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BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:23 
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Vielleicht hat jemand zufällig das Silvesterkonzert aus Dresden gesehen, auf dem Programm "Lehar", schöne Melodien aus bekannten Operetten.

Die Solisten:
Angela Denoke, Sopran
Ana Maria Labin, Sopran
Piotr Beczala, Tenor

Ja, was mir da sehr unangenehm aufgefallen ist, obwohl stimmlich sehr gut, die Sopranistin Angela Denoke. Ihr Mund wackelte ständig und das störte mich sehr, sie konnte "den Mund nicht halten" würde man sagen im Spaß. Woran mag das liegen?

Bei Ana Maria Labin, die einige noch als Userin von gesang.de kennen dürften, wackelte die Zunge, aber sie hat eine herrliche Stimme und es ist schön zu sehen, was aus ihr geworden ist. Damals stellte sich Glitter and be gay ins Forum und das war schon toll.

Ich habe schon Sängerinnen gesehen, da wackelte der ganze Hals, wie ein Puter.. big_gruebel .....ist schon komisch was man alles zu sehen bekommt.

Kennt ihr auch solche Sänger/innen?

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BeitragVerfasst: 03.01.2012, 17:25 
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Ja, warum ist das so ? Angela Denoke ist eine gefragte Interpretin, die u. a. als Salome oder Jenufa große Erfolge feiert. Cecilia Bartoli schneidet hässliche Grimassen und ihre kanadische Stimmfachkollegin Vivica Genaux wackelt derart mit dem Kinn, dass man um die Stabilität ihrer Unterkieferaufhängung fürchten muss. Und trotzdem sind sie zurecht Weltstars, was zu beweisen scheint, dass die herkömmlichen Parameter für optimales Singen bei manchen hoch begabten Talenten nicht greifen. Bleibt die Frage, ob sie bei Vermeidung ihrer zumindest optischen Unarten nicht noch besser sängen ? Eines steht jedoch fest : Das sängerische " Bodenpersonal " sollte sich hüten, diese und andere sängerischen Unarten zu übernehmen !
Dass ästhetischer Gesang und beeindruckende Optik einander nicht ausschließen, beweist die von Ludwig van genannte Ildiko Raimondi auf eindrucksvolle Weise. Da bilden Stimme und Mimik eine faszinierende Einheit !

Ciao. Ospite big_applaus


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BeitragVerfasst: 03.01.2012, 22:25 
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Zitat:
Eines steht jedoch fest : Das sängerische " Bodenpersonal " sollte sich hüten, diese und andere sängerischen Unarten zu übernehmen !


… die Bezeichnung "Bodenpersonal" ist ja entzückend :oops:

Die Empfehlung, diese "Unarten" lieber nicht nachzuahmen, ist sicher richtig. Jedoch sind mir im Unterricht von Seiten des GL auch schon abgeschwächte Formen über den Weg gelaufen. Dies waren "Hilfsmittel", um den Ton so hinzubekommen, dass er schön klingt. Und nein, ich meine damit nicht temporäre Dinge, wie Finger in die Wangen von außen drücken, so dass der Mund aufbleibt oder mit herausgestreckter Zunge zu "singen" oder so. :kaffee Es ging um Dinge, die man selbst auf der Bühne machen darf. Die Erläuterung dazu war (sinngemäß), dass alles erlaubt sei, was ästhetisch aussehe. Und das war der Haken: Was sieht noch gerade passabel aus, was schon wieder "blöd"? - Ich tendierte zu blöd und war froh, meine Töne doch auch noch anders irgendwie ohne Kritik durchzubringen … haushalt__005.gif

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"Musik ist die Kurzschrift des Gefühls."

(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)


Zuletzt geändert von Raupe am 04.01.2012, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 00:30 
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ja, man muss wirklich aufpassen, dass man sich keine Grimassen oder Unarten angewöhnt.

