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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 29.10.2010, 14:29 
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Octaviane hat geschrieben:
Vielleicht denkt man ja immer, die anderen hätten's leichter ;-)


Da ist garantiert was dran, denn es macht einen als Natur-Hupferl ganz verzagt, wenn die gesamte Walküren-Fraktion immer behauptet, sie brauche so grässlich lange, bis sie ausgebildet sei, und dabei völlig übersieht, dass unsereiner zwar flink ums Eck flitzt (die Sportwagen-Analogie ist super!), dafür aber über viele Jahre am Volumen arbeiten muss. Das darf ich mal als bewegliche leichte Stimme anmerken :kaffee

Und die Sache mit der Höhe, die hat vielleicht etwas mit der Stimm-Masse zu tun? Wenn es dabei ausschließlich davon abhinge, ob schwer oder leicht, dann hätte unsereiner nie Probleme in der Höhe, das stimmt aber nicht. Jeder kann mit kleiner oder großer Masse in die Höhe gehen. Und ersteres mag leichten Stimmen leichter fallen (vielleicht!). Für letzteres muss aber jeder trainieren. Daher kennt wohl auch jeder das Thema "Höhenangst" in irgendeiner Form zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Ausbildung. Wenn man als Anfänger im Chor schön und leicht hochkommt, tut man das mit einem ganz flachen und fast kinderstimmigen Klang. Das kann nur wenig Masse sein, und geschult klingt das nie. Und je weiter die Ausbildung voranschreitet, desto mehr Masse kann man mit in die Höhe nehmen. Schlepp...big_schwitz

Jetzt würde auch noch interessieren, in wie weit die Tragfähigkeit vom Stimmtyp abhängt. Da nun Volumen und Tragfähigkeit offenbar zwei Dinge sind, wäre interessant zu sehen, ob schwere Stimmen sich schwerer tun, die Oberklänge auszubilden.

Grüße
Olympchen

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 02.11.2010, 14:11 
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Ich würde da keinen großen Unterschied sehen.

Schwer-Leichte Stimme. Das hängt doch nur daran wie schnell man den Ton formen kann. Manche brauchen länger und haben dann aber mehr Klang (Nebenfrequenzen zur Grundschwingung, Bsp. 440 Hz a1, u.a gelten auch die Obertöne dazu) und gelten als "schwere" Stimme. Da für die Durchsetzungskraft die Obertöne wichtig sind "reicht" es wenn diese vorallem ausgebildet sind.

Also: je mehr Schwingungen ich außerhalb der Grundstimmung für die Farbe des Klanges
beimischen kann, um so wärmer und schwerer klingt die Stimme.


Ps. ich hoffe ich erzähle jetzt keinen absoluten Mist, aber das klingt für mich jetzt
logisch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 03.11.2010, 22:33 
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Da ist bestimmt überall was Wahres dran.
Trotzdem: Ich denke da vor allem wie Oktaviane, dass da sehr viel im Kopf entschieden wird. Denn es geht ja anscheinend auch für eine schwere Oktaviane (also, hier ist natürlich nur das stimmliche Gewicht gemeint :oops: ) möglich zu sein, was "Leichtes" zu singen. Ein Sängerleben ohne Bach und Händel wäre ja auch nur halb so viel wert.
Jetzt müssen wir kleinen Stimmchen (was natürlich als schamlose Übertreibung gemeint ist) uns aber auch mal an Verdi und Wagner wagen...

Ja, das sollte ich mir mal vornehmen.
Im neuen Jahr.
Mit der hoffentlich gefundenen neuen Lehrerin.

Vielleicht fehlte mir bislang auch einfach der Mut, mal so richtig "aufzumachen". Es schwebt eine gewisse Angst vor Kontrollvelust in meinem Kopf herum.
Dieses Experiment wird bestimmt interessant. Verdi und ich :92

Viele Grüße
Mezzo-Alt


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 00:48 
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Mezzo-Alt hat geschrieben:
Es schwebt eine gewisse Angst vor Kontrollvelust in meinem Kopf herum.

