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 Betreff des Beitrags: Höhe schonend und gesund ausbauen
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 14:19 
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Hallo liebe Mitsänger,

ich wollte gerne mal von den Routiniers wissen, ob Ihr in Eurem Werdegang Eure Höhe systematisch, d.h. mit irgendeiner bestimmten Methode, Übung o.ä. ausgebaut habt. Wie groß ist die Rolle, die die Zeit dabei spielt? Reift bei Euch auch jeder Halbton langsam heran oder hattet Ihrs einmal kapiert wie Fahrradfahren und seid dann vom g'' zum cis und e''' geradelt?

Kurz zu meinem "Werdegang". Ich habe vor etwa eineinhalb Jahren mit einer sehr guten Lehrerin angefangen an meinen Höhenängsten zu arbeiten. Mit den Koloraturen oder Staccato bis d''' war nie ein Problem. Aber die gehaltenen Töne...au weija! Konnte ich vor einem Jahr kaum ein g" halten (in den Koloraturen ging es immer schon problemlos auch weit drüber), bin ich heute schon bein gutes Stück weiter. Früher hätte mich das Blondchen schier umgebracht, heute klappt's schon ganz passabel. Also der Fortschritt ist definitiv da. Und mittlerweile - mich selbst hat's am meisten überrascht - singe ich fast nur noch sehr hohe Koloraturarien. Manche Arien fallen mir spontan besonders leicht, so habe ich im Sommer nach fünf Wochen Vorbereitung bei einem Konzert die Olympia gesungen und war recht zufrieden mit dem Ergebnis. Ophelia, Gilda, Glitter and be gay sind in Arbeit. Die hohe Lage liegt mir wirklich.

Aaaaaber - irgendwie wollen die ausgehaltenen Töne noch nicht so aufblühen, wie ich es gerne hätte. Bei einem b'', einem h'', einem c''' schwingt nix. An schlechten Tagen kommt sogar das a'' nicht rund und weich, sondern eher schrill und laut. Und probier ich zuviele hohen Töne an einem Tag, ermüdet die Stimme. Da stimmt was mit der Technik nicht, aber das ist eine Zwickmühle - ich würde gerne das entspannte weite Gefühl und die Stütze, die man in der Höhe braucht auch in der Höhe üben. Aber ohne die hohen Töne zu singen, ist das schwierig. Und tagelang aufs Material üben, kann auch nicht die Methode sein. Also was tun?
Meine GL meint, es sei zweierlei - noch mehr Entspannung und Stimmsitz und Stütze und und und, aber so richtig methodisch zu fassen kriegt sie das Thema auch nicht.

Warum kann man beim Einsingen bis zum as''' ansingen, aber kein h'' in schöner Klangqualität halten? :n66: Mpff, irgendwie frustrierend...

Dankeschön für jeden Tipp.

Grüße
Olympchen

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BeitragVerfasst: 14.08.2010, 02:34 
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Hallo Olympchen,
ja, es ist so, irgend wann macht es klick und man hat begriffen.
Das ist wohl ein Phänomen beim Gesangsunterricht !
Vielleicht fällt es auch da besonders ins Gewicht, weil dieser Unterricht sehr stark individuell betont ist und stark die physische und psychische Komponente des Menschen beansprucht.
Ich hatte Höhenangst und habe sie überwunden.
Wie ?
Wenn ich die Noten lesend verfolgt habe, so bekam ich Panik ab einer Höhe x.
Sah ich diese Noten nicht - kam der Ton perfekt.
Ablenkung heist das Stichwort und weg vom Begriff des Unerreichbaren.
Spaß entwickeln, den Ton zu produzieren und nicht immer Angst haben.

Die Platzierung des Tones vorausschauend positionieren.

Die physikalischen Grenzen des Körpers zu erkennen ist schwer aber die psychischen Barrieren zu überwinden ist weit schwieriger.