Angela Denoke ist eine Weltsängerin, die hauptsächlich Wagner und Richard Strauss u.a. singt und trotz ihrer schönen Stimme stört mich ihr unruhiger Mund. Ich finde, ein Gesanglehrer sollte von Grund an auf diese Dinge achten. Ich habe über 25 Jahre unterrichtet und keine meiner Schüler oder Schülerinnen hatten irgendwelche Macken dieser Art.

big_lala

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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 01:17 
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So ist es, liebe musika !
Meine Schülerinnen und Schüler kennen meinen Ausspruch : Ich höre, wie Ihr ausseht !
Die Mimik beeinflusst den Klang erheblich, wie natürlich auch die Körperhaltung. Davon kann z. B. Ludwig van ein Lied singen. Ich will seinem Beitrag zu diesem Thema nicht vorgreifen, habe ihn jedoch ermuntert, hier irgendwann von seinem Aha - Erlebnis zu berichten.
Ich bin übrigens davon überzeugt, dass die Damen Genaux und Bartoli z. B. ihr Koloraturfeuerwerk
auch ohne heftiges Grimassieren zünden könnten , wenn man sie früh genug darauf hingewiesen hätte.
Ein besonders eklatantes Beispiel für unangebrachte Gestik lieferte der berühmte Bariton Matthias Goerne vor ein paar Jahren hier in Frankfurt, als er sich während der " Winterreise " etwa fünfzig Mal an die Nase fasste ! Nach dem fünften Lied hat man kaum noch zugehört, weil man nur noch darauf wartete, wann diese Unart fortgesetzt wurde. Dabei hat er eigentlich wunderschön gesungen - glaube ich. Sein Klavierpartner war damals auch noch Alfred Brendel, der wiederum für seine ( Un ) Art bekannt war, mimisch und gestisch den Eindruck zu vermitteln, er fasse in kochendes Wasser !
Also : Wehret den Anfängen !

Ciao. Ospite big_good night


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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 13:23 
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Herrn Goerne kann man nur mit geschlossenen Augen genießen... :kaffee

Lg Silje

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...Letztlich ist Gesang ein in Klang gegossenes Gebet -
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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 14:53 
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Hallo!

Was Mimik bei singen betrifft,entgleisst sie auch bei manchem.
Ich habe meinen Mann gefragt,wie Er mich sieht-hat gesagt,ich lächle.
Ich denke,wenn man was im singen sagen,vermitteln will kann man Mimik schwer kontrollieren.
Ich gucke manchmal wie "entgleist" sind Gesichtzüge bei manchen Klavier Künstler,oder Dirigenten.
Ich habe ein Presse Foto von unserem TV und Rundfunk Dirigenten /noch aus Breslau/ Herr K.,man könnte denken,Er ist im Krieg...
Ich selber habe Pressefoto von meinem letzten Konzert und ich war erschrocken-bin ich das wirklich?
Ich war fast hässlich,so angespannt waren meine Gesichtszüge.
Im Hinterkopf soll man daran denken,aber wenn unser Gesicht keine Regung zeigt,erleben wir wirklich
was wir singen?
Ist das schwer... big_denken
Liebe Grüsse :92
mariella


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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 18:27 
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Ach,

ich habe mich jetzt herrlich amüsiert, während ich Eure Beiträge gelesen habe. :) :) Und muss dann Silje zustimmen und gleichzeitig sagen, eigentlich auch die Bartolli genieße ich am besten, wenn ich sie nicht zusehe.

Vor kurzem wurden von mir einige Fotos am Konzert geschossen, und ich war selber erstaunt, wie passend sie waren. Ich glaube da nicht, dass man seine Mimik unterdrücken muss, oder aber ständig (und dadurch evtl. verkrampft) lächeln müsste. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich meine Arien innerlich lebe, und wenn es sich an meiner Gesicht auch zu sehen ist, umso besser. (Das kann ja auch meinem Publikum helfen, die Arie inhaltlich auch besser verstehen zu können.) Dass man dabei aber die richtige Gesangtechnik auch noch erinnern muss, ist ja nur noch die Krönung des Ganzen, nicht wahr? :D :D :D
Spaß beseite, was ich sagen wollte: Mimik ist nicht gleich Gesichtsakrobatik, und bisschen Schauspielen ist an richtigen Ort und Stelle sicherlich gut angebracht.

schöne Grüße,
Petronella

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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 18:57 
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Eigentlich meinte ich nicht die Mimik, die durch Interpretation manchmal kommt, lächeln, traurig sein, wütend oder ähnlich, sondern Angewohnheiten die unabhängig von der Interpretation vom Text sind, wie das Wackeln mit der Zunge und des Kinns oder mit dem Mund, oder sogar mit dem Kehlkopf, wie ein Truthahn.

big_engel

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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 20:59 
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Apropos Finger ( Goerne ) : Vor Jahren betreute ich eine hoch talentierte Schülerin, die sängerisch große Fortschritte machte. Sie hatte nur ein kleines, aber deutlich sichtbares Defizit in der Gestik.
Während des Vortrags einer Arie oder eines Lieds rieb sie ständig Daumen und Zeigefinger der linken Hand gegeneinander, als wollte sie Geld zählen . Ihr war das nicht bewusst. Es bedurfte großer Konzentration und der Erfahrung eines Workshops, diese irgendwie liebenswerte, aber doch vom Gesang ablenkende Marotte buchstäblich in den Griff zu bekommen....