Viele Grüße
Mezzo-Alt



ohh...und wie mir das bekannt vorkommt.
Ich glaube, da muss auch jeder Mehrfach in seiner Laufbahn durch....(befürchte ich so).
Aber mit einem guten Lehrer kommt man auch mit dem Kontrollverlust irgendwie klar.

_________________
Gruß
Mama2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 11:08 
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Auch schon, mehr wie ein Mal, erlebt: die angst dass man einen Fehler macht - führt zu genau diesen Fehler.
Je mehr ich überlege - desto unsicherer werde ich = um so mehr Fehler mache ich...... big_lala
big_denken
Manchmal verfluche ich mein Kopf!


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 12:58 
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Zitat:
Da ist bestimmt überall was Wahres dran.
Trotzdem: Ich denke da vor allem wie Oktaviane, dass da sehr viel im Kopf entschieden wird. Denn es geht ja anscheinend auch für eine schwere Oktaviane (also, hier ist natürlich nur das stimmliche Gewicht gemeint :oops: ) möglich zu sein, was "Leichtes" zu singen. Ein Sängerleben ohne Bach und Händel wäre ja auch nur halb so viel wert.


*schmunzel* Stimme und Figur passt bei mir schon ganz gut zusammen ... ich habe mir jetzt auch vorgenommen, auf positive Selbstsuggestion ("meine Stimme ist beweglich, meine Stimme ist beweglich") zu setzen, vielleicht hilft's ja. ;-) Dann werde ich Koloraturen noch immer nicht in dem halsbrecherischem Tempo wie unser Olympchen singen können, aber zumindest nicht mehr in Panik geraten, wenn mir mal eine Koloratur über den Weg läuft ;-)

Und zu der Sache mit den (mangelnden) Obertönen - ich denke auch, dass das eher ein individuelles als wirklich ein stimmtypabhängiges ist - immerhin haben ja sowohl schwere als auch leichte Stimmen so ihre verschiedenen Oberton - Vermeidungsstrategien (sei es durch eine zu flache, enge Singweise oder durch den berühmten dunklen Knödel, der diesen etwas dumpfen Klang erzeugt)

@bass

Du triffst den Nagel auf den Kopf *g* Ein großes Problem ist auch (ich spreche aus eigener Erfahrung) immer möglichst schön singen (=klingen) zu wollen. Dann hat man eigentlich schon verloren. Ich darf/muss im Unterricht jetzt auch schon mal "hässliche" Töne produzieren, was schon noch Überwindung kostet.

LG

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 13:22 
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Lieber Basss, da kann ich mich nur anschließen. Ist es nicht tröstlich, dass das wirklich stimmtyp- und stimmfachunabhängig ist?
Ganz und gar würde ich den Kopf aber nicht verdammen. Die Kopfarbeit ist für's Singen schon extrem wichtig, aber es muss die richtige sein. Meine GL sagt immer: "90 % geht vom Kopf aus, der Rest ist mental." Also: Kopfkontrolle aus, aber Mentalmotivation volle Kraft voraus, dann kommen die richtigen Emotionen und dann klappt's auch mit den Schweinen :n108:

Und dieses Schönklingenwollen ist ein Fluch und die reinste Gesangsverhinderung! Mal bewusst hässlich singen müssen und dürfen, ist bestimmt eine regelrechte Erlösung.

Grüße
Olympchen

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In the absence of measurement there is no reality. Niels Bohr


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 14:08 
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Basss hat geschrieben:
Auch schon, mehr wie ein Mal, erlebt: die angst dass man einen Fehler macht - führt zu genau diesen Fehler.
Je mehr ich überlege - desto unsicherer werde ich = um so mehr Fehler mache ich......
Manchmal verfluche ich mein Kopf!



ohh...du wirst mir immer sympathischer.
Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die den Kopf-Aus-Schalter noch nicht gefunden hat.

