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BeitragVerfasst: 19.09.2010, 21:44 
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Hallo ihr lieben,

Immer wieder sagen mir meine Gesangslehrer, ich soll mehr in den Kopf singen, mehr in die Strinhöhle, mehr die Kopfresonanz benutzen. Auch schon bei tiefen Tönen (bin Bass). Ich versuche das ganz gezielt, aber ob ich nun so singe wie "immer" oder versuche in den Kopf zu singen verändert überhaupt nichts, weder vom Klang, noch vom Gefühl. Ich weis einfach nicht mehr was ich noch machen/ probieren soll. Eventuell verstehe ich nicht was gemeint ist, wie kann man das noch anders ausdrücken?

Könntet ihr mir da bitte irgendwie weiterhelfen???

Viele liebe Grüße
Rodrigo


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BeitragVerfasst: 19.09.2010, 22:54 
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Hallo,
ich bin kein Gesangsexperte, kann aber folgenden Tipp geben:

Versuche beim Summen, es so zu machen, dass beim leichten aufeinanderlegen der Lippen, diese sehr stark vibrieren.
Jetzt hast du das Gefühl für den vorderen Sitz.

Ich kann es selber schon garnicht mehr herleiten - bei mir vibriert es sofort. big_rofl

LG rugero big_baden


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BeitragVerfasst: 20.09.2010, 09:09 
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Hallo Rodrigo,

den Hinweis von Rugero halte ich für sehr gut. Versuche doch mal, die Lieder/Arien, die Du gerade singst/einstudierst, erst mal nur zu summen, bevor Du sie singst. Ich denke, dadurch bekommst Du ein gutes Gefühl, was mit Kopfresonanz überhaupt gemeint ist.

LG Silje

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...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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BeitragVerfasst: 20.09.2010, 09:29 
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vielleicht zu den bisherigen Antworten: mach deinen Mund etwas spitz, nimm die Finger vorne an die stirn und versuche die Töne dort zu spüren und sie von dort nach draußen abzugeben, mit ganz wenig Ton, je weniger, umso besser.

Eigentlich kann man so etwas aus der Ferne nicht, man muss den Schüler vor sich haben um zu korrigieren. :n66:

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BeitragVerfasst: 20.09.2010, 21:53 
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mir hat dabei das "durchkauen" eines gesumten tons geholfen.

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BeitragVerfasst: 20.09.2010, 23:28 
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Danke für eure Antworten. Hab das heute mal genau probiert: Wenn ich den Mund zu mache bzw. fast zu mache kann ich die Vibrationen an den Lippen spüren. Auch an der Nase und bei sehr tiefen Tönen mit der Hand an der Stirn. Um so höher die Töne um so weniger spüre ich die im Kopf. Außerdem hört das komplett auf sobald ich den Mund aufmache, dann ist wie garkeine Virbration mehr. Ist das jetzt richtig so? Hoffe mal ihr könnt noch was dazu aus der Ferne sagen ;-)

Liebe nächliche Grüße


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BeitragVerfasst: 21.09.2010, 08:06 
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mir hat auch der hinweis geholfen ganz zu vergessen das der mund der ausgang ist, und zu versuchen den ton eher nach oben ausstrahlen zu lassen... sich eben den raum über, und um den kopf als klangglocke vorzustellen. summ doch npochmal ein bisschen herum und mach auf "hohlkopf", hat bei mir auch gedauert bis es klick gemacht hat ;)

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BeitragVerfasst: 21.09.2010, 12:06 
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Sieh Dir mal so manchen Profisänger an... manche arbeiten sehr viel mit dem gesamten Gesicht. Sieht teilweise "seltsam" aus, hilft aber dabei, die Töne nach vorn oder oben in den Kopf zu bekommen. Wenn Du die Muskeln z.B. auf der Stirn spürst (weil Du sie gerade benutzt), die Nasenflügel blähst, die Nase lebendig und weich werden lässt, die Wangen und Lippen anspannst, bewegst und fühlst und dabei singst, dann erspüre mal, wohin der Ton geht... wo es kribbelt oder summt. (Wo bei welchem Vokal oder klingendem Konsonanten?) Dann kannst Du versuchen, den Ton durch die Mimik dahin zu bekommen, wo er hin soll. Hier ist eine Menge Vorstellungskraft gefragt, die "Fratze" hilft nur dabei.
Wenn Du alleine übst und Dir niemand dabei zusieht, klappt das bestimmt am besten. big_baden Wenn's funktioniert: Immer und immer wieder üben, bis Du Dich dran gewöhnst, dass die Töne / der Klang / der Resonanzraum genau dort sitzen, dann kannst Du langsam zur normalen Mimik zurückkehren.
Mir hat's jedenfalls geholfen und durch die so gewonnene Körper-Erfahrung kann ich mir heute auch z.B. vorstellen, die Kopfhaut oben zusammenzuziehen und schon sitzt der Ton dort.
Viel Spaß, hihi
Mezzo-Alt