Liebe Grüße rugero


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BeitragVerfasst: 14.08.2010, 10:18 
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Hallo Olympchen,


Bei mir trifft irgendwie beides zu – einerseits habe ich mir die Höhe schon Schritt für Schritt oder Halbton für Halbton erarbeitet, andererseits hat es irgendwann dann auch einfach Klick gemacht. Die psychische Komponente spielt, wie rugero sagt, da sicher eine entscheidende Rolle.
Ich denke, Deine Lehrerin ist da schon auf einem guten Weg. Meines Erachtens ist für eine gute und freie Höhe auch eine gute Atemtechnik (Atem als „Motor“ der Stimme) unabdingbar. Und ich denke, dass eine gute Mittellage ebenfalls ein Ausgangspunkt für eine gute Höhe ist. Wenn sich also die Technik mit der Zeit immer mehr verbessert, wird auch die Höhe immer freier und schöner werden.

Aber rückblickend lässt sich das so einfach sagen, ich weiß auch noch, wie sehr ich früher mit der Höhe gehadert habe und dachte, das wird nie was. :kaffee

Was nun das Phänomen angeht, dass manchmal ein h’’ oder gar c’’’ bombig kommt und einen ein a’’ schon töten kann – da kommt es in der Literatur ja auch oft drauf an, wie die Sache komponiert wurde. Ich seh das z. B. an der 1. Arie der Figaro-Gräfin „Porgi amor“, wo es einen langsam Aufgang zum as’’ gibt. Da besteht die Gefahr, dass der Kehlkopf mit zunehmender Höhe den Tönen „nachsteigt“, was sich natürlich negativ auf die Klangqualität auswirkt. Oder vielleicht musste man vorher schon sehr viel „unbequeme“ Vokale singen, die die Stimme tendentiell eng machen, was sich auch wieder auf die Höhe auswirkt.

Jetzt habe ich aber mal eine Gegenfrage an Dich als Koloratursopran: Waren die Koloraturen bei Dir quasi von allein da oder musstest Du sie Dir erst erarbeiten? Ich habe ja nun einen etwas schwereren Sopran und tue mich mit Koloraturen einigermaßen schwer. Manchmal laufen sie ziemlich gut, ein anderes Mal gehen sie überhaupt nicht. Ich will nun kein Koloratursopran werden - mich würde nur mal interessieren, wie viel das bei einem „echten“ Koloratursopran harte Übung ist und wie viel Naturbegabung.


LG

Octaviane

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„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
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"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

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BeitragVerfasst: 15.08.2010, 18:08 
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Lieber Antworter,

vielen Dank erstmal für Eure Einblicke. Es ist schon beruhigend, dass Ihr dieses "Stück-für-Stück" auch kennt.

Das Ausblenden des Kopfes, rugero, hilft leider nicht viel, ich spüre an der Schwingung des Tones, wo ich mich befinde. Im Unterricht sehe ich die Tastatur nicht, und ich weiß trotzdem immer, ob wir beim d''' oder beim e''' sind am Ende... Und gerade weil ich die Höhe körperlich so exakt erspüre, kam ich auf die idee, dass Muskulatur und Gewebe sich langsam dehnen und einstellen darauf, um diese Höhe kraftvoll zu bringen. Ich sage ja, das g'' hatte ich vor einem Jahr nur brüchig, heute ist es mein schönster und liebster Ton. Und ich hoffe eben, dass nach und nach die Höhe so aufgeht, wie ich es in den Koloratur-Arien brauche. - Ähm, ich bin übrigens kein Vollprofi. Ich habe "nur" privat studiert und verdiene nur ab und zu mit dem Singen etwas. Mein Brotberuf ist ein anderer.

Nun zu Deiner Frage Octaviane,
die Koloraturen waren bei mir immer schon da. Es ist das, was mir immer am leichtesten fiel. Triller, Sprünge, Läufe, Verzierungen, ob Staccato, Legato - egal, das blubbert einfach so heraus. Und zwar in allen Höhen und mit gutem Stimmsitz und guter Stütze. Das ist angeboren. Richtig technisch arbeiten musste und muss ich am Legato, an der Mittellage. Es ist eher umgekehrt wie bei Dir: die Koloraturen darf ich nicht zu viel üben, weil es so eine Art "Absingen" gibt. Das hat natürlich mit der Kraft zu tun, die man beim Stützen dabei braucht, und die natürlich nachlässt.
Als Faustregel habe ich beim mir festgestellt: Eine lange Koloraturarie wie die Olympia oder auch ein "Rejoice" von Händel singe ich nur 1 x , höchstens 2 x am Tag wirklich gut.
Wenn ich Koloraturen rauspicke und wirklich übe, dann vor allem für den musikalischen Feinschliff –, also alle Töne sauber auf eine Linie zu bekommen, dass Sprünge nicht zu Brüchen werden und alle Töne laufen wie Perlen auf einer Schnur. Oder um Interpretationsvarianten auszuprobieren. Und da gibt es Verbesserungsbedarf zu Hauf. Aber ich weiß, dass zumindest die Stimmbeweglichkeit und Geläufigkeit angeboren ist, weil das nie eine technische Schwierigkeit für mich darstellte.