Ich finde es vor allem so frustrieren, dass die Einsätze, die ich fast verschlafe, meist die Besten sind. Weil ich in den verbleibenen Millisekunden vor dem Einsatz gerade noch Zeit hab, um halbwegsvernünftig einzuatmen aber eben nicht mehr, um mir Gedanken über den Ton zu machen.
Fazit: EIGENTLICH könnte ich viel besser singen, wenn ich es nicht wollen würde...irgendwie beißt sich die Katze da doch selbst in den Schwanz. :n129:

_________________
Gruß
Mama2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 15:46 
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Mama2009 hat geschrieben:
Fazit: EIGENTLICH könnte ich viel besser singen, wenn ich es nicht wollen würde...irgendwie beißt sich die Katze da doch selbst in den Schwanz. :n129:


- dann lass sie beißen!
Und es ist wirklich so: deine "Probleme" haben / hatten wir alle! wichtig ist dass man nicht aufgibt, den Mut nicht verliert - und dass man immer spass hat!
big_kiss


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 20:07 
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Mama2009 hat geschrieben:
ohh...du wirst mir immer sympathischer.

Schhhhh - sag so was NICHT (womöglich glaub ich's noch.....) big_gruebel

Mama2009 hat geschrieben:
Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die den Kopf-Aus-Schalter noch nicht gefunden hat.

DEN suche ich schon lange! Wenn du ihn finden solltest, sag bitte Bescheid!
big_ok


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 04.11.2010, 20:24 
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Basss hat geschrieben:
Mama2009 hat geschrieben:
ohh...du wirst mir immer sympathischer.

Schhhhh - sag so was NICHT (womöglich glaub ich's noch.....) big_gruebel



big_kiss

_________________
Gruß
Mama2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 17:13 
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Mama2009 hat geschrieben:
Fazit: EIGENTLICH könnte ich viel besser singen, wenn ich es nicht wollen würde...irgendwie beißt sich die Katze da doch selbst in den Schwanz. :n129:


Meine GL sagt auch immer...hör endlich auf zu singen, dann gehts von ganz allein!
Wenn mein Kopf mal wieder alles in Frage stellt und ich wieder über meine Unfähigkeit diskutiere, zitiert sie ihr Professorin: Shut up and sing!

Das mit den Koloraturen kommt mir bekannt vor, liebe Oktaviane. Ich steh ja noch recht am Anfang (auch wenn ich vor kurzem von meiner GL begrüßt wurde mit den Worten: Willkommen im Fortgeschrittenenkurs! [Ich kann mich nicht erinnern den gebucht zu haben! big_gruebel ]) und meine erste Arie war, wie warscheinlich bei vielen, Bereite dich Zion.
Nojo. Recht am Ende wird ja viel geprangt.
Und da mein Gehirnschalter auch auf Dauerstrom steht, kam ich einfach über die Stelle nicht rüber.
Damit prägten GL und ich den Satz: Das Bangen vorm Prangen.
Irgendwann waren wir beide in ziemlich albernen Laune, blödelten rum und mittendrin meinte sie: Nu Prang mal!
Und siehe da...die Stelle war kein Problem mehr!
In dem Moment dachte mein Gehirn wohl noch über den letzten Witz nach und war wohl zu abgelenkt um vorm Prangen zu Bangen.
Inzwichen entspanne ich mich mit einem Tänzchen a´la Heathcliff Huxtable (Cosby Show), wenn eine Stelle nicht klappt. Das bringt meine GL zum Lachen und ich kann dann auch nicht ernst bleiben- meistens sind die Probleme danach wie weggetanzt.

Aber ich glaub ich häng wieder neben dem Thema.

Meine Stimme ist recht unbeweglich und ich hab schon mal die Bezeichnung "dramatisch" gehört. Fein zu singen fällt mir doch sehr schwer, weswegen wir daran nun auch feilen. Das ist allerdings noch recht mühselig und ich verliere sehr gerne die "Bodenhaftung", grad wenns nach oben geht.
Manchmal hab ich das Gefühl ich sollte Wagner schöpen, allerdings ist er nicht wirklich mein Lieblingskomponist.
Nojo. Schaun wir mal. Viell. machts ja irgendwann "Peng" - wäre nicht das erste Mal.
Hausaufgabe: Voi che Sapete...und wenn ichs mir so anhöre, weiß ich warum meine GL das ausgewählt hat. Sind fast alle Klippen drin vorhanden.
Mal sehen ob ich sie damit nicht in die Flucht singe. big_lala


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 07.11.2010, 12:31 
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Hallo Miss Skorbut,

ja, "Bereite Dich Zion" war auch eine meiner ersten Arien (neben "Voi che sapete" *g*) Allerdings hatte ich mit dem Geprange damals überhaupt keine Schwierigkeiten, was mir noch mal verdeutlicht, dass die vermeintliche Unbeweglichkeit tatsächlich eher im Kopf vorhanden ist, als wirklich in der Stimme.

