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 Betreff des Beitrags: Singen ohne Druck
BeitragVerfasst: 03.06.2013, 16:00 
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Hallo ihr Lieben,

ich habe ein kleines Problem, ich studiere zur Zeit im 4. Semester Gesang an der Hochschule und habe jetzt neben meinem Studium angefangen noch zusätzlich etwas Unterricht bei einer anderen sehr guten Lehrerin in meinem Stimmfach zu nehmen, da ich das Gefühl hatten mir einmal eine andere Meinung einhohlen zu müssen (Meine derzeitige Lehrerin ist Mezzosopranistin)

Habe öfter das Problem, dass ich nach dem singen etwas heiser und trocken im Mundraum bin und ich auch das Gefühl habe dass das singen allgemein meinen Schleimhäuten nicht sehr gut tut. Ich muss dann auch immer sehr sehr viel trinken danach und meine Sprechstimme klingt komisch. Ich bin lyrischer Sopran mit Koloratur und da ist es 'tödlich' (haha) wenn die Schleimhäute nicht richtig funktionieren. Jetzt bin ich schon seid fast einem Monat ständig heiser, dann ab zum Phoniater, Ergebnis: Ränder der Stimmbänder angeschwollen, deswegen würde die Stimme nicht mehr richtig schließen.

Meine neue Lehrerin meinte es würde daran liegen, dass meine Kehlkopf zu weit oben steht und nicht entspannt und somit würde Druck aufgebaut werden der die Stimme ermüden lässt. Außerdem würde ich allgemein meinen Mund bei den Vokalen zu viel bewegen und verändern und außerdem seien meine Schleimhäute zu wenig durchblutet also anscheinend wenig 'trainiert'

Ich denke dass das auch alles stimmt, aber nun meine Frage :

Wie kann ich als Sänger selbst merken sobald ich anfange mit zu viel Druck zu singen? Auf was kann ich achten? Ich habe auch immer total Angst wenn ich sozusagen meinen Mundraum innen 'weit' mache also so wie wenn ich gähnen würde, dass dann zu viel Druck entsteht? Oder liegt das mit dem Druck allgemein eher an einer falschen Atemtechnik?

Es ist so schlimm als Sänger nicht singen zu dürfen ich habe das Gefühl in einem ständigen Teufelskreis zu sein, ich bin heiser, darf nicht singen, bekomme dann Panik mit meinen ganzen Stücken nicht voranzukommen, denke daran wie viele Konzerte und Prüfungen bevorstehen, denke daran wie groß doch die Konkurrenz ist und dann habe ich das Gefühl durch den Stress noch länger nicht gesund zu werden. Ich finde es schrecklich da einfach so lahm gelegt zu sein haha. :D Aber ich glaube ich mache mir da einfach zu viel Druck

Vielen lieben Dank für eure Hilfe!!
Liebe grüße,

Laura


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 Betreff des Beitrags: Re: Singen ohne Druck
BeitragVerfasst: 03.06.2013, 17:48 
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Liebe Laura,

zuerst mal frage ich mich, wie Deine GL solche anatomischen und physiologischen Zustände erkennen kann, ohne deine Stimmbänder und den Kehlkopf wirklich gesehen zu haben.. Diese Aussagen basieren also eher auf Erfahrungswerten Deiner GL und Vermutungen, oder ?
Ich bin ja immer ein Freund der Differentialdiagnose, heißt, ich würde auch Gründe in Erwägung ziehen, die vorrangig nichts mit einer falschen Gesangs- oder Atemtechnik zu tun haben.
Wie sieht es aus mit Allergien, Medikamenten, Nahrungsmitteln, bestimmten Gewohnheiten ?? Seit wann tritt das Problem auf ? Erst mit dem Gesangsunterricht bei der neuen Lehrerin oder schon länger ? Zu welcher Tageszeit ? Was trinkst Du vor, während, nach dem Singen ? Machst Du Sport ?

Vielleicht versuchst Du auch erst mal, diese Fragen für Dich zu beantworten.

Und..Druck kann durch vielerlei entstehen...durch zu hohe Muskelanspannung/-Verkrampfung im Hals-, Nacken-, Kiefer- und Schulterbereich, auch durch Deine eigene innere Einstellung, durch zu "hohes" Atmen..
Die "innere" Weitung, also u.a. auch deines Mundraumes kann m.E. keinen Druck verursachen, höchstens durch Deine verkrampfte Konzentration darauf. Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist die Weitung im Bauch-, Seiten- , Zwerchfellbereich und das Strömenlassens des Atems und nicht Festhaltenwollens im Hals.
Es gibt viele Entspannungstechniken, die den Atemfluss verbessern. Ich schwöre auf Yoga, andere auf progressive Muskelentspannung oder Pilates oder Meditation usw usw...

Grundsätzlich ist es wirklich sehr schwer und auch riskant, hier Ferndiagnosen zu stellen..
Solange man Deine Stimme nicht gehört hat, kann man m.E. nicht wirklich beurteilen, woher deine Missempfindungen nach oder auch während des Singens kommen und ob sie wirklich, ohne Deiner GL zu nahe treten zu wollen, die von ihr genannten Gründe als Ursache haben. Die Schwellung der Stimmbandränder kann auch andere Ursachen haben oder auch nur temporär vorhanden sein oder evtl auch eine Art "Zufallsbefund" deines Phoniaters gewesen sein..

LG Silje

_________________
...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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