Hoffentlich hilft das ein bisschen weiter? - Meine GL ist übrigens auch ein schwerer Sopran und ich als Hupfmamsell bin für sie auch ein bissl Neuland ;-)

Grüße
Olympchen

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BeitragVerfasst: 16.08.2010, 09:43 
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Hallo Olympchen,

ja, danke, das hilft mir schon weiter. Ist eigentlich das, was ich mich schon selbst gedacht habe - dass zwar alle Stimmtypen Beweglichkeit und Koloraturen trainieren können (und sollten), es aber eine gewisse Naturbegabung braucht, um damit wirklich brillieren zu können. Ich war nur ins Rätseln gekommen, weil mir nun schon ein paar Leute (unabhängig voneinander) geraten hatten. es doch mal mit Arien für dramatische Koloratur zu versuchen. Wobei ich mich nicht gerade durch meine überragende stimmliche Beweglichkeit hervorgetan hatte. Und auch vom Typ her sehe ich mich eher im jugendlich-dramatischen Fach. Aber man fragt sich dann schon, ob man einfach nur zu wenig übt oder die Begabung einfach woanders liegt. :kaffee Und irgendwann muss man wohl einfach auch aufs eigene Gefühl hören (wo fühle ich mich beim Singen wirklich frei?)

LG

Octaviane

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BeitragVerfasst: 16.08.2010, 13:09 
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OT: Ja, man sollte der inneren Stimme (schöner Sänger-Kalauer...) folgen. Wo man sich wohl fühlt, da trägt's einen wahrscheinlich auch in der Entwicklung hin. Aber es schadet nichts, zu Übungszwecken in anderen Stimmfächern herumzuschnuppern. Ich habe auch schon Mezzo-Arien gesungen, um die Mittellage zu stärken, und selbst Alt-Arien schiebe ich von Zeit zu Zeit dazwischen, wenn ich einen schlechten/müden Tag und Probleme mit der Höhe habe, wenn ich mich festgesungen habe oder koloratur-müde bin. Nur öffentlich singt man sowas natürlich nicht. Deshalb können Deine Koloraturübungen sicher nicht schaden. OT-Ende.

Hat denn sonst keiner mehr eine Erinnerung, in welchen Schritten die Entwicklung der Höhe verlief und wann die Spitzentöne das erste mal klangschön den Raum füllten?

Grüße
Olympchen

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BeitragVerfasst: 16.08.2010, 13:52 
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Hallo,

wenn die Mittellage stimmt, kann man die Höhe darauf aufbauen. Je entspannter du bist, desto besser kommen die hohen Töne. Wichtig ist, sich nach unten innerlich fallen zu lassen, nach unten denken und vor allen Dingen "Freude daran haben", ein lachendes Gesicht, das locker und nicht verkrampft ist. Der Koloratursopran hat alles Arien, die schon vom Inhalt sehr locker sind, eben nicht dramatisch, so muss auch das Gesicht sein, locker, lachend mit leuchtenden Augen, man muss sehen, dass die Töne Freude machen.

Wenn du Glitter and be gay singst, musst du schauspielern, ebenso bei Olympia, Blondchen, Adele usw., da geht die Sonne auf im Gesicht.