Gestern konnte ich die Sache mit den Obertönen übrigens live erleben. Eine Freundin gab ein Chorkonzert, wo sie und einige andere (u, a, Sebastian) auch Solo sangen. Ich musste mangels Stimme leider aussetzen :n129: , aber es war auch mal sehr interessant, die Sache aus der Perspektive des Publikums zu erleben. Ich habe in dem Saal (in dem 150 bis 200 Zuschauer Platz finden. die Bühne ist so mittelgroß) ja selbst schon häufiger gesungen, war aber eben noch nie als Zuhörerin zugegen.

Nun kenne ich die Stimmen der Solisten (bis auf 2 Ausnahmen) recht gut, weiß also, wer eine größere/dramatische und wer eine eher leichte Stimme hat. Was mir nun ganz stark auffiel (ich saß ziemlich weit hinten in der Mitte), war, dass die großen Stimmen neben den leichteren Stimmen nun gar nicht mehr (so viel) größer erschienen und in der Tat eine der leichteren Stimmen von allen noch am besten trug.

War das nun ein akustisches Phänomen eben dieses Saales oder brauchen größere Stimmen einfach doch viel mehr (Atem-)kraft, um diesen "Strahl" in der Stimme zu entwickeln, der so weit trägt?

LG

Octaviane

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 08.11.2010, 14:30 
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Das Oberton-Phänomen ist genau der Punkt, den ich auch immer wieder lese (bei David Jones z.B.) und von GLs zu hören kriege, die ihre Schüler ja auch auf der Bühne und im kleinen Studio jeweils erleben! Danke für den Bericht, Octaviane.
Grüße
Olympchen

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 13.11.2010, 23:58 
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Basss hat geschrieben:
Mama2009 hat geschrieben:
ohh...du wirst mir immer sympathischer.

Schhhhh - sag so was NICHT (womöglich glaub ich's noch.....) big_gruebel

Mama2009 hat geschrieben:
Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die den Kopf-Aus-Schalter noch nicht gefunden hat.

DEN suche ich schon lange! Wenn du ihn finden solltest, sag bitte Bescheid!
big_ok



In der letzten GU-Stunde hab ich es doch tatsächlich mal geschafft, den Kopf für nen Moment auszuschalten...
aber der hat bei mir so nen Automatikschalter...nach maximal 30 Sekunden geht der Kopf wieder an.

Aber es war soo ein tolles Gefühl, mich mal volldampf in die Emotionen zu stürzen...

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Gruß
Mama2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 14.11.2010, 01:51 
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Freut mich für Dich!
Ist wirklich schön wenn das passiert.

Hab son Erlebnis vor 2 Wochen gehabt, als ich spontan "The rose" für eine Freundin gesungen habe...Resultat: sie brauchte Taschentücher...
Ich war richtig überrascht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 14.11.2010, 01:53 
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MisSkorbut hat geschrieben:
Freut mich für Dich!
Ist wirklich schön wenn das passiert.

Hab son Erlebnis vor 2 Wochen gehabt, als ich spontan "The rose" für eine Freundin gesungen habe...Resultat: sie brauchte Taschentücher...
Ich war richtig überrascht.



Mit der Stimme zu Tränen rühren...
Das hat nochmal ne ganz andere Qualität...SUPER!

