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 Betreff des Beitrags: Getriller
BeitragVerfasst: 31.08.2008, 15:00 
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Moin moin!

So, jetzt muß ich doch mal die Gelegenheit nutzen, daß hier so viele Experten auf einem Haufen versammelt sind :n30: :n30: :n30: :n30: und eine Frage loswerden:

Kann mir irgendwer erklären, wie man einen Triller produziert?

Also... was das grundsätzlich ist, glaube ich zwar verstanden zu haben (hab ja auch mal Flöte gespielt), nämlich der schnelle Wechsel zwischen zwei Tönen. Meine Finger hatten das kapiert. Aaaaber, Problem: wie krieg ich das meinem Hals erklärt?!? Der ist nämlich der Meinung, man könnte ja mal versuchen, das Vibrato zu verstärken. Allerdings denke ich, er hat damit unrecht, denn irgendwie hört sich das, was dann dabei rauskommt, nicht nach dem an, was es eigentlich werden soll. Glaub ich zumindest.

Ich muß zwar eigentlich nicht unbedingt Triller singen, da sich das "Stabat Mater" auch ohne sehr schön anhört, aber wenn da schon so viele "tr~~~~" 's über den Noten stehen, wird man halt irgendwann neugierig.
Meine GL hab ich auch schon gefragt und sie hat sich wirklich redlich Mühe gegeben, mir das zu erklären, aber wirklich verstanden hab ich's nicht. Vielleicht kommt das noch, keine Ahnung... früher in der Schule :n137: hat's bei ein paar Sachen auch immer gedauert und dann plötzlich "klick" gemacht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 01.09.2008, 11:49 
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Chris hat geschrieben:
Moin moin! Kann mir irgendwer erklären, wie man einen Triller produziert?"


Moin moin auch ;-) Ich versuche, auf Deutsch, es zu erklären...

Der Triller ist durch eine schnelle Schwingung des Kehlkopfes erhalten, die man genau in England der 17 und 18. Jahrhunderte " shake " nannte. Als der Kehlkopf steif ist (zuviel Atemdruck zum Beispiel), kann er dann sich frei nicht drehen und einen Triller herstellen. In diesem Fall ist das Vibrato sehr wahrscheinlich wesenlos. Eine gute Übung, um den Triller zu bearbeiten, besteht darin, einen Joddel zu singen. Den Joddel wird den Kehlkopf freier machen. Ich habe auch bemerkt, daß die Sänger mit dramatischer Stimme finden es oft leichter, einen Triller zu produzieren.

Ich hoffe es hilft ein bisschen :grübel
Beste Grüße aus Hamburg,
Gilles


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 01.09.2008, 11:54 
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operalabdenizot hat geschrieben:
Eine gute Übung, um den Triller zu bearbeiten, besteht darin, einen Joddel zu singen. Den Joddel wird den Kehlkopf freier machen.
Gilles


Was ist ein Joddel ?
:n66: :n66: :n66:

Liebe Grüße
Uralt


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 01.09.2008, 11:58 
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Uralt hat geschrieben:
Was ist ein Joddel ?


So etwas: http://www.youtube.com/watch?v=fUD1CidItzQ
:n182:


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 02.09.2008, 00:44 
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Hm... ich bin mir grade nicht sicher, ob ich das verstanden habe, aber werd's morgen mal testen (ein Blick auf die Uhr zeigt, daß es jetzt definitiv zu spät ist...) - wobei ich ja die Vorstellung, daß mein Kehlkopf sich drehen soll, irgendwo etwas, äh.... eklig finde... ;-)

:n26:


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 21.09.2008, 15:08 
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Hm.

Ich habe das mal brav ausprobiert - mit dem Resultat, daß meine Mutter in der Tür stand und mich fragte, ob meine CD kaputt ist. :ruhe:

Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen...? ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 26.09.2008, 12:46 
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Hallo, Chris,

das war bestimmt ein gutes Zeichen! Denn beim Jodeln (mit einem "d"!) muss die Stimme ständig auf dem Sprung des Übergangs von der Kopfstimme zur Bruststimme und umgekehrt sein. - Diesen Übergang hat deine Mutter von außen vermutlich als eine "kaputte CD" empfunden. Ist kein Witz!
Ich befasse mich seit einigen Jahren auch mit der Alpenländischen Musik und bin von daher oft mit Experten dieser Musik zusammen.