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BeitragVerfasst: 16.08.2010, 14:59 
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Komme gerade von der Gesangsstunde wo ich heute mit La Foletta begonnen habe d.h. den Schluß as3 f3 ges3 f3 und d3. das as 3 kann ich beim einsingen aber nur wenn ich nicht weiß das es diese Höhe ist. habe noch immerein bißchen Höhenangst f3 geht daheim aber höher würde ich mir daheim garnicht zu üben trauen nurbei meiner GL.diese Angst hatte ich schon vor Jahren beim c3 aber die Stimme wurde von selber immer höher und immerdie jeweils höchste Note machte mir etwas Angst. Meine GL meinte daß ich den Schluß mit der großen Höhe langsamer singen sollte aber das traue ich mich nicht.auf der CD singt Erna Sack das as 3 ewig lang mir ganz unbegreiflich wie man das macht. das as3 werde ich lieber auslassen.Wenn ich diese höhen Töne singe bin ich leicht oben aber vorher bin ich unsicher. die Tiefe geht dafür grottenschlecht und das schon seit 18 Jahren.
Viele grüsse
Hilde45


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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 10:40 
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Die Sache mit der Höhe ist eine Frage der Register. Es geht ab h und c3 eine andere Registrierung los, deshalb funktionieren oft die Töne drunter schon gut, aber dieser Übergang bereitet noch Probleme. Ab dort muss die Schleimhaut absolut ohne Beimischung von anderem Muskelmaterial schwingen. Deshalb: mit leisesten gehauchten Tönen in die Höhe im Glissando und dann nach und nach ein bisschen crescendo. Man muss in die Höhe verschlanken können, sonst kommt sie gar nicht oder klingt ewig wie Kreissäge. Und vor allem: keine Stütze, denn das macht die Stimme "zu". Die top Beispiele hierzu liefert Nathalie Dessay (Vocalises, CD sehr zu empfehlen,) Barbara Bonney, die ein absolut perfektes Vokalkonzept hat, und als Mezzo natürlich Anne Sopie von Otter. Da wird nie gestemmt und forciert, da geht es dann von alleine, weil es richtig trainiert wurde.Viel Spaß beim Experimentieren.
Marschallin Bichette


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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 12:33 
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Liebe Marschallin,

im Großen und Ganzen stimme ich Dir ja zu, aber mich hat das "keine Stütze" dannn doch stutzig gemacht. Nun ist der Begriff "Stütze" ja aber auch ein sehr heikler Begriff und vielleicht verstehen wir etwas ganz Unterschiedliches darunter?
Gerade für ausgehaltene Spitzentöne brauche ich ja die (Unter)stützung durch den Körper (ich merke das dann ganz besonders im unteren Rücken), damit man eben nicht aus dem Hals stützt. Vielleicht könntest Du das noch etwas näher erläutern.

Neugierige Grüße von

Octaviane

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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 17:11 
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Oh ja, das "Nicht stützen" hat mich auch stutzen lassen...
Ich glaube aber zu erahnen, was Du meinst. Es gibt ein Überstützen, wen man's extra-gut machen will. Wenn mir das passiert ist, merke ich es an den Kreuzschmerzen.

Die Sache mit dem Glissando, dem An- und Abschwellen, die Register-Überlegungen - ich habe mit allem schon eine Menge herumprobiert.
Ich bin mir da nie sicher. Die Signale sind sehr widersprüchlich.

Zu dem "hauchzarten" Ton noch eine Frage:
Tatsächlich geht ein gehaltenes e''' manchmal auch schön schwingend, ich habe aber den Verdacht, dass der Kehlkopf hochkommt; ich kann es spüren. Und das ganze geht nur im Piano. Das ist wohl das sog. Pfeifreigster? Stimmgesund kriege ich es momentan noch nicht hin – drei e''' von der Sorte, und die Stimme fühlt sich müde an. Ein Crescendo habe ich mich daher noch nicht getraut...

Grüße Olympchen,
die heut – verflixt!– schon wieder zu viele e''' geübt hat, sie merkt's am leicht rauhen Hals...Bild

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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 17:35 
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Hmm, Kreuzschmerzen können ja aber auch schlicht auf eine nicht trainierte Muskulatur zurück zu führen sein.


Vielleicht bezog sich das "keine Stütze" eher auf die Glissando-Übungen? Denn ich stelle in der Tat fest, dass, wenn ich ins Pfeifregister umschalte (bei mir so um h''), ich für die nächsten paar Töne weniger Stütze brauche (fürs f''' muss dann wieder mehr her, aber das singe ich eh nur alle Jubeljahre mal big_baden). Das ist, als würde man plötzlich wie beim Radfahren einen Gang höher schalten und so plötzlich besser den Berg raufkommen.