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Gruß
Mama2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 07.12.2010, 16:27 
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Ich möchte dieses Thema doch noch mal gerne aufwärmen – und zwar geht es mir um die Entwicklung größerer bzw. dramatischer Stimmen. (Erstmal bei den Frauen, da ich mich da naturgemäß besser auskenne, aber vielleicht können die Herren ja sagen, ob die Sache bei Männerstimmen ähnlich gelagert ist)

Ich stelle fest, dass es einmal den Weg von der Tiefe in die Höhe, also von Mezzosopran zum (dramatischen) Sopran zu geben scheint - viele dramatische Sopranistinnen haben als Mezzo angefangen - und anderseits eine Entwicklung von leicht nach schwer (Soubrette - lyrischer Sopran - (jugendlich-)dramatischer Sopran). Welcher der beiden Wege kommt eurer Meinung nach häufiger vor oder hält sich das ungefähr die Waage?

Ich bin allerdings der Meinung, dass eine echte lyrische Stimme sich im Normalfall nicht zu einer echten dramatischen Stimme entwickeln wird, auch wenn mit der Ausbildung Volumen und Tragfähigkeit sicher zunehmen. Die dramatische Veranlagung wird also schon von Anfang an vorhanden sein, nur ist es natürlich sinnvoller und stimmschonender, als junge Sängerin nicht im dramatischen Fach zu beginnen. Selbstverständlich sollte aber auch eine ausgebildete dramatische Stimme in der Lage sein, nach wie vor "lyrisch" zu singen, wenn man irgendwann nur noch Wagner und Strauss-Opern singen kann, ist auch irgendwas verkehrt gelaufen.

Mittlerweile wird mir, die ich ja nun mal eine größere Stimme habe, aber auch klar, dass gerade wir dramatischen Stimmen darauf achten müssen, nicht immer beweisen zu wollen, wie groß unsere Stimmen sind – ich darf mich beim Singen also wie eine Soubrette fühlen - eine mit guter Atemanbindung wohlgemerkt - den Rest macht der Körper (das "Instrument") von ganz allein. Eigentlich ein sehr entspannender Gedanke ;-)

LG


Octaviane, die „Gesinnungs-Soubrette“

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 05.10.2011, 23:21 
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Olympchen hat geschrieben:

Und die Sache mit der Höhe, die hat vielleicht etwas mit der Stimm-Masse zu tun? Wenn es dabei ausschließlich davon abhinge, ob schwer oder leicht, dann hätte unsereiner nie Probleme in der Höhe, das stimmt aber nicht. Jeder kann mit kleiner oder großer Masse in die Höhe gehen. Und ersteres mag leichten Stimmen leichter fallen (vielleicht!). Für letzteres muss aber jeder trainieren. Daher kennt wohl auch jeder das Thema "Höhenangst" in irgendeiner Form zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Ausbildung. Wenn man als Anfänger im Chor schön und leicht hochkommt, tut man das mit einem ganz flachen und fast kinderstimmigen Klang. Das kann nur wenig Masse sein, und geschult klingt das nie. Und je weiter die Ausbildung voranschreitet, desto mehr Masse kann man mit in die Höhe nehmen. Schlepp...big_schwitz


Dem kann ich nur zustimmen! Wie oft wurde meine Stimme früher kritisiert, sie klänge zu "kindlich" und dann mit der verbesserten Stütze und Tiefe - ups, plötzlich kamen die Registerübergänge ins Schleudern und man muss wieder neu lernen, das nötige Gewicht in der richtigen Lage anzuwenden und dabei nicht zu viel oder zuwenig Luft und federnd leicht im Zwerchfell/Flankenatmung... pfffff... und dann machts wieder "flipp" und aus dem g3 wurde ein b3, ungewollt, weil zu viel Spannung... *grml* Also was leicht klingt muss nicht (technisch) leicht sein!

Lg, Olympia

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 Betreff des Beitrags: Re: Stimmtypen - Ausbildungswege?
BeitragVerfasst: 06.10.2011, 09:44 
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Oh ja, das Problem, zu viel Stimmgewicht mit in die Höhe zu nehmen, kenne ich als größere Stimme mit einem von Natur ausgeprägteren Brustanteil (und ich meine das jetzt nicht nur optisch big_engel ) natürlich nur zu gut. Tröstlich zu wissen, dass auch ihr "Nachtigallen" mitunter damit zu tun habt :92

LG

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