobald der Einatmungsvorgang abgeschlossen ist, kann wieder ganz normal ausgeatmet werden ohne neu anzublasen, und der Vorgang wiederholt sich.
Die Zirkularatmung wird bei Blasinstrumenten (z. B. bei Rohrblattinstrumenten und dem Didgeridoo) eingesetzt, sowie in bestimmten Handwerksberufen, in denen ein kontinuierlicher Luftstrom für Schmelzvorgänge nötig ist (Goldschmiede, Glasbläser).


Also, es funktioniert immer dann, wenn ich die Luft ausserhalb des Mundes benötige. Daß das beim Singen nicht funktionieren kann, sollte eigentlich nach der oben gegebenen Beschreibung klar sein. Luft, die oberhalb des Kehlkopfes (im Mund z.B.) gespeichert wird, ist für’s Singen nutzlos. Und das bei der Zirkularatmung erforderliche Abschließen des Gaumens nach hinten ist beim Singen auch nicht wirklich opportun… :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 10.12.2008, 11:19 
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T M Pestoso hat geschrieben:
... Es wurde sogar von Johannes Paul II. am 22.11.2003 ausdrücklich bestätigt! Dort wird unter anderem erneut betont, daß in der Kirche nur Männer und Knaben zu singen haben... mulier tacet in ecclesia... ;-)


Für mich noch eine Bestätigung dass ich im "Befreundete", seit etwa 500 Jahren abgespaltete, "Verein" (wo auch Frauen das Priesteramt inne haben dürfen) gut aufgehoben bin...

T M Pestoso hat geschrieben:
Das würde nun weder den sangesfreudigen Frauen nutzen, noch den Kirchenchören überhaupt und sowieso: weil sooo viele sangestaugliche Knaben gibts halt leider nicht mehr... Andererseits...: dann gäbs in dem einen oder anderen Chor weniger Zickenalarm... *bg*

föhnige Grüße von B. nach M.
TM Pastoso


- und sehr viele kleine Kirchenchöre wohl auch nicht....

g_xmas02


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 10.12.2008, 20:10 
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Lieber Basss,

wie gut, dass wir beide nicht in Irland leben, denn dann würden wir uns jetzt die Pflastersteine an den Kopf knallen.... aber "wir" Skandinavier sind ja tolerant und ausgeglichen..... :sauf:


Klem fra Silje

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...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 10.12.2008, 23:04 
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Silje hat geschrieben:
..."wir" Skandinavier sind ja tolerant und ausgeglichen..... :sauf:


GENAU / NETTOP! :dafür:

:n158:


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 Betreff des Beitrags: Re: Zirkularatmung
BeitragVerfasst: 11.12.2008, 10:59 
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Für mich noch eine Bestätigung dass ich im "Befreundete", seit etwa 500 Jahren abgespaltete, "Verein" (wo auch Frauen das Priesteramt inne haben dürfen) gut aufgehoben bin...


Ja. Musik in der Kirche ist bei Euch Teil der Verkündigung. Auch bei der Aufführung von Musik im Kirchenraum überhaupt und sowieso seid Ihr deutlich toleranter. Ich gebe aber zu bedenken, daß es auch in Eurem „Verein“ immer wieder auch solche gegeben hat (und vermutlich gibt), für die einstimmiger Gesang/Choral die ultima Ratio der Kirchenmusik darstellte. Und trotz aller Bedenkenträger hat sich die katholische Kirchenmusik bislang immer gut behauptet. Außer ein paar Fundamentalisten haben sich die meisten in den letzten 1300 Jahren nämlich wenig um die offiziellen Vorstellungen in puncto Kirchenmusik gekümmert. Und mittlerweile ist es auch bei vielen „Funktionären“ angekommen, daß dieses gewaltige Repertoire Teil der eigenen Identität ist…


Das ist jetzt allerdings kräftig OT…


viele Grüße
TMPestoso

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