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 18:04 
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Hihi, ich sag's ja - locker zu den '''s hochradeln.

Große Neugier meinerseits, Octaviane: Pfeifregister. Ehrlich, ab h'' schon? Oder definierst Du den Begriff anders anders als ich?
Ich weiß, da geistert so viel durch's Internet, und jeder meint's anders (kennt man besonders bei den Gesangsforen. Grauslich, das Herumgehacke auf Definitionen!), aber es interessiert mich wirklich brennend. Ich (nur für mich) unterscheide zwischen randstimmig einsetzen (bei mir schon ab a'' nötig) und Pfeifregister (ab d''' nötig). Hab ich mir da falsche Begriffe angewöhnt?

Grüße
Olympchen

P.S.: Kreuzschmerzen sind bei mir defintiv keine untrainierte Muskulatur, denn gerade der Rücken ist bei mir bärenstark (Haus, Hunde, Garten, Singen, das hält fit!) - auch, wenn ich sonst ein sehr handliches, zierliches Format habe...

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BeitragVerfasst: 18.08.2010, 21:39 
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Hallo Olympchen,

ich wollte dir auch keinen schwachen Rücken unterstellen. :-)

Mir ist dann auch noch der Gedanke gekommen, dass man unsere Stimmen vielleicht auch nicht hundertpro vergleichen kann, da wir doch zwei sehr unterschiedliche Arten von Sopran zu sein scheinen. Wobei gewisse Grundlagen natürlich trotzdem gleich sind.

Eine befreundete Koloratursopranistin meinte auch einmal, dass leichtere Stimmen in der Tat "überstützen" können. Ich als dramatischere Stimme brauche dagegen im Verhältnis viel mehr (Atem-)Kraft, um die Töne gesund zu produzieren.

Und da ich sehr wahrscheinlich etwas "tiefer gelegt" bin als du, daher wird meine Stimme auch früher ins Pfeifregister umschalten (wollen). Ich kann allerdings ein h'' und c''' durchaus noch in Kopfstimme singen (brauche dann aber ordentlich Stütze). Wenn's noch höher geht (was eher selten vorkommt) ist dann aber definitiv Pfeifregister angesagt.




Octaviane

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BeitragVerfasst: 09.09.2010, 10:08 
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Hallo Ihr lieben Soprane, ob Koloratur- oder "tiefer gelegt", :mrgreen

mir fällt auf dass zu diesem Thema fast ausschließlich Soprane schreiben, beschäftigen sich diese tatsächlich am meisten damit; ist es für alle anderen Stimmlagen ein vergleichsweise unwichtigeres Thema? Gibt es für jede Stimmlage eine andere Herangehensweise zum "schonenden" und "gesunden" Ausbau der Höhe, oder ist diese Herangehensweise im Grunde standardisiert, sprich was für einen Sopran gut und richtig ist passt auch für alle anderen? Ich meine damit ausdrücklich NICHT den Übergang zum Pfeifregister sondern nur den Ausbau der "normalen" Höhe.

Mich würde in diesem Zusammenhang auch interessieren: Fällt es leichter, die Höhe bei einem Lehrer zu erlernen der die gleiche Stimmlage hat (was allerdings einen gegengeschlechtlichen Lehrer von vornherein ausschließen würde), oder ist das wirklich piepegal? Ich jedenfalls kann mir nicht vorstellen wie ein Alt/Bass einem Sopran/Tenor zur Höhe verhelfen soll. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Viele Grüße,
AK-Kontraalt

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Das Vergänglichste, wenn es uns wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.