Ciao. Ospite haushalt__005.gif


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BeitragVerfasst: 04.01.2012, 23:11 
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Hallo,

ich möchte gerne auf die Bemerkung von ospite weiter oben mal eingehen und hoffe das gehört irgendwie hierher.

Ich habe zwar keine mimischen Entgleisungen (außer das ich wohl manchmal etwas zu ernst schaue [kommt aber wahrscheinlich von der Anspannung beim Auftritt]), dafür eine andere, auch nicht unbedingt schöne Angewohnheit: Meine Körperhaltung (Schultern und Kopf) ist beim Singen leider nicht immer die Beste! Das erste Mal bewußt darauf hingewiesen hat mich mein Chorleiter ("Du singst Dich um Kopf und Kragen"). Ein weiteres Mal wurde es mir beim Pfingstworkshop 2011 ganz deutlich gemacht. Ich habe jetzt seit knapp drei Jahren Gesangsunterricht und seit dieser Zeit ist es auch schon wesentlich besser geworden. Seit einiger Zeit arbeite ich nun noch bewußter an meiner aufrechten Haltung. Ich muß vorweg schicken: Ich habe sehr mit Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich zu kämpfen. Vor kurzem ließ ich mir deswegen krankengymnastische Behandlungen verschreiben. Ich erzählte meinem Therapeuten von meinen Problemen mit dem "gerade stehen", von der fehlenden "Erdung" beim Singen. Natürlich wiesen meine Gesangslehrerin und mein Chorleiter mich immer wieder daraufhin wie wichtig es ist aufrecht "geerdet" zu stehen, aber richtig begriffen hatte ich es nicht. Nun, mein Krankengymnast macht seit ein paar Wochen Beckenbodentraining (jaaa, auch Männer haben einen Beckenboden) mit mir. Jetzt komme ich zu dem von ospite erwähnten "AHA"-Erlebnis. Beim dritten Termin wußte ich was es heißt geerdet zu stehen. Mir war als sei ich mit dem Boden verwachsen, als könne mich niemand von dort wegbewegen. Ich stand aufrecht, den Kopf erhoben. Ich hatte danach noch Gesangsunterricht und obwohl ich erkältet war, habe ich hörbar anders gesungen. Ich war danach noch einige Tage besonders berührt. Die Stimme ist kräftiger, vitaler. Ich habe nun eine ungefähre Ahnung, wo es sängerisch mit mir noch hingehen könnte.

Man sieht also: Meine schlechte Angewohnheit, die ich mir in 46 Jahren meines Lebens antrainiert habe (das schlechte Stehen), läßt sich - zumindest teilweise -zurücktrainieren.

Upps, das ist wohl doch länger geworden als gedacht.

Bis dahin

Ludwig van


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BeitragVerfasst: 05.01.2012, 11:03 
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Vielen Dank, lieber Ludwig van, für die detaillierte Schilderung Deiner Haltungskorrektur.
Manchmal gewinnt man entscheidende Erkenntnisse dort, wo man sie kaum erwartet hat.
Und Dein Körper, Deine Stimme danken es Dir !

Ciao. Ospite big_faulenz


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BeitragVerfasst: 05.01.2012, 11:39 
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Lieber Ludwig van, vielen Dank für Deine Schilderung, die sich so ziemlich mit meinen Erfahrungen deckt - als "großes Mädchen" habe ich ja auch immer wieder mit Haltungsproblemen zu kämpfen. Und alles "steh gerade, richte dich auf, sack nicht so in dich zusammen" nützte nichts oder immer nur kurzfristig, bis mir klar wurde, dass, um eine gute Haltung zu erreichen, ja auch erst einmal die dafür nötige muskuläre Kraft vorhanden sein muss, die in unserer Zivilisation heutzutage oftmals einfach nicht ausreichend ausgeprägt ist. Auf jeden Fall hat mich die Körperarbeit auch stimmlich immens nach vorne gebracht.

Keep up the good work!