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BeitragVerfasst: 28.09.2010, 07:12 
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Ich hätt auch noch fünf Pfennige dazu: Ähnlich wie bei Lena hab ich es begriffen, als ich den Mund als Ausgang vergessen hatte. Aber der WEg dahin ging über die Nase big_gruebel. Bei mir waren es drei Schritte bis zum "Klick":

1: Über die Nase ausatmen (Mund zu!)
2: Über die Nase ausatmen und einen Ton dazu summen (Vorsicht, Zunge, Zungengrund und Hals/Kehle locker lassen)
3: Über die Nase ausatmen und einen Ton dazu summen und während dieses Nasentones langsam Mund auf.

So, meine fünf Pfennig sind alle.

Grüße
Olympchen

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In the absence of measurement there is no reality. Niels Bohr


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BeitragVerfasst: 30.09.2010, 20:53 
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Und wie bekommt man dann den Ton wieder aus der Nase? Kopfresonanz ist das jedenfalls nicht wenn der Ton einfach bloß in der Nase hängt. Obiges Experiment führt bei mir jedenfalls zu "wunderschönem" Näseln.

Ansonsten hab' ich genau das gleiche Problem wie Rodrigo: Resonanz ist überhaupt nur in tiefer Lage fühlbar. Der höchste Ton mit dieser Ausstattung ist bei mir das kleine b, darüber hinaus ist da nichts zu wollen, weil sie sich ohne Bruststimm-Anteil partout nicht herstellen lässt.

Ich gehe doch richtig in der Annahme dass Resonanz "Körper(mit)klang" bedeutet?

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 01.10.2010, 06:54 
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AK-Kontraalt hat geschrieben:
Und wie bekommt man dann den Ton wieder aus der Nase? Kopfresonanz ist das jedenfalls nicht wenn der Ton einfach bloß in der Nase hängt.


Durch das Öffnen der der Nasenraum/Rachenverbindung. Das sogenannte beginnende "Gähnen", bei dem sich das Gaumensegel hebt. Das Gähnen hat seinerzeit meine GL nicht so gerne hergenommen als Beispiel, weil es so leicht zum Knödeln führt. Sie sagte, vom Näseln zum richtigen Klang ist es kürzer als vom Knödeln zum richtigen Klang.
Die Resonanz-Tüftelei ist mühsam. Ich bin auch schier verzweifelt dran.

Dass man die Brustresonanz in den tiefen Lagen fühlt, kann ich nachvollziehen. Bei mir bestand die Gefahr aber darin, dass die Stimme dabei den Vordersitz verlor. Ich sang dann zu fett (vermeintlich voluminös) und das blockierte die Höhe.
Wirklich spüren kann man die Kopfresonanz eher in der höheren Mittel- und in der hohen Lage. Es ist leichter sie von oben nach unten mitzunehmen/zu erspüren als andersrum. In den tiefen Lagen sind es m.E. mehr die körperlichen Einstellungen, die erhalten bleiben. Man spürt nicht unbedingt die Resonanz im Kopf, aber man hört einen klaren, fokussierten Kern im Ton.

Es ist vertrackt mit diesen technischen Dingen, namentlich übers Internet ohne Hören. Nur ergänzend noch: Es gibt x Vorschläge für das Resonanzgetüftel, manche schwören auf's ng-Summen, andere auf's Grimassen-schneiden, auf's Niesen-simulieren, um ein Körpergefühl zu kriegen. Auf die Ju-Methode, auf die Wi-Methode, auf die Mi-ma-mo-Methode - die Ansätze sind Legion...

Und rückblickend, wenn man es dann raushat, merkt man, dass einen alle diese Tipps irgendwie weitergebracht haben. Aber keiner war DIE Abkürzung, die man sich so gewünscht hätte...
Außerdem glaube ich, dass man an der Resonanz, am Sitz der Stimme immer weiterarbeitet. Das verbessert man vielleicht sogar ein Leben lang.

Grüße
Olympchen

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In the absence of measurement there is no reality. Niels Bohr


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BeitragVerfasst: 05.11.2010, 23:33 
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Hey vielen Dank für euere lieben Antworten. Mittlerweile gefällt mir meine Stimme schon viel besser: Viel mehr Kraft und Energie in der Stimme, mehr Kern, mehr Volumen. Einfach wunderbar, auch wenn ich noch viel üben muss etc.
Und was man wirklich nie vergessen sollte ist tatsächlich, dass es nicht DEN TIPPP SCHLECHTHIN gibt der einen zum perfekten Stimmsitz bringt. Ich hab in der letzten Zeit wirklich viel probiert und es hat sich gelohnt. Nochmals Danke an euch alle big_prosit


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