(Friedrich Hebbel)


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BeitragVerfasst: 09.09.2010, 11:25 
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Liebe AK-Kontraalt,

Ich habe - ganz allgemein - sowohl mit Gesangslehrerinnen als auch Gesangslehrern gute und (zum Glück weitaus seltener) nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Der Lehrer, bei dem es bei mir die Höhe betreffend zum ersten Mal richtig "klick" gemacht hat, ich also zumindest gemerkt habe, was theoretisch möglich ist, singt aus Altersgründen gar nicht mehr. Dagegen war eine andere GL, die selbst Sopran ist, beim Ausbau meiner Höhe nicht gar so erfolgreich (was sicher aber auch an mir lag, ich war zu dem Zeitpunkt vielleicht technisch einfach noch nicht so weit oder wir sprachen - im übertragenen Sinne - nicht die gleiche Sprache, wie auch immer). Ich denke also nicht, dass man die Höhe nur bei einem Lehrer gleichen Stimmfachs lernen kann.
Ich glaube auch, dass die technische Herangehensweise an den Ausbau der Höhe (randstimmiger Ansatz, Bewältigung des Passagio, gute Atemkondition) grundsätzlich erst mal die gleiche ist, egal welche Stimmlage man hat und eher an die individuellen Bedürfnisse des Schülers angepasst werden muss. Der Alt/Bass-Lehrer muss nur beim Vorsingen evtl. vorher aussteigen, wenn es in die Höhe geht und die Schülerin beispielsweise wirklich hoher Sopran ist, aber sie verbessern kann er ja immer noch.

Liebe Grüße

Octaviane

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BeitragVerfasst: 10.09.2010, 21:29 
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Ich glaube auch nicht, dass der Lehrer vom selben Fach sein muss. Viel wichtiger ist die gemeinsame Sprache und ein vergleichbares Körpergefühl.
Denn letztlich sagen sie ja doch alle dasselbe. Nur rausfinden muss man es offenbar selbst...

übrigens OT: Octaviane, ich muss zu meinen obigen Koloratur-Ausführungen noch etwas relativierendes sagen. Bei ganz langen Läufen, bei denen ja jeder einzelne Ton einen kleinen Kick kriegen muss, da muss ich auch höllisch üben. Und zwar nicht um der Beweglichkeit willen, sondern um der Präzision und des gleichmäßigen Tempos willen. Am schwersten fallen mir so lange Kampfrunden wie beim Messias-Rejoice oder bei der Königin der Nacht. Da zerlege ich die Läufe auch in kleine Päckchen und baue das auch in das tägliche Übungsprogramm beim Einsingen ein. So trickse ich mich selbst am besten aus. OT Ende.

Nochmals zur Höhe - ist es nicht so, dass man mit einer jungen Stimme in der Höhe geringere Masse nimmt. Und je reifer die Stimme wird, desto mehr Masse geht auch mit in die hohe Lage? Das dürfte ja wohl auch für alle Stimmfächer gelten. Wenn ich mir nämlich die junge Dessay anhöre, dann hat sie eine sehr schlanke Höhe, heute ist da schon wesentlich mehr Wumm dahinter (Hoffentlich fängt sie sich gesundheitlich. Ich wünsch ihr von Herzen das Beste!).

Und noch eine Frage: Heißt eigentlich Pfeifregister immer zugleich Piano? Ich kann's nämlich nur im pianissimo.

Grüße
Olympchen

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BeitragVerfasst: 13.09.2010, 10:35 
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Und noch eine Frage: Heißt eigentlich Pfeifregister immer zugleich Piano? Ich kann's nämlich nur im pianissimo.


Hallo Olympchen,

ich bin mir nicht sicher, ob man im Pfeifregister überhaupt großartig was mit Dynamik machen kann. Wohl aber war es bei mir so, dass - durch (Atem-)Training - das Pfeifregister mit der Zeit immer kräftiger wurde (Forte kann und will ich da oben trotzdem nicht singen (wenn ich denn überhaupt mal in die Lage muss), aber die Stimme müsste ja allein aufgrund der exponierten Lage besser tragen). Wie viel Masse man mit nach oben nimmt (zu viel sollte es ja eh nicht sein), kommt mE auch nicht aufs Alter an, sondern auf den Stimmtyp (schwerere Stimmen wollen von Natur aus mehr Masse mitnehmen und müssen eher lernen, für die Höhe Ballast abzuwerfen) bzw. ist wieder einmal eine Sache des Trainings. Aber vielleicht meinen wir mit Masse auch zwei unterschiedliche Dinge?