Sangesfreudige Jodelgrüße,

vox clara :hund


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 26.09.2008, 17:59 
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nicht mehr zu rettender
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Hallo Chris,

zur Erklärung, was ein Triller genau ist, möchte ich Dich gerne auf Wikipedia verweisen
http://de.wikipedia.org/wiki/Triller_(Musik)

Besser erklären kann man es kaum - und Deine Annäherung über die Flöte ist eine gute Idee.

Naja - und was das Trillern beim Singen angeht, so kam mir spontan ein Scherz meines 1. Kontrabass-Lehrers in den Sinn:

Frage: Wie komme ich in die Philharmie ?
Antwort: Da musst Du üben üben üben !

Ja, ein Sparwitz - aber mit wahrem Hintergrund.
Es gibt von Rossini viele Vorübungen zu Trillern, bei Vaccai sind mehrere Kapitel diesem Thema gewidmet. Es gibt Stimmen, die probieren es aus und es trillert förmlich von alleine, andere müssen hart daran arbeiten. Was daran "ekelig" sein sollte, dass sich der Kehlkopf dreht bzw. bewegt, ist mir allerdings rätselhaft - denn wie schluckst Du wohl Speisen und Getränke....
Vielleicht hilft Dir wiederum ein Blick zu wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Kehlkopf
Dir ein Bild, von diesem Teil Deines Körpers zu machen.

Jodel-Übungen helfen, die Beweglichkeit des Kehlkopfes zu trainieren - wie Vox Clara schon schrieb, den raschen Wechsel zwischen Bruststimme und Kopfstimme zu erreichen (bzw. von der Vollstimmfunktion in die Randstimmfunktion zu wechseln). Leider werden im deutschen Sprachraum verschiedene Ausdrücke für die gleichen Abläufe benutzt, sodass man zunächst definieren muss, worüber man überhaupt spricht.

Letztlich fände ich es aber am sinnvollsten, Du versuchst Deiner Lehrerin zu folgen, und nochmal nachzuhaken, wenn Dir etwas unklar ist. Im direkten Gespräch sind Dinge, die aufgeschrieben ganz komisch wirken, häufig ganz leicht zu klären. Über das Internet kann man nicht singen lernen - und auch nicht trillern ;-)

Es grüsst Casta

_________________
La chance d'avoir du talent ne suffit pas ; il faut encore le talent d'avoir de la chance.
Hector Berlioz


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 27.09.2008, 23:30 
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Huhu!

Also, das mit dem eklig finden war nicht ganz ernst gemeint und bezog sich tatsächlich hauptsächlich auf die Vorstellung des Drehens. Ich glaub, das macht das Ding da in meinem Hals auch beim Essen nicht. Ist ja kein Kugelgelenk oder so. ;-)
Und der obere Teil meines Kopfes (der, in dem sich hoffentlich ein Gehirn befindet, hihi...) hat's ja auch kapiert. Bloß etwa 25 Zentimeter tiefer wurde das noch nicht verinnerlicht, und dank blöder Erkältung war ich dann die letzte Zeit auch dermaßen angeschlagen, daß der Rat meines Arztes nur noch war "Schnabel halten". Fürs Üben etwas unpraktisch, aber gut, mittlerweile geht's wieder und man jodelt sich so durch. Jetzt darf ich erst mal wieder an den Punkt kommen, an dem ich vor der doofen Erkältung war... grrrr... kann man sowas nicht mal abschaffen?

Naja, nächste Woche ist wieder Unterricht und wir puzzeln da mal weiter dran rum. Irgendwann geht das. Ist ja kein Mathe. :mrgreen


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 28.09.2008, 18:07 
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Hallo Chris,
das mit dem "Abschaffen" wäre sicher der Traum aller Sänger. Ich kann seit einer Kehlkopfentzündung ein Lied davon singen, d.h. kein Lied mehr singen. Aber ich hoffe immer noch, es kommt wieder.
Gruß dalila


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 Betreff des Beitrags: Re: Getriller
BeitragVerfasst: 30.09.2008, 11:43 
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Auweia - um eine Kehlkopfentzündung bin ich zum Glück rumgekommen - war aber auch so nervig genug... auf daß es sich bei Dir bald wieder berappele! :troest


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