Octaviane

_________________
„Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste.“
(T. Fontane)

"When you have that perfect match between voice, personality, repertoire and style, art happens" (Anonym)

http://www.sopranodrama.de


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BeitragVerfasst: 05.01.2012, 13:08 
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Eine mir bekannte Sängerin, Semiprofi, wackelt während des Singens hin und her, d.h. sie kann nicht still stehen, sie ist unruhig und auch ihre Auge wandern hin und her, sie ruht nicht in sich selber, es ist sehr schwer ihr zuzusehen, man möchte sie festhalten.

Das richtige Stehen ist die Grundhaltung beim Singen, die ich meinen Schülern von der ersten Stunde vermittelt habe.
So wie es Ludwig und Octaviane es beschreiben, habe ich es am eigenen Leibe erfahren.
Ich bin, genau wie Octaviane, auch etwas größer geraten und ich hatte die Angewohnheit mit Spiel- und Standbein zu stehen, da ich dachte, es machte mich kleiner. Im Unterricht kam das schlecht an, ich stand oft wie eine kleine graue Maus zusammengesunken da und meine Professorin fragte mich dann, "bist du jetzt eine graue Maus, oder bist du eine Königin?" Sofort wuchs ich zur Königin und von da an brauchte es nur ein Blick meiner Lehrerin und ich wuchs...und die Haltung war perfekt. Das habe ich nie vergessen und es so an meine Schüler weitergegeben, von Anfang an.

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BeitragVerfasst: 07.01.2012, 02:51 
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big_denken big_denken big_denken

hallo zusammen; die vielen Beiträge haben mich angeregt auch kurz etwas dazu zu sagen:

ich finde es wichtig, dass man im Unterricht auf korrektes "Auftreten" hin "erzogen" wird. Den vorausgegangen Beiträgen kann ich uneingeschränkt zustimmen, denn alles ist machbar und erreichbar, wenn man will -aber:

letztendlich liegt es aber meiner Meinung nach immer an der Persönlichkeit eines jeden Sängers, ob er irgendwelche "Angewohnheiten" oder "Marotten" oder Ticks beim Singen nach aussen trägt.

Eine kontinuirliche Selbstrefexion mit dem Ziel, sich als Sänger in all seinen körperlichen "evtl. negativ wirken könnenden Aüßerungen" völlig unter Kontrolle zu haben, würde sicher nicht praktikabel sein.

Wenn ein Publikum mit seinern Sängern zufrieden ist, von der Stimme und dem s.gen. Gesamtpaket begeistert ist, sind solche "Angewohnheiten" eher nebensächlich oder tragen sogar zu Beliebtheitssteigerung bei.
Unter Umständen gehen solche Sänger mit bestimmten "Auffälligkeiten" sogar auch wegen diesen neben ihrer Stimmqualität in die Geschichte ein.
Und noch zum Schluß: wohl jenen Sängern , die keinerlei für den Zuschauer "unangenehmen Angewohnheiten" zeigen!

big_denken big_denken big_denken


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BeitragVerfasst: 10.01.2012, 09:48 
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hat sich schon eingelebt
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Mein aktuelles Erkenntnis: ich muss unbedingt an meiner Haltung beim Singen arbeiten. Ich wusste schon, dass ich dazu neige mein gesammtes Oberkörper leicht vorne zu beugen - wisst ihr, wenn jemand soooo gaaaaanz überzeugend sein möchte... big_haha

Na ja, höchstwahrscheinlich überzeuge ich mit so einer Haltung nicht mehr als ich es aufrecht tun würde, aber auf jeden Fall sieht es ganz-ganz schlecht aus... Das konnte ich jetzt aktuell auf Fotos bemerken. Wir hatten Probe in der Kirche und der Fotograf war dabei, um die Beleuchtung in der Kirche zu testen. Ich war ja nicht festlich angezogen - was meine Haltung sonst immer sehr verbessert, und in meiner Stiefel stand ich ich auf einer Stützbein, unausgewogen, und wegen Kälte auch die Hände in die Jacke eingezogen... BRrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr Schrecklich anzusehen... Das war für mich ein sehr guter Indiz dafür, selbst bei der Probe alles so machen zu wollen, als es dann bei der Auftritt sein muss. Nicht nur stimmlich und textlich und so vorbereiten, aber auch was die Haltung betrifft.

auch wenn in der Kirche sehr-sehr kalt ist...

big_kaffee

schönen Tag wünscht Euch
Petronella

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