LG

Octaviane

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Interessantes Thema, an dem bin ich auch zzt dran: hohe gehaltene Töne, die nicht abbrechen, aber auch nicht forcieren. Sonst ist schnell zu viel Spannung drauf und es rutscht zu hoch (hatte einige Male ausversehen ne Quarte höher gesungen als es ins Pfeifregister ging wegen zu viel Druck). Woran es aber vor allem bei mir liegt: mein Hals hat den Impuls, die Stimmbänder zu schließen, also so wie beim Staccato, das man ja eigentlich ausm Zwerchfell steuert und wo man ja nicht die Kehle schließen und engmachen sollte, was aber hin und wieder noch passiert bei unzureichender Stütze, passiert es auch im Fall extremhöhe. Ich höre das besonders auf Aufnahmen, dass man dann einen BRuch und über diesem Bruch die Töne leiser und etwas luftiger hört. Dieser Strahl, der gute Vordersitz, das ist dann nicht vorhanden. Wenn es mir gelingt, den Bruch zu glätten, klingt die Stimme runder aber wirklich weit vorne und so flexibel, dass ich den TOn halten könnte, ist es meistens noch nciht. Doch dann, im entspannten Zustand, gelingt mir plötzlich ein as3 ausgehalten und das hat dann plötzlich den benötigten Vordersitz, so dass man in der Kehle nichts merkt. Nur höre ich die Töne in mir drin garnicht mehr so laut. Kann es nicht auch bei dem von Olympchen beschriebenen Phänomen so sein, dass sie sich deshalb so leise vorkommt, weil der Ton nach außen trägt und man die Pfeife in sich selbst nicht so laut hört?

Und beim Thema Übergang würd ich auch gern mal von euch wissen, wo denn euer Übergang in die Kopfstimme und der Übergang ins PFeifregister liegt? Ich sage immer "mein Mittlerer und mein hoher Passagio" weil ich den eigentlichen Passagio garnicht so deutlich merke, den ins Pfeifregister aber schon, da wenn zu viel Druck ein krasser BRuch entstehen kann, wie oben geschildert.
Ich habe auch mal gelesen, dass bei Koloratursopranen der Passagio bei as2 liegt und nicht wie bei lyrischen Sopranen bei f2 oder fis2

http://www.cathypope.com/coloratura-technique.html

"It is not unusual for coloratura voices to have been trained as lyrics. This really doesn’t work at all well since the coloratura voice does not release into the head at the same place as the lyric voice does. The lyric voice passaggio is lower than that of the coloratura voice. The leggiero coloratura passaggio is usually around A flat and the lyric is at around F sharp. The dramtic coloratura there again is very individual as to how it will behave."


Ich bilde mir zwar auch ein, gerade bei Glitter and be gay, dass ich erst in diesem Bereich in die wirliche Kopfstimme wechsel (weil dann der Anteil von Kopfresonanzen rapide zunimmt, ein g2 klingt ganz anders als ein a2, dazwischen ist es schon ein wenig wie ein Übergangston), aber wenn ich zb im Kammerchor Sopran singe und da ein g2 vorkommt, das länger gehalten ist, dann ist das schon deutlich kopfiger als ein f2. Velleicht ist es aber auch normal, dass man je Halbton immer etwas mehr Kopfresonanz dazunimmt. Wie dem auch sei, meine Lehrerin meint, ein lyrischer Sopran wechsle bei f2 in die Kopfstimme, eine Koloratursopranisten bei fis2, auch wenn ich in dem Bereich keinen Übergang merke, kann es ja sein,d ass ich den nur nicht spüre. Nur was ist dann mit a2? Da sind ja definitiv mehr Kopfresonanzen als drunter und das ist noch lange kein Pfeifregister :-D

Pfeifregister ist bei mir auch abhängig davon, wie der Ton liegt. Bei Olympia Staccato-Koloratur ist das es3 schon recht leicht, fühlt sich beinah nach Pfeife an (wobei doch noch zu viel Körperanteil für wirkliches PFeifregister), bei fis3 scheint ein Bruch zu liegen, also "richtig" ins PFeifregister gehts bei mir ab g3, wenn mcih nciht alles täuscht.
Wie ist das bei euch, Koloratur-Kolleginnen hier im Forum, Olympchen, Hilde45, Cantilene und wie ihr alle heißt?

Lg, Olympia

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